Schlagwort-Archive: Südafrika

Steuerabkommen Liechtenstein und Südafrika

Bankgeheimnis und Anonymität der Kunden werden außer Kraft gesetzt. Steuerhinterzieher geraten ins Visier

(2010sdafrika-Redaktion)

Das Fürstentum Liechtenstein hat zur Überraschung der Öffentlichkeit die Grundlage für die grenzüberschreitende Amtshilfe in Steuersachen mit der Republik Südafrika geschaffen. Nach der Genehmigung des „Tax Information Exchange Agreement (TIEA)“ durch die Regierung in Vaduz ist nun die Annahme des Abkommens in beiden Staaten notwendig, wovon klar ausgegangen werden kann. Steuerhinterzieher geraten somit ins Visier.

Wisi Greter

© Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein hat ein Steuerabkommen mit der Republik Südafrika auf den Weg gebracht. Mit dem „Tax Information Exchange Agreement (TIEA)“ werden Steuersünder ins Visier genommen. Hingegen sieht das Bundesfinanzministerium in Berlin keine Notwendigkeit eines ähnlichen Abkommens mit Pretoria. (Quelle: flickr/ Wisi Greter)

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Brite Shrien Dewani an Südafrika ausgeliefert

„Flitterwochen-Mörder“ scheitert nach dreieinhalb Jahren mit Verhinderung eines Kap-Prozesses

(Autor: Ghassan Abid)

Nun ist es soweit. Der Brite Shrien Dewani ist kürzlich an die südafrikanische Justiz überstellt worden. Er ist bereits in Kapstadt eingetroffen und wird sich vor dem Western Cape High Court wegen eines ihm nachgesagten Auftragsmordes an seine frisch getraute Frau Anni Dewani verantworten müssen. Die Familie des schwedischen Opfers hatte lange darauf gewartet, dass der Prozess in Südafrika anfangen kann. Sie fordern Gerechtigkeit und sind davon überzeugt, dass an den Händen des Ausgelieferten Blut klebt.

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© Anni Dewani wurde in den Flitterwochen im November 2010 erschossen. Ihr eigener Ehemann, der britische Millionär Shrien Dewani, wird eines Auftragsmordes verdächtigt. Nun ist er an Südafrikas Justiz überstellt worden. (Quelle: Privat)

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Südafrikas „unantastbarer“ Präsident

Jacob Zuma ist der Korruption überführt worden. Doch anstelle der Reue folgt lediglich das Leugnen

(Autoren: 2010sdafrika-Redaktion, Ghassan Abid)

Im November 2013 war die Debatte auf dem Höhepunkt, als es noch darum ging, dass die Public Protector Thuli Madonsela ihren Nkandla-Untersuchungsbericht gegen den Willen der Regierung veröffentlichen wollte. Die Juristin wurde, so ihre eigene Aussage, von oberster Stelle eingeschüchtert und sie habe sogar um ihr Leben gefürchtet. Doch die Ombudsfrau blieb standhaft und kam ihrem unabhängigen Verfassungsauftrag nach. Sie belastete den südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma schwer – wenige Wochen vor den Parlamentswahlen. Das Land erlebt einen schweren Imageschaden.

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© Jacob Zuma ist infolge der Nkandla-Affäre schwer angeschlagen. Die Ombudsfrau Thuli Madonsela hielt in einem 400-seitigen Untersuchungsbericht fest, dass das Staatsoberhaupt Südafrikas öffentliche Gelder für private Zwecke missbraucht hatte. Doch der Regierungschef zeigt keine Reue – und an einen Rücktritt denkt er erst gar nicht nach. Die junge Demokratie am Kap erleidet einen schweren Imageschaden. (Quelle: flickr/ Jack Maringa)

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Big Five zum Abschuss freigegeben

Jagdtourismus extrem: Ehemaliger US-Polizist tobt sich in Südafrika aus und macht dazu ein gutes Geschäft

(Autor: Ghassan Abid)

Als erste deutschsprachige Presse berichtete „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ über die US-Tierjägerin Melissa Bachman, die in Südafrika einen Löwen erlegte. Der Fall verbreitete sich wie ein Lauffeuer in sämtlichen Medien, Blogs und Foren. Nun ist die Redaktion über einen neuen Skandal am Kap informiert worden, der alles bisher Bekannte in den Schatten stellt. Erneut steht ein US-Amerikaner im zweifelhaften Rampenlicht.

