Schlagwort-Archive: Terrorismus

Botschaft Südafrikas in Paris geschlossen

Diplomatisches Corps in Frankreich trifft Sicherheitsvorkehrungen. Pretoria veurteilt IS-Terrorismus

(Autor: Ghassan Abid)

Infolge der jüngsten Anschlagswelle der islamistischen Terrormiliz „Islamischer Staat“ gegen mehrere „weiche Ziele“ in Paris, hat die Botschaft Südafrikas in Frankreich die sofortige Schließung des eigenen Hauses veranlasst. Die diplomatische Vertretung liegt am Quai d’Orsay und somit im politischen Zentrum von Paris – in unmittelbarer Nähe von Parlament und Außenministerium. Man werde die Lage beobachten und anschließend entscheiden, wann die Botschaft wieder geöffnet werden könne.

Botschaft ZAR Abid

© Südafrikas Botschaft in Frankreich [im Bild] liegt am Quai d’Orsay und somit im politischen Zentrum von Paris. Dementsprechend ist das Gebäude mit sofortiger Wirkung geschlossen worden. Man werde die weiteren Entwicklungen erstmal beobachten, heißt es aus Paris. (Quelle: Ghassan Abid)

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Der privatisierte Krieg

Südafrikas Söldnertruppen zwischen afrikanischen Bürgerkriegen und internationalen Krisenherden

(Autor: Ghassan Abid)

Vor einigen Jahren traf ich in Johannesburg eine Frau, die mit einem etwa 40-jährigen Marokkaner verheiratet war. Im Gespräch stellte sich heraus, dass sie hin und wieder auf ihren Mann verzichten müsse. Er befinde sich regelmäßig im Ausland, sagte sie. Dafür verdiene er aber gutes Geld. Beim Nachhaken verriet sie, dass ihr Ehemann ein Söldner war und sich zum damaligen Zeitpunkt im Einsatz im Irak befand. Er war Mitarbeiter einer südafrikanischen Sicherheitsfirma. Ein aktueller Fall aus Nigeria bringt nun die Kriegsteilnahme von südafrikanischen Sicherheitsfirmen zurück ins öffentliche Bewusstsein. Tausende Bürger werden im Ausland vermutet.

Lotz

© Leon Lotz war ein Elite-Polizist des Apartheidsregimes, der in den 80er Jahren die Befreiungsbewegung SWAPO in Südwestafrika – dem heutigen Namibia – bekämpfte. Kürzlich starb der als Söldner engagierte Südafrikaner im Kampf gegen Boko Haram in Nigeria. Lotz ist einer von tausenden Ex-Sicherheitskräften Südafrikas, die im Ausland im Sicherheitssektor ihr Geld verdienen. (Quelle: Privat)

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Südafrikanischer Minister stirbt bei Autounfall

Regierung geschockt über Todesfall von Collins Chabane. Lkw-Fahrer verursacht Unfall bei Wendemanöver

(2010sdafrika-Redaktion)

Collins Chabane, Südafrikas Minister für den Öffentlichen Dienst, hätte am 15. April gemeinsam mit der Familie seinen 55. Geburtstag gefeiert. Der in der Limpopo-Provinz geborene ANC-Politiker genoss im politischen Südafrika einen guten Ruf. Sein Engagement galt einem verbesserten Öffentlichen Dienst, der zum Wohle des Volkes zu arbeiten habe. Nun starb Chabane gegen 1 Uhr morgens (Ortszeit) infolge eines schweren Autounfalls in seiner Heimatprovinz. Die öffentliche Anteilnahme ist groß.

The Presidency of the Republic of South Africa  (2)

© Collins Chabane, Südafrikas Minister für den Öffentlichen Dienst, starb am 15. März gegen 1 Uhr morgens auf der Autobahn N1 unweit der Stadt Polokwane im Alter von 54 Jahren. Infolge des Wendemanövers eines Lastkraftwagens rasten der Politiker und zwei seiner Bodyguards in den Schwerlaster hinein. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

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„Ich würde in den Krieg gegen die ISIS ziehen!“

Exklusiv: Im Interview mit dem Ex-Höllenengel Rezan C. über seinen HAMC-Rausschmiss und die PKK

(Autor: Ghassan Abid)

Rezan C.

© Das „out in bad standing“ des Bielefelder Hells Angel Rezan C. sorgte für ein erhebliches Echo in der deutschen und türkischen Presse. Für die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ hat sich der Kurde zu einem Exklusiv-Interview bereit erklärt, um die Debatte um seine Person endlich zum Abschluss zu bringen. (Quelle: Privat)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ den Ex-Höllenengel Herrn Rezan C. Ihre Abrechnung mit dem Hells Angels MC Nomads Turkey hat für erhebliche Aufmerksamkeit gesorgt. BILD.de, RP Online, DerWesten und auch die türkische Presse berichteten über Sie. Hätten Sie mit solch einem Medienecho gerechnet?

Antwort: Nein, überhaupt nicht.

2010sdafrika-Redaktion: Ihre Familie und Sie sollen laut BILD.de bedroht worden sein?

