Schlagwort-Archive: Südafrika

Keine Rettung für VBS-Mutual-Bank

Südafrikas Zentralbank bereitet rasche Abwicklung von korruptem Geldinstitut vor. Justiz ermittelt

(2010sdafrika-Redaktion)

Die südafrikanische Zentralbank SARB hat bekannt gegeben, die Abwicklung der VBS-Mutual-Bank schnellstmöglich zum Abschluss bringen zu wollen. Das Geldinstitut sei „hoffnungslos zahlungsunfähig“, sodass die Regulierungsbehörde den Prozess zur Schließung der Bank eingeleitet habe. Im März 2018 wurde die VBS aufgrund von Liquiditätsproblemen von der Zentralbank zwangsverwaltet, wodurch erst die immense Korruption ans Licht kam. Der materielle Schaden geht in die Millionen.

© Führende Mitarbeiter der südafrikanischen VBS-Mutual-Bank haben das Vermögen des Geldinstituts in Höhe von 112 Millionen Euro zur eigenen Bereicherung veruntreut. Die unter Zwangsverwaltung gestellte Bank ist insolvent. Im Bild ist das Management der VBS zu sehen. (Quelle: VBS-Mutual-Bank)

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„Heilsbringer sind in Afrika nicht gewünscht“

Im Interview mit dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten und CDU-Politiker Charles M. Huber

(Autor: Ghassan Abid)

© Der Münchener Afrika-Experte Charles M. Huber war von 2013 bis 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages. Für die CDU trat der Sohn eines senegalesischen Diplomaten für eine gleichberechtigte Wirtschaftskooperation zwischen Deutschland und den Staaten Afrikas ein. Der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ stand Huber für ein Interview zur Verfügung. (Quelle: Privat)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Charles M. Huber, Mitglied des Deutschen Bundestages a.D. und Politiker der CDU. Zuallererst die Frage an Sie, wie Sie den Rückzug Ihrer Parteivorsitzenden Angela Merkel bewerten?

Antwort: Ich werte ihn als positiv und ehrenhaft. Die niedrigen Umfragewerte unserer Partei wurden weitgehend ihrer Entscheidung für eine ungeregelte Flüchtlingspolitik zugeschrieben; auch das Erstarken der ultranationalen AfD. Dieses Argument ist schwer zu entkräften. Sie ist Ihrer Verantwortung gegenüber der Partei gerecht geworden, auch dahingehend, dass diese in der Regierung wieder den vielschichtigen Aufgaben einer Regierungspartei gerecht werden kann und sich nicht permanent und medienwirksam mit der Schuldfrage der abnehmenden Akzeptanz von Volksparteien in Deutschland auseinandersetzen muss. Wir haben als stärkste Industrienation in der EU nicht nur eine deutsche, sondern auch eine europäische Verantwortung. Auch da benutzen einige das Thema Migration, um von eigenen fiskal-strukturellen Fehlleistungen auf nationaler Ebene abzuleisten, wie Herr Salvini in Italien.

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Initiative „Compact with Africa“

Südafrikas Präsident Ramaphosa wirbt in Berlin für mehr private Investitionen aus Deutschland

(Autor: Ghassan Abid)

Am 30. Oktober 2018 trafen sich 12 afrikanische Staats- und Regierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin, um im Rahmen der Initiative „Compact with Africa“ die Investitionsbedingungen in ausgewählten Staaten Afrikas zu verbessern. Längerfristiges Ziel ist es, das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, Arbeitsplätze zu schaffen und somit die illegale Migration von Afrika nach Europa einzudämmen. Auch Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa reiste bereits einen Tag zuvor an, um sein Land zu promoten.

© Südafrikas Staatspräsident Cyril Ramaphosa warb Ende Oktober 2018 anlässlich der G20-Initiative „Compact with Africa“ in der deutschen Bundeshauptstadt für mehr Investitionen. Der ANC-Parteivorsitzende kam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zusammen. (Quelle: flickr/ GovermentZA)

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Vergebung statt Vergeltung

Wahrheitskommission legte heute vor 20 Jahren Abschlussbericht zur Vergangenheitsbewältigung vor

(2010sdafrika-Redaktion)

Vor genau 20 Jahren, am 29. Oktober 1998, wurde der damalige anglikanische Erzbischof Desmond Tutu von Südafrikas Staatspräsidenten Nelson Mandela persönlich empfangen. Tutu, der den Vorsitz der Wahrheits- und Versöhnungskommission (TRC) innehatte, legte fünf dicke Bände mit über 4.500 Seiten vor. Jede einzelne Seite befasst sich mit den Verbrechen des Apartheidregimes ab dem 1. März 1960 – eingeschlossen das Massaker von Sharpeville vom selben Monat. Drei Jahre Vergangenheitsbewältigung mündeten in knapp 1.000 Seiten mit den Namen der Opfer.

