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Filmkritik „Zambezia“

Animationsfilm aus Südafrika erhält Einzug in deutschen Kinos: Das Vogelparadies ist in Gefahr!

(Autoren: Doreen S., Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

Südafrikas Filmindustrie konnte mit Produktionen wie „Tsotsi“, „Themba“ oder „Schande“ schon längst eine internationale Reputation erarbeiten. Allerdings standen bisweilen Filme des Genres Sozialdrama im Vordergrund. Nun betritt das Land mit der in Kapstadt ansässigen Filmproduktionsgesellschaft Triggerfish und mit staatlicher Kap-Filmförderung künstlerisches Neuland. Unter der Regie des bisher als Action-Schauspieler bekannten Wayne Thornley entstand in diesem Jahr der Animationsfilm „Zambezia“.

    © "Zambezia: In Jedem steckt ein kleiner Held": Der südafrikanische Animationsfilm wurde unter der Regie des Jungregisseurs Wayne Thornley und der Kapstädter Filmproduktionsgesellschaft Triggerfish produziert. Das Handelsministerium DTI, die "National Film and Video Foundation of South Africa" und "Industrial Development Corporation of South Africa" finanzierten einen Großteil der Filmproduktionskosten.

© „Zambezia: In Jedem steckt ein kleiner Held“: Der südafrikanische Animationsfilm wurde unter der Regie des Jungregisseurs Wayne Thornley und der Kapstädter Filmproduktionsgesellschaft Triggerfish produziert. Das Handelsministerium DTI, die „National Film and Video Foundation of South Africa“ und „Industrial Development Corporation of South Africa“ finanzierten einen Großteil der Filmproduktionskosten.

Der Film Zambezia handelt vom kleinen Falken Kai. ein impulsiver, übermütiger und auf Abenteuer fixierter Vogel, der gegen den Willen seines Vaters Tendai ins Vogelparadies Zambezia aufbricht – einer Vogelstadt am Wasserfall Zambezi River Valley. Allerdings bringt Kai mit seiner spontanen Aktion den eigenen Vater in große Gefahr. Gefangen vom bösen Leguan Budzo und seinen Komplizen, beginnt der Kampf um die Freiheit eines einzelnen und die aller Vögel.

© Hauptprotagonist Falk bricht zur Vogelstadt Zambezia auf und gefährdet auf diesem Weg seinen Vater Tendai sowie die gesamte Vogelgemeinschaft.

© Hauptprotagonist Falk bricht zur Vogelstadt Zambezia auf und gefährdet auf diesem Weg seinen Vater Tendai sowie die gesamte Vogelgemeinschaft.

Außerordentlich schöne Grafiken, verbunden mit lebendigen Charakteren, machen Zambezia zu einer interessanten Animation. Insbesondere unter der Heranziehung von Stimmungen des Zusammengehörigkeitsgefühls, in der südafrikanischen Lebensphilosophie besser bekannt als Ubuntu, vermittelt Zambezia eine wichtige Botschaft an das Publikum. Allerdings mangelt es dem Film am Aufbau einer spannenden Story. Gleich zu Beginn des Films fallen dem Betrachter die zu langen Dialoge auf. Da dieser Familienfilm vor allem an Kinder gerichtet ist, dürfte dieser Umstand ein Manko darstellen. Ebenso wird dem Zuschauer, sofern er es nicht weiß, überhaupt nicht bewusst, dass Zambezia aus südafrikanischen Filmstudios entstammt. Vereinzelt sind landestypische Melodien und Musikstücke zu hören, doch tritt das Südafrika-Feeling nicht hervor.

© Stärken des Filmes sind die Bilder und Animation, die Schwächen hingegen liegen bei Story und Musik. Seit dem 30. August 2012 läuft dieser südafrikanische Animationsfilm (FSK 0) in allen größeren Kinos in Deutschland.

© Stärken des Filmes sind die Bilder und Animation, die Schwächen hingegen liegen bei Story und Musik. Seit dem 30. August 2012 läuft dieser südafrikanische Animationsfilm (FSK 0) in allen größeren Kinos in Deutschland.

In der englischen Originalfassung übernehmen Top-Schauspieler aus Hollywood, wie Samuel L. Jackson (Pulp Fiction) und Jeff Goldblum (Jurassic Park), die Vertonung. In der deutschen Synchronisation vergeben die Comedians Kaya Yanar und Paul Panzer dem Animationsfilm einen besonderen Touch, der vor allem die Kinder sehr ansprechen dürfte.