Antwort: Nein, meine Familie wurde zu keinem Zeitpunkt bedroht und ich möchte dazu sagen, dass diese Information der BILD-Zeitung frei erfunden ist. Es wird niemand bedroht, weder meine Familie noch ich. Und wenn es tatsächlich so wäre, dann würde ich es trotzdem nicht den Medien erzählen und erst recht nicht damit zur Polizei gehen!

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„Die Wilderei begünstigt den Terrorismus“

Im Interview mit Barbara Hendricks, Bundesumweltministerin, über den Artenschutz in Südafrika

(Autor: Ghassan Abid)

© Barbara Hendricks leitet seit dem 17. Dezember 2013 das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Im Interview mit der Redaktion von "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" erörtert die Bundesministerin u.a. den Artenschutz in Südafrika. (Quelle: Bundesregierung/ Sandra Steins)

© Barbara Hendricks leitet seit dem 17. Dezember 2013 das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Im Interview mit der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ erörtert die Bundesministerin u.a. den Artenschutz in Südafrika. (Quelle: Bundesregierung/ Sandra Steins)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Frau Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Die Wilderei in Südafrika hat erschreckende Ausnahme angenommen, trotz bestehender Übereinkünfte wie dem Washingtoner Artenschutzabkommen. Was läuft da schief?

Antwort: Das Washingtoner Artenschutzabkommen ist ein hervorragendes Instrument zum Schutz der Arten vor den Folgen eines maßlosen internationalen Handels. Es enthält bei Verstößen empfindliche Sanktionsmechanismen und ist ein durchaus „scharfes Schwert“ im internationalen Naturschutz. Wir haben es allerdings nicht nur in Südafrika mit einer neuen Qualität der Wildtierkriminalität zu tun.

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Rocker im Visier des Verfassungsschutzes

Vier Geheimdienste der Länder agieren gemeinsam mit Polizeien gegen Hells Angels und Bandidos

(Autor: Ghassan Abid)

Die Hells Angels zählen unumstritten zu den einflussreichsten Rockergruppierungen weltweit. In den USA, in Deutschland und in Südafrika haben sich die Höllenengel massiv breitgemacht, unter anderem durch Ausübung von Gewalt. Längst sind nicht nur viele Staatsanwaltschaften und die siebzehn Kriminalpolizeien von Bund und Ländern mit der Rockerbekämpfung voll ausgelastet. Ebenso ist das Spezialkommando der Bundespolizei, die GSG 9, mit aller Härte eingesetzt worden. Weniger bekannt ist hingegen, dass nun auch der Verfassungsschutz auf die Hells Angels angesetzt worden ist. Vier Innenminister greifen auf alle ihnen unterstehenden Sicherheitsbehörden zurück, um die Macht der Rocker einzudämmen.

© Hells Angels und Bandidos zählen zu den einflussreichsten kriminellen Rockergruppierungen in Deutschland. BKA und sechszehn LKA greifen mit Unterstützung der GSG 9 hart durch. Weniger bekannt ist, dass auch vier Verfassungsschutzämter der Länder Saarland, Thüringen, Bayern und Hessen auf die Rocker angesetzt worden sind. (Quelle: flickr/ mikael.zellmann)

© Hells Angels und Bandidos zählen zu den einflussreichsten kriminellen Rockergruppierungen in Deutschland. BKA und sechszehn LKA greifen mit Unterstützung der GSG 9 hart durch. Weniger bekannt ist, dass auch vier Verfassungsschutzämter der Länder Saarland, Thüringen, Bayern und Hessen auf die Rocker angesetzt worden sind. (Quelle: flickr/ mikael.zellmann)

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Südafrika ein Rückzugsgebiet von Terroristen?

Nairobi-Anschlag wirft Fragen über die Gefahr des islamistischen Extremismus am Kap auf

(2010sdafrika-Redaktion)

Blutig war der Terroranschlag im Westgate-Einkaufszentrum in der kenianischen Hauptstadt Nairobi, bei welchem rund 70 Menschen starben. Mittlerweile ist klar, dass auch westliche Bürger bei der Vorbereitung und eventuell bei der Durchführung des Anschlages involviert waren. Die Britin Samantha Lewthwaite – in der Presse auch als “Weiße Witwe“ bezeichnet – soll von Johannesburg aus bei der Terrororganisation mitgewirkt haben.

© Der Fall um die britische Bürgerin Samantha Lewthwaite, die die Identität einer südafrikanischen Frau für terroristische Zwecke missbraucht haben soll, wirft Fragen auf. Wie gelang der mutmaßlichen Terroristin die Erlangung amtlicher Dokumente und inwieweit ist Südafrika ein Rückzugsgebiet von islamistischen Extremisten.

© Der Fall um die britische Bürgerin Samantha Lewthwaite, die die Identität einer südafrikanischen Frau für terroristische Zwecke missbraucht haben soll, wirft Fragen auf. Wie gelang der mutmaßlichen Terroristin die Erlangung amtlicher Dokumente und inwieweit ist Südafrika ein Rückzugsgebiet von islamistischen Extremisten.

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