Schlagwort-Archive: Südafrika

Regisseur wagt Tabubruch

TV-Tipp: Dokumentarfilm auf arte rüttelt am Image von Südafrikas Nationalhelden Nelson Mandela

(2010sdafrika-Redaktion)

Wer über den ersten schwarzen Staatspräsidenten Südafrikas etwas ließt, sieht oder hört, der stößt stets auf ein positives Bild einer Persönlichkeit, die für das Eintreten von gewichtigen Idealen einen hohen Preis zahlte musste. Nelson Mandela opferte seine eigene Freiheit, um es einer ganzen Gesellschaft geben zu können. Ein Dokumentarfilmer zweifelt an der bisherigen Darstellung der großen Ikone und bricht somit erstmals ein Tabu.

© Der südafrikanische Regisseur Khalo Matabane greift in seiner 86-minütigen Dokumenation „Madiba – Das Vermächtnis des Nelson Mandela“ kontroverse Fragen zur Person von Nelson Mandela auf. Er rüttelt ganz bewusst am Image des Nationalhelden. Am heutigen Mittwoch um 21.45 Uhr strahlt der TV-Sender arte die umstrittene Doku aus. (Quelle: flickr/ Sean Cronin)

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Erfolgsshow “AFRIKA! AFRIKA!” in Berlin

Exotisches Theaterspektakel im Herzen Deutschlands: Musik, Tanz und Akrobatik aus Afrika 

(Autorin: Melanie Akerboom)

AFRIKA! AFRIKA! feierte letzte Woche, am Karfreitag – mit einer Bühnenshow speziell für das Theater und kleineren Hallen – ihre Berlin-Premiere im Tempodrom. Die Zirkusshow, die vom österreichischen Künstler André Heller inszeniert wurde, ist noch bis zum 25. April in der Hauptstadt zu bewundern. Musikalisch untermalt wird die Show durch eine Liveband. Insgesamt involviert in der Show sind 77 Künstler aus 14 Ländern.

© Die Show "AFRIKA! AFRIKA!" kombiniert Musik, Tanz und Akrobatik aus Afrika. Der österreichische Künstler André Heller steckt hinter diesem erfolgreichen Theaterspektakel. (Quelle: AFRIKA! AFRIKA!)

© Die Show “AFRIKA! AFRIKA!” kombiniert Musik, Tanz und Akrobatik aus Afrika. Der österreichische Künstler André Heller steckt hinter diesem erfolgreichen Theaterspektakel. (Quelle: AFRIKA! AFRIKA!)

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Hells Angels-Boss „Neco“ wird mächtiger

Türkischer Höllenengel in Köln und neuerdings auch in Frankfurt am Main einflussreichster Rocker

(2010sdafrika-Redaktion)

© Necati Arabaci alias “Neco”, Präsident des Hells Angels MC Nomads Turkey, wird immer mächtiger. Er ist nicht mehr nur in Köln der einflussreichste Rocker, sondern neuerdings auch in Frankfurt am Main. Zudem sollen türkische Höllenengel im Auftrag des Rockerbosses demnächst nach Südafrika reisen. Im aktuellen Bild ist Neco mit einem engen Vertrauten aus Frankfurt am Main zu sehen. (Quelle: Privat)

© Necati Arabaci alias “Neco”, Präsident des Hells Angels MC Nomads Turkey, wird immer mächtiger. Er ist nicht mehr nur in Köln der einflussreichste Rocker, sondern neuerdings auch in Frankfurt am Main. Zudem sollen türkische Höllenengel im Auftrag des Rockerbosses demnächst nach Südafrika reisen. Im aktuellen Bild ist Neco mit einem engen Vertrauten aus Frankfurt am Main zu sehen. (Quelle: Privat)

Wer in Kölner Rockerkreisen verkehrt, der hört ziemlich schnell den Namen Necati Arabaci alias “Neco”, Präsident des Hells Angels MC Nomads Turkey. Unumstritten ist er die einflussreichste Person im Kölner Türsteher- und Rotlichtmilieu. Wie die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ erfahren hat, konnte sich Neco neuerdings auch in Frankfurt am Main etablieren.