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© Das US-Unternehmen „Koeshall’s World Hunting Adventures LLC“ wird von dem US-amerikanischen Ex-Polizisten Kevin Koeshall und seiner südafrikanischen Frau Rika betrieben. Das Ehepaar geht gegen Tierschützer vor, wenn diese „Drohungen“ gegen die Tierjäger aussprechen. Im Bild ist ein Jagdtourist in Südafrika zu sehen. (Quelle: Koeshall’s World Hunting Adventures LLC)

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Südafrika als Top-Reiseziel für Deutsche

„Kommt nach Südafrika und erlebt die Schönheit des Landes“. Rund 266.000 Deutsche kamen ans Kap

(Autor: Ghassan Abid)

Nach dem Abschluss der weltgrößten Tourismusmesse ITB in Berlin suchen gegenwärtig viele Reisehungrige nach interessanten Urlaubszielen. Südafrikas Tourismusminister Marthinus van Schalkwyk besuchte wie im letzten Jahr die ITB und warb für ein Kommen nach Südafrika. Deutsche Reiseblogger werden in diese Ambition erstmals aktiv eingebunden.

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© Südafrika ist eines der wichtigsten Reiseziele für deutsche Urlauber. Rund 266.000 Touristen bereisten im Jahr 2012 das Kapland. Auf der ITB warben 50 Aussteller aus Südafrika für einen Aufenthalt in der Regenbogennation.

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Mode-Kolumne „HOW TO STYLE Südafrika“

Im Portrait: Gavin Rajah, Designer aus Kapstadt

(Autorin: Natalia Bobrich)

Unterstützt durch:TOM TAILOR_CASUAL_Logo_blau (2)

Aufgepasst, dieses Mal wird es unternehmerisch. Denn Gavin Rajah ist nicht nur ein Top-Designer, sondern hat auch marketingtechnisch eine Menge zu bieten. Der Gründer der Cape Town Fashion Week glänzt mit innovativen Ideen, die sich nicht nur gut anhören. Gefolgt von beispiellosen Umsetzungen, bringen seine Ideen bewundernswerte Erfolge. Sein Talent setzt Gavin Rajah ebenso für gute Zwecke ein. Er engagiert sich für Hilfsorganisationen wie “POSITIVE”, die zur Hilfe für aidskranke Kinder ins Leben gerufen wurde. Als Designer beeindruckt er mit einer Liste an Celebrities.

© Gavin Rajah, Fashion Designer aus Kapstadt. (Quelle: Simon Deiner/ SDR Photo)

© Gavin Rajah, Fashion Designer aus Kapstadt. (Quelle: Simon Deiner/ SDR Photo)

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Stockholms Sonderweg der Rockerbekämpfung

Schwedens Ex-Hells Angels-Präsident verurteilt „Hexenjagd“. Dänischer Rockerchef begeht Suizid

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ tauscht sich seit geraumer Zeit mit Journalisten in Schweden aus, die die Rockerentwicklungen im Norden Europas aufmerksam verfolgen. Die einflussreichsten Hells Angels sind dort schwer zu fassen, da ihnen nicht ohne Weiteres Gewaltstraftaten nachgewiesen werden können. Wichtige Zeugen schweigen und stichhaltige Beweise können nicht zusammengetragen werden. Dementsprechend schlagen Stockholm und Kopenhagen einen neuen Weg ein – mit Erfolg. Der staatliche Dauerdruck veranlasste einen Rockerchef sogar zum Selbstmord.

