Schlagwort-Archive: Südafrikas

Zentralbank Südafrikas hebt Zinsen an

Kontinuierliche Verteuerung von Lebensmitteln und Benzin zwingen Preisstabilitätshüter zum Handeln

(2010sdafrika-Redaktion)

Das Leben in Südafrika wird Jahr für Jahr teurer. Die Preise für Benzin, Lebensmittel und Kleidung steigen kontinuierlich, sodass sich etliche Südafrikaner die Frage stellen, wie lange diese Preisspirale überhaupt noch gut gehen kann. Wiederholt ist davon zu hören, dass das Geld beispielsweise für Grundnahrungsmittel wie Mais oder Milch nicht mehr ausreicht. Denn jährlich steigen die Preise für Waren und Dienstleistungen in Südafrika auf knapp 5 Prozent – 2008 sogar auf über 10 Prozent. Zum Vergleich: In Deutschland liegt die gegenwärtige Inflationsrate im Jahr bei knapp 2 Prozent. Aus diesem Grund musste die Zentralbank in Pretoria nun gegensteuern.

© Das Leben in Südafrika wird stetig teurer. Immer mehr Bürger können sich zunehmend weniger Lebensmittel leisten. Die Inflationsrate von rund 5 Prozent pro Jahr setzt weite Teile der Bevölkerung zu. Nun hat die Zentralbank den Leitzins erhöht, um entgegenwirken zu können. (Quelle: flickr/ Steve Crane)

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Südafrikas Enteignungsbeschluss löst Angst aus

Präsident Cyril Ramaphosa betont „keinen Grund zur Panik oder zum Schlagen von Kriegstrommeln“

(2010sdafrika-Redaktion)

Südafrikas neu gewählter Staatspräsident Cyril Ramaphosa hat nach dem Parlamentsbeschluss vom 27. Februar 2018 zur Enteignung des Grundbesitzes weißer Farmer zugunsten der schwarzen Mehrheitsbevölkerung erklärt, dass es keinen Grund gäbe, „in Panik zu verfallen oder Kriegstrommeln zu schlagen“. Somit reagiert er auf die Befürchtung der weißen Gesellschaftsminderheit, dass deren Land ohne Entschädigung enteignet werden solle und es ferner zu Entwicklungen wie im benachbarten Simbabwe kommen könnte.

© Viele weiße Südafrikaner sind verunsichert, nachdem das Parlament die Enteignung von weißem Grundbesitz zugunsten der schwarzen Mehrheitsbevölkerung beschlossen hat. Staatspräsident Cyril Ramaphosa bekräftigt nun, dass es keinen Grund zur Panik gäbe. (Quelle: flickr/ GovermentZA)

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Südafrikas Parlament stimmt Enteignung zu

Weiße Farmer befürchten Umverteilung von Landbesitz und Verhältnisse wie in Simbabwe

(Autor: Ghassan Abid)

Am 27. Februar 2018 stimmte das Parlament Südafrikas, mit einer Mehrheit aus der Regierungspartei ANC und der Oppositionsfraktion EFF, mit 241 zu 83 Stimmen für den Antrag über die entschädigungsfreie Enteignung von Farmern. Bis zum Herbst dieses Jahres soll ein Gremium des Parlaments juristisch prüfen, inwieweit hierzu eine Verfassungsänderung möglich ist. Aktuell erlaubt der Artikel 25 der Verfassung eine Enteignung, wenn ein öffentliche Interesse besteht und darüber hinaus dem Enteigneten eine Entschädigung gezahlt wird. Da sich ein Großteil der Agrarflächen in weißer Hand befindet, befürchtet insbesondere die weiße Minderheit einen massiven Grundrechtseingriff.

© Südafrikas Parlament befürwortet die Enteignung von weißen Grundbesitzern zugunsten der schwarzen Mehrheitsbevölkerung. Allerdings spricht sich der ANC entgegen seiner ursprünglichen Auffassung nicht mehr für eine Entschädigung aus. Aus diesem Grund müsste die Verfassung geändert werden. (Quelle: flickr/ Christopher Griner)

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Südafrikas Präsident in Deutschland erwartet

Jacob Zuma kommt auf Einladung von Bundeskanzlerin Merkel nach Berlin. Beziehungen wiederbeleben

(Autor: Ghassan Abid)

Aus südafrikanischen Regierungskreisen ist die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Ende Oktober über den bevorstehenden Besuch von Südafrikas Staatspräsident Jacob Zuma in Deutschland informiert worden. Demnach habe Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren 73-jährigen Amtskollegen nach Berlin eingeladen. Wenige Tage später bestätigte schließlich das Präsidialamt in einer Erklärung, dass Zuma am 10. November 2015 in Berlin eintreffen werde.

GovernmentZA

© Am 10. November 2015 wird Südafrikas Präsident Jacob Zuma auf Einladung von Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Berlin kommen. Beide Regierungschefs werden die bilaterale und multilaterale Zusammenarbeit zwischen Berlin und Pretoria einer Überprüfung unterziehen. Denn längst hat Südafrika seine Kooperationen zugunsten von China und Russland ausgerichtet. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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