Schlagwort-Archive: Szene

Beeindruckende Mutterliebe bei Geparden

Außergewöhnliches Video einer Safari-Expedition in Südafrika

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ ist auf ein Video aufmerksam gemacht worden, das in den nächsten Tagen in vielen Medien zu sehen sein dürfte. An diesem Wochenende ereignete sich in einem südafrikanischen Nationalpark eine unglaubliche und vor allem wie noch nie zuvor gesehene Szene. Ein Safari-Fan filmte das Spektaktel.

© Die Mutterliebe ist eine besonders starke Gefühlsbindung zwischen Mutter und Kind. In der Tierwelt ist dieses Verhalten ebenfalls zu beobachten. Ein Exklusiv-Video aus Südafrika beweist die Mutterliebe in der Tierwelt. (Quelle: flickr/ TimothyLeeHornby)

© Die Mutterliebe ist eine besonders starke Gefühlsbindung zwischen Mutter und Kind. In der Tierwelt ist dieses Verhalten ebenfalls zu beobachten. Ein Exklusiv-Video aus Südafrika beweist die Mutterliebe in der Tierwelt. (Quelle: flickr/ TimothyLeeHornby)

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Filmkritik „Orania – Der Film“

Eine Afrikaaner-Gemeinschaft, zwischen Selbstbestimmung und Ausgrenzung

(Autor: D. Tamino Böhm)

In Orania, einem 1.000 Einwohnerdorf in Südafrika, leben ausschließlich Buren, die sich selbst verwalten und versorgen. Sie streben einen Volksstaat nach dem Vorbild einiger Versuche aus den 1990er Jahren an. Im Juni dieses Jahres läuft die gleichnamige Dokumentation „Orania“ in den deutschen Kinos an, in der Regisseur Tobias Lindner versucht, die Stimmung im Dorf festzuhalten. „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ war bei der Deutschlandpremiere am 23. April im Filmtheater Friedrichshain dabei.

© Filmsequenz aus “Orania – Der Film”.

© Filmsequenz aus “Orania – Der Film”.

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DVD-Kritik „Safe House“

Wenn die CIA in Kapstadt infolge von Intrigen die Kontrolle über sich selbst verloren hat

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

Vorwort: Die 2010sdafrika-Redaktion ist mehrfach von Usern gebeten worden, eine Kritik zum Film „Safe House“ zu verfassen. Dieser Bitte kommen wir nun nach. Unser Dank gilt Universal Pictures Germany für die Möglichkeit der Rezension.

Matt Weston (gespielt von Ryan Reynolds), ist ein junger Geheimdienstagent, der die Aufgabe hat, in Kapstadt ein sogenanntes „Safe House“ der CIA zu betreuen. Jenem Ort, welcher von der US-Regierung als geheimer Verhör-Stützpunkt genutzt wird. Weston ist allerdings mit seinem langweiligen Job in Südafrika nicht zufrieden und bittet Langley stets um einen neuen und vor allem aufregenden Einsatz. Doch die CIA-Zentrale winkt ab und begründet ihre Entscheidung mit mangelnder Berufserfahrung des jungen Agenten.

© Matt Weston (gespielt von Ryan Reynolds), ist ein junger CIA-Agent, der das Safe House des US-Auslandsgeheimdienstes in Kapstadt bewacht. Er ahnt noch nicht, in welche Schwierigkeiten ihn der Ex-CIA-Agent Tobin Frost (gespielt von Denzel Washington) bringen wird. (Quelle: Universal Pictures)

© Matt Weston (gespielt von Ryan Reynolds), ist ein junger CIA-Agent, der das Safe House des US-Auslandsgeheimdienstes in Kapstadt bewacht. Er ahnt noch nicht, in welche Schwierigkeiten ihn der Ex-CIA-Agent Tobin Frost (gespielt von Denzel Washington) bringen wird. (Quelle: Universal Pictures)

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Im Untergrund zählt nur die Disziplin

Eine Rezension zum Dokumentarfilm „Memories of Rain“. Der Kampf für Ideale fordert seinen Tribut.