Necos Leute, meist Hells Angels mit türkischem Migrationshintergrund, setzen die Entscheidungen des türkischen Rockerbosses in Köln und in Frankfurt am Main umgehend um. Der Abgeschobene wird regelmäßig primär über die Rockerlage in Nordrhein-Westfalen informiert. Nun weitet sich sein unmittelbarer Einflussbereich auch auf das benachbarte Bundesland Hessen aus.

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Das lukrative Geschäft mit der Angst

Südafrika im Würgegriff: Hohe Kriminalitätsrate, schwache Polizei und einflussreiche Waffenlobby

(Autor: Ghassan Abid)

Mit dem „Firearms Control Act, 2000 (Act No. 60 of 2000)“ ist jedem südafrikanischen Bürger das Recht ermöglicht worden, Schusswaffen zu erwerben und zu benutzen. Im Gesetz steht, dass „jeder Bürger das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Sicherheit hat“. Die Vergabe von Lizenzen und Genehmigungen reguliert diese Ambition. Doch zum Schutz und zur Selbstverteidigung des einzelnen Bürgers hat das Gesetz kaum beigetragen – im Gegenteil. Die Furcht vor einen kriminellen Übergriff ist allgegenwärtig. Lediglich die Waffenlobby profitiert vom Geschäft mit der Angst.

© Südafrika hat ein ernstes Waffenproblem. Neben den lizensierten Waffen, existiert am Kap auch ein illegaler Waffenhandel. Vor allem Kleinkriminelle und Mitglieder der Organisierten Kriminalität nutzen Schusswaffen. Jeden Tag sterben rund 45 Personen in Südafrika durch den Einsatz von Schusswaffen. (flickr/ Pål Joakim Olsen)

© Südafrika hat ein ernstes Waffenproblem. Neben dem Kauf von lizensierten Waffen blüht am Kap auch der illegale Waffenhandel. Vor allem Kleinkriminelle und Mitglieder der Organisierten Kriminalität nutzen Schusswaffen. Jeden Tag sterben rund 45 Personen in Südafrika durch deren Einsatz. (flickr/ Pål Joakim Olsen)

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Steuerabkommen Liechtenstein und Südafrika

Bankgeheimnis und Anonymität der Kunden werden außer Kraft gesetzt. Steuerhinterzieher geraten ins Visier

(2010sdafrika-Redaktion)

Das Fürstentum Liechtenstein hat zur Überraschung der Öffentlichkeit die Grundlage für die grenzüberschreitende Amtshilfe in Steuersachen mit der Republik Südafrika geschaffen. Nach der Genehmigung des „Tax Information Exchange Agreement (TIEA)“ durch die Regierung in Vaduz ist nun die Annahme des Abkommens in beiden Staaten notwendig, wovon klar ausgegangen werden kann. Steuerhinterzieher geraten somit ins Visier.

Wisi Greter

© Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein hat ein Steuerabkommen mit der Republik Südafrika auf den Weg gebracht. Mit dem „Tax Information Exchange Agreement (TIEA)“ werden Steuersünder ins Visier genommen. Hingegen sieht das Bundesfinanzministerium in Berlin keine Notwendigkeit eines ähnlichen Abkommens mit Pretoria. (Quelle: flickr/ Wisi Greter)

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Brite Shrien Dewani an Südafrika ausgeliefert

„Flitterwochen-Mörder“ scheitert nach dreieinhalb Jahren mit Verhinderung eines Kap-Prozesses

(Autor: Ghassan Abid)

Nun ist es soweit. Der Brite Shrien Dewani ist kürzlich an die südafrikanische Justiz überstellt worden. Er ist bereits in Kapstadt eingetroffen und wird sich vor dem Western Cape High Court wegen eines ihm nachgesagten Auftragsmordes an seine frisch getraute Frau Anni Dewani verantworten müssen. Die Familie des schwedischen Opfers hatte lange darauf gewartet, dass der Prozess in Südafrika anfangen kann. Sie fordern Gerechtigkeit und sind davon überzeugt, dass an den Händen des Ausgelieferten Blut klebt.

