Schlagwort-Archive: Technologie

Medizinische Innovation aus Südafrika

Mittelohr-Transplantation aus 3D-Drucker inspiriert Länder bei eigenen Behandlungsmöglichkeiten

(2010sdafrika-Redaktion)

Im Frühjahr 2019 ist es Medizinern gelungen, ein aus dem 3D-Drucker gefertigtes Mittelohr samt Gehörknöchelchen einem Patienten zu transplantieren. Dieser hatte sein Gehör nach einem Autounfall nämlich verloren. Mit der erfolgreich durchgeführten Operation im Steve Biko Academic Hospital sollte der Hörsinn des Mannes wiederhergestellt werden. Dieser medizinische Durchbruch dient seither als Vorbild für ähnliche 3D-Transplantationsvorhaben in anderen Ländern. Erneut haben Forscher aus Südafrika international überzeugen können.

© Dem Ärzteteam um Professor Mashudu Tshifularo ist es gelungen, ein aus dem 3D-Drucker erstelltes Mittelohr einem Patienten zu transplantieren. Diese innovative Behandlungsmöglichkeit aus Südafrika inspiriert zahlreiche Staaten. (Quelle: UP)

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Südafrikas Markt bleibt attraktiv

Facebook, Starbucks und IBM – weitere international agierende Konzerne expandieren ans Kap

(2010sdafrika-Redaktion)

Südafrikas Volkswirtschaft bleibt trotz der politischen Skandale und wettbewerbspolitischen Nachteile weiterhin ein attraktiver Markt für international agierende Konzerne. Die Beobachtung der Wirtschaftslage zeigt, dass immer mehr bedeutende Unternehmen am Kap investieren. Dabei nehmen die südafrikanischen Verbraucher eine Schlüsselrolle in die Expansionspläne ein – bedingt durch den wachsenden Mittelstand im südlichen Afrika. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ greift die populärsten Fälle dieses Jahres auf. US-Konzerne stechen gegenwärtig besonders hervor.

Stephan Guldenpfennig

© Südafrikas Volkswirtschaft bleibt trotz der politischen Skandale und wettbewerbspolitischen Nachteile ein attraktiver Markt für international agierende Konzerne. Facebook, Starbucks und IBM kündigten in diesem Jahr ihre Expansion nach Südafrika an. (Quelle: flickr/ Stephan Guldenpfennig)

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Deutsch-südafrikanische Energiepartnerschaft

Im Interview mit Thorsten Herdan, Abteilungsleiter für Energie im Bundeswirtschaftsministerium

(Autor: Ghassan Abid)

Herdan (2)

© Thorsten Herdan ist Abteilungsleiter für die Bereiche Internationale Energiepolitik, Wärme und Energieeffizienz im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Für die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ erläutert er die deutsch-südafrikanische Energiepartnerschaft. Dabei betont Herdan, dass die Finanzierung von Kohleprojekten am Kap durch die KfW-Bank derzeit auf dem Prüfstand stehe und die Bundesregierung dem Partner in Pretoria geraten hatte, auf Kernenergie zu verzichten. (Quelle: BMWi)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Thorsten Herdan, Abteilungsleiter für die Bereiche Internationale Energiepolitik, Wärme und Energieeffizienz im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Lassen Sie mich zum Anfang eine allgemeine Frage stellen: Was macht eine moderne Energiepolitik aus?

Antwort: Guten Tag, da beginnen Sie mit einer guten Frage. Ich denke, eine moderne Energiepolitik ist eine vorausschauende Energiepolitik, wie sie in Deutschland mit der Energiewende umgesetzt wird. Die Energiewende soll zu einer sicheren und wirtschaftlich tragfähigen Energieversorgung in Deutschland führen, die vorwiegend auf erneuerbaren Quellen aufbaut und schrittweise bis 2022 die Stromerzeugung aus Kernenergie beendet. Zudem wollen wir mit der Energiewende die Abhängigkeit von internationalen Öl- und Gasimporten verringern, unsere Klimaschutzziele erreichen sowie mit der Entwicklung neuer Technologien Wachstumsbranchen und Arbeitsplätze schaffen. Dazu werden wir die Steigerung der Energieeffizienz sowohl auf der Ebene der Erzeugung wie auch auf der Verbrauchsseite zur zweiten Säule der Energiewende machen.

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Katholische Auslandsseelsorge in Südafrika

Dresdener Bischof Dr. Heiner Koch entsetzt über „primitivste Slums in den sogenannten Townships“

(2010sdafrika-Redaktion)

Bischof Dr. Heiner Koch, geistliches Oberhaupt des Bistums Dresden-Meißen und gleichzeitiger Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für die Katholische Deutsche Auslandsseelsorge, hielt sich Ende August 2013 in Südafrika und in Namibia auf. Er besuchte die deutschsprachigen Gemeinden in Kapstadt, Durban, Pretoria, Johannesburg und in Windhuk. Die Zustände am Kap lösten beim gebürtigen Düsseldorfer ein Entsetzen aus.