(Autor: Ghassan Abid)

Wir schreiben das Jahr 1976. In Soweto bricht der sogenannte Schüleraufstand aus. Mehrere Kinder demonstrieren gegen die rassistische Bildungspolitik des Apartheidregimes, welcher blutig niedergeschlagen wird. Die Dominanz von Afrikaans als Unterrichtssprache in den Schulen Südafrikas erwies sich als Ventil einer generationsübergreifenden Frustration der entmündigten schwarzen Mehrheitsgesellschaft. Hector Pieterson wird als erstes Todesopfer in die Geschichtsbücher eingehen.

© "Memories of Rain" ist in zehnjähriger Produktion durch die Regisseurinnen Gisela Albrecht und Angela Mai erstellt worden. 2004 ist dieser Dokumentarfilm auf der Berlinale präsentiert worden. 2005 wurde "Memories of Rain" mit dem durch das Land NRW vergebenen Eine-Welt-Filmpreis honoriert.

© „Memories of Rain“ ist in zehnjähriger Produktion durch die Regisseurinnen Gisela Albrecht und Angela Mai erstellt worden. 2004 ist dieser Dokumentarfilm auf der Berlinale präsentiert worden. 2005 wurde „Memories of Rain“ mit dem durch das Land NRW vergebenen Eine-Welt-Filmpreis honoriert.

Soweto veränderte alles
Mittendrin im Chaos befindet sich die in Stettin geborene Journalistin Gisela Albrecht, die die dramatischen Ereignisse vor Ort begleitete und diese gemeinsam mit der Südafrikanerin Angela Mai im Dokumentarfilm „Memories of Rain: Szenen aus dem Untergrund“ künstlerisch verarbeitete. Soweto stellte den Wendepunkt des Untergrundkampfes gegen die Apartheid dar, hält Albrecht zutreffend fest. Der Afrikanische Nationalkongress agierte vom In- und Ausland gegen die rassistischen Machthaber in Pretoria. Albrecht ist mit mehreren Personen des Untergrundkampfes während und nach der Apartheid in Kontakt getreten, führte Interviews, skizzierte Werdegänge und hob deren Träume & Ängste hervor. Ihr ist ein eindrucksvoller und vor allem persönlicher Film gelungen, der den Zuschauern Einblicke in eine völlig fremde Welt gewährt.

© Jenny Cargill studierte Wirtschaftswissenschaften in Durban und arbeitete im Anschluss als Wirtschaftsjournalistin. Die Ungerechtigkeiten der Apartheid konnte sie nicht ertragen, so entschloss sie sich für den Untergrundkampf gegen das Regime. Mit einer Militärausbildung durch die Stasi in Ost-Berlin fungierte sie als wichtige Person für den ANC. Ihr oblagen neben der Observation von Militäreinrichtungen, auch die Rekrutierung von neuen Untergrundkämpfern.

© Jenny Cargill studierte Wirtschaftswissenschaften in Durban und arbeitete im Anschluss als Wirtschaftsjournalistin. Die Ungerechtigkeiten der Apartheid konnte sie nicht ertragen. So entschloss sie sich für den Untergrundkampf gegen das Regime. Mit einer Militärausbildung durch die Stasi in Ost-Berlin fungierte sie als wichtige Person für den ANC. Ihr oblagen neben der Observation von Militäreinrichtungen, auch die Rekrutierung von neuen Untergrundkämpfern. (Quelle: YouTube)

