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Ethnologin Dr. Rita Schäfer im Interview

„Die sexualisierte Gewalt ist Teil der Gewaltstrukturen in der südafrikanischen Gesellschaft.“

(Autor: Ghassan Abid)

© Dr. Rita Schäfer, Ethnologin und Buchautorin (Quelle: Stephan Röhl/ Heinrich-Böll-Stiftung)

© Dr. Rita Schäfer, Ethnologin und Buchautorin (Quelle: Stephan Röhl/ Heinrich-Böll-Stiftung)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ die Ethnologin und Buchautorin Dr. Rita Schäfer. Frau Dr. Schäfer, Südafrika hat die höchste Vergewaltigungsrate weltweit. Wie kommt es zu dieser traurigen Entwicklung und welche Faktoren sind hierfür maßgeblich?

Antwort: Die sexualisierte Gewalt ist Teil der Gewaltstrukturen in der südafrikanischen Gesellschaft. Geschlechtsspezifische Gewalt spiegelt und manifestiert männliche Dominanzen im privaten und öffentlichen Leben. Sie äußert sich gegen Frauen und Mädchen, aber auch gegen Jungen und Männer. Zudem sind homosexuelle Menschen Zielgruppe der Gewaltakteure, die Homosexualität als Angriff auf ihre martialischen und besitzergreifenden Männlichkeitsbilder interpretieren. Die Täter bestätigen ihre maskuline Übermacht – gelegentlich geschieht dies kollektiv durch Gruppenvergewaltigungen, die das männliche Zusammengehörigkeitsgefühl verstärken sollen. Etliche Täter kompensieren Verunsicherungen ihrer männlichen Rollen- und Selbstbilder durch die Demütigung ihrer Opfer.

Insgesamt gilt Gewalt als Mittel der Interessendurchsetzung und als Machtbeweis, das betrifft keineswegs nur die geschlechtsspezifische Gewalt. Diese Gewaltakzeptanz wurde aus der Apartheid und der Kolonialzeit übernommen. Die männlichen Machthaber und deren Handlanger in der Siedlerkolonie und im Apartheidstaat setzten massiv sexualisierte, andere körperliche und strukturelle Gewalt zur Eroberung, Herrschaftsabsicherung, Demütigung und Einschüchterung ein.

2010sdafrika-Redaktion: Gibt es Unterschiede bei der Anwendung von Gewalt an Frauen im Hinblick auf die Perioden Südafrikas während und nach der Apartheid?

Antwort: Geschlechtsspezifische und andere Gewaltmuster ziehen sich durch die südafrikanische (Kolonial)Geschichte. Sie wurden während der Apartheid intensiviert und zum politischen Unterdrückungs- und Demütigungsinstrument, etwa bei Folterungen von Frauen und Männern in Untersuchungshaft. Die Gewaltmuster reichen aber viel weiter zurück. So müssen die rassistischen und sexistischen Strukturen in der Siedlerkolonie und in der Sklavenhaltergesellschaft sowie das besitzergreifende und gewaltbereite Verhalten vieler weißer Farmer (und deren Söhne) berücksichtigt werden. Neben Vergewaltigungen und sexuellem Missbrauch von Sklavinnen und Farmarbeiterinnen, Hausangestellten und Kindermädchen sind Auspeitschungen männlicher Sklaven, Farmarbeiter und schwarzer bzw. „Coloured“-Angestellter zu nennen.

