Schlagwort-Archive: Unternehmen

„Volkswagen muss die Sache korrigieren“

Südafrikas Staatspräsident Jacob Zuma richtet klaren Appell an VW-Tochter im südlichen Afrika

(2010sdafrika-Redaktion)

Am 10. November 2015 traf Südafrikas Präsident Jacob Zuma auf Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Ein Journalist stellte während einer Pressekonferenz dem 73-jährigen Staatsgast die Frage, ob er Beeinträchtigungen wirtschaftlicher Art durch den VW-Skandal in Südafrika erwarte. Denn die Volkswagen AG ist mit ihrer Tochter Volkswagen Group South Africa ein bedeutender Investor am Kap. Zuma antwortete klipp und klar in Richtung Wolfsburg: „Volkswagen muss die Sache korrigieren“.

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© Der Skandal um manipulierte Abgaswerte in Dieselfahrzeugen der Volkswagen AG hat längst den afrikanischen Kontinent erreicht. Südafrikas Staatspräsident Jacob Zuma richtet einen klaren Appell an den Wolfsburger Konzern, der am Kap zu den größten Investoren des Landes zählt. Der Automobilriese müsse reagieren und die Sache korrigieren. (Quelle: Volkswagen AG)

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66. IAA im Zeichen des VW-Abgasskandals

931.700 Besucher kamen nach Frankfurt am Main zur weltweit wichtigsten Mobilitätsmesse

(Autor: Ghassan Abid)

Die 66. Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main stand in diesem Jahr ganz unter dem Zeichen des VW-Abgasskandals. Für die deutsche Automobilindustrie war der Zeitpunkt des größten Betrugs in der Geschichte der Volkswagen AG äußerst ungünstig. Zwar hat der Ausrichter der IAA, der Verband der Automobilindustrie (VDA), mit 931.700 Besuchern die eigene Erwartung übertroffen. Jedoch dominierte der Skandal die weltweit wichtigste Mobilitätsmesse. Bloß in der Halle 3, wo VW seinen Stand hatte, überspielte man das hauseigene Fiasko mit lauter Musik, glänzenden Autos und hübschen Frauen. Transparenz sieht definitiv anders aus.

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© In der Halle 3 der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main befand sich die Volkswagen AG, die den aktuellen Abgasskandal – der es bis nach Südafrika als Schlagzeile schaffte – komplett ignorierte. Dafür glänzten andere Automobilbauer umso stärker mit modernen Umwelt- sowie Sicherheitskonzepten und ausgefallenen Designs. (Quelle: Privat)

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Südafrikas Markt bleibt attraktiv

Facebook, Starbucks und IBM – weitere international agierende Konzerne expandieren ans Kap

(2010sdafrika-Redaktion)

Südafrikas Volkswirtschaft bleibt trotz der politischen Skandale und wettbewerbspolitischen Nachteile weiterhin ein attraktiver Markt für international agierende Konzerne. Die Beobachtung der Wirtschaftslage zeigt, dass immer mehr bedeutende Unternehmen am Kap investieren. Dabei nehmen die südafrikanischen Verbraucher eine Schlüsselrolle in die Expansionspläne ein – bedingt durch den wachsenden Mittelstand im südlichen Afrika. Die Redaktion von “SÜDAFRIKA – Land der Kontraste” greift die populärsten Fälle dieses Jahres auf. US-Konzerne stechen gegenwärtig besonders hervor.

Stephan Guldenpfennig

© Südafrikas Volkswirtschaft bleibt trotz der politischen Skandale und wettbewerbspolitischen Nachteile ein attraktiver Markt für international agierende Konzerne. Facebook, Starbucks und IBM kündigten in diesem Jahr ihre Expansion nach Südafrika an. (Quelle: flickr/ Stephan Guldenpfennig)

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Steinmeiers Arbeitsbesuch in Südafrika

Achte Deutsch-Südafrikanische Binationale Kommission rutscht in die Bedeutungslosigkeit ab

(2010sdafrika-Redaktion)

Freundschaft ist eine Tür zwischen zwei Menschen. Sie kann manchmal knarren, sie kann klemmen, aber sie ist nie verschlossen.“, hielt der spanische Schriftsteller Baltasar Gracián fest. Mit diesem Zitat kann der kürzliche Arbeitsbesuch des deutschen Außenministers Frank-Walter Steinmeier in Südafrika beschrieben werden. Denn längst ist klar, dass die Regierung in Pretoria neue Freundschaften pflegt und diese der Zusammenarbeit mit Deutschland vorzieht.

