Schlagwort-Archive: südafrikanische Zeitung

Südafrikas Ex-Bahnchef als Opfer einer Intrige?

Zeitung „Sunday Times“ steht nach falscher Berichterstattung über Prasa-Korruption unter Beschuss

(Autor: Ghassan Abid)

Die südafrikanische Zeitung „Sunday Times“ steht aktuell nach ihrer Berichterstattung über die Staatsbahn „Passenger Rail Agency of SA“, kurz Prasa, unter massivem Beschuss. Diese hatte nämlich im Sommer über einen Korruptionsverdacht beim Prasa-Chef Collins Letsoalo berichtet. Als Grundlage für die Recherche wurde ein interner Bericht von Wirtschaftsprüfern angeführt, den es womöglich niemals gegeben hat. Die Folgen sind verheerend.

© Ein einzelner Artikel der südafrikanischen Zeitung „Sunday Times“ habe seine berufliche Existenz zerstört. erklärte der ehemalige Bahnchef Collins Letsoalo die Auswirkungen der Fake News. Nun wolle er seine Unschuld beweisen und zivilrechtliche Ansprüche gegen Prasa und die Zeitung durchsetzen. (Quelle: Screenshot/ SABC)

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Gaddafi-Banker in Südafrika vermutet

Verstecktes Vermögen: Finanzminister Pravin Gordhan kündigt Rückzahlung an Tripolis an

(Autorin: Nadja Krupke)

Nach Angaben der südafrikanischen Zeitung „Sunday Times“ wurde ein Teil des Vermögens von 80 Milliarden US-Dollar des libyschen Ex-Diktators Muammar al-Gaddafi in Südafrika entdeckt. Bereits im Oktober 2012 trafen sich libysche Ermittler zur Lokalisierung des versteckten Vermögens von rund einer Milliarde US-Dollar mit Präsident Jacob Zuma.

© Verstecktes Gaddafi-Vermögen in Südafrika wird an Tripolis zurückgezahlt. Bashir Saleh Bashir, Gaddafis früherer „Banker“ [im Bild rechts], wird hingegen in Südafrika vermutet. Er soll auf dem Parteitag des ANC in Mangaung und auf dem BRICS-Treffen in Durban gesehen worden sein; trotz Interpol-Fahndung. (Quelle: Interpol)

© Verstecktes Gaddafi-Vermögen in Südafrika wird an Tripolis zurückgezahlt. Bashir Saleh Bashir, Gaddafis früherer „Banker“ [im Bild rechts], wird hingegen in Südafrika vermutet. Er soll auf dem Parteitag des ANC in Mangaung und auf dem BRICS-Treffen in Durban gesehen worden sein; trotz Interpol-Fahndung. (Quelle: Interpol)

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„Dorf des Todes“ atmet auf

Festnahme des Frauenmörders: Angeklagt wegen Vergewaltigung und Mordes an 19 Frauen.

(Autor: Ghassan Abid)

In der Nacht zum vergangenen Samstag schlief Nophumzile Lubambo ganz fest in ihrem heimischen Bett im Dorf Toleni im Eastern Cape. In dieser Zeit brach Bulelani Mabhayi in ihr Haus ein und zerstückelte die 55-jährige Frau in mehrere Einzelteile. Kurze Zeit darauf gelang es der südafrikanischen Polizei SAPS am Morgen des Sonntags den 39-jährigen Tatverdächtigen festzunehmen. Die Beweise seien erdrückend, heißt es.

© Die südafrikanische Polizei SAPS hat den seit 2008 gesuchten Frauenmörder von Toleni bei Butterworth endlich gefasst. Die Beweise sollen erdrückend sein. Der Tatverdächtige ist unterdessen der Justiz übergeben worden. Ihm wird die Vergewaltigung und der Mord an 19 Frauen vorgeworfen. (Quelle: flickr/ ER24 EMS (Pty) Ltd.)

© Die südafrikanische Polizei SAPS hat den seit 2008 gesuchten Frauenmörder von Toleni bei Butterworth endlich gefasst. Die Beweise sollen erdrückend sein. Der Tatverdächtige ist unterdessen der Justiz übergeben worden. Ihm wird die Vergewaltigung und der Mord an 19 Frauen vorgeworfen. (Quelle: flickr/ ER24 EMS (Pty) Ltd.)

Mabhayi wird beschuldigt, für die Mord- und Vergewaltigungsserie in Toleni bei der Stadt Butterworth mit seinen rund 37.000 Einwohnern verantwortlich zu sein. Lubambo war nun sein 19. Opfer.

Seit 2008 begann das Schreckensszenario an den Frauen. Stets verfolgte der Serienmörder dasselbe Prinzip: Hauseinbruch, Vergewaltigung und im Anschluss ein bestialischer Mord. Alle Frauen sollen aus derselben Gegend stammen. Nicht wenige Bewohner zogen in Anbetracht dieses auf Angst basierenden Klimas die Abwanderung aus Toleni vor. Im Eastern Cape wird dieses Dorf umgangssprachlich auch als „village of death”, als Dorf des Todes, bezeichnet.

Laut Angaben der südafrikanischen Zeitung „Daily Dispatch“ versammelten sich nach Kenntnisnahme der Verhaftung sämtliche Bewohner am Anwesen des Tatverdächtigen, um dieses mit Benzin zu übergießen und in Brand zu setzen. Als nichts mehr stand, ist die Menschenmasse weitergezogen.

Die Bewohner vertrauten dem Mann; dem netten Nachbarn von nebenan. Mabhayi wurde sogar der Zutritt in die Häuser der Einwohner gewährt. Nichts deutete auf das Verhalten eines Serienmörders hin. Umso größer ist die Überraschung und der Zorn jener, die sich nun ausgenutzt fühlen. Die Polizei verurteilte die Tat der Gemeindebewohner als Selbstjustiz, zumal es bislang zu keiner Verurteilung gekommen ist und auch in Südafrika die Unschuldsvermutung Bestand hat.

Toleni steht weiterhin im Schock, da bisweilen nicht bekannt ist, ob Bulelani Mabhayi alleine oder mit anderen gehandelt hat. Für den 23. August 2012 ist der nächste Gerichtstermin angesetzt.