Jenny Cargill und Kevin Qhobosheane: Bereit zu sterben
Im Mittelpunkt der Doku stehen die Protagonisten Jenny Cargill und Kevin Qhobosheane. Sie aus der weißen Mittelschicht, er aus einem den Schwarzen vorbestimmten Townships. Beide waren im Nachrichtendienst des bewaffneten Flügels des ANC aktiv. Die studierte Ökonomin Jenny arbeitete als Wirtschaftsjournalistin, verspürte allerdings zusammen mit ihrem damaligen Ehemann Howard Barrell das Verlangen, sich gegen die staatlich verordneten Ungerechtigkeiten einzusetzen. Sie suchte von sich aus den Kontakt zum ANC und bot ihre Unterstützung an. Anfänglich sammelte sie Informationen über Militäreinrichtungen. Sie observierte das Armeeareal Eastgate und beobachtete Armeeangehörige. Später absolvierte sie eine halbjährige Militärausbildung bei der Stasi in Ost-Berlin. Kevin hingegen zog es nach Angola, wo er ebenfalls an militärischen Ausbildungen teilnahm und vom Ausland aus gegen die Apartheid agierte.

Als Untergrundkämpfer lebt man länger als 6 Monate
Wer in Südafrika als ANC-Mann enttarnt wurde, musste genauso wie der Gewerkschaftsführer Sam Pholoto mit Folter rechnen; oder gar sein Leben geben. Nach der Section 29 hatte die Regierung sämtliche Bürgerrechte im juristischen Verfahren abgeschafft: kein Anwalt, kein faires Gehör und keinen Kontakt zur Außenwelt. Dr. Zweli Mkhize, ein im Dokumentarfilm interviewter Arzt, ist als Untergrundkämpfer enttarnt worden und musste ins Exil flüchten.  Andernfalls wäre er wohl nicht am Leben geblieben. Es galt der Grundsatz, dass ein Untergrundkämpfer eine Lebenserwartung von maximal 6 Monaten habe.
Die Polizei setzte alles, um ihren Widersachern entgegenzutreten. Beispielsweise kooperierte sie mit sogenannten A-Teams, eine Art Terrormiliz in den Townships, die für Unruhe sorgte und ANC-Mitglieder tötete. Einige dieser Kollaborateure leben heute noch unbestraft mit den Angehörigen ihrer Opfer Tür an Tür.

Disziplin geht immer vor!

© Kevin Qhobosheane stammt aus ärmlichen Verhältnissen. Aufgewachsen in einem Township, ohne Schulbildung und konfrontiert mit der ständigen Frustration durch die weiße Minderheitsregierung. In Angola agierte er für den ANC. Er absolvierte Militärausbildungen im Ausland und kehrte nach der Verbotsaufhebung nach Südafrika zurück. Mit Jenny Cargill schmuggelte er Waffen in die Townships.

© Kevin Qhobosheane stammt aus ärmlichen Verhältnissen. Aufgewachsen in einem Township, ohne Schulbildung und konfrontiert mit der ständigen Frustration durch die weiße Minderheitsregierung. In Angola agierte er für den ANC. Er absolvierte Militärausbildungen im Ausland und kehrte nach der Verbotsaufhebung des ANC nach Südafrika zurück. Mit Jenny Cargill schmuggelte er Waffen in die Townships. (Quelle: YouTube)

Der ANC stand  unter gewaltigem Druck. Die Untergrundkämpfer hatten immer wieder das Gefühl, dass jederzeit ihr Dasein beendet werden könne. Eine ständige Angst wurde zur Begleitung des eigenen Alltags.  Infiltrierungen durch Nachrichtendienste, Folter in den Polizeigefängnissen oder Terror durch apartheidstreue Milizen drohten den Untergrundkämpfern.

Doch die genauen Folgen des Widerstandes bleiben bisweilen unbekannt. Welche psychotraumatischen Konsequenzen hat der Kampf gefordert, wie viele Ehen sind zerbrochen und wie hoch ist die Anzahl jener Menschen, die für ihre Ideale ihr Leben lassen mussten. Auch Jenny erläuterte ihren Frust, dass ein von ihr gewollter Austritt aus dem ANC nicht möglich war. Sie teilte der ANC-Führung mit, dass sie aufgrund eines Burnouts nicht mehr am Kampf teilnehmen könne. Doch ihre Emotionen und ihr persönlicher Zustand interessieren den ANC nicht. Sie musste ihren Kampf fortsetzen.

