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Goodbye Bafana Bafana?

Südafrika empfängt WM 2014-Gastgeber Brasilien im FNB-Stadion in Soweto

(Autor: Johannes Woywodt)

Ein gut gefülltes Stadion, das bienensummenartige Dröhnen der Vuvuzelas, ein international hochkarätiger Gegner und am Ende vielleicht ein Überraschungserfolg. Morgen Abend wird mit aller Wahrscheinlichkeit Gordon Igesunds letzter großer Auftritt als Nationaltrainer der südafrikanischen Fußballnationalmannschaft sein. Um 19.00 Uhr Ortszeit wird die südafrikanische Elf den fünffachen Fußballweltmeister und diesjährigen WM-Gastgeber Brasilien zu einem Freundschaftsspiel im FNB-Stadion in Soweto empfangen.

    © Im morgigen Freundschaftsspiel tritt Südafrika gegen die Auswahl Brasiliens an. Von einem Sieg Bafana Bafanas geht im Grunde genommen keiner aus. Vielmehr schaut die Fußballwelt auf die Spieler des WM 2014-Gastgebers, allen voran auf den Stürmer Neymar [Bildmitte] vom spanischen Profiklub FC Barcelona. (Quelle: flickr/ JOSHUAbrk)

© Im morgigen Freundschaftsspiel tritt Südafrika gegen die Auswahl Brasiliens an. Von einem Sieg Bafana Bafanas geht im Grunde genommen keiner aus. Vielmehr schaut die Fußballwelt auf die Spieler des WM 2014-Gastgebers, allen voran auf den Stürmer Neymar [Bildmitte] vom spanischen Profiklub FC Barcelona. (Quelle: flickr/ JOSHUAbrk)

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Kein Copyright für Südafrikaner

Wie aus dem isiZulu-Song „Mbube“ ein Walt Disney-Hit wurde. Doch die Armut des Musikers blieb

(Autor: Ghassan Abid)

Das Musikbusiness kann hart, unfair und äußerst erbarmungslos sein. Vor allem treten diese negativen Begleiterscheinungen dann ein, wenn es um viel Geld geht. Das Kumulieren von Geld wiederum basiert auf die Existenz von interessanten Ideen. Großartige, bewegende und neuartige Songs sind gefragt. Doch wer heute mit südafrikanischen Musikern im Backstage vertraulich redet, der erfährt ganz schnell die erste Regel für Kap-Musiker: „Misstraue grundsätzlich den [europäischen und amerikanischen] Weißen“. Ein offenes Geheimnis mit wahrem Kern, wie sich zeigt.

    © Der südafrikanische Sänger Solomon Linda komponierte den isiZulu-Song "Mbube". In Südafrika wurde er wie ein Superstar der Schwarzen gefeiert. Doch westliche Musiker und Plattenlabels raubten sein Stück. Die Familie musste jahrelang rechtlich gegen den kalifornischen Medienkonzern Walt Disney vorgehen und bekam 2004 Recht. Der Konzern verwendete ohne Erlaubnis die englische Fassung des Songs „The Lion Sleeps Tonight“ für seinen 1994 erschienenen Trickfilm "Der König der Löwen". Im Bild ist Solomon Linda [ganz links im Bild] mit der Band „The Evening Birds“ zu sehen. (Quelle: The International Library of African Music at Rhodes University and Veit Erlmann/ Wikimedia)

© Der südafrikanische Sänger Solomon Linda komponierte den isiZulu-Song „Mbube“. In Südafrika wurde er wie ein Superstar der Schwarzen gefeiert. Doch westliche Musiker und Plattenlabels „raubten“ sein Stück. Die Familie musste jahrelang rechtlich gegen den kalifornischen Medienkonzern Walt Disney vorgehen und bekam 2004 Recht. Der Konzern verwendete ohne Erlaubnis die englische Fassung des Songs „The Lion Sleeps Tonight“ für seinen 1994 erschienenen Trickfilm „Der König der Löwen“. Im Bild ist Solomon Linda [ganz links im Bild] mit der Band „The Evening Birds“ zu sehen. (Quelle: The International Library of African Music at Rhodes University and Veit Erlmann/ Wikimedia)

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Fatty Boom Boom

Musikvideo von „Die Antwoord“ nimmt Lady Gaga ins Visier. Einfach nur geschmacklos und abstoßend!