Deutscher Trailer „Zambezia“

Regisseur Wayne Thornley erhielt vor Kurzem beim International Film Festival von Durban den Preis für den besten südafrikanischen Film. Es muss allerdings zugestanden werden, dass Zambezia in Story und Musik nicht allzu sehr überzeugt, doch bei Bildern und Animationen umso bemerkenswerter ist. Zambezia ist im Großen und Ganzen ein Genuss für die ganze Familie, den man sich auf jeden Fall einmal anschauen sollte. Seit dem 30. August 2012 läuft dieser südafrikanische Animationsfilm (FSK 0) in allen größeren Kinos in Deutschland.

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Simphiwe Dana – between tradition and modernity

Singer in conversation with the German gateway to South Africa

(Autorin/ Editor: Anne Schroeter)

Deutsche Interview-Zusammenfassung:

Simphiwe Dana ist jene südafrikanische Sängerin, die afrikanische Klänge mit afroamerikanischen Musikrichtungen wie Jazz, Gospel oder Hip Hop erfolgreich kombinieren und längst zum Weltstar aufsteigen konnte. Die Symbiose von Tradition und Modernität katapultierten die Sängerin, die der Ethnie Xhosa angehört, zur weltweiten Bekanntheit.  Simphiwe Dana ist sich ihren Verpflichtungen für Familie und Mitmenschen bewusst und weiterhin voller beruflicher Ideen. Auf der Berlinale war sie die Hauptdarstellerin im Film „Themba“. Darüberhinaus entwirft sie ihre eigene Modekollektion; ganz im Sinne von African Design. „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ ist erfreut, auch diesen bemerkenswerten Superstar interviewt haben zu dürfen.

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2010sdafrika-editorial staff: We would like to welcome on „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Simphiwe Dana, singer from South Africa. You are from the Transkaai. How did your childhood differ from your childrens childhood?

Anwer: My children’s upbringing is a world apart from mine. Growing up we didn’t have modern amenities like electricity, telephones, water taps. What we did have were, star lit night skies, sprawling forests and calm rivers, and gardens that we had to interact with from an early age. These were our playground and our source of survival. We told each other stories by candle and fire light. We ate from the same bowl and all slept together on the floor. My children are getting a privileged education, though it doesn’t do much for their sense of identity, it does a lot to equip them for the future.

2010sdafrika-editorial staff: You knew that you wanted to become a singer for a very long time. Why did you study two other courses first, before eventually becoming a well-known artist? Why did you not study music straight away after leaving school?

Anwer: I am the first born of a family of four siblings raised by a single parent on a nurse’s salary. I felt responsible for the progress of my family as per our culture. So I studied something that would bring me quick returns to support myself and my family.

2010sdafrika-editorial staff: You design your own clothes and write the songs yourself. Where do you get your inspiration from?

Anwer: I draw my inspiration from the human condition, starting with my own, across lifetimes.

2010sdafrika-editorial staff: You acted in the movie “Themba”, which describes the life of a young talented boy, caught in a vicious circle of HIV/AIDS, abuse, loneliness, etc. How “realistic” is that story in contemporary South Africa?

Anwer: Sadly this story is very realistic, though it is not as prevalent as women and girl child abuse.

2010sdafrika-editorial staff: How did you like acting? What is the difference in acting and singing when it comes to expressing yourself?

Anwer: Acting is as emotionally draining as when I write songs alone in my studio, the difference is that with acting you’re doing it infront of other people. I wouldn’t compare acting with singing, only with song writing.

2010sdafrika-editorial staff: Are there any political messages in your songs? Or do you just live your culture and personality while singing?

Anwer: I sing about the human condition, my main concern is this. Unfortunately politics affect people and so I may seem political because of this but I’m not.

Simphiwe Dana with her song „Nderedi“

2010sdafrika-editorial staff: You have been many times in Germany. What does it mean for you to perform in Germany and before German audience?

Anwer: I’m very appreciative of the German audience. They embraced me and made me popular in Europe. Their attentiveness during my performances have helped grow so much in the spirituality of my musicality.

2010sdafrika-editorial staff: Simphiwe Dana, musician from South Africa, thank you very much for this interesting interview and for your career all the best!