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Nomfusi kommt erneut nach Deutschland

Afro-Soul-Jazz-Sängerin aus Südafrika veröffentlicht neues Album „African Day“ und geht auf Tournee

(2010sdafrika-Redaktion)

Nomfusi Gotyana ist eine kleine Frau mit großer Stimme. Die aus dem ärmlichen Township Kwazakhele bei der Hafenstadt Port Elizabeth stammende Künstlerin ist sowohl national als auch international als feurige Afro-Soul-Jazz-Sängerin bekannt. Mehrfach trat sie bereits in Europa auf. Ihre Shows erfreuen sich einer großen Beliebtheit beim Publikum. Am 20. Februar 2017 wird ihr neues Album „African Day“ in Deutschland veröffentlicht. Im Anschluss folgt die dazugehörige Deutschland-Tournee.

José Carlos

© Die aus Südafrika stammende Sängerin Nomfusi wird am 20. Februar 2017 ihr drittes Album „African Day“ im deutschen Handel veröffentlichen. Im März folgt dann ihre dazugehörige Deutschland-Tournee in Städten wie München, Hamburg und Berlin. (Quelle: flickr/ José Carlos)

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Musikszene Südafrika

Hip Hop, Rock, Pop, Jazz oder Schlager. Musikgeschmack am Kap bleibt grundsätzlich Ethniensache.

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

Das Kap hat seit dem Ende der Apartheid eine beachtliche Musikvielfalt aufbauen können, die sämtliche Genres des westlichen Musikbusiness abdeckt. Spätestens seit der Musizierung von Opernstücken durch schwarze Südafrikaner hat das Land eine breite Musikszene entwickeln können. Doch in Anbetracht des heterogenen Angebots sollte vielmehr von Musikszenen gesprochen werden.  

Allerdings ist der Musikgeschmack weiterhin von der Hautfarbe abhängig. Hip Hop wird vor allem von Schwarzen gehört und gesungen, während Schlager und Rock den Weißen vorbestimmt ist. Ähnliche ethnische Abhängigkeiten sind vom Sport bekannt – Fußball ist mehrheitlich bei Schwarzen; Rugby & Cricket bei  Weißen gefragt. Pop-Musik hingegen erfreut sich bei Schwarzen, Weißen, Indern und Asiaten – also allen Ethnien – einer sehr großen Beliebtheit. Dies soll nur eine grobe Untergliederung darstellen, da auch innerhalb der schwarzen Ethnien – beispielsweise zwischen Xhosa und Zulus – große traditionelle Unterschiede bestehen, welche sich durch die Eigenheiten der Lokalsprachen begründen. Es bleibt anzumerken, dass Südafrika elf offizielle Amtssprachen in seiner Verfassung aufgenommen hat. Einige Township-Dialekte könnten, dies hört man vor Ort öfters, gar als weitere Sprachen registriert werden – doch dies nur am Rande.

Ein besonderer Umstand in der südafrikanischen Musik ergibt sich mit Kwaito, einer in den 90er-Jahren enstandenen traditionellen Musikrichtung aus Soweto. Gangs sollen Kwaito für sich als künstlerische Plattform entdeckt haben. Diese ähnelt letztendlich sehr dem Hip Hop, ist jedoch vom Beat her deutlich verlangsamter. Ebenfalls soll auf Mbaqanga eingegangen werden, einer den Zulus nahestehendem Musikstil, welcher sich aus Elementen des Soul, Jazz oder Reggae zusammensetzt. Allerdings ist Mbaqanga, zumindest bei der jüngeren Generation, nicht mehr ganz im Trend.

Die Musik ist ständig im Wandel und vermischt sich stets mit anderen Genres aus dem In- und Ausland. Musikalische Kreationen werden auch weiterhin als Errungenschaft der Demokratisierung Südafrikas betrachtet, wobei erwähnt werden muss, dass bereits zu Apartheidszeiten einzelne schwarze Südafrikaner wie Miriam Makeba die Musikszene des Landes nachhaltig beeinflussten.

Heutzutage sind mehrere südafrikanische Bands wie The Parlotones, Die Antwoord oder Freshlyground auch in Deutschland beim breiten Publikum angekommen. Doch das Land bringt jeden Tag weitere eindrucksvolle Künstler hervor, die hierzulande unbekannt sind. Dementsprechend werden fünfzehn dieser Musiker auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ anhand eines offiziellen Musikclips kurz vorgestellt.