(2010sdafrika-Redaktion)

Skandal pur aus Südafrika. Die eigentlichen Kapstädter Comedians, welche mittlerweile als Hip Hop-Band „Die Antwoord“ weltweit bekannt geworden sind, überschreiten mit ihrem aktuellen Musikvideo „Fatty Boom Boom“ die Grenzen im Musik-Business. Im entsprechenden Clip ist Lady Gaga mit zwei ihrer Bodyguards zu sehen, die Südafrika erkunden. Nicht nur Hyänen sichtet Lady Gaga im urbanen Raum, sondern auch einen Panther und Löwen. An einer Kreuzung wird das Taxi des Superstars attackiert und sie flüchtet alleine in einen sozialen Brennpunkt. Bei einem Gynäkologen wird festgestellt, dass sich ein Insekt im vaginalen Bereich von Lady Gaga eingenistet hat. Zum Schluss wird sie Opfer eines Löwens, der sie lebendig und äußerst blutig verspeist.

© Lady Gaga reagiert auf das provokante und geschmacklose Musikvideo von "Die Antwoord" via Twitter mit starkem Selbstbewusstsein.

© Lady Gaga reagiert auf das provokante und geschmacklose Musikvideo von „Die Antwoord“ via Twitter mit starkem Selbstbewusstsein.

© "Die Antwoord" nutzt den "Beef", den künstlerischen Streit, mit Lady Gaga für den eigenen Erfolg. Auf Twitter sagen die Südafrikaner von sich, dass sie kleiner als Lady Gaga, aber dafür cooler wären.

© „Die Antwoord“ nutzt den „Beef“, den künstlerischen Streit, mit Lady Gaga für den eigenen Erfolg. Auf Twitter sagen die Südafrikaner von sich, dass sie kleiner als Lady Gaga, aber dafür cooler wären.

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2. Goldmedaille geht nach Südafrika

Erneut siegt mit Chad le Clos ein Schwimmer. Favorit Michael Phelps verliert mit 0,05 Sekunden knapp

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

Es ist eine Sensation, was sich am 31. Juli 2012 bei den Olympischen Spielen 2012 in London zugetragen hat. In der Schwimmdisziplin 200 Meter Schmetterling konnte Chad le Clos sein großes US-Vorbild Michael Phelps in einer Zeit von 1:52,96 Minuten schlagen und ihm die Goldmedaille abnehmen. Der 20-jährige Youngstar aus Durban und der favorisierte Superstar haben diesen Sieg überhaupt nicht erwartet, zumal dieser mit einer Differenz von 0,05 Sekunden sehr knapp ausfiel.

© Chad le Clos ist der 2. Medaillenträger Südafrikas bei den London 2012 Olympic Games. Michael Phelps aus den USA ist Vorbild und Konkurrent zugleich. Der Sieg scheint ihm bisweilen als unfassbar. (MikeSceau/ Wikimedia)

© Chad le Clos ist der 2. Medaillenträger Südafrikas bei den London 2012 Olympic Games. Michael Phelps aus den USA ist Vorbild und Konkurrent zugleich. Der Sieg scheint ihm bisweilen als unfassbar. (MikeSceau/ Wikimedia)

Ein Blick in beide Sportkarrieren verdeutlicht die verständliche Unfassbarkeit beider Beteiligter. Chad le Clos sportliche Bilanz drückt sich bisher bei den 2010 Summer Youth Olympics in Singapur aus, welche er mit fünf Medaillen abschloss. Einen Olympia-Sieg konnte er bisweilen nicht ergattern. Hingegen gewann der 27-jährige Michael Phelps, um sich auf die Disziplin 200 Meter Schmetterling zu beschränken, jeweils Gold bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen und 2008 in Peking. Bei den World Championships errang Phelps 2001 in Fukuoka, 2003 in Barcelona, 2007 in Melbourne, 2009 in Rom und 2011 in Shanghai weiterhin jeweils den ersten Platz im 200 Meter Schmetterling.

Britische Journalisten sollen den Überraschungssieger im Olympischen Dorf mehrfach mit der höchsten Olympia-Auszeichnung um den Hals gesehen haben. Seine Freude ist ungehalten gewaltig. In zahlreichen vergangenen Interviews gegenüber südafrikanischen Journalisten erklärte Chad le Clos, dass es sehr schwierig sei, gegen sein großes Idol Michael Phelps zu gewinnen. Doch sein hartes Training haben sich ausgezahlt gemacht. Einige Sportkommentatoren begründen den Sieg des Südafrikaners mit gemachten Fehlern des Amerikaners. Diese Missgunst soll dem Olympia-Sieger vollkommen egal sein.