Geschlechtsspezifische Gewalt gegen diese männlichen Untergebenen ist in Relation zur „black peril“ zu sehen, zur paranoiden Angst zahlloser Weißer, die männlichen schwarzen Angestellten könnten ihre Frauen oder Töchter verführen. Faktisch kam das kaum vor, weil weiße Frauen mehrheitlich auch rassistisch eingestellt waren und die schwarzen Untergebenen oft demütigend behandelten. Dies betraf keineswegs nur die „poor whites“ im 20. Jahrhundert. Die südafrikanische Geschichtswissenschaft hat anhand zahlreicher Quellen, die Gewaltstrukturen und rassistische Umgangsformen dokumentieren, diese Zusammenhänge im Detail für einzelne Jahrhunderte und Zeitphasen analysiert. Kritische südafrikanische Kriminologen zeigten schon während der Apartheid auf, dass Gewalt auch in weißen Familien verbreitet war. Das betraf Gewalt gegen Ehefrauen und Kindesmissbrauch. Frauen- und Familienmorde wurden vor allem dann von Männern verübt, wenn ihre Ehefrauen sie verlassen oder sich scheiden lassen wollten. Geschlechtsspezifische Gewaltmuster und martialische Männlichkeitsvorstellungen in der weißen Gesellschaft wurden während der Apartheid auch in Schulen, in der Armee und in anderen Institutionen eingeübt, so war die Gewalt in der Privatsphäre der Weißen Bestandteil und Ausdruck der Militarisierung der gesamten Gesellschaft.

Familiäre Gewalt in anderen gesellschaftlichen Gruppen ist während der Apartheid bzw. in der Kolonialzeit kaum dokumentiert, da die Betroffenen nicht zur Polizei gingen. Sie erhielten dort mehrheitlich keine Unterstützung und fürchteten, erneut gedemütigt zu werden. Sie wollten auch nicht den Kampf gegen die Apartheid verraten – so lautete eine verbreitete Einstellung, wenn sie die sozialen Probleme in der schwarzen Gesellschaft publik gemacht hätten. Noch heute werden schwarze Frauen von ANC-Hardlinern angefeindet, die auf die historischen Hintergründe der gegenwärtigen Gewaltstrukturen hinweisen. Dies betrifft vor allem das Problem, dass schwarze Wanderarbeiter häusliche Gewalt einsetzten, um ihre eigenen Demütigungen als Männer zu kompensieren. Für viele war die Verfügung über die Ehefrauen und Kinder das einzige männliche Machtrefugium, das ihnen der Apartheidstaat bzw. dessen Vertreter noch überließ. Familiäre Gewalt rechtfertigten sie dann mit sehr einseitigen und eigenwilligen Interpretationen von Kultur und Tradition. Frauen- und Kinderorganisationen z.B. in Townships, die heute dagegen vorgehen, haben in der Gesellschaft einen schweren Stand, weil arbeits- und perspektivlose Männer, die unreflektiert gewaltsame Rollenmuster verinnerlicht haben, um ihre Machtdomänen fürchten und die Organisationen mit Argwohn betrachten.

© Männliche Rollen- und Selbstbilder, die vor allem gegen Frauen und Homosexuelle gerichtet sind, stellen ein Problem im Lande dar. (Quelle: Hannelie Coetzee/ MediaClubSouthAfrica.com)

© Männliche Rollen- und Selbstbilder, die vor allem gegen Frauen und Homosexuelle gerichtet sind, stellen ein Problem im Lande dar. (Quelle: Hannelie Coetzee/ MediaClubSouthAfrica.com)

2010sdafrika-Redaktion: Die südafrikanische Sektion der US-amerikanischen NGO CIET Trust befragte 2008 insgesamt 269.705 Schüler zwischen 10 bis 19 Jahren an 1191 Schulen im Lande. Jeweils 28 Prozent der Schüler wurden nach eigenen Angaben von fremden Erwachsenen, 28 Prozent von Mitschülern und 18 Prozent von Familienangehörigen missbraucht. Hinzu kommt, dass 20 Prozent der Schüler von den eigenen Lehrern zu Sexualakten genötigt wurden.

Ist der sexuelle Missbrauch von Kindern – vor allem von Mädchen – in Südafrika salonfähig geworden? Und wo besteht Ihrer Meinung nach Handlungsbedarf auf der Seite des Staates?

