Schlagwort-Archive: Sun City

Heino wehrt sich gegen Nazi-Vorwürfe

Eindruck eines Schlagerstars im Apartheidstaat: „Sah eigentlich ganz ordentlich aus“.

(Autoren: 2010sdafrika-Redaktion, Ghassan Abid)

Über das „HEINO Café im Historischen Kurhaus“ im nordrhein-westfälischen Bad Münstereifel legt sich in diesen Tagen ein dunkler Schleier. Die Gäste reden nicht gerne über das bekannte Aushängeschild des Cafés. Stattdessen wird bei leckeren Torten zugelangt und von einer Diskussion über den Schlagerstar abgesehen. Heino sieht sich diffamiert. Umstrittene Auftritte in Namibia und im Südafrika der 80er Jahre holen ihn heute ein.

bgeissl

© In den 80er Jahren reiste Schlagerstar Heino mehrfach nach Namibia und Südafrika, in zwei Staaten, in welchen die Rassentrennung praktiziert wurde. Die schwarzen Mehrheitsbevölkerungen wurden unterdrückt. Nun holt ihn die Vergangenheit ein. Er sieht sich ungerechtfertigt mit Nazi-Vorwürfen konfrontiert. (Quelle: flickr/ bgeissl)

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Kap-Kolumne: Bollywood Reality Show

Gupta-Saga: Ein Stück aus dem Tollhaus

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger Westberliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.)

Ein Bubenstück wie aus einer Seifenoper, oder besser, aus Bollywood: Die so genannte Gupta-Saga beschäftigt die Medien seit Beginn des Monats Mai. Nahezu täglich fügen neue Informationen ein weiteres Puzzlestück zu einem grotesken Bild des „Guptagate“, wie die Presse schreibt.

    © Ein Privatflugzeug landete am 30. April 2013 auf dem Militärflughafen Waterkloof bei Pretoria. Die Passagiere des Airbus 330 waren keine Militärangehörige, sondern Gäste der indischen Unternehmerfamilie Gupta. Behörden der Zuma-Regierung ermöglichten diese Exklusivlandung. Seither steht die Politik in Pretoria unter massivem öffentlichen Druck. (Quelle: Wikimedia)

© Ein Privatflugzeug landete am 30. April 2013 auf dem Militärflughafen Waterkloof bei Pretoria. Die Passagiere des Airbus 330 waren keine Militärangehörige, sondern Gäste der indischen Unternehmerfamilie Gupta. Behörden der Zuma-Regierung ermöglichten diese Exklusivlandung. Seither steht die Politik in Pretoria unter massivem öffentlichen Druck. (Quelle: Wikimedia)

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„Mir gefällt Südafrika sehr, ein tolles Land“

Interview mit Martin Kaymer, Golfprofi aus Mettmann und aktueller Sun City-Turniersieger

(Autor: Ghassan Abid)

© Martin Kaymer ist zurzeit Deutschlands bester Golfspieler. Im Dezember 2012 gewann der Sportler aus dem nordrhein-westfälischen Mettmann das Golfturnier im südafrikanischen Sun City. (Quelle: Ulrich2731/ Wikimedia)

© Martin Kaymer ist zurzeit Deutschlands bester Golfspieler. Im Dezember 2012 gewann der Sportler aus dem nordrhein-westfälischen Mettmann das Golfturnier im südafrikanischen Sun City. (Quelle: Ulrich2731/ Wikimedia)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Martin Kaymer, Deutschlands bester Golfprofi und aktueller Sieger beim Golfturnier in Sun City. Zuallererst Gratulation zum Sieg. Mit welcher Erwartung sind Sie nach Südafrika angereist?

Antwort: Es war für mich das letzte Turnier des Jahres 2012 und damit auch meine letzte Chance ein Turnier zu gewinnen. Diese wollte ich nutzen und ich bin glücklich, dass es funktioniert hat, ich meinen ersten Einzelsieg 2012 holen konnte und mich gemeinsam mit Bernhard Langer bei diesem wirklich schönen Turnier in die Siegerliste eintragen konnte.

