Schlagwort-Archive: Tod Mandelas

Nelson Mandela ist tot

In tiefer Trauer gedenkt die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ der Ikone Madiba

(2010sdafrika-Redaktion)

– MANDELA-Spezial –

Soeben sickert in den Newstickern sämtlicher Redaktionen auf der Welt die Nachricht vom Tod Nelson Mandelas. Im Vorfeld musste sich Madiba aufgrund gesundheitlicher Probleme mehrfach in ärztliche Behandlung begeben. Zuletzt ist der Friedensnobelpreisträger daheim behandelt worden. Im Alter von 95 Jahren verabschiedet sich eine Ikone von der internationalen Öffentlichkeit.

© Südafrikas Nationalheld verabschiedet sich von seinem Volk und von der internationalen Öffentlichkeit. "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" widmet dieser außergewöhnlichen Ikone ein MANDELA-Spezial. Eine Woche lang steht die Arbeit dieses Online-Mediums ganz im Zeichen Mandelas. (Quelle: flickr/ Nelson Mandela Centre of Memory)

© Südafrikas Nationalheld verabschiedet sich von seinem Volk und von der internationalen Öffentlichkeit. „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ widmet dieser außergewöhnlichen Ikone ein MANDELA-Spezial. Eine Woche lang steht die Arbeit dieses Online-Mediums ganz im Zeichen Mandelas. (Quelle: flickr/ Nelson Mandela Centre of Memory)

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Nelson Mandela verlässt Krankenhaus

Gesundheitszustand sei nach rund drei Monaten Aufenthalt „kritisch und manchmal instabil“

(2010sdafrika-Redaktion)

Das Präsidialamt Südafrikas bestätigte die heutige Entlassung Nelson Mandelas aus dem Heart Hospital in Pretoria. Er werde nun zu seinem Houghtoner Domizil in Johannesburg gefahren, um von daheim aus medizinisch weiterbehandelt zu werden.“Wir wünschen ihm alles Gute und die weitere Genesung an seinem Johannesburger Wohnort“, so das Präsidialamt in einer Presseerklärung.

© Das Präsidialamt Südafrikas verkündete die heutige Entlassung von Nelson Mandela aus dem Heart Hospital in Pretoria. Er werde nun an seinem Johannesburger Domizil weiterbehandelt. Krank ist Madiba allerdings weiterhin. (Quelle: flickr/ Paul Jacobson)

© Das Präsidialamt Südafrikas verkündete die heutige Entlassung von Nelson Mandela aus dem Heart Hospital in Pretoria. Er werde nun an seinem Johannesburger Domizil weiterbehandelt. Krank ist Madiba allerdings weiterhin. (Quelle: flickr/ Paul Jacobson)

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Desillusionierung ehemaliger ANC-Guerillas

Im Interview mit Ludger Schadomsky, Redaktionsleiter der Deutschen Welle

(Autor: Ghassan Abid)

    © Ludger Schadomsky ist Buchautor und Redaktionsleiter beim deutschen Auslandsrundfunk Deutsche Welle. Vor Kurzem hielt sich der Journalist zwecks Recherche für einen Artikel in Qunu auf, der Heimat von Nelson Mandela. (Quelle: DW)

© Ludger Schadomsky ist Buchautor und Redaktionsleiter beim deutschen Auslandsrundfunk Deutsche Welle. Vor Kurzem hielt sich der Journalist zwecks Recherche für einen Artikel in Qunu auf, der Heimat von Nelson Mandela. (Quelle: DW)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ den für die Deutsche Welle tätigen Journalisten und Afrika-Buchautoren Ludger Schadomsky. Sie studierten in Köln und schließlich in Kapstadt. Wie kam es dazu, dass sie den Weg nach Südafrika fanden?