© Vor allem Mädchen werden zur fraglosen Autoritätshörigkeit gegenüber Männern erzogen. Konsequenz dieser Wertvorstellung sind Schwangerschaften, HIV-Infektionen und eine Bagatellisierung von sexueller Gewalt. (Graeme Williams/ MediaClubSouthAfrica.com)

Antwort: Sexualisierte Gewalt gegen Kinder, insbesondere gegen Mädchen, gibt es nicht erst seit 1994. Vielmehr war diese Gewaltform Teil der besitzergreifenden Männlichkeitsvorstellungen, die lange vor der Apartheid etabliert wurden. Für viele Männer sind diese Strukturen normativ, wie Studien ganz unterschiedlicher südafrikanischer Forschungseinrichtungen belegen. Der bagatellisierende Umgang mit sexuellem Missbrauch durch Lehrer spiegelt verbreitete Einstellungen in Gesellschaft und Politik gegenüber Kindern, (besitzergreifender) Sexualität und Gewalt. Männer in Autoritätspositionen sollten nicht kritisiert werden. Vor allem Mädchen werden zur fraglosen Autoritätshörigkeit gegenüber Männern erzogen; eine fatale Norm, wenn man and die Ausbreitung von HIV und die zahlreichen ungewollten Teenagerschwangerschaften denkt. Auch die negative Vorbildfunktion der Lehrer für männliche Schüler ist zu beachten. Jungen übernehmen das besitzergreifende Sexualverhalten ihrer Lehrer, vor allem wenn die keine Strafverfolgung – höchstens Versetzungen – fürchten müssen. Hier müssten die staatlichen Institutionen auf jeden Fall mehr tun. Einzelne Lehrergewerkschaften haben sich inzwischen gegen die Gewalt ausgesprochen. Zu hoffen ist, das ihre Mitglieder sich daran halten. Auch zivilgesellschaftliche Organisationen, die Opfern helfen und präventiv arbeiten, bräuchten mehr und kontinuierlichere Unterstützung.

2010sdafrika-Redaktion: Von April 2000 bis Oktober 2003 arbeiteten Sie an einem Forschungsprojekt an der Freien Universität Berlin unter der Leitung von Prof. Dr. Ute Luig mit. Die Analyse von Frauenrechtsorganisationen in Südafrika stand im Mittelpunkt dieses Vorhabens. Zu welchen Resultaten sind Sie hierbei gekommen?

Antwort: Die Resultate können Interessierte im Buch: Im Schatten der Apartheid, Lit-Verlag, Münster, 2. Auflage 2008 im Detail nachlesen.

2010sdafrika-Redaktion: Die im südafrikanischen Durban ansässige NGO Bobbi Bear bemängelt, dass männliche Zulu-Anhänger [Hinweis der 2010sdafrika-Redaktion: Zulus stellen eine eigene Ethnie im südlichen Afrika dar] die Aufdeckung von Missbrauchsfällen (un-)bewusst behindern. Inwieweit sind die Frauenrechtsorganisationen miteinander vernetzt und aufeinander abgestimmt?

Antwort: Ob und seit wann die Zulu eine Ethnie sind und wer Zulu-sprechende Menschen zu einer Ethnie „gemacht“ hat, darüber gibt es große Meinungsverschiedenheiten in der (südafrikanischen) Sozialanthropologie, Geschichte und in anderen Wissenschaften. Die Bedeutung von martialischer und besitzergreifender Männlichkeit in der Zulu-Gesellschaft muss historisiert werden; das betrifft auch die Gewaltakzeptanz. Dazu sind etliche Studien südafrikanischer Historiker erschienen. Frauen- und Kinderorganisationen, die Opfern helfen und präventiv arbeiten, sind soweit vernetzt, wie ihre finanziellen und personellen Mittel das erlauben. Staatliche Gelder und finanzielle Unterstützung durch internationale und andere Geberorganisationen sind gering, werden nur kurzfristig bereit gestellt und an enggefasste Verwendungszwecke gebunden. Die Geber übersehen oft die Bedeutung von Vernetzung.

