Schlagwort-Archive: Thomas Möller

Stockholms Sonderweg der Rockerbekämpfung

Schwedens Ex-Hells Angels-Präsident verurteilt „Hexenjagd“. Dänischer Rockerchef begeht Suizid

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ tauscht sich seit geraumer Zeit mit Journalisten in Schweden aus, die die Rockerentwicklungen im Norden Europas aufmerksam verfolgen. Die einflussreichsten Hells Angels sind dort schwer zu fassen, da ihnen nicht ohne Weiteres Gewaltstraftaten nachgewiesen werden können. Wichtige Zeugen schweigen und stichhaltige Beweise können nicht zusammengetragen werden. Dementsprechend schlagen Stockholm und Kopenhagen einen neuen Weg ein – mit Erfolg. Der staatliche Dauerdruck veranlasste einen Rockerchef sogar zum Selbstmord.

© Michael Brokside war einer der führenden internationalen Hells Angels-Mitglieder. Der dänische Rockerpräsident wurde rund 40 Jahre alt. Zu stark war der Druck der Behörden, der auf seinen Schultern lastete. Am 14. März 2014 nahm er sich schließlich in einer Polizeizelle das Leben. Schwedens Ex-HA-Präsident Thomas Möller, der sein Vermögen nach Südafrika in Sicherheit brachte, verurteilte die "Hexenjagd" durch Stockholm und Kopenhagen.

© Michael Brokside war einer der führenden internationalen Hells Angels-Mitglieder. Der dänische Rockerpräsident wurde rund 40 Jahre alt. Zu stark war der Druck der Behörden, der auf seinen Schultern lastete. Am 14. März 2014 nahm er sich schließlich in einer Polizeizelle das Leben. Schwedens Ex-HA-Präsident Thomas Möller, der sein Vermögen nach Südafrika in Sicherheit brachte, verurteilte die „Hexenjagd“ durch Stockholm und Kopenhagen.

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Deutsch-österreichisches Rockertreffen in Linz

Hells Angels und United Tribuns treffen sich zum Pumpen und Austausch im Fitnessstudio

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Rockerszene in Deutschland befindet sich im Wandel. Nachdem die Bruderschaft zwischen den Hells Angels und United Tribuns für ein erhebliches Echo im Netz gesorgt hatte, basierend auf Informationen eines Insiders der Redaktion, war es aus der Rockerszene selbst erstmal still geworden. Man fürchtete einen Maulwurf in den eigenen Reihen. Nun gelangen neue Erkenntnisse an die Öffentlichkeit, die im aktuellen Fall nach Österreich führen.

© Am 1. Februar 2014 kam es zu einem Treffen zwischen den Hells Angels und United Tribuns in einem Linzer Fitnessstudio. Neben dem gemeinsamen Training in Österreich, tauschten sich beide Rockergruppierungen aus. (Quelle: flickr/ Marco Crupi)

© Am 1. Februar 2014 kam es zu einem Treffen zwischen den Hells Angels und United Tribuns in einem Linzer Fitnessstudio. Neben dem gemeinsamen Training in Österreich, tauschten sich beide Rockergruppierungen aus. (Quelle: flickr/ Marco Crupi)

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Britischer Höllenengel nach Südafrika geflüchtet

Hells Angels-Mitglied Mark Larner schmuggelte nach Eskalation mit Outlaws viel Bargeld ans Kap

(2010sdafrika-Redaktion)

Im Januar 2009 ereignete sich am Flughafen von Birmingham eine brutale Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Rockergangs. Bis zu 30 Anhänger der Hells Angels und Outlaws gingen mit Schlagringen und anderen Waffen aufeinander los. Die britischen Strafverfolgungsbehörden erkannten, hart durchgreifen zu müssen, um solche Ereignisse künftig vermeiden zu können. Eine Nulltoleranz-Politik wurde gefordert und umgesetzt. Allerdings flüchtete einer der Haupttäter, Mark Larner vom Hells Angels MC Wolverhampton, nach Südafrika. Erneut wurde das Kapland als Rückzugsgebiet ausgewählt.

© Der britische Hells Angel Mark Larner [im Bild 2. Reihe, ganz rechts] flüchtete vor den Strafverfolgungsbehörden nach Südafrika im Jahr 2009. Er hielt sich für zwei Monate am Kap auf und brachte eine große Menge Bargeld ins südliche Afrika in Sicherheit. Auslöser für die Flucht war eine heftige Auseinandersetzung zwischen den Hells Angels und den Outlaws am Flughafen von Birmingham. Insgesamt wurden jeweils vier Mitglieder der beiden Klubs [im Bild zu sehen] zu einer Haftstrafe von jeweilig sechs Jahren verurteilt. (Quelle: Ermittlerkreise)

© Der britische Hells Angel Mark Larner [im Bild 2. Reihe, ganz rechts] flüchtete vor den Strafverfolgungsbehörden nach Südafrika im Jahr 2009. Er hielt sich für zwei Monate am Kap auf und brachte eine große Menge Bargeld ins südliche Afrika in Sicherheit. (Quelle: Ermittlerkreise)