© Michael Brokside war einer der führenden internationalen Hells Angels-Mitglieder. Der dänische Rockerpräsident wurde rund 40 Jahre alt. Zu stark war der Druck der Behörden, der auf seinen Schultern lastete. Am 14. März 2014 nahm er sich schließlich in einer Polizeizelle das Leben. Schwedens Ex-HA-Präsident Thomas Möller, der sein Vermögen nach Südafrika in Sicherheit brachte, verurteilte die "Hexenjagd" durch Stockholm und Kopenhagen.

© Michael Brokside war einer der führenden internationalen Hells Angels-Mitglieder. Der dänische Rockerpräsident wurde rund 40 Jahre alt. Zu stark war der Druck der Behörden, der auf seinen Schultern lastete. Am 14. März 2014 nahm er sich schließlich in einer Polizeizelle das Leben. Schwedens Ex-HA-Präsident Thomas Möller, der sein Vermögen nach Südafrika in Sicherheit brachte, verurteilte die “Hexenjagd” durch Stockholm und Kopenhagen.

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Hells Angels bei Nelson Mandela

Exklusiv: Rocker mischten Johannesburger Trauerkundgebung für Südafrikas Nationalhelden auf

(Autor: Ghassan Abid)

Als Nelson Mandela am 5. Dezember vergangenen Jahres im Alter von 95 Jahren starb, trauerte die ganze Welt um den populären Widerstandskämpfer, der sich gegen die Apartheid auflehnte und später vom Untergrund aus diese bekämpfte. Hingegen war bislang noch nicht bekannt, dass auch der Hells Angels MC South Africa der Trauerkundgebung vor dem Anwesen Mandelas in Johannesburg beiwohnte. Ein Insider schildert die Geschehnisse, die einer provokativen Machtdemonstration gleichen.

© Einige Tage nach dem Tod von Südafrikas Nationalhelden besuchten zehn Mitglieder der Hells Angels das Anwesen Nelson Mandelas im Johannesburger Stadtteil Houghton. Die Rocker traten offensiv und aggressiv auf. Das bewusste Tragen der Kutten ist als Machtdemonstration zu verstehen. (Quelle: Privat)

© Einige Tage nach dem Tod von Südafrikas Nationalhelden besuchten zehn Mitglieder der Hells Angels das Anwesen Nelson Mandelas im Johannesburger Stadtteil Houghton. Die Rocker traten offensiv und aggressiv auf. Das bewusste Tragen der Kutten ist als Machtdemonstration zu verstehen. (Quelle: Privat)

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Erneuter Protest in der Mohrenstraße

Flashmob & Spontandemo: Streit um Umbenennung nach Südafrikas Ikone Nelson Mandela geht weiter

(Autor: D. Tamino Böhm)

Am vergangenen Samstag sind erneut rund 80 Menschen zusammengekommen, um gegen den Namen der Straße und des Bahnhofs in der Mohrenstraße zu demonstrieren. Zunächst fand ein Flashmob statt. Nach etwa einer halben Stunde wurde eine Spontandemonstration angemeldet.

© Am 15. März 2014 demonstrierten rund 80 Menschen für die Umbenennung der Berliner „Mohrenstraße“ in „Nelson-Mandela-Straße“. Der Flashmob und die anschließende Demonstration waren ein voller Erfolg für die Organisatoren.

© Am 15. März 2014 demonstrierten rund 80 Menschen für die Umbenennung der Berliner „Mohrenstraße“ in „Nelson-Mandela-Straße“. Der Flashmob und die anschließende Demonstration waren ein voller Erfolg für die Organisatoren.