ANC-Folter gegen mögliche Verräter
Der Afrikanische Nationalkongress akzeptierte keine persönlichen Befindlichkeiten. Vielmehr forderte er seinen Mitgliedern absolute Disziplin ab, um der größten Herausforderung des Untergrundes wirksam begegnen zu können: Die Aufrechterhaltung der Kommunikation zwischen internen und externen ANC-Kräften, also zwischen In- und Ausland. Problematisch ist die Herangehensweise der Mandela-Bewegung mit möglichen Spitzeln gewesen. Folter wurde angewandt. So ist von einem Fall bekannt, bei dem ein junger Mann aus einem Township durch den ANC zu Tode gefoltert wurde. Ihm wurde eine Komplizenschaft mit dem südafrikanischen Nachrichtendienst nachgerufen. Seine Verhaltensauffälligkeiten infolge eines Nervenzusammenbruchs wurde allerdings nicht erkannt – ein Unschuldiger starb. Ferner bemängelt Jenny, dass der Untergrundkampf keine Antworten für die Zeit nach dem Widerstand anbot. Ein normales Leben ist für viele Kämpfer nicht möglich gewesen. Wie zur Tagesordnung übergehen, wenn diese vorher nie existierte.

Terror der Inkatha
Als das Verbot des ANC im Jahr 1990 aufgehoben wurde, befand sich diese in einer großen Legitimationskrise. Jacob Zuma machte deutlich, dass der Afrikanische Nationalkongress den Widerstand innerhalb Südafrikas aufbauen müsse. Der Terror durch die Inkatha-Bewegung, welche viele Tote in den Townships hervorrief, brachte den ANC in große Bedrängnis. Die heutige Regierungspartei hatte in der Übergangsphase 1990 bis 1994 keine Strategie parat. Jenny und Kevin agierten trotz dieser destabilen Lage auch in dieser Zeit weiterhin für den ANC im Untergrund und schmuggelten Waffen in die Townships.

Ausschnitt aus „Memories of Rain“

Gisela Albrecht im Gespräch
Die Co-Regisseurin und Journalistin Gisela Albrecht erläuterte im Anschluss zum Dokumentarfilm ihre Sichtweisen zur heutigen Politik Südafrikas und zur Entstehungsgeschichte des Films. Albrecht bemängelt die zweite Generation innerhalb der ANC-Führung, die die „Mehrheit der Südafrikaner heute zurückgelassen“ hat. Macht, Habgier und Eigennutz sind ein Problem, die der Gesellschaft letztendlich schadet. Auch Vizepräsident Kgalema Motlanthe kritisierte kürzlich diese ANC-interne Entwicklung. Ebenso hält Albrecht fest, dass „das Erbe der Apartheid“ weiterhin nachwirke. Es wird ihrer Meinung nach noch eine Generation dauern, um diesen Prozess abzuschließen. Beim Film machte die Filmemacherin auf den Kontrast zwischen Jenny und Kevin deutlich – sie hochausgebildet mit Universitätsabschluss und er ohne Schulabschluss aus ärmlichen Verhältnissen. Und dennoch fanden sich beide in derselben Organisation mit denselben Idealen wieder. Letztendlich hat Gisela Albrecht den Film auf den Wunsch von Jenny Cargill produziert, an welchem sie rund 10 Jahre saß. Beide Frauen verfolgten den Anspruch, die Wahrheit zu zeigen. Finanziert wurde diese Produktion nicht durch die staatliche Filmförderung, sondern vielmehr mit kirchlichen Geldern. Im Jahr 2004 ist „Memories of Rain“ dem deutschen Publikum auf der Berlinale präsentiert worden. Ein Jahr später gewann dieser den Eine-Welt-Filmpreis. Ein Anschauen dieses Dokumentarfilmes lohnt sich!