 Chad le Clos über seine Rivalität mit Michael Phelps

Bereits am 2. Tag der Olympischen Spiele 2012 gewann der aus Pretoria stammende Cameron van der Burgh bei 100 Meter Brust die erste Goldmedaille für Südafrika. Das Kapland steigt im Medaillenspiegel trotz weiterer Medaille um einen Rang auf den 14. Platz ab. Die deutsche Sportauswahl verteidigt mit gegenwärtig 3 Goldmedaillen (zweimal für Reiter und einmal im Achter-Ruder) den 6. Platz im Ranking.

From styling to singing

Lindiwe Suttle – singer, songwriter and model – in interview

(Autor/ Editor: Ghassan Abid)

Deutsche Interview-Zusammenfassung:

© Lindiwe Suttle, model and singer

Lindiwe Suttle ist eine US-amerikanische und südafrikanische Bürgerin, die einen äußerst bunten Werdegang vorzeigen kann. Die  Stylistin arbeitete anfänglich mit mehreren Superstars wie Beyoncé and Ciara zusammen. Ihre Arbeit war durchaus herausfordernd – sagt sie – da nicht viele VIPs ihre Person in punkto Make-up und Haare verändern woll(t)en. Denn Styling kann letztendlich als Kritik zum eigenen Stil aufgefasst werden. Und dennoch verspürte die Tochter einer südafrikanischen Mutter den Drang nach  kreativer Selbstverwirklichung. Sie arbeitete einige Jahre im US-Modemarketing, kündigte ihren Job und wanderte nach Kapstadt aus, wo sie den Modeeinkauf ausübte. Im Anschluss lebte sie im Rahmen einer Beziehung in Hamburg, welche zerbrach. Diesen Schmerz verarbeitete sie in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Benni Dernhoff auf künstlerischer Weise – beginnend als Leadsängerin der Jazz-Hip-Hop-Band „The Collective Imagination“, dann mit Unterstützung des Düsseldorfer Rockmusikers Marius Müller-Westernhagen als Solokünstlerin.

Mittlerweile konnte sich Lindiwe Suttle – eine Powerfrau mit afrikanischen Werten und amerikanischer Prägung – als Sängerin, Songwriterin, Artistin und Model etablieren. Vor allem die Musik, welche sie seit 2007 professionell betreibt, bedeutet ihr sehr viel. Diese bezeichnet sie als „Kern für alles“. In bekannten Magazinen wie Elle, Vogue, Cosmopolitan oder GQ wurde Suttle abgebildet. Genauso warb sie für die Marke Frazer Parfum, worüber sie sehr glücklich ist. Lindiwe Suttle betont, dass sie eine große Bindung zu ihrer südafrikanischen Heimat hat. Dementsprechend kooperiert sie bewusst mit südafrikanischen Designern wie Lara Klawikowski, Kutloano Molokomme und Cleo Droomer. Auf diesem Wege trägt sie zur Internationalisierung der südafrikanischen Fashionszene bei. Auf die Frage hin, wie man die gesellschaftspolitischen Probleme Südafrikas angehen sollte, beantwortet die Sängerin diese mit einem Angebot an guter Bildung. Für 2012 steckt sich Lindiwe Suttle große Ziele, nämlich die weltweite Aufführung von mindestens 40 Shows zu ihrem Debütalbum Kamikaze Art.

Lindiwe Suttle’s „MAN MADE MOON“ (debut single)

2010sdafrika-editorial staff: We welcome on „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ – the German Gateway to South Africa – Ms. Lindiwe Suttle, model and singer. May you please inform the readers where you come from and where you are based at the moment?

Answer: I was born and raised in USA to a South African Mother and an American Father. I was raised with traditional African values in a very American surrounding. I lived a very different lifestyle than my American friends. My mother taught me the values she learned from her grandparents.

I have lived in Cape Town in South Africa for the past nine years. Cape Town is an important city to me and I consider it my home. It is dear to my heart because this is where I launched my music career, which is significant in my life.

2010sdafrika-editorial staff: You worked in the fashion industry with superstars like Beyoncé and Ciara. Which moment has changed your mind to switch over into self-expression? 