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Uli Hoeneß zu 3,6 Jahren Haft verurteilt

Nach Verurteilung des Präsidenten des FC Bayern München droht die Schadenfreude in Südafrika

(2010sdafrika-Redaktion)

 ### UPDATE vom 14.03.2014: Hoeneß verzichtet auf die Revision. ###

Das Strafverfahren gegen den Noch-Präsidenten des FC Bayern München wurde im Schnelltempo verhandelt. Im Ergebnis muss Uli Hoeneß, so entschied heute das Landgericht München II, wegen des besonders schweren Falls von Steuerhinterziehung für 3,6 Jahre in den Knast. Insgesamt 27,2 Millionen Euro sind vor dem deutschen Fiskus in der Schweiz hinterzogen worden. Die Selbstanzeige und das Geständis der Fußballikone blieben wirkungslos. Unterdessen dürfte in Südafrika das Urteil auf Schadenfreude stoßen.

© Das heutige Urteil gegen den Präsidenten des FC Bayern München dürfte vor allem in Südafrika zur Schadenfreude führen. Denn Uli Hoeneß machte sich vor vier Jahren mit seinen Aussagen zum WM 2010-Austragungsland keine Freunde am Kap. (Quelle: flickr/ Radio Arabella)

© Das heutige Urteil gegen den Präsidenten des FC Bayern München dürfte vor allem in Südafrika zur Schadenfreude führen. Denn Uli Hoeneß machte sich vor vier Jahren mit seinen Aussagen zum WM 2010-Austragungsland keine Freunde am Kap. (Quelle: flickr/ Radio Arabella)

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Lichtblick-Kolumne: Initiativen ausm Township

Die Phumelela Youth Development Organization (PYDO) im Nelson Mandela Township in Port Alfred

(Autorin: Melanie Akerboom berichtet in ihrer Kolumne über innovative Projekte aus den Townships. Gegenwärtig ist sie als Fotografin tätig. Im Vorfeld studierte sie Social Entrepreneurship in London, verbunden mit Arbeitseinsätzen in Südafrika.)

Nachdem ich letztes Mal über den Ilizwi Photo Club geschrieben habe, möchte ich diesmal die Phumelela Youth Development Organization (PYDO) vorstellen. PYDO kümmert sich um gefährdete und benachteiligte Kinder und Jugendliche, sowie Waisen, im Alter von 4-24 Jahren. Die gemeinnützige Organisation, die als Non-Profit-Organisation (NPO) registriert ist, ist im Nelson Mandela Township in Port Alfred aktiv.

© Die Phumelela Youth Development Organization (PYDO) ist im Nelson Mandela Township in Port Alfred aktiv. Die Non-Profit-Organisation kümmert sich um gefährdete und benachteiligte Kinder und Jugendliche. Lichtblick-Kolumnistin Melanie Akerboom schaute sich das Projekt vor Ort an.

© Die Phumelela Youth Development Organization (PYDO) ist im Nelson Mandela Township in Port Alfred aktiv. Die Non-Profit-Organisation kümmert sich um gefährdete und benachteiligte Kinder und Jugendliche. Lichtblick-Kolumnistin Melanie Akerboom schaute sich das Projekt vor Ort an.

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Kap-Kolumne: Eine Verabredung mit der Geschichte

„Rise and Fall of Apartheid“. Eine Ausstellung im Museum Africa in Newtown, Johannesburg

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger West-Berliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.)

Der Untertitel sei eine bewußte Analogie zu Hannah Arendts Wort von der „Banalität des Bösen“, schreibt Mark Robbins, Executive Director der Ausstellung, in seinem Vorwort zum Katalog. Hannah Arendt, die als Journalistin in Jerusalem den Prozess gegen den Organisator des Holocaust, Adolf Eichmann, beobachtete, gab ihrem Buch den Untertitel „Ein Bericht von der Banalität des Bösen“.

© Die Ausstellung „Rise and Fall of Apartheid“ ist bis zum 29. Juni 2014 im Museum Africa in Newtown/Johannesburg zu sehen. Kap-Kolumnist Detlev Reichel besuchte diese Kunstveranstaltung.

© Die Ausstellung „Rise and Fall of Apartheid“ ist bis zum 29. Juni 2014 im Museum Africa in Newtown/Johannesburg zu sehen. Kap-Kolumnist Detlev Reichel besuchte diese Kunstveranstaltung.

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