Schlagwort-Archive: Sunday Times

Südafrikas Ex-Bahnchef als Opfer einer Intrige?

Zeitung „Sunday Times“ steht nach falscher Berichterstattung über Prasa-Korruption unter Beschuss

(Autor: Ghassan Abid)

Die südafrikanische Zeitung „Sunday Times“ steht aktuell nach ihrer Berichterstattung über die Staatsbahn „Passenger Rail Agency of SA“, kurz Prasa, unter massivem Beschuss. Diese hatte nämlich im Sommer über einen Korruptionsverdacht beim Prasa-Chef Collins Letsoalo berichtet. Als Grundlage für die Recherche wurde ein interner Bericht von Wirtschaftsprüfern angeführt, den es womöglich niemals gegeben hat. Die Folgen sind verheerend.

© Ein einzelner Artikel der südafrikanischen Zeitung „Sunday Times“ habe seine berufliche Existenz zerstört. erklärte der ehemalige Bahnchef Collins Letsoalo die Auswirkungen der Fake News. Nun wolle er seine Unschuld beweisen und zivilrechtliche Ansprüche gegen Prasa und die Zeitung durchsetzen. (Quelle: Screenshot/ SABC)

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„Die Anleger sollten keine Angst haben“

Bundespräsident Steinmeier reiste mit Delegation nach Südafrika und wünscht Neuanfang mit Pretoria

(2010sdafrika-Redaktion)

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stattete vom 18. bis 21. November 2018 einen Arbeitsbesuch in Südafrika ab. Begleitet wurde das Staatsoberhaupt von einer Wirtschaftsdelegation und von in Deutschland lebenden südafrikanischen Künstlern. Im Vorfeld der Reise lobte der ehemalige Außenminister die Anstrengungen von Südafrikas Staatspräsidenten Cyril Ramaphosa im Hinblick auf die Bekämpfung der Korruption im Land.

© Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hielt sich im November 2018 anlässlich eines Arbeitsbesuchs in Südafrika auf. Beim Gespräch mit Staatspräsident Ramaphosa untermauerte Steinmeier die Kooperation mit Pretoria im Rahmen eines „Neuanfangs“ ausbauen zu wollen. (flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

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„Satiriker und Medien müssen zusammenhalten“

Südafrikas führender Karikaturist Jonathan „Zapiro“ Shapiro verurteilt Charlie Hebdo-Attentat in Frankreich

(Autor: Ghassan Abid)

Nachdem am gestrigen Mittwoch gezielt die Redaktion von Charlie Hebdo in der französischen Hauptstadt attackiert wurde, befindet sich die weltweite Öffentlichkeit im Schock. Zwölf Personen wurden getötet, darunter Charlie Hebdo-Chefredakteur Stéphane Charbonnier alias „Charb“. Nun meldet sich Südafrikas führender Karikaturist „Zapiro“ zu Wort. Er fordert in einem Interview den Zusammenhalt von Satirikern und Medien. Es müsse um die Pressefreiheit gekämpft werden.

UCT Alumni Events

© Südafrikas führender Karikaturist Jonathan „Zapiro“ Shapiro verurteilt das Charlie Hebdo-Attentat in der französischen Hauptstadt, bei dem zwölf Menschen ums Leben kamen. Er betont, dass es nun darauf ankomme, dass Satiriker und Medien zusammenhalten. Es müsse um die Pressefreiheit gekämpft werden. (Quelle: flickr/ UCT Alumni Events)

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Weiße Südafrikaner wollen Flüchtlingsschutz

Ehepaar darf in Kanada Asylanträge stellen. Bundesgericht erkennt Verfolgung wegen der Rasse

(2010sdafrika-Redaktion)

Menschen, die aus begründeter Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, politischen Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe ins Ausland flüchten, genießen nach geltendem internationalen Recht einen Flüchtlingsstatus. Als Asylberechtigte stehen sie dann unter dem Schutz des Empfängerlandes. Doch trifft diese Sachlage auch auf Südafrika zu? Denn zwei Südafrikaner bejahen diesen Zustand in ihrer Heimat. Ein kanadisches Bundesgericht gibt ihnen Recht, Asylanträge zu stellen.