2010sdafrika-Redaktion: Wie kam es dazu, dass Sie sich mit Frauenrechtsorganisationen in Südafrika befassten?

Antwort: Mich haben die Beiträge der Organisationen zur Verwirklichung der neuen Verfassung und der innovativen Rechts- und Gesetzesgrundlagen interessiert.

2010sdafrika-Redaktion: Was verstehen Sie unter dem Begriff „Feminismus“ und welche Differenzierung machen Sie, wenn Sie von einem „Afrikanischen Feminismus“ sprechen?

Antwort: Es gibt eine differenzierte Debatte in der südafrikanischen und afrikanischen Geschlechterforschung über den Feminismusbegriff, die in der Fachliteratur nachgelesen werden kann. Deutlich ist, dass viele südafrikanische Autoren/innen die historisch geprägten Unterschiede zwischen Frauen auf der Grundlage von Hautfarbe, Herkunft, Beruf und Bildung stärker berücksichtigen als anderswo. Gleichzeitig historisieren sie die heutigen geschlechtsspezifischen Gewaltmuster und verlangen die Überwindung gewaltgeprägter Männlichkeit – auch zum Wohle der Männer, der ganzen Familien und der Gesellschaft. Etliche schließen – soweit die Mittel das erlauben – Allianzen mit pro-feministischen HIV/AIDS-, Kinderrechts-, Männer- und Menschenrechtsorganisationen, die oft ähnlich wie sie von ideologischen Fanatikern unterschiedlicher Herkunft als „unafrikanisch“ angefeindet werden. Sie wehren sich dagegen, afrikanischen Feminismus als Import aus den USA oder Europa zu sehen.

2010sdafrika-Redaktion: Welche persönlichen Träume und wissenschaftlichen Vorhaben würden Sie gerne realisieren, vor allem im Hinblick auf Südafrika?

Antwort: Mir war und ist der Dialog mit südafrikanischen Kollegen/innen ein Anliegen. Wünschenswert wäre es, wenn die Forschungsergebnisse, die südafrikanische Kollegen/innen publiziert haben, stärker in der hiesigen Auseinandersetzung mit Südafrika wahrgenommen würden. Das betrifft nicht nur die Wissenschaft, z.B. Universitätsbibliotheken oder Institute, sondern auch politische Berater und Entwicklungsorganisationen. Zudem sollten die Organisationen, die gegen die geschlechtsspezifische Gewalt in Südafrika vorgehen, mehr Beachtung und Unterstützung erfahren. Das wäre insbesondere für Organisationen wünschenswert, die präventiv arbeiten und gewaltgeprägte Männlichkeitsvorstellungen ändern. Dadurch sorgen sie für mehr Lebensqualität von Männern, die bekanntlich auch in großer Zahl durch AIDS oder Morde sterben, und für eine gerechtere und friedlichere Gesellschaft. Vorbildlich ist beispielsweise das Sonke Gender Justice Network.

2010sdafrika-Redaktion: Dr. Rita Schäfer, Ethnologin, vielen Dank für das sehr interessante Interview.

Ergebnis zur Monatsumfrage Februar 11/ März 2012

Flashmobs sind sehenswert

Die Nutzer des Portals „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ haben hinsichtlich folgender Frage eindeutig entschieden:

Flashmobs – Was haltet ihr davon?

a) Coole Sache und sehenswert. –> 62 %

b) Weiß ich nicht. –> 10 %

c) Nervig und sinnlos –> 28 %

Flashmobs hat vielleicht der eine oder andere Passant womöglich schon live miterlebt. Die Einen bewerten Flashmobs als kreative Aktion, Bestandteil einer neuen politischen Globalkultur oder gar Protestform. Die Anderen erkennen in diesen keinen Sinn und stufen Flashmobs als nervige Sache ab. 62 Prozent der User des Südafrika-Portals befürworten diese öffentliche Darbietung, während 28 Prozent der Umfrage-Teilnehmer dem nichts Gutes abverlangen können. Eine Minorität von 10 Prozent konnte keine eindeutige Position zu Flashmobs entwickeln.