Antwort: Während der Umwälzungen am Kap zu Beginn der 90er-Jahre studierte ich in Köln Afrikanistik und Politikwissenschaften. Klar war, dass ich mich intensiver und vor allem vor Ort mit dem „neuen Südafrika“ auseinandersetzen wollte. Also habe ich mich um ein DAAD-Stipendium zum Studium der Sprache Xhosa an der Universität Kapstadt (UCT) bemüht. So kam ich 1996 nach Südafrika und blieb bis 1998, schloss mein Studium an der UCT ab und begann parallel als Korrespondent für die Zeitungen „Afrika Post“ und „afrika süd“ zu berichten – eine faszinierende Zeit, zumal der Berichtsraum nicht nur Südafrika, sondern auch die Nachbarländer umfasste. Die Berichterstattung über die Aufarbeitung der Apartheidverbrechen in der sog. „Wahrheits- und Versöhnungskommission“(TRC) gehört bis heute, trotz vieler anschließender Reisen in afrikanische Krisengebiete, zum Aufwühlendsten überhaupt. Demgegenüber stand die Verabschiedung der modernsten Verfassung der Welt – ein Meilenstein für die junge Regenbogennation! 1998 bin ich schweren Herzens für ein Volontariat zur Deutschen Welle nach Deutschland zurückgegangen, wo ich heute als Redaktionsleiter tätig bin.

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Nelson Mandela wird 95 Jahre alt

Madibas Geburtstag im Zeichen des Gemeinwohls. Eine Aktion, die vom ANC missbraucht wird

(Ein Kommentar von Chefredakteur Ghassan Abid)

Das Kalafong Hospital im Westen Pretorias ist Anfang der 70er Jahre eröffnet worden. Das im braunen Backstein erbaute Gebäude der Universität Pretoria liegt im Township Atteridgeville. An jenem Ort, das während der Apartheid im Jahr 1988 Ziel eines ANC-Bombenanschlages wurde. Genau 20 Jahre später wurden in Atteridgeville afrikanische Flüchtlinge gejagt. Sieben Ausländer starben. Und heute leben im Township arme Südafrikaner weißer Hautfarbe, die im Kalafong Hospital mit schwarzen Patienten – ebenfalls aus ärmlichen Verhältnissen – auf ihre Behandlung warten. Dennoch herrschen auch unter den Armen derselben Gemeinschaft große Berührungsängste. Das Geben und Nehmen im demokratischen Südafrika erweist sich aus Sicht vieler Bürger als utopische Vorstellung.

    © Nelson Mandela ist heute 95 Jahre alt geworden. Die Regierung hat die Bürger Südafrikas dazu aufgerufen, ehrenamtlich tätig zu werden und am Mandela Day gemeinwohlorientiert zu handeln. Man müsse die Ideale Mandelas umsetzen, heißt es. Doch die Mitglieder der Regierung, allen voran Präsident Jacob Zuma, leben alles andere als nach den Grundsätzen Mandelas. Die wahren Vorbilder sind andere Menschen. (Quelle: flickr/ edjane obama)

© Nelson Mandela ist heute 95 Jahre alt geworden. Die Regierung hat die Bürger Südafrikas dazu aufgerufen, ehrenamtlich tätig zu werden und am Mandela Day gemeinwohlorientiert zu handeln. Man müsse die Ideale Mandelas umsetzen, heißt es. Doch die Mitglieder der Regierung, allen voran Präsident Jacob Zuma, leben alles andere als nach den Grundsätzen Mandelas. Die wahren Vorbilder sind andere Menschen. (Quelle: flickr/ edjane obama)

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Mandelas Lebenszeit tickt immer schneller

Südafrika bereitet sich auf das zu erwartende Trauma vor. Den Tatsachen ins Auge sehen

(Autor: Ghassan Abid)

Die Zulus, eine bedeutende Ethnie im südlichen Afrika, prägten das in Südafrika vorherrschende Sprichwort: „Ein alter Mensch hat den Kalender im Bauch.“ Nach diesem Verständnis verlagern sich eigene Prioritäten mit zunehmenden Alter ausschließlich auf die physiologischen Grundbedürfnisse wie Essen, Schlafen oder Schmerzensfreiheit. Mandela kann schon seit längerer Zeit diese Bedürfnisse nicht mehr befriedigen. Vielmehr leidet er mit jedem weiteren Tag. Die südafrikanische Nation muss lernen, endlich loslassen zu können.