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´Ein ‚guter‘ Film eröffnet für mich neue Sichtweisen´

Die Berliner Filmregisseurin und Südafrika-Wissenschaftlerin Marietta Kesting im Interview

(Autor: Ghassan Abid)

Auf der Berlinale 2010 ist der Dokumentarfilm „Sunny Land“ präsentiert worden. Dieser thematisierte am Beispiel des Vergnügungsparadieses Sun City die Folgen der Apartheidspolitik für das innergesellschaftliche Leben. Die Berliner Regisseurin Marietta Kesting und ihr Filmkollege Aljoscha Weskott setzten diese künstlerische Idee mit 87 Minuten verwendetem Archivmaterial um. Denn Sun City war ein Prestigeprojekt der Rassentrennungsbefürworter in Pretoria. Der Versuch, diese soziopolitische Entwicklung insbesondere unter der Heranziehung architektonischer Gegebenheiten zu beschreiben, fiel bei den Zuschauern auf ein geteiltes Echo. Marietta Kesting erläutert auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ diese Idee und ihre persönliche Beziehung zu Südafrika.

© Cover zum essayistischen Dokumentarfilm "Sunny Land"

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ die Berliner Filmemacherin, Fotografin und auf Südafrika spezialisierte Wissenschaftlerin Marietta Kesting. Frau Kesting, wie gelangten Sie zum Film bzw. was fasziniert Sie am Beruf des Regisseurs?

Antwort: Mich interessiert am Filmemachen, die audiovisuelle Auseinandersetzung mit Orten, Praktiken, Menschen, und ihren Ideen, die anders funktioniert als beispielsweise einen Text zu schreiben.

Bei Dokumentarfilmen wird auch nicht so direkt ‚Regie‘ geführt, obwohl das natürlich nicht heißt, dass nicht inszeniert wird.

2010sdafrika-Redaktion: Im Dokumentarfilm „Sunny Land“ – unter der gemeinsamen Regie mit Aljoscha Weskott – thematisieren Sie die politische Lage Südafrikas am Beispiel der Vergnügungsstätte Sun City während der Apartheid. Wie kamen Sie auf die Idee eine solche Dokumentation zur Rassentrennungspolitik umzusetzen?

Antwort: Ausgangspunkt für das Filmprojekt, war die Platte von Artists United Against Apartheid mit dem Protestsong „I ain’t gonna play Sun City“, die Aljoscha auf einem Flohmarkt in New York für einen Dollar kaufte.

© Aljoscha Weskott und Marietta Kesting, beide Filmregisseure

2010sdafrika-Redaktion: Was verbindet Sie mit Südafrika?

Antwort: Nach vier längeren Arbeits – und Forschungsaufenthalten in Südafrika  habe ich sowohl persönliche Beziehungen als auch ein tieferes Verständnis und weitergehendes Interesse für die komplexe gesellschaftliche Situation dort.

2010sdafrika-Redaktion: Wie fiel die Resonanz der Öffentlichkeit auf „Sunny Land“ aus?

Antwort: Wer ist die ‚Öffentlichkeit‘? Ein selbstfinanzierter, essayistischer Dokumentarfilm wird nur von einer sehr geringen Anzahl von Menschen überhaupt wahrgenommen. Es gab sehr unterschiedliche Reaktionen auf den Film von Interesse über Lob, zu Unverständnis etc.

2010sdafrika-Redaktion: Würden Sie erneut eine Dokumentation zu Südafrika drehen wollen und falls ja, zu welchem Thema?

Antwort: Ich arbeite zur Zeit an einem kürzeren Film über migrantische PhotographInnen in Johannesburg, der sich in der Schnittphase befindet, und die unterschiedlichen Blicke auf die Stadt, als auch das Bildermachen selber thematisiert.

2010sdafrika-Redaktion: Welche künstlerischen Ideen bereiten Sie zurzeit vor und welche Träume würden Sie noch gerne verwirklichen wollen?

Antwort: Es wäre schön, wenn nicht-kommerzielle Filmprojekte zwischen Dokumentation und Fiktion, Kunst und Theorie mehr Finanzierungsmöglichkeiten hätten.

2010sdafrika-Redaktion: Was macht für Sie ein „guter Film“ aus? Welche Zielsetzungen verfolgen Sie mit Ihren Produktionen?

Antwort: Ein ‚guter‘ Film eröffnet für mich neue Sichtweisen, zeigt ungesehenes und setzt das, was wir ‚Wirklichkeit‘ nennen, neu und anders zusammen und regt dadurch zum in Frage stellen oder Nachdenken an.

2010sdafrika-Redaktion: Wir bedanken uns Marietta Kesting für dieses Interview, Filmregisseurin, Fotografin und Wissenschaftlerin.