© Desmond Tutu leitete den Vorsitz der Wahrheits- und Versöhnungskommission (TRC), die die Verbrechen des Apartheidregimes aufarbeitete. Am 29. Oktober 1998, heute vor 20 Jahren, präsentierte der südafrikanische Friedensnobelpreisträger den Abschlussbericht mit seinen rund 4.500 Seiten. (Quelle: flickr/ Skoll Foundation)

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Show „Vivid“ im Friedrichstadt-Palast

Eine Liebeserklärung an das Leben. Berliner Revue-Theater gelingt künstlerische Sensation

(Autor: Ghassan Abid)

Viele Südafrika-Reisende vertreten die Auffassung, dass man nur durch einen Aufenthalt am Kap die Schönheit des Lebens erleben könne. Doch die aktuelle Show im Friedrichstadt-Palast verdeutlicht die Tatsache, dass das Abtauchen in die Welt der Träume auch im Herzen Berlins möglich ist. Mit „Vivid“ gelingt dem Revue-Theater eine künstlerische Darbietung sondergleichen. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ schaute sich das neue, unvergessliche Spektakel an einem Oktoberabend an – und ist begeistert.

© Die aktuelle Show „Vivid“ im Friedrichstadt-Palast ist mit Produktionskosten in Höhe von 12 Millionen Euro die bislang teuerste Theaterproduktion Deutschlands. Die „Liebeserklärung an das Leben“ des Berliner Revue-Theaters erweist sich als künstlerische Sensation. (Quelle: Brinkhoff/Mögenburg)

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Medizinische Sensation in Südafrika

Keine Infektion des Empfängers bei Transplantation einer mit HI-Virus infizierten Leber der Spenderin

(2010sdafrika-Redaktion)

Knapp 4 Millionen Menschen in Südafrika sind nach aktuellen Schätzungen mit dem HI-Virus infiziert und müssen daher mit Medikamenten behandelt werden, um nicht an der Erkrankung Aids zu sterben. Die Transfusion von Blut oder die Transplantation von Organen infizierter Spender gilt aus medizinischer Sicht als Tabu, da eine Infektion des Empfängers anzunehmen ist. Nun sorgt der Fall einer Organtransplantation für weltweite Aufmerksamkeit. Ärzte aus aller Welt diskutieren kontrovers über die Forschungsergebnisse aus Johannesburg.

© Den Medizinern der Johannesburger Wits-Universität ist eine wissenschaftliche Sensation gelungen. Diese haben die Transplantation einer mit HI-Virus infizierten Leber der Spenderin vorgenommen und feststellen können, dass der Empfänger – ihr eigenes Kind – weiterhin gesund ist. (Quelle: flickr/ DFAT)

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Kiffen ist in Südafrika erlaubt

Verfassungsgericht legalisiert in Urteil den Anbau und Konsum von Cannabis im privaten Raum

(2010sdafrika-Redaktion)

Südafrikas Verfassungsgericht hat am 18. September 2018 in einem aufsehenerregenden Urteil den Anbau und Konsum von Cannabis legalisiert. Jeder Bürger darf in privaten Örtlichkeiten das Rauschmittel zu sich nehmen. Allerdings bleibt der Konsum des Betäubungsmittels im öffentlichen Raum weiterhin verboten. Cannabis-Befürworter feierten die Grundsatzentscheidung mit dem Kiffen der Pflanze vor dem Johannesburger Gerichtsgebäude.

© Südafrikas Verfassungsgericht hat in einem Urteil die Legalisierung von Cannabis beschlossen. Demnach ist der Anbau und Konsum des umstrittenen Betäubungsmittels im privaten Raum erlaubt. Der Gesetzgeber müsse die Entscheidung nun im Gesetz verankern. (Quelle: flickr/ Heath Alseike)

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