Schlagwort-Archive: Tanz

Kenako-Afrika-Festival in Berlin

Hauptstadt erstrahlt vier Tage lang im Sinne der Vielfalt und Schönheit Afrikas. 20.000 Besucher erwartet

(2010sdafrika-Redaktion)

Es ist wieder einmal an der Zeit für Afrika und Deutschland. Das Kenako-Afrika-Festival bringt den afrikanischen Kontinent direkt in die Hauptstadt – mit Musik, Tanz und politischen Dialogen. Vom 11. bis zum 14. Juni erwartet das deutsche Publikum ein vielfältiges Programm, bei welchem auch schwierige Themen angesprochen werden. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ ist genauso wie die taz als Medienpartner mit im Boot. Über 20.000 Besucher werden erwartet. Der Veranstalter, das Afrika Medien Zentrum, lädt die Öffentlichkeit bei freiem Eintritt herzlichst ein.

Kenako-Afrika-Festival

© Vom 11. bis zum 14. Juni 2015 findet das Kenako-Afrika-Festival auf dem Berliner Alexanderplatz statt. Über 20.000 Besucher werden erwartet. Ein vielfältiges Programm aus Musik, Tanz und politischen Dialogen steht dem Publikum unter sommerlichen Wetterbedingungen zur Verfügung.

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Erfolgsshow „AFRIKA! AFRIKA!“ in Berlin

Exotisches Theaterspektakel im Herzen Deutschlands: Musik, Tanz und Akrobatik aus Afrika 

(Autorin: Melanie Akerboom)

AFRIKA! AFRIKA! feierte letzte Woche, am Karfreitag – mit einer Bühnenshow speziell für das Theater und kleineren Hallen – ihre Berlin-Premiere im Tempodrom. Die Zirkusshow, die vom österreichischen Künstler André Heller inszeniert wurde, ist noch bis zum 25. April in der Hauptstadt zu bewundern. Musikalisch untermalt wird die Show durch eine Liveband. Insgesamt involviert in der Show sind 77 Künstler aus 14 Ländern.

© Die Show "AFRIKA! AFRIKA!" kombiniert Musik, Tanz und Akrobatik aus Afrika. Der österreichische Künstler André Heller steckt hinter diesem erfolgreichen Theaterspektakel. (Quelle: AFRIKA! AFRIKA!)

© Die Show „AFRIKA! AFRIKA!“ kombiniert Musik, Tanz und Akrobatik aus Afrika. Der österreichische Künstler André Heller steckt hinter diesem erfolgreichen Theaterspektakel. (Quelle: AFRIKA! AFRIKA!)

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Lichtblick-Kolumne: Initiativen ausm Township

Die Phumelela Youth Development Organization (PYDO) im Nelson Mandela Township in Port Alfred

(Autorin: Melanie Akerboom berichtet in ihrer Kolumne über innovative Projekte aus den Townships. Gegenwärtig ist sie als Fotografin tätig. Im Vorfeld studierte sie Social Entrepreneurship in London, verbunden mit Arbeitseinsätzen in Südafrika.)

Nachdem ich letztes Mal über den Ilizwi Photo Club geschrieben habe, möchte ich diesmal die Phumelela Youth Development Organization (PYDO) vorstellen. PYDO kümmert sich um gefährdete und benachteiligte Kinder und Jugendliche, sowie Waisen, im Alter von 4-24 Jahren. Die gemeinnützige Organisation, die als Non-Profit-Organisation (NPO) registriert ist, ist im Nelson Mandela Township in Port Alfred aktiv.

© Die Phumelela Youth Development Organization (PYDO) ist im Nelson Mandela Township in Port Alfred aktiv. Die Non-Profit-Organisation kümmert sich um gefährdete und benachteiligte Kinder und Jugendliche. Lichtblick-Kolumnistin Melanie Akerboom schaute sich das Projekt vor Ort an.

© Die Phumelela Youth Development Organization (PYDO) ist im Nelson Mandela Township in Port Alfred aktiv. Die Non-Profit-Organisation kümmert sich um gefährdete und benachteiligte Kinder und Jugendliche. Lichtblick-Kolumnistin Melanie Akerboom schaute sich das Projekt vor Ort an.

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100 Südafrika-Events in Frankreich

Ein Hauch Südafrika nach Frankreich bringen. Institut Français als Vorbild für das Goethe-Institut?