Buchautorin Barbara Brühwiler im Interview

Johannesburg ist „unser neues Zuhause“

(Autor: Ghassan Abid)

© Buchautorin Barbara Brühwiler

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen bei „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ die Schweizer Buchautorin Barbara Brühwiler. Frau Brühwiler, sie lebten in der Schweiz und wanderten schließlich 2006 aus beruflichen Gründen mit Ihrem Mann nach Johannesburg aus. Welchen Eindruck hatten Sie von Südafrika und speziell zu Johannesburg vor der Ausreise?

Antwort: Vor unserer Auswanderung kannten mein Mann und ich Südafrika von Reisen und von Besuchen bei Freunden. Deshalb hatten wir auch schon einen Eindruck davon, wie es sich in diesem Land lebt. Johannesburg aber, unser heutiges Zuhause, kannten wir überhaupt nicht. Wir sind zwar jeweils über den dortigen Flughafen eingereist, haben dann aber gleich einen Mietwagen geholt und sind schnurstracks zu unserer Wunschdestination gefahren, zum Beispiel Sun City oder zum Krüger Park. Johannesburg hatte eigentlich keine Attraktion, die wir unbedingt besuchen wollten, und schien uns auch sehr gefährlich – nach all’ den Geschichten, die man so hörte…

2010sdafrika-Redaktion: Inwieweit konnte sich dieser Eindruck während Ihres Aufenthaltes in Johannesburg verändern?

Antwort: Nachdem Johannesburg seit einigen Jahren mein Zuhause ist, kenne ich es natürlich besser. Die Stadt bietet dem Einwohner extrem viel, finde ich. Wir wohnen wunderschön im Grünen, aber auch sehr ländlich, mein Mann sieht auf seinem Arbeitsweg regelmässig Zebras, Gnus und Giraffen (durch den Zaun vom Lion Park, einem Wildreservat – aber das Klischee ist doch schön, nicht?), und Konzerte von Weltstars wie Elton John, Céline Dion, aber auch Theateraufführungen sind nur 15-20 Autominuten von uns entfernt. Dazu kommt der südafrikanische Lebensstil, beim dem man viel im Freien ist, mit viel Sport und Essen und Kochen auf der Terrasse und immer wieder einmal einem Sprung in den Pool. Johannesburg rühmt sich, eins der besten Klimas auf der Welt zu haben, und da ist wohl was dran. Durchschnittlich scheint hier die Sonne mehr als 8 Stunden pro Tag, und während 8 Monaten im Jahr können wir mit kurzen Ärmeln durch den Tag gehen.

Als Touristendestination finde ich Johannesburg aber immer noch nicht erstklassig. Obwohl ich die Stadt liebe, finde ich, dass es in Südafrika lohnendere Ziele gibt für ausländische Besucher. Vor der Kriminalität in Johannesburg habe ich immer noch Respekt, denn Freunde von mir haben schon bewaffnete Einbrüche, Überfälle im Auto und ähnliches erlebt. Ich selber und meine Familie, wir waren nie in irgendeiner Art bedroht. Wir schützen uns, indem wir in einem gesicherten Dorf wohnen (man nennt das hier „Estate“, ich habe es in meinem Buch ausführlicher beschrieben), das Auto von innen verschliessen, Handtaschen nicht sichtbar im Auto mitführen, und ähnliche Massnahmen befolgen. Die meisten Südafrikaner sind sehr nett, aber man weiss halt nie, welches die schwarzen Schafe sind.

2010sdafrika-Redaktion: Die Fußball-WM 2010 ist nun einige Monate her. Wie bewerten Sie abschließend das größte interkulturelle Spektakel im Hinblick auf die Verständigung von weißhäutigen und dunkelhäutigen Südafrikanern? Konnte mit der WM dem Nation-Building Rechnung getragen werden und falls ja, wie lange wird dieser Effekt Ihrer Meinung nach anhalten?

Antwort: Für das Land die Gastgeberrolle bei der Fussball-WM ein grossartiges „Projekt“, das vom grössten Teil der Bevölkerung unterstützt und getragen wurde. Das fühlten die ausländischen Gäste auch, von denen ich nur begeisterte Stimmen hörte.
Im Kleinen, das heisst zwischen den einzelnen Menschen, ist es etwas anders. Vor und während der Fussball-WM fieberten die Südafrikaner im allgemeinen mit. Menschen aller Farben trugen das südafrikanische National-Trikot, schwenkten Fahnen und bliesen die Vuvuzela. Man lächelte sich zu oder wechselte auch einmal einen Satz, aber einen tieferen Kontakt ermöglichte diese besondere Situation meiner Erfahrung nicht. Die Trennung der verschiedenen Rassen ist weiterhin deutlich sichtbar, scheint mir. Sehe ich in einer Mall zum Beispiel Freundinnen beim Bummeln oder im Café, so sind sie fast immer derselben Hautfarbe.