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© Anni Dewani wurde in den Flitterwochen im November 2010 erschossen. Ihr eigener Ehemann, der britische Millionär Shrien Dewani, wird eines Auftragsmordes verdächtigt. Nun ist er an Südafrikas Justiz überstellt worden. (Quelle: Privat)

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Südafrikas „unantastbarer“ Präsident

Jacob Zuma ist der Korruption überführt worden. Doch anstelle der Reue folgt lediglich das Leugnen

(Autoren: 2010sdafrika-Redaktion, Ghassan Abid)

Im November 2013 war die Debatte auf dem Höhepunkt, als es noch darum ging, dass die Public Protector Thuli Madonsela ihren Nkandla-Untersuchungsbericht gegen den Willen der Regierung veröffentlichen wollte. Die Juristin wurde, so ihre eigene Aussage, von oberster Stelle eingeschüchtert und sie habe sogar um ihr Leben gefürchtet. Doch die Ombudsfrau blieb standhaft und kam ihrem unabhängigen Verfassungsauftrag nach. Sie belastete den südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma schwer – wenige Wochen vor den Parlamentswahlen. Das Land erlebt einen schweren Imageschaden.

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© Jacob Zuma ist infolge der Nkandla-Affäre schwer angeschlagen. Die Ombudsfrau Thuli Madonsela hielt in einem 400-seitigen Untersuchungsbericht fest, dass das Staatsoberhaupt Südafrikas öffentliche Gelder für private Zwecke missbraucht hatte. Doch der Regierungschef zeigt keine Reue – und an einen Rücktritt denkt er erst gar nicht nach. Die junge Demokratie am Kap erleidet einen schweren Imageschaden. (Quelle: flickr/ Jack Maringa)

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Big Five zum Abschuss freigegeben

Jagdtourismus extrem: Ehemaliger US-Polizist tobt sich in Südafrika aus und macht dazu ein gutes Geschäft

(Autor: Ghassan Abid)

Als erste deutschsprachige Presse berichtete „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ über die US-Tierjägerin Melissa Bachman, die in Südafrika einen Löwen erlegte. Der Fall verbreitete sich wie ein Lauffeuer in sämtlichen Medien, Blogs und Foren. Nun ist die Redaktion über einen neuen Skandal am Kap informiert worden, der alles bisher Bekannte in den Schatten stellt. Erneut steht ein US-Amerikaner im zweifelhaften Rampenlicht.

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© Das US-Unternehmen „Koeshall’s World Hunting Adventures LLC“ wird von dem US-amerikanischen Ex-Polizisten Kevin Koeshall und seiner südafrikanischen Frau Rika betrieben. Das Ehepaar geht gegen Tierschützer vor, wenn diese „Drohungen“ gegen die Tierjäger aussprechen. Im Bild ist ein Jagdtourist in Südafrika zu sehen. (Quelle: Koeshall’s World Hunting Adventures LLC)

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Südafrika als Top-Reiseziel für Deutsche

„Kommt nach Südafrika und erlebt die Schönheit des Landes“. Rund 266.000 Deutsche kamen ans Kap

(Autor: Ghassan Abid)

Nach dem Abschluss der weltgrößten Tourismusmesse ITB in Berlin suchen gegenwärtig viele Reisehungrige nach interessanten Urlaubszielen. Südafrikas Tourismusminister Marthinus van Schalkwyk besuchte wie im letzten Jahr die ITB und warb für ein Kommen nach Südafrika. Deutsche Reiseblogger werden in diese Ambition erstmals aktiv eingebunden.

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© Südafrika ist eines der wichtigsten Reiseziele für deutsche Urlauber. Rund 266.000 Touristen bereisten im Jahr 2012 das Kapland. Auf der ITB warben 50 Aussteller aus Südafrika für einen Aufenthalt in der Regenbogennation.