(2010sdafrika-Redaktion)

Am 28. Mai 2013 ist in Frankreich die Festival-Veranstaltungsreihe „France-South Africa Seasons 2012 & 2013“ feierlich eröffnet worden. 800 Südafrikaner aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Sport werden an den verschiedensten Orten in Frankreich auftreten, um ein Hauch Südafrika nach Frankreich zu bringen. Südafrikas Kulturminister Paul Mashatile reiste hierfür nach Paris an. Zwei Völker sollen miteinander in den Dialog treten.

    © Im Rahmen des Festivals "France-South Africa Seasons 2012 & 2013" werden von Mai bis Dezember 2013 rund 800 Südafrikaner in Frankreich auftreten, um ein Hauch Südafrika ins europäische Land zu bringen. In 100 französischen Städten sind Veranstaltungen geplant. Das Institut Français betreut dieses Mega-Projekt. (Quelle: flickr/ Thomas Kallhoff)

© Im Rahmen des Festivals „France-South Africa Seasons 2012 & 2013“ werden von Mai bis Dezember 2013 rund 800 Südafrikaner in Frankreich auftreten, um ein Hauch Südafrika ins europäische Land zu bringen. In 100 französischen Städten sind Veranstaltungen geplant. Das Institut Français betreut dieses Mega-Projekt. (Quelle: flickr/ Thomas Kallhoff)

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Berlinale 2013 – Filmkritik „Elelwani“

Ist Liebe stärker als Tradition? Ein außergewöhnliches Drama mit sozialkritischem Anspruch

(2010sdafrika-Redaktion)

© Sequenz aus dem Film "Elelwani". (Quelle: Berlinale/ Shadowy Meadows Productions)

© Sequenz aus dem Film „Elelwani“. (Quelle: Berlinale/ Shadowy Meadows Productions)

Offizielle Handlung:

Es beginnt mit einer Autofahrt, die sich für Elelwani und Vele anfühlt wie der Aufbruch in die Sommerfrische des Lebens. Elelwani hat gerade ihr Studium abgeschlossen, ist verliebt in Vele, der neben ihr sitzt. Sie fahren durch die immer grüner werdende Landschaft in Elelwanis Heimatdorf, wo sie ihren Eltern ihre Pläne von ihrer Heirat und Zukunft erzählen wollen. Sie werden mit einem dramatischen Tanz empfangen – zu Ehren der ersten Frau aus dem Dorf, die es zu akademischen Würden gebracht hat. So vermutet Elelwani.

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Glückwunsch zur 6. Ehe, Mr. President

4 First Ladies stehen Jacob Zuma bei seinen Amtsgeschäften nun bei

(Autor: Ghassan Abid)

Am vergangenem Freitag heiratete der vierte Präsident Südafrikas, Jacob Zuma, zum nun sechsten Mal. Er nahm seine bisherige Verlobte Bongi Ngema zur Ehefrau. In der Heimatstadt des Präsidenten in Nkandla in der Provinz KwaZulu-Natal fand eine traditionelle Heiratszeremonie der Ethnie Zulus statt, welche als „umgcagco“ bezeichnet wird. Hierbei stellt die „ukugqumushela“, ein wettbewerbsähnlicher Tanz, den Höhepunkt dieses Ereignisses dar.

© Herzlichen Glückwunsch zur sechsten Ehe, Mister President. Der Präsident besitzt nun 4 Ehefrauen und ca. 20 Kinder. (Quelle: The Presidency of South Africa + GCIS)

© Herzlichen Glückwunsch zur sechsten Ehe, Mister President. Der Präsident besitzt nun 4 Ehefrauen und ca. 20 Kinder. (Quelle: The Presidency of South Africa + GCIS)

Am heutigen Tage ist auf Basis der „umabo“ vorgesehen, dass die Braut die Familie von Jacob Zuma mit Geschenken beglückt. Die bisherigen drei Ehefrauen des Präsidenten Sizakele Khumalo, Nompumelelo Ntuli and Thobeka Madiba nehmen ebenfalls an der kompletten Zeremonie teil. Zuma und Ngema sind bereits Eltern eines siebenjährigen Kindes mit dem Namen Sinqumo.

Jacob Zuma ist bekennender Zulu und Befürworter der Polygamie. Er stammt aus dem Distrikt uThungulu, welches inmitten des alten Königreichs Zululand liegt. Das Tanzen nimmt bei dieser Ethnie eine besondere Rolle ein. Die südafrikanische Botschaft in Berlin ließ am 12. Januar 2010 verlauten, dass Südafrika gleich drei First Ladies anzubieten hatte. Es ist zum Gewohnheitsrecht geworden, dass sich die First Ladies untereinander die Aufgaben aufteilen.