© Cover des Buches ´Boerewors und Chardonnay – Ein Jahr in Südafrika´

2010sdafrika-Redaktion: 2009 veröffentlichten Sie das Buch „Boerewors und Chardonnay – Ein Jahr in Südafrika“, eine interessante Lektüre, die das Auswandern nach Südafrika thematisiert. Als Protagonisten im Buch beschreiben Sie das Paar Sandra und Lukas, die mit ihren beiden Kindern Tim und Max das Lebensglück in Johannesburg suchen. Warum wählten Sie Johannesburg, einer Stadt mit mehr Ermordeten als Verkehrstoten, und nicht das populäre Kapstadt, Durban oder Pretoria?

Antwort: Johannesburg ist ein faszinierender Ort zum Wohnen, es ist viel “afrikanischer“ als die anderen von Ihnen genannten Städte. Mit meinem Buch wollte ich auch ein paar Vorurteile abbauen, von wegen man kann sich hier nur im gepanzerten Fahrzeug bewegen und so. Ausserdem wohne ich selber in Johannesburg, da fiel es mir natürlich leicht, die Geschichte dort anzusiedeln.

2010sdafrika-Redaktion: Eine nicht unerhebliche Zahl von weißhäutigen Südafrikanern sucht seit Jahren den Weg ins Ausland und gleichzeitig die Flucht vor der labilen Sicherheitslage im Lande. Auch ist die gegenwärtige Presse- und Meinungsfreiheit mehr als fragil. Halten Sie es für grundsätzlich möglich, dass sich Sandra und Lukas in eventuell 10 Jahren ebenfalls diesem Abwanderungsprozess – dem „brain drain“ – anschließen könnten?

Antwort: Sandra und Lukas sind typische „expatriotes“, die für eine Firma in ein Land geschickt werden und dort eine gewisse Zeit leben. Das Ziel ist nicht, sich dort für immer anzusiedeln. Es wird sich aber zeigen, ob sie eventuell bereit sind, für immer zu bleiben – es gefällt ihnen ja durchaus sehr gut! Während es der südafrikanischen Wirtschaft sehr gut geht, stimmen die Entwicklungen in der regierungsbildenden Partei Südafrikas, dem ANC, ein bisschen nachdenklich. Viele Leute hier versuchen, einen zweiten Pass zu bekommen, damit sie das Land im Notfall verlassen können. Aber viele kommen auch zurück, weil es für sie doch das schönste Land der Welt ist. Und viele Ausländer leisten sich in Südafrika ein (Zweit-)Haus, weil das Land so wunderschön ist und der Lebensstil so viel Spass macht.

2010sdafrika-Redaktion: Welche persönlichen Träume möchten Sie gerne noch verwirklichen? Planen Sie ein weiteres Buch?

Antwort: Ich habe einen Vertrag für ein weiteres Buch; doch im Moment arbeite ich an ein paar anderen Projekten. Ich möchte sicher noch gerne mehr in Afrika reisen: Botswana, Namibia und vielleicht Sambia stehen auf meiner Wunschliste für die nächsten Jahre. Safari macht süchtig!

2010sdafrika-Redaktion: Wenn Sie einem Auswanderer das Land Südafrika in drei Schlagwörter beschreiben müssten, welche wären das dann?

Antwort: Tut mir leid, mit der Antwort auf diese Frage tue ich mich schwer. Es fällt mir zu viel ein…

2010sdafrika-Redaktion: Barbara Brühwiler, eine in Südafrika lebende Schweizer Buchautorin, vielen Dank für das Interview!