Photothek/Grabowsky

© Der kürzliche Südafrika-Arbeitsbesuch des Bundesaußenministers Frank-Walter Steinmeier verlief ernüchternd ab. Denn bedeutende Beschlüsse in den deutsch-südafrikanischen Beziehungen gab es keine. Längst hat sich Pretoria auf Moskau und Peking ausgerichtet. (Quelle: Photothek/Grabowsky)

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Deutsch-südafrikanische Energiepartnerschaft

Im Interview mit Thorsten Herdan, Abteilungsleiter für Energie im Bundeswirtschaftsministerium

(Autor: Ghassan Abid)

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© Thorsten Herdan ist Abteilungsleiter für die Bereiche Internationale Energiepolitik, Wärme und Energieeffizienz im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Für die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ erläutert er die deutsch-südafrikanische Energiepartnerschaft. Dabei betont Herdan, dass die Finanzierung von Kohleprojekten am Kap durch die KfW-Bank derzeit auf dem Prüfstand stehe und die Bundesregierung dem Partner in Pretoria geraten hatte, auf Kernenergie zu verzichten. (Quelle: BMWi)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Thorsten Herdan, Abteilungsleiter für die Bereiche Internationale Energiepolitik, Wärme und Energieeffizienz im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Lassen Sie mich zum Anfang eine allgemeine Frage stellen: Was macht eine moderne Energiepolitik aus?

Antwort: Guten Tag, da beginnen Sie mit einer guten Frage. Ich denke, eine moderne Energiepolitik ist eine vorausschauende Energiepolitik, wie sie in Deutschland mit der Energiewende umgesetzt wird. Die Energiewende soll zu einer sicheren und wirtschaftlich tragfähigen Energieversorgung in Deutschland führen, die vorwiegend auf erneuerbaren Quellen aufbaut und schrittweise bis 2022 die Stromerzeugung aus Kernenergie beendet. Zudem wollen wir mit der Energiewende die Abhängigkeit von internationalen Öl- und Gasimporten verringern, unsere Klimaschutzziele erreichen sowie mit der Entwicklung neuer Technologien Wachstumsbranchen und Arbeitsplätze schaffen. Dazu werden wir die Steigerung der Energieeffizienz sowohl auf der Ebene der Erzeugung wie auch auf der Verbrauchsseite zur zweiten Säule der Energiewende machen.

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Boykott-Aufrufe gegen Kette mit Israel-Waren

Woolworths-Unternehmen zeigt sich von Protest unbeeindruckt und betont politische Unabhängigkeit

(2010sdafrika-Redaktion)

Unter dem Produkt-Code 20003951 sind in der südafrikanischen Einzelhandelskette Woolworths sechs Tomaten für 17,99 Rand erhältlich. Das Gemüse wird aus Israel importiert. Dagegen formiert sich nun seit Tagen ein immer lauter werdender Protest. Sollte Woolworths weiterhin Produkte aus Israel verkaufen, so müssten Südafrikas Verbraucher das Unternehmen boykottieren, heißt es wiederholt im Netz.

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© Die südafrikanische Einzelhandelskette Woolworths steht verstärkt unter öffentlichem Druck, nachdem sich das Unternehmen geweigert hat, Güter aus Israel aus dem Sortiment zu nehmen. (Quelle: PhotoStephanie)

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Stillstand bei BMW in Südafrika

Nach Ausschreitungen warnen Automobilbauer vor ernsten Folgen für Wirtschaftsstandort

(Autor: Ghassan Abid)

Nachdem der fünfmonatige Streik in den Platinminen Südafrikas beigelegt werden konnte, streiken nun die 220.000 Arbeiter der Metallindustrie. Sie fordern unter anderem eine 12-prozentige Lohnsteigerung und ein Verbot von Arbeitsvermittlern im Automobilsektor. Nach Informationen der Detroit News haben General Motors und BMW ihre Produktion am Kap stoppen müssen, da die Lieferkette unterbrochen ist. In der Branche macht sich Wut breit.

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© BMW kann seit dem 1. Juli keine Autos mehr in Südafrika produzieren. Infolge eines Streiks steht die Produktion im Rosslyn-Werk still. Auch General Motors musste bereits die Arbeiten in seinem Werk in Port Elizabeth stoppen, berichtet Detroit News. (Quelle: BMW South Africa)

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