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Wirtschaft fürchtet ANC-Parteitag in Mangaung

Verstaatlichung und höhere Lohnforderungen beunruhigen Südafrikas Wirtschaftsbosse

(Autor: Ghassan Abid)

– ANC-Parteitag-Spezial –

Es ist ungewöhnlich, wenn führende Vorsitzende südafrikanischer Unternehmen sich dazu veranlasst sehen, einen offenen Brief an die Regierung und damit verbunden an den ANC zu richten. Bereits in der Vergangenheit kritisierten die Chefredakteure der größten Zeitungen Südafrikas ganz offen die Secrecy Bill. Man fürchtete die Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit. Nun schließt sich die Wirtschaft der Sorge um die Zukunft des Landes an. Sie warnt die Regierung davor, in Mangaung einen Fehler zu begehen.

    © Südafrikas Wirtschaft fürchtet einschneidende Entscheidungen auf dem 53. Bundesparteitag des Afrikanischen Nationalkongresses in Mangaung. Der sog. "zweite Übergang" könnte Modelle der Liberalisierung bis hin zum Staatsinterventionismus aufgreifen. Die Debatte steht erst an. (Chris Kirchhoff/ MediaClubSouthAfrica.com )

© Südafrikas Wirtschaft fürchtet einschneidende Entscheidungen auf dem 53. Bundesparteitag des Afrikanischen Nationalkongresses in Mangaung. Der sog. „zweite Übergang“ könnte Modelle der Liberalisierung bis hin zum Staatsinterventionismus aufgreifen. Die Debatte steht erst an. (Chris Kirchhoff/ MediaClubSouthAfrica.com )

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Steuereinnahmen-Plus von 6 Milliarden Euro

Lediglich 4,5 der 13,7 Millionen registrierten Steuerzahler sind leistungsfähig und zahlen auch

(Autor: Ghassan Abid)

Das südafrikanische Finanzministerium und die ihr unterstehenden Finanzämter, letztere im „South African Revenue Service (SARS)“ zusammengefasst, vermeldeten in dieser Woche ein stolzes Steuerplus von 6 Milliarden Euro für das Jahr 2011. FinanzministerPravin Gordhan nahm für das zurückliegende Jahr demnach insgesamt rund 742,6 Milliarden Rand, also 66 Milliarden Euro, ein. Dies entspricht einem Zuwachs von 3,9 Milliarden Rand mehr, als in der Prognose vom Februar 2012 ursprünglich erwartet. Während in den Vorjahren die Steuern um jeweils 4 Prozent zulegten, wird der letzte Zuwachs mit 10 Prozent beziffert.

    © Die südafrikanische Finanzbehörde „South African Revenue Service (SARS)“ vermeldet für das Jahr 2011 ein Steuerplus von 6 Milliarden Euro. Vor allem bei der Einkommens- und Körperschaftssteuer konnten Zuwächse im jeweils zweistelligen Prozentbereich erzielt werden. Dennoch zeigt sich, dass die Mehrheit der knapp 2 Millionen Unternehmen und 13,7 Millionen registrierten Südafrikaner aufgrund fehlender Leistungsfähigkeit keine Steuern zahlt. (Quelle: TheBizSense)

© Die südafrikanische Finanzbehörde „South African Revenue Service (SARS)“ meldet für das Jahr 2011 ein Steuerplus von 6 Milliarden Euro. Vor allem bei der Einkommens- und Körperschaftssteuer konnten Zuwächse im jeweils zweistelligen Prozentbereich erzielt werden. Dennoch zeigt sich, dass die Mehrheit der knapp 2 Millionen Unternehmen und 13,7 Millionen registrierten Südafrikaner aufgrund fehlender Leistungsfähigkeit keine Steuern zahlt. (Quelle: TheBizSense)

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12.000 Minenarbeiter entlassen

Minenarbeiter im „Kriegszustand“ gegen Bergwerkkonzerne. Die Wirtschaft in der Belastung.

(Autor: Ghassan Abid)

Die Meldung, die heute von Reuters an die Nachrichtenredaktionen weltweit verbreitet wurde, löste nicht bei wenigen Redakteuren ein Entsetzen aus. Anglo American Platinum (Amplats) verkündete gegenüber Journalisten des südafrikanischen Privatsenders eNCA die Entlassung von rund 12.000 Minenarbeitern in Rustenburg, die wochenlang ihre Arbeitsaufnahme verweigern und dies in einer Zeit, wo die derzeitige Lage mehr als angespannt ist.

    © Präsident Jacob Zuma besuchte im August 2012 die Minenarbeiter in Rustenburg. Er forderte eine schnelle Lösung und umfangreiche Untersuchung des Marikana-Massakers. Allerdings machte er keine konkreten Vorschläge, wie er die Probleme der Kumpels aus der Welt schaffen will. Der ANC steht infolge der Proteste von geschätzten 100.000 Minenarbeitern unter gewaltigem Druck. Die Kreditwürdigkeit von Banken, Telekommunikationskonzernen und Kommunen wurde durch die Ratingagentur Moody‘s bereits herabgestuft. Investoren aus dem Ausland können somit das Vertrauen in diese südafrikanischen Unternehmen verlieren. Den Unternehmen wird die Inanspruchnahme von frischem Geld somit erschwert. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

© Präsident Jacob Zuma besuchte im August 2012 die Minenarbeiter in Rustenburg. Er forderte eine schnelle Lösung und umfangreiche Untersuchung des Marikana-Massakers. Allerdings machte er keine konkreten Vorschläge, wie er die Probleme der Kumpels aus der Welt schaffen will. Der ANC steht infolge der Proteste von geschätzten 100.000 Minenarbeitern unter gewaltigem Druck. Die Kreditwürdigkeit von Banken, Telekommunikationskonzernen und Kommunen wurde durch die Ratingagentur Moody‘s bereits herabgestuft. Investoren aus dem Ausland können somit das Vertrauen in diese südafrikanischen Unternehmen verlieren. Den Unternehmen wird die Inanspruchnahme von frischem Geld somit erschwert. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

Auf der Homepage des an der Johannesburger Börse JSE notierten Minenkonzerns wird kurze Zeit später diese Ankündigung offiziell gemacht. In vier Platinminen ist so wenig Personal anwesend, sodass die Produktionsprozesse in diesen Industriebetrieben seit Wochen nicht aufrecht erhalten werden konnten. Beziffert wird die personelle Anwesenheit mit weniger als 20 Prozent. Anglo American Platinum geht aktuell von einem Verlust in Höhe von rund 700 Millionen Rand, umgerechnet knapp 61 Millionen Euro, aus. Allerdings bietet der Konzern allen Beschäftigten die Möglichkeit, innerhalb von drei Tagen gegen ihre Kündigung Widerspruch einzulegen.

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