Gastbeitrag von Barbara Brühwiler für das Südafrika-Portal – „Leben in der “Stadt des Goldes”:

https://2010sdafrika.wordpress.com/2010/05/24/leben-in-der-stadt-des-goldes/

Website von Barbara Brühwiler:

www.ein-jahr-in-suedafrika.com

Rustenburg wartet sehnsüchtig auf Touristen

Ausrichterstadt will WM-Touristen mit Sicherheit und Natur anlocken

© Pilanesberg (Quelle: Stadt Rustenburg)

Als einer der kleineren WM-Ausrichterstädte zählt mit 450.000 Einwohnern die Stadt Rustenburg, welche rund 90 Minuten Autofahrt von Johannesburg entfernt ist. Als platinreichstes Abbaugebiet der Welt, bietet sich dieser Ort aufgrund seiner geografischen Lage als touristisches Erholungsgebiet an. Der Nationalpark Pilanesberg und die südafrikanische Variante von Las Vegas, nämlich Sun City, befinden sich unweit dieser Ortschaft in der North-West Provinz. Zu bemängeln ist jedoch das Ausbleiben von Meer und Strand, welches hingegen Durban oder Kapstadt seinen Fußballgästen anbieten kann.

Das Royal Bafokeng Stadion, das 1999 offiziell eröffnet wurde, ist außerhalb der Stadt angesiedelt und bietet Platz für rund 44.000 Zuschauer. Platziert zwischen Hügelketten und Grasland, erhält man in Rustenburg einen ländlichen Eindruck von Südafrika. Fünf Vorrundenspiele und ein Achtelfinalmatch der Fußball-WM 2010 werden hier ausgetragen.

Die Stadtverwaltung lässt verlauten, dass Rustenburg eine der gastfreundlichsten Städte des Landes sowie die sicherste WM-Stätte überhaupt sei, sodass die Anreise von Touristen hierher unbedenklich ist. Es bleibt abzuwarten, wie sich der schleppende Ticketverkauf und die vielerorts noch nicht ausgeschöpften Hotelbuchungen konkret in Rustenburg entwickeln werden.

© Royal Bafokeng Stadion (Quelle: Stadt Rustenburg)

WM-Seite der Stadt Rustenburg:

http://www.rustenburg.gov.za/fifaworldcup/

FIFA-Seite zum Royal Bafokeng Stadion:

http://de.fifa.com/worldcup/destination/stadiums/stadium=5007767/index.html

Berlinale 2010 mit drei Südafrika-Produktionen

Die Filmwelt schaut für 10 Tage nach Berlin

(Autor: Ghassan Abid, Susanne Zeckler)

Vom 11. bis 21. Februar 2010 wird wieder das Filmfestival in Berlin – die Berlinale – zum 60. Mal Regisseure, Schauspieler, Journalisten und Neugierige aus aller Welt empfangen. In diesem Jahr stehen lediglich 3 Filme aus Südafrika auf dem Programm, jedoch nur einer mit Fokus aufs eigene Land. Welche Filme nun auftreten und was konkret thematisiert wird, sagt euch die 2010sdafrika-Redaktion:

 

Film Regie Inhalt
THE TUNNEL(Genre: Spielfilm)

Jahr: 2009, Länge: 25 min

Jenna Bass 80er Jahre in Zimbabwe: Die Geschichtenerzählerin Elizabeth sucht in einem Guerillacamp nach Hilfe für sich und ihre Dorfbewohner. Diese bekommt sie nur, wenn sie eine Begründung abliefern kann, sodass sie von ihrem Dorf eine Geschichte erzählt – eine Story basieriend auf Realität und Phantasie.
Congo in Four Acts (Genre: Spielfilm)

Jahr: 2010, Länge: 72 min

Dieudo Hamadi, Divita Wa Lusala, Patrick Ken Kalala, Kiripi Katembo Siku Der Film behandelt den Alltag in einer Entbindungsstation in der DRKongo. Viele der Mütter können dieses Hospital nicht verlassen, weil die Rechnungen nicht bezahlbar sind. Armut und Bürokratie bestimmen schon bei der Geburt das Schicksal von Mutter und Kind.
Sunny Land(Genre: Doku)

Jahr: 2010, Länge: 87 min

Aljoscha Weskott, Marietta Kesting  Das zu Apartheidzeiten in den 80er Jahren errichtete Sun City –Afrikas Antwort auf Las Vegas– erschien wie ein Paradies für Touristen, Stars und Journalisten. Doch die negativen Gesichtspunkte wurden im Südafrika des Rassismus nie thematisiert. Sun City als einzelnes Rädchen im Konstrukt der Rassentrennung wird in dieser Doku mit Archivmaterial veranschaulicht.

Fil

Berlinale-Programm 2010:

http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/programmsuche.php