Arisha Singh

© Das südafrikanische Ehepaar Charl und Naira Nel behauptet, in der eigenen Heimat wegen ihrer weißen Hautfarbe verfolgt zu werden. Deshalb wollen sie als Flüchtlinge in Kanada anerkannt werden. Ein Bundesgericht hat entschieden, dass die Familie entsprechende Asylanträge stellen darf. Somit stuft die Justiz Kanadas die Republik im südlichen Afrika als unsicheren Staat für Weiße ein. Eine diplomatische Krise könnte folgen. (Quelle: flickr/ Arisha Singh)

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Brutales Video zur Trophäenjagd in Südafrika

Exklusiv: Werbevideo zeigt qualvolle Tötung eines Elefanten durch chinesische Jagdtouristen

(Autor: Ghassan Abid)

Im Internet gibt es nur wenige Videos, die die Trophäenjagd in Südafrika realitätsgerecht zeigen. In der Regel sieht man nur Fotos, auf denen glückliche Menschen mit dem Jagdgewehr und einem toten Tier abgebildet sind. Der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ ist nun ein Werbevideo zugespielt worden, welches für chinesische Jagdtouristen bestimmt ist. Vor zwei Monaten soll die Aufnahme entstanden sein. Diese beinhaltet die brutale Tötung eines Elefanten in Südafrika. Mit Sicherheit ist dies kein Einzelfall.

Hunting South Africa

© Die Trophäenjagd in Südafrika erlebt einen Boom. Nun sollen auch gezielt chinesische Jagdtouristen gewonnen werden, die am Kap ihrer Jagdlust nachgehen. Ein der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ zugespieltes Werbevideo aus Fernost zeigt, wie brutal die Jagd tatsächlich ist. (Quelle. Privat)

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Südafrikas geheimes Spionagesatelliten-Fiasko

83 Millionen Euro teurer Militärdeal mit Rüstungskonzern in Russland verschlingt Steuergelder

(Autor: Ghassan Abid)

Im Januar 2014 berichtete die Sunday Times erstmals über die Existenz eines Satelliten, der unter einer Geheimhaltungsstufe steht. Dieser Spionagesatellit soll der Kontrolle des Verteidigungsministerium Südafrikas unterstehen und rund 1,2 Milliarden Rand – umgerechnet knapp 83 Millionen Euro – kosten. Das“Project Flute“, wie dieses Satellitenvorhaben genannt wird, hat sich zu einem Fiasko entwickelt. Der südafrikanische Steuerzahler muss tief in die Tasche greifen. Doch personelle Konsequenzen folgten nicht und über das Missmanagement auf höchster Ebene wird schlichtweg geschwiegen.

Kondor-E+satellite

© Ein geheimes Spionageprojekt des südafrikanischen Verteidigungsministeriums entwickelt sich zum Fiasko. Am 19. Mai 2006 wurde mit der russischen Firma NPO Mashinostroyenia ein über 1-Milliarden-Rand-Deal zum Bau eines Kondor-E-Satelliten unterzeichnet. Allerdings liegt das Projekt wohl weiterhin auf Eis.

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„Ich habe Mazibuko erschaffen“

Demokratischer Allianz droht ernster Imageverlust. Helen Zille wirft der Presse gezielte Fehlinformation vor

(2010sdafrika-Redaktion)

Journalisten sind immer wieder den Vorwürfen ausgesetzt, sie hätten ihre Arbeit nicht sauber gemacht, falsch recherchiert oder Tatsachen verzerrt dargestellt. Insbesondere Politiker pflegen in vielen Fällen ein angespanntes Verhältnis zur Presse. Jan-Jan Joubert – eigentlich ein Redakteur der Afrikaaner-Zeitung Beeld – verfasste für die Sunday Times einen Artikel, der die DA-Vorsitzende Helen Zille in Bedrängnis bringt. Das gute Wahlergebnis ist in Vergessenheit geraten. Stattdessen droht der DA ein ernster Imageverlust.

GovernmentZA

© Der Rückzug der DA-Fraktionschefin Lindiwe Mazibuko [im Bild] droht sich zu einem ernsten Imageverlust für Helen Zille zu entwickeln. Die DA-Vorsitzende soll laut der Sunday Times in einer internen Parteisitzung das schwarze Aushängeschild der weißen Oppositionspartei massiv diffamiert haben. Zille weist die Vorwürfe von sich. Vielmehr verfolge die Presse eine gezielte Verbreitung von Fehlinformationen, so die Premierministerin des Westkaps. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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