Graffiti in South Africa

Von Behörden in Deutschland und Südafrika abgelehnt, aber bei Jugendlichen beliebt

(Autor/ Editor: Ghassan Abid)

Nichts ist in der Kunstszene so ähnlich stark umstritten, wie Graffiti. Die einen bewerten Graffiti als verunstaltende Schriftzüge im öffentlichen Raum, die anderen erkennen hierbei eine kreative Gestaltungsform. Ob es sich bei Graffiti um Vandalismus oder Kunst handelt, obliegt weiterhin dem jeweiligen Betrachter und kann nicht abschließend bewertet werden. Fest steht nur, dass Graffiti weltweit präsent ist, auch in Südafrika.

© SPLITPIECE I

„Falko Starr“ ist ein bekennender Graffiti-Künstler aus Kapstadt, mit freundschaftlichen Kontakten nach Deutschland. Schon 1988, also während der Rassentrennungspolitik im Südafrika der Apartheid, entdeckte er seine Vorliebe für Graffiti. Man begann in den 80er Jahren Graffiti-Motive aufs Papier zu übertragen. „Es existierte keine Graffiti-Szene“, betont Falko die Anfänge dieser Bewegung. Man wusste während der Apartheid nur sehr wenig über Hip Hop bzw. Graffiti, weil Südafrika von der Außenwelt abgeschnitten war und kulturelle Einflüsse aus dem Ausland nicht ins Landesinnere vordrangen.

Graffiti im heutigen Südafrika erfreut sich jedoch vor allem bei Jugendlichen einer großen Beliebtheit, welche mit großem Interesse diesbezügliche Trends in Europa mitverfolgen und teilweise übernehmen. Immer mehr Graffiti-Künstler versuchen sogar afrikanische Elemente in ihren Gestaltungen einzubauen, um dem „South African graffiti“ eines Tages eine eigene Identität verschaffen zu können. Ähnlich wie in Deutschland, so Falko, beginnt man als Graffiti-Liebhaber mit einem „Bombing“, dem schnellen und großangelegten illegalen Besprühen auf Zügen, Wänden oder anderen öffentlichen Objekten.

© SPLITPIECE II

Interessant ist der Umstand, dass Graffiti in Kapstadt und Johannesburg zunehmend für kommerzielle Zwecke genutzt wird. Ferner erfährt die Szene in Kapstadt ihre schnellste Entwicklung, während in Durban, einer Küstenstadt im Osten des Landes, diese noch relativ klein und am Wachsen ist. Im Rahmen der Vorbereitungen zur WM 2010 sind allerdings alle besprühten Flächen in Durban nun übermalt worden, sodass diese Bewegung im östlichen Südafrika wohl länger unbedeutend bleiben wird.

Der Graffiti-Künstler beklagt sich aber über das Anti-Graffiti-Gesetz in Kapstadt, wonach ein Sprühen im öffentlichen Raum nur mit einer Genehmigung durch die Stadtverwaltung zulässig ist. Sollte man diese Regelung nicht beachten, kann dieses harte Konsequenzen mit sich ziehen. Er selber habe von einer 45 jährigen Frau erfahren, welche zum „Saubermachen“ von Wänden und einer Strafe von über 7.000 US-Dollar verdonnert wurde. Will heißen – die Behörden haben massive Probleme mit unerlaubten Graffiti, ähnlich wie in Deutschland.

Gegenwärtig tritt Falko mit einem eigenen Graffiti-Konzept auf, namens SPLITPIECE, welches dem Portal „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ exklusiv hier vorgestellt wird.

Verschiedene Graffiti werden wie Puzzleteile zusammengesetzt. Have fun, be cool! (;


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Exclusive Interview with graffiti artist Falko Starr

2010sdafrika-editorial staff: We would like to welcome Falko Starr, graffiti artist from Cape Town, thank you very much! Which reasons has allowed you to participate in graffiti scene?

Answer: I started in, 1988, an era when its was still apartheid. The scene was non-existant. There were a few guys who did graffiti but it was making pieces only on paper. Pieces on walls where done very few and far between.

I got into the scene, 1989, by meeting KING JAMO ( zulu nation king of south africa) who said that they needed graffiti artists to help with this `new` movement called the Universal Zulu Nation (a organization started in New York). I was very new to HipHop back then and found it was perfect for me to get into graffiti and the whole culture.