Songempfehlungen aus Südafrika – eine Auswahl

Artist: Cashtime Fam, Song: Stundee, Genre: Hip Hop

Artist: Ben Sharpa, Song: Hegemony, Genre: Hip Hop/ Rap

Artist: Locnville, Song: Stars Above You, Genre: Elektro-House

Artist: Kanyi, Song: Ingoma, Genre: Local-Rap (isiXhosa)

Artist: Khuli Chana & Notshi, Song: Tswa Daar, Genre: Local-Rap (Tswana)

Artist: Spoek Mathambo, Song: Control , Genre: House/ Hip Hop

Artist: Ruffest, Song: Bayavum, Genre: Kwaito

Artist: Queens of Dance, Song: Ngithanda Lonemali, Genre: Kwaito

Artist: Zahara, Song: Ndiza, Genre: Afro-Soul

Artist: Zakes Bantwini, Song: Wasting my time, Genre: Soul

Artist: Liquideep, Song: Still, Genre: House/ Soul

Artist: The Muffinz, Song: Ghetto, Genre: Jazz/ Soul

Artist: Byron Clarke, Song: The Rain, Genre: Volksmusik bzw. Folk/ Pop

Artist: Prime Circle, Song: Live This Life, Genre: Rock

Artist: Jesse Clegg, Song: Clarity, Genre: Rock

Freshlyground – Südafrikas Musikexport

Freshlyground im Interview über Bandgeschichte, Musik und Deutschland

(Autorin: Annalisa Wellhäuser)

Wer sich mit südafrikanischer Musik beschäftigt, der stößt relativ schnell auf „Freshlyground“, einer äußerst heterogen Band in vielerlei Hinsicht. Mit Afropop konnten diese Musiker (Zolani Mahola, Simon Attwell, Peter Cohen, Kyla Rose Smith, Julio „Gugs“ Sigauque, Josh Hawks und Seredeal „Shaggy“ Scheepers) den Geschmack vieler Musikfans aus Südafrika und dem Ausland treffen, sodass Freshlyground als Südafrikas Musikexport bezeichnet werden kann. Wir durften mit der Band sprechen.

© Freshlyground

2010sdafrika-Redaktion: Wir wollen bei „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ die populäre Band „Freshlyground“ begrüßen. Lasst uns zum Anfang zurückblicken: Freshlyground wurde 2002 gegründet und Ihr seid alle aus unterschiedlichen Generationen und habt verschiedene kulturelle Hintergründe. Erzählt mir etwas über diese multikulturelle Konstellation, wie habt Ihr Euch kennengelernt und warum wolltet Ihr die Band formieren?

Antwort: Wir haben uns alle um das Jahr 2002 in Kapstadt getroffen. Sieben Leute von uns sind in der Band. Wir haben verschiedene kulturelle Wurzeln und kommen aus verschiedenen Teilen des südlichen Afrikas sowie aus Mosambik und Simbabwe. Wir sind zudem unterschiedlichsten Alters, sodass dieser Mischmasch zur Vielfältigkeit unserer Gruppe beiträgt.

2010sdafrika-Redaktion: Hat Euer Name „Freshlyground“ eine besondere Bedeutung?

Antwort: Ich denke, dass wir in den 8 gemeinsamen Jahren mehr und mehr zu unserem Namen gekommen sind … bestrebt einen Sound zu schaffen, der einzigartig und sogar noch mit unserem Kontinent – Afrika – verbunden ist.

2010sdafrika-Redaktion: Wie würdet Ihr die Musik beschreiben, die Ihr macht?

Antwort: Afropop…ein Mix aus verschiedensten Elementen, jedoch unter einem starken afrikanischen Einfluss und einer Sensibilität für Pop.

2010sdafrika-Redaktion: Versucht Ihr mit eurer Musik eine bestimmte Botschaft zu vermitteln? Oder ist das Hauptziel die Leute unterhalten und Ihnen ´´eine schöne Zeit zu geben„?

Antwort: Wir versuchen nicht etwas spezielles zu machen, aber ich denke, dass wir sehr sozial und politisch bewusste Individuen sind. Beschäftigt mit Situationen um uns herum und wie diese uns betreffen. Und ich denke, dass diese Themen in unserer Musik widergespiegelt werden. Ebenso wie die Liebe zu sich selbst und zu anderen. Wir möchten unserem Publikum einfach eine gute Zeit bescheren … dass die Leute mitsingen … und tanzen.

2010sdafrika-Redaktion: Ihr seid derzeit einer der berühmtesten, wenn nicht sogar DER berühmteste und erfolgreichste Musikexport Südafrikas. Ihr habt bereits einige Preise gewonnen, reist durch die Welt und Ihr habt mit Shakira den Song zur diesjährigen Fußballweltmeisterschaft in Südafrika aufgeführt. Habt Ihr jemals solch einen Erfolg erwartet und was denkt Ihr ist der Grund dafür? Warum lieben die Menschen Eure Musik so sehr?

Antwort: Ich denke nicht, dass wir diesen Erfolg erwartet haben, jedoch haben wir sehr hart hierfür gearbeitet und Gott segnete uns auf diesem Weg mit Glück. Ich denke wir sind aufrichtig und das ist auch der Aspekt, weshalb wir so viele verschiedene Menschen erreichen.

Freshlyground in Concert, Song: Ma´Cheri

2010sdafrika-Redaktion: Freshlyground – Ihr seid eine multikulturelle Band, die in unterschiedlichen Sprachen singt….Eigentlich scheint Ihr Südafrika, die sogenannte Regenbogennation, zu repräsentieren. Seht Ihr Euch als ein Musterbeispiel für das südafrikanische Volk oder seid Ihr eines für sie?

