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Für die Liebe nach Deutschland ausgewandert

Im Interview mit Ronni Zettner, südafrikanische Grafik-Designerin und Künstlerin aus Schweinfurt

(2010sdafrika-Redaktion)

© Die aus Südafrika stammende Grafik-Designerin Ronni Zettner lebt bereits seit vielen Jahren im bayerischen Schweinfurt. Ihre beeindruckende Kunst und ihr soziales Engagement verhalfen ihr zu einem hohen Bekanntheitsgrad in Unterfranken. Neben Porträt Arbeiten, wie die der Person Nelson Mandelas, widmet sich Zettner dem Thema "Das Tier im Menschen".

© Die aus Südafrika stammende Grafik-Designerin Ronni Zettner lebt bereits seit vielen Jahren im bayerischen Schweinfurt. Ihre beeindruckende Kunst und ihr soziales Engagement verhalfen ihr zu einem hohen Bekanntheitsgrad in Unterfranken. Neben Porträt-Arbeiten, wie die der Person Nelson Mandelas, widmet sich Zettner dem Thema „Das Tier im Menschen“.

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Frau Ronni Zettner, studierte Grafik-Designerin und Künstlerin. Sie stammen aus Südafrika und leben nun in Schweinfurt. Wie kam es dazu, dass Sie in Deutschland Ihre neue Heimat gefunden haben?

Antwort: Der einzige Grund für die sicher nicht leichte Entscheidung, seine Heimat und seine Familie zu verlassen, ist die Liebe. Da es meinem Mann nicht möglich war, sich von Deutschland zu trennen, habe ich den Schritt gewagt, und bin von Südafrika mit ihm nach Deutschland gegangen, das für mich eine zweite Heimat geworden ist. Weiterlesen

50 Jahre Afrikanische Union

Präsident Jacob Zuma erinnerte an Aufteilung Afrikas durch Reichskanzler Otto von Bismarck

 (2010sdafrika-Redaktion)

Lass uns alle eins sein und zusammen feiern“ wurde bei der heutigen Jubiläumsfeier in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba von afrikanischen Staats- und Regierungschefs gesungen. Ausländische Staatsgäste aus den USA, Frankreich und China begleiteten den 50. Jahrestag der Afrikanischen Union (AU). Präsident Jacob Zuma traf einerseits seine Ex-Frau und die amtierende Vorsitzende der AU-Kommission, Nkosazana Dlamini-Zuma. Andererseits adressierte er in einer Erklärung die Bedeutung der AU für die Entwicklung des Kontinents; mit kritischem Rückblick auf Deutschland.

    © Heute feierte die Afrikanische Union (AU) ihr 50-jähriges Bestehen. Vor 2002 hieß die AU noch OAU. Präsident Jacob Zuma erinnerte in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba an die Aufteilung Afrikas durch die europäischen Mächte, die durch Reichskanzler Otto von Bismarck mit der Berlin-Konferenz im Jahr 1884 vorangetrieben wurde. (Quelle: flickr/ State Department)

© Heute feierte die Afrikanische Union (AU) ihr 50-jähriges Bestehen. Vor 2002 hieß die AU noch OAU. Präsident Jacob Zuma erinnerte in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba an die Aufteilung Afrikas durch die europäischen Mächte, die durch Reichskanzler Otto von Bismarck mit der Berlin-Konferenz im Jahr 1884 vorangetrieben wurde. (Quelle: flickr/ State Department)

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„Millionen von Menschen leiden Not“

Im Interview mit Barbara Stamm, Präsidentin des Bayerischen Landtags

(Autor: Ghassan Abid)

© Barbara Stamm, Präsidentin des Bayerischen Landtags (Quelle:  Bildarchiv Bayerischer Landtag)

© Barbara Stamm, Präsidentin des Bayerischen Landtags (Quelle: Bildarchiv Bayerischer Landtag)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Frau Barbara Stamm, Präsidentin des Bayerischen Landtags. Vor wenigen Wochen kamen Sie mit dem Präsidium des Landtags von einem Arbeitsbesuch aus Südafrika zurück. Welchen Eindruck konnten Sie von Land und Leute sammeln?

Antwort: Ich bin mit gemischten Gefühlen nach Bayern zurückgeflogen. Auf der einen Seite hat unsere Delegation ein Land erlebt, das vom Klima verwöhnt und reich ist an Bodenschätzen. Da diese nur ausgebeutet, aber nicht im Land veredelt werden, profitieren die Menschen davon nicht. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist riesig. Millionen von Menschen leiden Not. Mich treibt die Frage um, wie die Verantwortlichen in Südafrika die vielen Aufgaben bewältigen wollen, an der Spitze die Arbeitslosigkeit, vor allem die Jugendarbeitslosigkeit. Wir haben auf unserer Reise viel von der gefährlichen Mischung aus Perspektivlosigkeit, Drogen und Kriminalität erfahren.

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