We did not really know about the `real writing culture` because of our political system. Information from the outside world was very little and we had almost no outside influences that came to our country to show/teach/eduate us about hip hop from the rest of the world.

2010sdafrika-editorial staff: What is making South African graffiti so special?

Answer: At the moment graffiti here is pretty much the same as around the world. The kids here basically follow whatever trends are happening in Europe. There are some, very few, artists who are trying to use african elements in their art but styles/pieces are more common.

© Graffiti Künstler/ artist Falko Starr

2010sdafrika-editorial staff: Many graffiti artists in Germany are spraying their pictures and logos on not allowed areas and objects, like trains or house walls. How it is in South Africa?

Answer: Graffiti scenes are the same anywhere in the world. There are different mentalities and a huge variety of philosophies about what is good, bad, right, wrong, commercial, sell out and hardcore.

Here, in certain cities there is more bombing than legal work but in Cape Town it is balanced. Bombing is an important part of the culture and I think most, not all, writers do it in the beginning of their graff lives.

2010sdafrika-editorial staff: Which status is the graffiti scene taking in South Africa and in which cities are which trends available?

Answer: Here in South Africa, it is generally welcomed by most people.

Cape Town And Johannesburg are the two cities where its used a lot for commercial needs.

Cape Town`s bombing scene is never the same from year to year. There are times when there are hundreds painting to times when there are only a hand full.

Durban is considered the smallest of scenes and cities in S.Africa. Bombing used to be really big in this city but with the soccer world cup they have cleaned everything.

2010sdafrika-editorial staff: Is the government supporting the graffiti scene, for example by offering spraying spaces?

Answer: In Cape town, and here only, a graffiti by-law was introduced. The law basically makes all graffiti illegal unless you get council permission first. Recently, the only wall of fame was raided and closed. The graffiti scene was told that they can only paint the area once they have requested for permission. This was a legal area for almost ten years.

At the raid, a local resident was arrested for protesting the raid. She is a 45 year old woman. They want to make an `example` out of her and want to prosecute her for cleaning the whole wall of fame. Estimated cost is about $7000(US).

So to answer you question: NO!

2010sdafrika-editorial staff: Where and on what do you have already sprayed?

Answer: Over the years, graffiti has created the opportunity for Falko to tour Sweden, Germany, France, Switzerland, Kenya and Greece. Highlights include; participating in the 50th Anniversary of the United Nations, creating murals for the build-up to the Olympics 2004 in Greece, and establishing a line of communication between artists in Kenya, England and South Africa through his “Lines of Attitude” project.

2010sdafrika-editorial staff: Which of your graffiti is for which reason the best one?

Answer: At the moment I`m busy with a graffiti concept called SPLITPIECE. This is the best work I`ve done by far. Not only for work but for the concept. I am the only one doing it in the world.

2010sdafrika-editorial staff: Are you in contact to German graffiti artists and what are you knowing about the graffiti scene in Germany?

Answer: My first magazine I ever gio, and still have, was a TUFF STUFF in 1992, in this magazine I saw a few writers that a bit ( lol) but it was one one first inspirations. Spraycan art also made me like lotsa writers from around the world but the fisrt writer I ever met was a German called Seemso in 1991. We have become good friends since then and he was the first writer to do a whole car here in South Africa. He also helped with development of the bombing scene. In 1998 Loomit, Esher and Can2 came down to SA. Within two weeks they destroyed and decorated equally. With saying this we became aquaitances.

Other writers/painters I`ve either stayed with or painted with is Seak, Daim, Kent and quite a few others that have come here to paint.

2010sdafrika-editorial staff: Which dreams would you like to realized?

Answer: Would like to do my splitpieces worlwide!!!

2010sdafrika-editorial staff: Falko Starr, graffiti artist from Cape Town, thank you very much!

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2010sdafrika-Artikel auf Schueler.CC (Newspoint.CC) veröffentlicht:

http://www.newspoint.cc/artikel/Lifestyle/Graffiti_in_Suedafrika_66072.html