Antwort: Ich bin nicht nicht der Meinung, dass jemand über alle Menschen stehen möchte. Und wir machen einfach das, was uns Spaß macht sowie ist es eine wunderbare Sache, wenn somit so viele andere Menschen glücklich gemacht werden.

2010sdafrika-Redaktion: Wo seht Ihr Freshlyground in ungefähr zehn Jahren und was sind Eure Ziele?

Antwort: Ich denke, wir würden gerne eine komplette Unabhängigkeit erlangen wollen.Vielleicht die Fähigkeit ein paar Monate im Jahr zusammenzukommen, um Musik zu konzipieren und einige Auftritte zu geben. Uns selber glücklich und zufrieden zu halten, ohne sich bis zur Erschöpfung verausgaben zu müssen. Es gibt noch so viel, dass man erreichen kann…Weltherrschaft!

2010sdafrika-Redaktion: Welche Rolle spielt Deutschland und die deutsche Öffentlichkeit bei euren Bandaktivitäten?

Antwort: Das deutsche Publikum hat uns in den vergangenen vier oder fünf Jahren super unterstützt. Und wir verweilen während unserer etwa 3-Monatstournee in Europa oft in Deutschland.

2010sdafrika-Redaktion: Freshlyground, Afropop-Band aus Südafrika, vielen Dank für das Interview – ngiyabonga, danki and ke a leboga!

2010sdafrika-Artikel zum Musikprojekt „SHOUT SA“, an welchem auch Freshlyground beteiligt ist:

https://2010sdafrika.wordpress.com/2010/10/20/musik-elite-sagt-kriminalitat-den-kampf-an/

Webseite von Freshlyground:

http://www.freshlyground.com/

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Interview with Freshlyground  about band story, music and Germany

(Editor: Annalisa Wellhäuser)

Who is dealing with South African music, will encounter rapidly „Freshlyground“, an acutely band in many senses. With Afro pop this band (Zolani Mahola, Simon Attwell, Peter Cohen, Kyla Rose Smith, Julio „Gugs“ Sigauque, Josh Hawks und Seredeal „Shaggy“ Scheepers) is meeting the taste of many music fans from South Africa and abroad. Freshlyground could be tagged as South Africas music export. We had the possibility to speak with this band.

© Freshlyground

2010sdafrika-editorial staff: We would like to welcome the popular band „Freshlyground“ on our German gateway to South Africa, „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“. Let us start at the beginning: Freshlyground came into existence in 2002 and all of you are from different generations and have diverse cultural backgrounds. Tell me about this multicultural constellation, how did u meet and what was the reason you wanted to form the band?

Answer: We all met in Cape Town around 2002. There are seven of us in the band. We are from diverse cultural backgrounds and different parts of Southern Africa as well as Mozambique and Zimbabwe. We are also of varying ages so all this mish mash contributes to the diversity of our group.

2010sdafrika-editorial staff: Does your name „Freshlyground„ have a special meaning?

Answer: I think that over the 8 years we have been together we have more and more become our name … wanting to create a sound that is unique and yet also routed in our continent, Africa.

2010sdafrika-editorial staff: How would you describe the kind of music you are playing?

Answer: Afro pop….a mix of many different things but with a strong African influence as well as pop sensibility.

2010sdafrika-editorial staff: Do you try to convey a certain message with your music? Or is your aim mainly to entertain the people and to ´´give them a good time„?

Answer: We don’t try to do anything specifically but I think we are very socially/politically aware individuals. Concerned with situations around us and how they affect us. And I think that these themes do crop up in our music. As well as a strong message of love of self and others. We also just like to give our audience a very good time … a good sing along … a great dance.

2010sdafrika-editorial staff: You are currently one of the most famous, if not THE most famous and successful music „export„ from South Africa. You have already won several awards, you are touring the world and it was you who made the song for this years world cup, which you performed together with Shakira. Have you ever expected to have such a success and what do you think is the reason for it? Why do people love your music so much?

Answer: I don’t think we expected the success but we have worked very hard for it as well as being blessed with good luck on the way. I think we are sincere and that is why we appeal to so many different kinds of people.

2010sdafrika-editorial staff: Freshlyground – You are multicultural and you sing in different languages … Actually you seem to represent South Africa, so-called rainbow-nation, do you see yourselves as a kind of example for the South African people, or would you like to be one for them?

Answer: I don’t think anyone wants to be everything for all people. And we are mearly doing what makes us happy and it is a wonderful thing that it makes so many other people happy as well.

2010sdafrika-editorial staff: Where do you see Freshlyground in about 10 years time and what are your aims that you still want to achieve?

Answer: I think we would like to achieve total independance. Perhaps the ability to come together just for a few months a year to write music and do a few shows a year. Keep ourselves happy and fulfilled while not burning out. There are so many things we can still achieve…..world domination!

2010sdafrika-editorial staff: Which role is Germany as well as the German public taking in your band activities?

Answer: The German audience has supported us fantastically for the last four or five years and we spend about 3 months a year touring in Europe and a lot of that time is in Germany.

2010sdafrika-editorial staff: Freshlyground, afropop band from South Africa, thank you very much for the interview – ngiyabonga, danki and ke a leboga!

Website of Freshlyground:

http://www.freshlyground.com/