Die 2010sdafrika-Redaktion dankt für die Teilnahme.

Ergebnis zur Monatsumfrage Dezember 11/ Januar 2012

Ambivalente Einschätzung zu den Hells Angels

Die Nutzer des Portals „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ haben hinsichtlich folgender Frage eindeutig entschieden:

Hells Angels in Südafrika – Gefahr für die Allgemeinheit?

a) Ja, ich gehe von kriminellen Energien aus. –> 46 %

b) Weiß ich nicht. –> 10 %

c) Nein, den Hells Angels als Gemeinschaft ist nichts vorzuwerfen. –> 44 %

Die internationale Rockerszene wird in der Regel von zwei verfeindeten Gruppierungen dominiert. Bandidos und Hells Angels gerieten in der Vergangenheit bereits öfters miteinander in Konflikt. In Südafrika tobt hingegen kein Revierkampf, da es am Kap nur die Hells Angels gibt. Allerdings machen die Höllenengel mit negativen Meldungen von sich aufmerksam; etwa bezüglich der Verwicklung von Rockern in kriminelle Geschäfte oder der Befürwortung von rassistischem Gedankengut. 46 Prozent der User bewerten die Hells Angels als eine Gruppierung der organisierten Kriminalität und somit als Gefahr für die Allgemeinheit, während 44 Prozent der Befragten dies verneinen. 10 Prozent der User konnten sich hierbei keine Meinung bilden.

Die 2010sdafrika-Redaktion dankt für die Teilnahme.

Ergebnis zur Monatsumfrage November 2011

User des Südafrika-Portals teilen Deo-Werbespot-Verbot nicht

Die Nutzer des Portals „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ haben hinsichtlich folgender Frage eindeutig entschieden:

Deo-Werbung aus Südafrika. Ist das Verbot gerechtfertigt?

a) Ja, da die Gefühle des Zuschauers verletzt worden sind. –> 33 Prozent

b) Weiß ich nicht. –> 15 Prozent

c) Nein, ich kann das Verbot nicht nachvollziehen. –> 52 Prozent

Die Entscheidung der Advertising Standards Authority of South Africa (ASA) hinsichtlich eines Werbespot-Verbotes konnte eine absolute Mehrheit der User von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ nicht nachvollziehen. Die unabhängige Institution der Marketingwirtschaft Südafrikas zur Bewachung der ethischen Grundsätze in der Werbebranche gab der Beschwerde eines Zuschauers statt, wonach sich dieser beim Anschauen des Deo-Spots in seinem christlichen Glauben verletzt sah.  Rund Eindrittel der User teilte  die Einwände des Zuschauers, während sich eine Minderheit von 15 Prozent hierzu keine Meinung bilden konnte.

Die 2010sdafrika-Redaktion dankt für die Teilnahme an der Umfrage!

Ergebnis zur Monatsumfrage Oktober 2011

Südafrika´s Nein zum NATO-Einsatz in Libyen

Die Nutzer des Portals „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ haben hinsichtlich folgender Frage eindeutig entschieden:

Südafrikas Außenpolitik zu Libyen – kein Militäreinsatz?

a) Richtig. –> 42 %

b) Weiß ich nicht.–> 38 %.

c) Falsch.–>20 %.

Der Arabische Frühling ist als Transformationsprozess weiterhin im Gange. In Libyen tobte ein Bürgerkrieg, der tausende Tote zur Folge hatte. Südafrikas Regierung wollte den eingeschlagenen außenpolitischen Kurs westlicher Staaten zu Libyen nicht unterstützen. Während sich die Bundesregierung unter Außenminister Guido Westerwelle im UN-Sicherheitsrat der Stimme  hinsichtlich eines militärischen Einsatzes enthielt, betonte Südafrika die strikte Ablehnung eines NATO-Einsatzes in Nordafrika. Rund 42 Prozent der User von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ bewerten die ablehende Haltung der südafrikanischen Regierung hinsichtlich des NATO-Einsatzes als richtig, während sich 38 Prozent hierbei keine Meinung bilden konnten. Eine Minderheit von 20 Prozent der Umfrageteilnehmer schätzt die Außenpolitik Südafrikas im Fall Libyen für falsch ein.