So engagiert sich Sizakele Khumalo bei Projekten der Landwirtschaft und Lebensmittelsicherheit, Thobeka Madiba im Gesundheitsbereich und Nompumelelo Ntuli in der Sozialarbeit. Die aktuellste Ehefrau ist bereits in administrative Angelegenheiten involviert, sodass sich nach Angaben der Presidency keine Verschiebung der Aufgabenverteilung ergeben dürfte. Nkosazana Clarice Dlamini-Zuma, die derzeitige Innenministerin Südafrikas, ließ sich 1998 von Zuma scheiden. Kate Zuma beging im Jahr 2000 Selbstmord. Insgesamt besitzt der Präsident ungefähr 20 Kinder.

Hinweis der Redaktion: Das südafrikanische Personenstandsrecht erlaubt entgegen der deutschen Agenturmeldungen keine Polygamie. Mehrehen sind im Zivilrecht Südafrikas eindeutig verboten. Alternativ kann die Vielweiberei im Rahmen traditioneller Zeremonien abgeschlossen werden.

Power of Zulu – Tanzen als integraler Bestandteil

Ob Krieg oder Heirat – bei den Zulus wird getanzt

(Autor: Ghassan Abid)

Afrikaner tanzen gerne. Die Lebensfreude vieler afrikanischer Völker spiegelt sich insbesondere im Tanz umd im Gesang wieder, unter anderem auch bei den Zulus. Die Zulus sind eine Ethnie der Volksgruppe Bantu. Sie stellt mit knapp 11 Millionen Volkszugehörigen die größte Ethnie Südafrikas dar.  Ihre Sprache ist IsiZulu, welche in der östlichen Provinz Südafrikas, in KwaZulu-Natal, beheimatet ist. Ebenfalls leben im Königreich Swasiland weitere  Zulus, welches seit dem 25. April 1986 durch den autokratischen König Mswati III.  regiert wird.

Die Zulus sind eine stolze Bevölkerungsgruppe, die nach den Erkenntnissen von Afrikawissenschaftlern aus dem heutigen Kongo in Zentralafrika stammt und nach Südafrika wanderte. Sie verdrängten sehr erfolgreich andere Völker. Das Stammeshäuptling spielt hierbei eine Schlüsselrolle, da die Zulus bis zum heutigen Tage ihre Herrscher nach wie vor verehren und schätzen. König Shaka gilt als eines der populärsten Vorbilder, denn war er jenes Oberhaupt, welches die Zulu-Bevölkerung im 19. Jahrhundert zu großen Siegen verschaffte und erstmalig eine professionelle Kriegerausbildung organisierte. Die Einbindung von unterlegenen Stämmen in die Strukturen der Zulus erwies sich als neuartig und raffiniert zugleich, da die Kriegeranzahl somit erheblich angestiegen ist und territoriale Expansionsbestrebungen leichter zu erzielen waren.

Als die Briten ihre Kolonialpolitik im südlichen Afrika ausweiten wollten, erkannten sie die Gegenmacht der Zulus. Blutige Kriege und die Schlacht bei Ulundi am 04. Juli 1879 zerstörten letztendlich die regionale Vormachtsstellung der Zulus. Das Königreich der Zulus ist in 13 kleinere Einheiten zersplittert worden. Was heute geblieben ist, ist der Stolz der Zulus auf ihre eigene kulturelle Identität. Vor allem der Tanz verbunden mit musikalischer Begleitung spielt bei den Zulus eine bedeutende Rolle.

Der gegenwärtige Präsident Südafrikas, Jacob Zuma, ist ebenfalls ein  Zulu, der mehrfach mit großem Stolz seine ethnische Zugehörigkeit und kulturelle Verbundenheit betont hat, unter anderem seine Vorliebe für die Polygamie. Allerdings werden die Zulus für genau dieses patriarchalische Verhältnis zu Frauen sehr kritisiert. Laut Angaben der südafrikanischen NGO ´Bobbi Bear´- aber auch andere Organisationen vertreten diese Auffassung – blockieren vor allem Zulus die Aufdeckung von sexuellen Missbrauchsfällen an Kindern und Frauen.

Klassischer Zulu-Tanz zur Vorbereitung auf den Krieg