© Die südafrikanische Öffentlichkeit sucht in diesen Tagen den Weg, wie sie mit dem Tod von Nelson Mandela umzugehen hat. Die Presse versucht, jede Redaktion für sich, die passenden Ansätze zu liefern. Einige halten an einem irdischen Fortbestehen Mandelas fest, andere verabschieden sich bereits von Madiba. (Quelle: flickr/ woolerybj)

© Die südafrikanische Öffentlichkeit sucht in diesen Tagen ihren Weg, wie sie mit dem Tod von Nelson Mandela umzugehen hat. Die Presse versucht, jede Redaktion für sich, die passenden Ansätze zu liefern. Einige halten an einem irdischen Fortbestehen Mandelas fest, andere verabschieden sich bereits von Madiba. (Quelle: flickr/ woolerybj)

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Nelson Mandela im Hospital

Regierung spricht von „medizinischen Routinechecks“ am Samstag. Zweifel kommen auf

(2010sdafrika-Redaktion)

Update vom 10.03.2013: Mandela hat das Hospital verlassen.

Seit wenigen Stunden ist bekannt geworden, dass Südafrikas bekanntester Bürger zur medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus nach Pretoria gefahren wurde. Nach offiziellen Informationen soll Nelson Mandela im Rahmen mehrerer Routinechecks auf seinen Gesundheitszustand untersucht werden.

© Am heutigen Samstag ist Nelson Mandela in ein Krankenhaus in Pretoria gefahren worden. Es sollen „medizinische Routinechecks“ durchgeführt werden. Unglaubwürdig klingt die These, da solche Checks auch am Kap grundsätzlich nur werktags vorgesehen sind, (Quelle: flickr/ srippon)

© Am heutigen Samstag ist Nelson Mandela in ein Krankenhaus in Pretoria gefahren worden. Es sollen „medizinische Routinechecks“ durchgeführt werden. Unglaubwürdig klingt die These, da solche Checks auch am Kap grundsätzlich nur werktags vorgesehen sind. (Quelle: flickr/ srippon)

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Geheimsache Madiba

Gerücht über Tod Mandelas kursiert in Medienkreisen und im Netz. Regierung dementiert prompt

(2010sdafrika-Redaktion)

Seit einigen Tagen kursiert im Netz und in Kreisen von südafrikanischen Journalisten das Gerücht, wonach Nelson Mandela bereits gestorben sein soll und die Regierung diese Information der Öffentlichkeit vorenthalten würde. Krankenhausangestellte wurden zur Verschwiegenheit verpflichtet. Familienangehörige und Parteifreunde schweigen. Dieser Zustand bietet einen optimalen Nährboden für Gerüchte am Kap.

    © Erstmalig kursiert im Netz und in südafrikanischen Journalistenkreisen das Gerücht, wonach Nelson Mandela bereits gestorben sein soll und die Regierung diese Information der Öffentlichkeit vorenthalten würde. Offiziell heißt es von der Regierung, dass Mandela weiterhin in ärztlicher Behandlung sei. Sein Zustand befinde sich allerdings in einer "schwierigen Phase". (Quelle: flickr/ PHILIP SCHEDLER)

© Erstmalig kursiert im Netz und in südafrikanischen Journalistenkreisen das Gerücht, wonach Nelson Mandela bereits gestorben sein soll und die Regierung diese Information der Öffentlichkeit vorenthalten würde. Offiziell heißt es von der Regierung, dass Mandela weiterhin in ärztlicher Behandlung sei. Sein Zustand befinde sich allerdings in einer „schwierigen Phase“. (Quelle: flickr/ PHILIP SCHEDLER)

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