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Mode-Kolumne „HOW TO STYLE Südafrika“

Im Portrait: Gavin Rajah, Designer aus Kapstadt

(Autorin: Natalia Bobrich)

Unterstützt durch:TOM TAILOR_CASUAL_Logo_blau (2)

Aufgepasst, dieses Mal wird es unternehmerisch. Denn Gavin Rajah ist nicht nur ein Top-Designer, sondern hat auch marketingtechnisch eine Menge zu bieten. Der Gründer der Cape Town Fashion Week glänzt mit innovativen Ideen, die sich nicht nur gut anhören. Gefolgt von beispiellosen Umsetzungen, bringen seine Ideen bewundernswerte Erfolge. Sein Talent setzt Gavin Rajah ebenso für gute Zwecke ein. Er engagiert sich für Hilfsorganisationen wie “POSITIVE”, die zur Hilfe für aidskranke Kinder ins Leben gerufen wurde. Als Designer beeindruckt er mit einer Liste an Celebrities.

© Gavin Rajah, Fashion Designer aus Kapstadt. (Quelle: Simon Deiner/ SDR Photo)

© Gavin Rajah, Fashion Designer aus Kapstadt. (Quelle: Simon Deiner/ SDR Photo)

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Stockholms Sonderweg der Rockerbekämpfung

Schwedens Ex-Hells Angels-Präsident verurteilt „Hexenjagd“. Dänischer Rockerchef begeht Suizid

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ tauscht sich seit geraumer Zeit mit Journalisten in Schweden aus, die die Rockerentwicklungen im Norden Europas aufmerksam verfolgen. Die einflussreichsten Hells Angels sind dort schwer zu fassen, da ihnen nicht ohne Weiteres Gewaltstraftaten nachgewiesen werden können. Wichtige Zeugen schweigen und stichhaltige Beweise können nicht zusammengetragen werden. Dementsprechend schlagen Stockholm und Kopenhagen einen neuen Weg ein – mit Erfolg. Der staatliche Dauerdruck veranlasste einen Rockerchef sogar zum Selbstmord.

© Michael Brokside war einer der führenden internationalen Hells Angels-Mitglieder. Der dänische Rockerpräsident wurde rund 40 Jahre alt. Zu stark war der Druck der Behörden, der auf seinen Schultern lastete. Am 14. März 2014 nahm er sich schließlich in einer Polizeizelle das Leben. Schwedens Ex-HA-Präsident Thomas Möller, der sein Vermögen nach Südafrika in Sicherheit brachte, verurteilte die "Hexenjagd" durch Stockholm und Kopenhagen.

© Michael Brokside war einer der führenden internationalen Hells Angels-Mitglieder. Der dänische Rockerpräsident wurde rund 40 Jahre alt. Zu stark war der Druck der Behörden, der auf seinen Schultern lastete. Am 14. März 2014 nahm er sich schließlich in einer Polizeizelle das Leben. Schwedens Ex-HA-Präsident Thomas Möller, der sein Vermögen nach Südafrika in Sicherheit brachte, verurteilte die “Hexenjagd” durch Stockholm und Kopenhagen.

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Hells Angels bei Nelson Mandela

Exklusiv: Rocker mischten Johannesburger Trauerkundgebung für Südafrikas Nationalhelden auf

(Autor: Ghassan Abid)

Als Nelson Mandela am 5. Dezember vergangenen Jahres im Alter von 95 Jahren starb, trauerte die ganze Welt um den populären Widerstandskämpfer, der sich gegen die Apartheid auflehnte und später vom Untergrund aus diese bekämpfte. Hingegen war bislang noch nicht bekannt, dass auch der Hells Angels MC South Africa der Trauerkundgebung vor dem Anwesen Mandelas in Johannesburg beiwohnte. Ein Insider schildert die Geschehnisse, die einer provokativen Machtdemonstration gleichen.

© Einige Tage nach dem Tod von Südafrikas Nationalhelden besuchten zehn Mitglieder der Hells Angels das Anwesen Nelson Mandelas im Johannesburger Stadtteil Houghton. Die Rocker traten offensiv und aggressiv auf. Das bewusste Tragen der Kutten ist als Machtdemonstration zu verstehen. (Quelle: Privat)

© Einige Tage nach dem Tod von Südafrikas Nationalhelden besuchten zehn Mitglieder der Hells Angels das Anwesen Nelson Mandelas im Johannesburger Stadtteil Houghton. Die Rocker traten offensiv und aggressiv auf. Das bewusste Tragen der Kutten ist als Machtdemonstration zu verstehen. (Quelle: Privat)

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