Answer: Being a stylist is a hard job. At the time many films were coming to Atlanta, my hometown. I was lucky singer Beyonce was the first big star I worked with, she was kind and humble to me even with all my beginner mistakes. I worked with other celebrities after her that were a little less forgiving.

The job of a stylist is challenging because everyone thinks they have great style. A makeup artist or hair stylist is seen to have a professional skill but style goes deeper it touches ones character. Not many people are open to changing their personal style like they would a hairstyle or wearing a different shade of lipstick.  Style suggestions are more personal, almost like a criticism to their character. In the end, I realized I excelled best at expressing my own personal style. I use fashion on stage in my theatrical shows, elaborately styled music videos and photo shoots. I love playing with fashion, it’s an expression of all my characters. The music is the core of everything and everything else is just extra to make it more visual.

2010sdafrika-editorial staff: You are known as model, especially in South Africa. Magazines like Elle, Vogue, Cosmopolitan or GQ have reported about you. What does the South African fashion style represent?

Answer: I have been lucky to model for brands like face of Frazer Parfum and I was the face of the Woolworths beauty campaign. I never took the job as a model serious till I was in front of the camera. I give respect to models, it’s a tough job knowing the right angels for your face.

There is an abundance of talent in South Africa. The challenge now is getting the designers international exposure. I have been a big supporter of local talent since I have lived here. I credit them for getting my into Vogue Italy and helping me win style awards like Glamour Magazine’s Women of the Year – Style Icon and the 2010 SA Style Award. I have a great relationship with many South African designers, Lara Klawikowski, Kutloano Molokomme, Cleo Droomer all create costumes for my shows.

© Lindiwe Suttle as part of the Frazer Parfum campaign „Ambassador for Nature“

2010sdafrika-editorial staff: Additionally to your model job, you are performing as singer. Isn´t it an unusually combination? How could you combine both professions?

Answer: I have been a singer, songwriter and performance artist since I began my music career in 2007. I started out in business and after my MBA I worked in the fashion industry in fashion marketing, merchandising and eventually styling celebrities. I moved out of the entertainment business and moved to SA wanting to focus on my own goals. I worked in fashion buying in Cape Town for a couple of years and I learned a lot about the retail but felt too restricted in the corporate environment. I quit my job and that was when I found music again.

2010sdafrika-editorial staff: We took notice, that are you in contact with Germans in artistic matters. Which impression do you have of Germany?

Answer: After I quit my corporate job I moved to Hamburg Germany for a relationship that eventually went bad. This relationship was a catalyst for me to starting writing lyrics all inspired by this love gone wrong. I worked in studio for the first time with Hamburg producer Benni Dernhoff. We created me first demo that I took to SA.  I auditioned as lead singer of The Collective Imagination, a jazz-hip-hop band and performed for one and half year with them. I launched my solo career end of 2009. I was discovered by German legend, Marius Mueller-Westernhagen and his wife Romney. They have been my big support in my music career. One year later, Marius connected me with Tim Renner and Motor Music, my management company. Motor Music introduced me to producer, Ivan Georgiev. Ivan and I worked on my debut album, Kamikaze Art all of 2011.

Lindiwe Suttle and the jazz-hip-hop band „The Collective Imagination“

2010sdafrika-editorial staff: South Africa is in German media mostly in context with negative headlines. Which are the biggest problems of this young democracy and what should politics and society do?

Answer: I think it is important to redesigning the current educational system to better prepare our youth for a prosperous future in the global market. I would love to  build a free skills training school in each community for all ages. There would be a variety of free classes offered like leadership classes for adults, arts for children, cooking, and sports. I think a good education is the first step to a better South Africa.

© Lindiwe Suttle: „My music comes from the heart and I feel it is the most open and honest I have been about the experiences in my life.“

2010sdafrika-editorial staff: Which dreams in private and professional view would you like to realize?

Answer: My biggest goal in my life is to stay healthy and happy without these two things nothing else can happen in your life. In music, I want to perform worldwide and tour my debut album, Kamikaze Art. My goal is perform at least 40 shows in 2012. I want  to take Kamikaze Art to audiences around the world and have them experience my live shows with me. My music comes from the heart and I feel it is the most open and honest I have been about the experiences in my life.

2010sdafrika-editorial staff: Lindiwe Suttle, model and singer, thank you very much for this interview.