Die 2010sdafrika-Redaktion dankt für die Teilnahme an der Umfrage!

Ergebnis zur Monatsumfrage September 2011 – Mein Südafrika

And the winner is: Lisa Dittmar!

Die Nutzer des Portals „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ haben hinsichtlich folgender Frage eindeutig entschieden:

„Mein Südafrika“ – Welchen Beitrag fandet ihr am interessantesten?

Platz 1: Beitrag #1 von Lisa Dittmar –> 60,61 %

Platz 2: Beitrag #9 von Amanda Watt –> 24,24 %.

Platz 3: Beitrag #4 von Mechthild Malik –> 10,61 %.

Mehrere Beiträge sind im Rahmen der Aktion „Mein Südafrika“ veröffentlicht worden. Die einen kritisieren bestimmte Themen in Südafrika, während die anderen das Positive hervorheben. Jeder einzelne Artikel verdeutlicht die Komplexität des Kaplandes. Allein die Wahrnehmung zu Land und Leute erweist sich als äußerst subjektiv; und dennoch finden sich bei allen Protagonisten die ein und dieselbe Gemeinsamkeit: Die Faszination für Südafrika.

Lisa Dittmar konnte mit ihrem ambivalenten Beitrag zu Südafrika den Wettbewerb mit 60,61 Prozent gewinnen. 24,24 Prozent der User bewerteten den Beitrag von Amanda Watt inklusive der Fotoserie zu Durban als zweiten Platz, gefolgt vom Beitrag von Mechthild Malik an dritter Stelle.

Gratulation an Lisa Dittmar, die in den nächsten Tagen von der 2010sdafrika-Redaktion kontaktiert wird. Den anderen Wettbewerbsteilnehmern können wir nur sagen: Bitte nicht traurig sein, denn es wird mit Sicherheit nicht der letzte Schreibwettbewerb auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ sein. (;

Die 2010sdafrika-Redaktion dankt für die Teilnahme an der Umfrage!

Ergebnis zur Monatsumfrage August 2011

Eine Oslo-Katastrophe auch in Südafrika möglich

Die Nutzer des Portals „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ haben hinsichtlich folgender Frage eindeutig entschieden:

Rassismus-Anschläge nach dem Vorbild Oslos auch in Südafrika zu erwarten?

 a) Ja, ich kann es mir grundsätzlich vorstellen.–> 56 %

b) Nein, ich halte es in Anbetracht der Apartheids-Erfahrungen für undenkbar.–> 33 %.

c) Weiß ich nicht. Kann ich nicht beurteilen.–> 11 %.

Die Erlebnisse in Oslo haben gezeigt, dass der Rassismus in Form von Gewalttaten jederzeit und überall zuschlagen kann. Anders Behring Breivik war vom liberalen Multi-Kulti-Lebensgefühl Norwegens angewidert.

Südafrika erweist sich in Anbetracht seiner Geschichte und den Erfahrungen mit dem Apartheidregime als besonders anfällig. Anfällig für ethnische Spannungen, die längst über die weiß-schwarze Konfliktlinie hinausgehen und mittlerweile auch afrikanische Flüchtlinge miteinbeziehen. Diese schwarz-schwarze Konfliktlinie stellt sich als ein Phänomen heraus, dessen Entwicklungen noch nicht abzuschätzen sind.

56 Prozent der User von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ können sich eine Oslo-Katastrophe in Südafrika grundsätzlich vorstellen, während ein Drittel dies ausschließen würden. 11 Prozent der User haben hierbei keine eindeutige Meinung.

Die 2010sdafrika-Redaktion dankt für die Teilnahme an der Umfrage!