Schlagwort-Archive: Township-Bewohner

Drei Tote bei Mothutlung-Protesten

Kommunal-, Landes- und Nationalverwaltung schieben sich gegenseitig die Schuld zu

(2010sdafrika-Redaktion)

In Mothutlung, einem Township in der Provinz North West, demonstrierten in den vergangenen Tagen die Bewohner gegen die Ignoranz und Untätigkeit der Behörden. Sie forderten die Wiederherstellung des kommunalen Wasserzugangs. Allerdings blieb ihr Anliegen ungehört. Der Frust schlug in Gewalt um, die sich gegen die Polizei richtete. Diese wiederum schoss mit scharfer Munition und tötete drei Demonstranten. Erneut steht die Polizei in der Kritik, nicht angemessen gehandelt zu haben.

© Südafrikas Polizeiminister Nathi Mthethwa und Polizeichefin Riah Phiyega stehen erneut in der Kritik, dass die ihnen unterstehende Polizei beim jüngsten Einsatz im Township Mothutlung nicht verhältnismäßig vorgegangen sei. Drei Demonstranten wurden erschossen, die einen Wasserzugang forderten. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

© Südafrikas Polizeiminister Nathi Mthethwa und Polizeichefin Riah Phiyega stehen erneut in der Kritik, dass die ihnen unterstehende Polizei beim jüngsten Einsatz im Township Mothutlung nicht verhältnismäßig vorgegangen sei. Drei Demonstranten wurden erschossen, die einen Wasserzugang forderten. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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Homo-Outing im südafrikanischen Fußball

Thomas Hitzlsperger folgte Eudy Simelane, die für ihren Mut mit dem Leben bezahlen musste

(Autor: Ghassan Abid)

Während die deutsche Medienwelt das homosexuelle Outing des ehemaligen Fußballers Thomas Hitzlsperger – das erste überhaupt in der deutschen Fußballgeschichte – würdigt, hat Südafrika diesen Schritt längst hinter sich. Die lesbische Fußballerin und Trainerin Eudy Simelane wagte während ihrer laufenden Sportkarriere ein öffentliches Bekenntnis zur gleichgeschlechtlichen Liebe. Allerdings musste Simelane für ihren Mut mit ihrem Leben bezahlen. Ihr Outing ist längst in Vergessenheit geraten.

© Der Deutsche Thomas Hitzlsperger und die Südafrikanerin Eudy Simelane sind beide als Fußballer bekannt geworden. Und beide Sportler outeten sich in ihren jeweiligen Ländern als erste Homosexuelle im Fußballsport. Doch Simelane unterscheidet sich von Hitzlsperger in zwei Punkten: Sie outete sich noch während ihrer aktiven Sportkarriere und sie wurde wegen ihres Bekenntnisses brutal ermordet.

© Der Deutsche Thomas Hitzlsperger und die Südafrikanerin Eudy Simelane sind beide als Fußballer bekannt geworden. Und beide Sportler outeten sich in ihren jeweiligen Ländern als erste Homosexuelle im Fußballsport. Doch Simelane unterscheidet sich von Hitzlsperger in zwei Punkten: Sie outete sich noch während ihrer aktiven Sportkarriere und sie wurde wegen ihres Bekenntnisses brutal ermordet.

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Der Aufstand der Ärmsten

Gewalttätige Ausschreitungen in Johannesburg. Polizei antwortet mit Gummigeschossen und Festnahmen

(2010sdafrika-Redaktion)

Am gestrigen Mittwoch entlud sich im Johannesburger Stadtgebiet die Verzweiflung von mehreren hundert Demonstranten in gewalttätige Ausschreitungen gegen eingetroffene Polizisten. Die Beamten mussten in Soweto mit Gummigeschossen und Tränengas gegen die Protestler vorgehen, nachdem diese wichtige Straßen blockiert hatten. Ein Helikopter der Polizei unterstützte die Kräfte. Mehrere Township-Bewohner sollen festgenommen worden sein.

© In Soweto musste die Polizei gegen einen gewaltsamen Protest von Township-Bewohnern vorgehen. Immer wieder protestieren die Ärmsten in den verschiedensten Städten Südafrikas für ein besseres Leben. (Quelle: flickr/ Darren O'Brien)

© In Soweto musste die Polizei gegen einen gewaltsamen Protest von Township-Bewohnern vorgehen. Immer wieder protestieren die Ärmsten in den verschiedensten Städten Südafrikas für ein besseres Leben. (Quelle: flickr/ Darren O’Brien)

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500.000 Vergewaltigungen pro Jahr in Südafrika

Gudrun Kopp, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesentwicklungsminister

(Autor: Ghassan Abid)

    © Gudrun Kopp (FDP), Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. (Quelle: Ingrid Lestrade)

© Gudrun Kopp (FDP), Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. (Quelle: Ingrid Lestrade)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Frau Gudrun Kopp, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Fünf Tage hielten Sie sich in Südafrika auf. Mit welchen Partnern wurden welche Sachverhalte thematisiert?

Antwort: Schwerpunktthemen meiner Reise waren Energie und Klimaschutz, die in Südafrika weit verbreitete Gewalt gegen Frauen und Mädchen sowie die aktuelle Situation im Bergbausektor. Ich habe unter anderem Gespräche mit meinen Amtskolleginnen und -kollegen aus dem Finanzministerium und Energieministerium und mit der Premierministerin der Provinz Western Cape, Helen Zille, geführt. Bei diesen Gesprächen habe ich neben unserer laufenden Kooperation die südafrikanische Regierung dazu ermuntert, der Rohstoff-Transparenzinitiative EITI [Anmerkung der Redaktion: Extractive Industries Transparency Initiative] beizutreten. Als größte Wirtschaftsmacht in Afrika und fünftstärkstes Bergbauland weltweit sollte Südafrika mit einem Beitritt zu EITI ein Zeichen für Transparenz und gute Regierungsführung setzen.

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