Schlagwort-Archive: Übersetzer

Kein Copyright für Südafrikaner

Wie aus dem isiZulu-Song „Mbube“ ein Walt Disney-Hit wurde. Doch die Armut des Musikers blieb

(Autor: Ghassan Abid)

Das Musikbusiness kann hart, unfair und äußerst erbarmungslos sein. Vor allem treten diese negativen Begleiterscheinungen dann ein, wenn es um viel Geld geht. Das Kumulieren von Geld wiederum basiert auf die Existenz von interessanten Ideen. Großartige, bewegende und neuartige Songs sind gefragt. Doch wer heute mit südafrikanischen Musikern im Backstage vertraulich redet, der erfährt ganz schnell die erste Regel für Kap-Musiker: „Misstraue grundsätzlich den [europäischen und amerikanischen] Weißen“. Ein offenes Geheimnis mit wahrem Kern, wie sich zeigt.

    © Der südafrikanische Sänger Solomon Linda komponierte den isiZulu-Song "Mbube". In Südafrika wurde er wie ein Superstar der Schwarzen gefeiert. Doch westliche Musiker und Plattenlabels raubten sein Stück. Die Familie musste jahrelang rechtlich gegen den kalifornischen Medienkonzern Walt Disney vorgehen und bekam 2004 Recht. Der Konzern verwendete ohne Erlaubnis die englische Fassung des Songs „The Lion Sleeps Tonight“ für seinen 1994 erschienenen Trickfilm "Der König der Löwen". Im Bild ist Solomon Linda [ganz links im Bild] mit der Band „The Evening Birds“ zu sehen. (Quelle: The International Library of African Music at Rhodes University and Veit Erlmann/ Wikimedia)

© Der südafrikanische Sänger Solomon Linda komponierte den isiZulu-Song „Mbube“. In Südafrika wurde er wie ein Superstar der Schwarzen gefeiert. Doch westliche Musiker und Plattenlabels „raubten“ sein Stück. Die Familie musste jahrelang rechtlich gegen den kalifornischen Medienkonzern Walt Disney vorgehen und bekam 2004 Recht. Der Konzern verwendete ohne Erlaubnis die englische Fassung des Songs „The Lion Sleeps Tonight“ für seinen 1994 erschienenen Trickfilm „Der König der Löwen“. Im Bild ist Solomon Linda [ganz links im Bild] mit der Band „The Evening Birds“ zu sehen. (Quelle: The International Library of African Music at Rhodes University and Veit Erlmann/ Wikimedia)

Weiterlesen

Werbeanzeigen

Herzlichen Glückwünsch!

„SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ weit über 100.000 Mal angeklickt – DANKE!

(2010sdafrika-Redaktion)

Am 29. Januar 2010 gründete ein junger Mann aus Berlin ein Medium, welches den Namen „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ trägt. Sein Name ist Ghassan Abid, ein studierter Diplom-Politikwissenschaftler mit dem Forschungsschwerpunkt deutsch-südafrikanische Beziehungen. Er ärgerte sich darüber, dass die deutschsprachige Presse über das Land Südafrika äußerst einseitig berichtete,  große Medienhäuser die Agenturmeldungen meist unverändert übernahmen und viele soziopolitische Hintergründe überhaupt nicht erläutert wurden. Dies kann nicht der Anspruch für einen „guten Journalismus“ darstellen. Schließlich handelte er und rief dieses Projekt ins Leben.

© "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" sagt DANKE!

Seither hat sich „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ enorm gewandelt: Junge Redakteure aus Deutschland und Südafrika betreiben dieses Projekt, Persönlichkeiten der deutsch-südafrikanischen Beziehungen stellen sich den teils kritischen Fragen der 2010sdafrika-Redaktion, fünf Ressorts wurden um einen englischsprachigen Bereich ergänzt, mehrfach ist eine Sonderberichterstattung zu Tunesien aufgenommen worden und rund 220 Beiträge wurden mittlerweile veröffentlicht. Mehrere namhafte Presseinstitutionen aus TV, Radio, Print und Online kamen auf unsere Arbeit zurück. Mit einem Fotografen, Übersetzer und in Kürze – zwecks Korrekturlesen – einer Germanistin in spe wird dieses Team  in seiner redaktionellen Arbeit unterstützt. Außerdem erwiesen sich Wettbewerbe zum Mitmachen einer sehr großen Beliebtheit.

Die Resonanz an diesem gemeinnützigen Projekt der politischen Bildungsarbeit und des interkulturellen Austausches ist ungebrochen groß. Weit über 100.000 User klickten dieses Blog an – quasi die Bevölkerung einer gesamten Großstadt wie Hildesheim, Siegen oder Cottbus. Positive und auch negative Zuschriften erreich(t)en das Team von „SÜDAFRIKA – Land Kontraste“. Die eine Fraktion lobt dieses Engagement und fordert weitere Artikel. Der andere Teil der Leserschaft erachtet das Online-Projekt als störend, zu kritisch und wenig informativ. Letztere Fraktion macht eine Minderheit aus, welche wir ermutigen möchten, uns mit konstruktiven Anregungen zu bereichern. Bloße Kritik ohne Lösungsansätze stößt auch bei uns auf taube Ohren. 

Wie dem auch sei – viele Ideen schlummern noch in den Köpfen der Redakteure aus Deutschlad & Südafrika, deren Umsetzung eine organisatorisch-finanzielle Stabilität voraussetzt. Denn Recherchen erfordern Zeit, Geld und Geduld. Mit einem Informationsnetzwerk vor Ort ist nun die exklusive Bereitstellung von Bild- und Textmaterial möglich geworden. Trotzdem sind wir angehalten, an einer Ausweitung der formellen und informellen Kooperationen mit Behörden, Unternehmen, Künstlern, Journalisten, Bloggern, Usern und Bürgern hinzuwirken.

Wir danken jedem einzelnen unserer User für die Treue und würden uns weiterhin freuen, wenn das Interesse an „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ fortbesteht und eure Familienangehörigen & Freunde ebenfalls auf uns aufmerksam gemacht werden können. Vielen Dank!