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Rocker schaffte Vermögen nach Südafrika

Exklusiv: Thomas Möller, einstiger Präsident der Hells Angels in Schweden, „verarscht“ die Behörden

(2010sdafrika-Redaktion)

Thomas Möller ist im Grunde genommen das schwedische Gegenstück zu Frank Hanebuth, dem damaligen Charter-Chef von Hannover und gleichzeitigem Präsidenten der Hells Angels in Deutschland. Möller leitete von 1990 bis 2003 das Hells Angels-Charter in Malmö, den ersten Klub in Schweden. Er schaffte es, sich weltweit als Präsident der schwedischen Höllenengeln zu etablieren. Doch während Hanebuth sich nach Mallorca absetzte und nun in U-Haft sitzt, flüchtete Möller nach Südafrika und lebt bisweilen als freier Mann. Schwedische und südafrikanische Ermittler versuchen seit rund einem Jahrzehnt, den Rocker dingfest zu machen. Bislang ohne Erfolg. Erstmals in der deutschsprachigen Presselandschaft beleuchtet „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ diesen Fall.

© Thomas Möller, einstiger Präsident der Hells Angels in Schweden, trickst seit Jahren den schwedischen Staat aus. Der mittlerweile 49-jährige Rocker hat sein Vermögen in Südafrika längst in Sicherheit gebracht, während dieser dem schwedischen Staat rund 105 Millionen Euro schuldet. Die Ermittler kommen an sein Reichtum am Kap nicht ran. Ebenso fehlen handfeste Beweise für ein Anklageverfahren.

© Thomas Möller, einstiger Präsident der Hells Angels in Schweden, trickst seit Jahren den schwedischen Staat aus. Der mittlerweile 49-jährige Rocker hat sein Vermögen in Südafrika längst in Sicherheit gebracht, während dieser dem schwedischen Staat rund 105 Millionen Euro schuldet. Die Ermittler kommen an sein Reichtum am Kap nicht ran. Ebenso fehlen handfeste Beweise für ein Anklageverfahren.

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Hells Angels am Kap droht das Aus

Arbeitsteilung und PR-Arbeit als Bestandteile eines Neustruktierungskonzeptes

(2010sdafrika-Redaktion)

In der Vergangenheit berichtete „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ mehrfach über die Hells Angels in Südafrika. Zum Einen fielen die Höllenengeln Johannesburgs mit Rechtsextremismus-Vorwürfen und zum Andern mit dem Einfluss deutscher Rocker hinsichtlich des Aufbaus eines Netzwerks am Kap auf.

© Screenshot zur neuen Webseite "www.hells-angels.co.za/index1.htm"

Wie nun aus interner Quelle bekannt wurde, befinden sich die Höllenengel seit Mitte 2011 in einer Neuorganisationsphase. Der Mitgliederschwund gilt als größte Herausforderung, die die fortwährende Existenz dieser Organisation deutlich erschwert. Auch sollen finanzielle Engpässe die Rocker in Bedrängnis gebracht haben. Die Hells Angels stellen sich gegenwärtig diesen Zäsuren, indem das Charter Johannesburg offensiv auf Mitgliedersuche ist. Jede Woche finden im Rockerladen „Angels Palace“ in der Kommune Boksburg südlich des Flughafens von Johannesburg offene Veranstaltungen statt. Die Anwerbung von neuen Rockern stellt bei der Zielsetzung des Charters eine äußerst wichtige Priorität dar.  Allerdings sollen entsprechend rassischer Kriterien nach wie vor nur hellhäutige Südafrikaner in diesem Prozess eingebunden werden.

Ebenfalls ist die Website der Hells Angels Südafrika komplett umgestaltet, ein Newsletter eingerichtet, das Sortiment des Rockershops ausgeweitet und Rockermagazine sind ins Leben gerufen worden. Der Verkauf von Hells Angels-Artikeln wird vornehmlich über das Charter Durban betrieben, um auf diesem Wege die Freunde des Johannesburger Clubs bei der Rekrutierung zu unterstützen. Diese Arbeitsteilung erweist sich in der Geschichte der Rockerszene in Südafrika als neuartige Entwicklung in diesem Milieu.

Genauso wurde bekannt, dass nicht nur deutsche Hells Angels-Mitglieder wie „Batschi“ beim Aufbau südafrikanischer Rockerstrukturen mithalfen, sondern schwerpunktmäßig auch schwedische „Vereinsfreunde“. Der ehemalige Hells Angels-Präsident Schwedens, Thomas Möller, ist bei den Höllenengeln innerhalb und außerhalb Südafrikas äußerst bekannt. Südafrikanische und schwedische Ermittlungsbehörden wurden auf Möller aufmerksam, nachdem sein exzessiver Lebensstil Fragen hinsichtlich seiner Einnahmen aufgeworfen hatte. Die Aufdeckung von möglichen kriminellen Aktivitäten bleibt in diesem Zusammenhang unbeantwortet. Möller´s gegenwärtiger Aufenthaltsort gilt nach dem heutigen Stand  und trotz der Recherchen von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ weiterhin als unbekannt.