© Bischof Dr. Heiner Koch, geistliches Oberhaupt des Bistums Dresden-Meißen und gleichzeitiger Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für die Katholische Deutsche Auslandsseelsorge, hielt sich Ende August 2013 in Südafrika und in Namibia auf. Er zeigte sich über die Lage am Kap entsetzt. (Quelle: flickr/ Klaus Bostelmann)

© Bischof Dr. Heiner Koch, geistliches Oberhaupt des Bistums Dresden-Meißen und gleichzeitiger Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für die Katholische Deutsche Auslandsseelsorge, hielt sich Ende August 2013 in Südafrika und in Namibia auf. Er zeigte sich über die Lage am Kap entsetzt. (Quelle: flickr/ Klaus Bostelmann)

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Kap-Ideen auf der re:publica 2013

Web 2.0-Ikone Ben White in Berlin: Afrikanische Startup-Ideen treffen auf globale Investoren

(2010sdafrika-Redaktion)

Im Mai 2013 tagte zum siebten Mal Deutschlands größte Internetkonferenz re:publica in Berlin. In diesem Jahr war auch ein US-Amerikaner anwesend, der sich in der südafrikanischen Internet- und Startupszene längst zu einer festen Größe etabliert hat. Ben White heißt der junge Mann, der seine Auslandsreisen in Europa, im Nahen Osten und in Afrika zum Anlass nahm, um Menschen beruflich miteinander in Verbindung zu bringen.

    © Der in Südafrika in Fachkreisen bekannte Internetaktivist Ben White sieht großes Potential in der afrikanischen Netzgemeinschaft. Es fehle in Afrika nicht an unternehmerischen Ideen, sondern vielmehr an Startkapital. Whites Unternehmen VC4Africa bringt afrikanische Unternehmer und globale Investoren zusammen. Ein Erfolgskonzept, das Ben White auf der re:publica 2013 in Berlin erläuterte.

© Der in Südafrika in Fachkreisen bekannte Internetaktivist Ben White sieht großes Potential in der afrikanischen Netzgemeinschaft. Es fehle in Afrika nicht an unternehmerischen Ideen, sondern vielmehr an Startkapital. Whites Unternehmen VC4Africa bringt afrikanische Unternehmer und globale Investoren zusammen. Ein Erfolgskonzept, das Ben White auf der re:publica 2013 in Berlin erläuterte.

Das Unternehmertum könne die Welt nachhaltig verändern, lautet das soziale Motto von Ben White. Die Afrikaner hätten großes Potential, aus guten Ideen unternehmerische Projekte zu machen. Doch fehlt es ihnen meist an Startkapital. Ein Problem, dass überall in Afrika, ob in Ägypten oder in Südafrika, der Fall ist. „Venture Capital for Africa“, besser bekannt als VC4Africa, lautet die Lösung, um Investitionen möglich machen zu können.

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BND in Südafrika

Im Interview mit Erich Schmidt-Eenboom, Geheimdienstexperte und Publizist aus Weilheim

(Autor: Ghassan Abid)

© Erich Schmidt-Eenboom, Leiter des Forschungsinstituts für Friedenspolitik e.V., Journalist und Publizist. Er ist der gefragteste Interviewpartner zum Thema Geheimdienste. Sein 1993 erschienenes Buch „Der BND“ führte zum sogenannten Journalisten-Skandal des BND. 2005 stellte sich heraus, dass Schmidt-Eenboom seit 1993 durch den Bundesnachrichtendienst überwacht wurde.

© Erich Schmidt-Eenboom, Leiter des Forschungsinstituts für Friedenspolitik e.V., Journalist und Publizist. Er ist der gefragteste Interviewpartner zum Thema Geheimdienste. Sein 1993 erschienenes Buch „Der BND“ führte zum sogenannten Journalisten-Skandal des BND. 2005 stellte sich heraus, dass Schmidt-Eenboom seit 1993 durch den Bundesnachrichtendienst überwacht wurde.

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Erich Schmidt-Eenboom, Leiter des Forschungsinstituts für Friedenspolitik e.V., Journalist und Publizist. Eine aktuelle Frage an den Geheimdienstexperten: Wie bewerten Sie die heutige Rolle des Bundesnachrichtendienstes (BND) im Hinblick auf den Arabischen Frühling?

Antwort: Die Rolle des Bundesnachrichtendienstes während der „Arabellionen“ variiert von Staat zu Staat. In Ägypten, einer klassischen Domäne der CIA, spielte er beim Machtwechsel nur eine randständige Rolle. In Libyen war er wie kein anderer westlicher Nachrichtendienst mit dem Gaddafi-Regime verbunden und hielt – wie die schwarz-gelbe Regierungskoalition – lange am alten System fest. Die Förderung des Regimewechsels in Tripolis überließ er den Nachrichtendiensten Frankreich und Qatars, Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.

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5. Südafrika-EU-Gipfel

Strategische Partnerschaft: Wirtschaftsabkommen EPA bleibt ungelöstes Streitthema.

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

In der vergangenen Woche tagte der 5. Südafrika-EU-Gipfel im belgischen Brüssel, an welchem für die Europäische Union (EU) Herman Van Rompuy, Präsident des Europäischen Rates, und José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission, teilnahmen. Ebenso beteiligten sich an den bilateralen Gesprächen neben dem belgischen EU-Handelskommissar Karel de Gucht, auch der lettische EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs und die irische EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft, Máire Geoghegan-Quinn.

© Herman Van Rompuy, Präsident des Europäischen Rates, Südafrikas Präsident Jacob Zuma und José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission, beim 5. Südafrika-EU-Gipfel in Brüssel. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

© Herman Van Rompuy, Präsident des Europäischen Rates, Südafrikas Präsident Jacob Zuma und José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission, beim 5. Südafrika-EU-Gipfel in Brüssel. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

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