Schlagwort-Archive: Untersuchungshaft

Hells Angels feiern weiteren Triumph

Frank Hanebuth darf U-Haft in Spanien verlassen. Glückwünsche aus den USA und Südafrika

(2010sdafrika-Redaktion)

Der Hells Angels MC hat in jüngster Zeit eine regelrechte Triumph-Reihe an den Tag gelegt. Immer wieder fallen in Strafverfahren Freisprüche und Bewährungsstrafen gegen angeklagte Hells Angels, dann die Aufhebung des generellen Kuttenverbots durch den Bundesgerichtshof und nun die baldige Freilassung von Frank Hanebuth aus der Untersuchungshaft in Spanien. Selten waren die Rocker so erfolgreich wie es gegenwärtig der Fall ist. Amerikanische und südafrikanische Charter gratulierten bereits. Die staatliche Ermittlungsarbeit gegen den Rockerklub erleidet einen schweren Schaden.

Rocker

© Der Hells Angels MC feiert zurzeit einen Sieg nach dem anderen. Etliche Strafverfahren gegen angeklagte Rocker enden mit Freisprüchen und Bewährungsstrafen, das Kuttenverbot wurde vom Bundesgerichtshof gekippt und Frank Hanebuth kommt aus der U-Haft raus. Der Staat gerät unter Druck. (Quelle: Privat)

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Pfarrer Kerkhoff zu sechs Jahren Haft verurteilt

Landgericht Krefeld verurteilt Kinderschänder aus Willich. Taten in Südafrika bleiben ungesühnt

(2010sdafrika-Redaktion)

Am 6. Februar hat die 2. Große Strafkammer des Landgerichts Krefeld einen Pfarrer des Bistums Aachen zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass Georg Kerkhoff in insgesamt 25 Fällen des Kindesmissbrauchs schuldig ist, darunter in vier Fällen von schwerem sexuellen Missbrauch. Seine Opfer, zwei Brüder, waren damals elf und acht Jahre alt. Rund fünf Jahre lang nutzte er das Vertrauen der Eltern aus, um sich an den Schutzbefohlenen aus Nordrhein-Westfalen zu vergehen.

Kelte 001

© Pfarrer Georg Kerkhoff ist für schuldig befunden worden, in 25 Fällen Kindesmissbrauch begangen zu haben. Die 2. Große Strafkammer des Landgerichts Krefeld veurteilte den Kinderschänder zu sechs Jahren Haft. Allerdings bleiben seine mutmaßlichen Straftaten in Südafrika ungesühnt. Noch kann der 56-Jährige die Revision beim Bundesgerichtshof einlegen. (Symbolbild, Quelle: flickr/ Kelte 001)

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Pfarrer Kerkhoff und das Versagen der Kirche

Landgericht Krefeld verhandelt ab 9. Januar Kindesmissbrauchsfall gegen 56-jährigen Geistlichen

(2010sdafrika-Redaktion)

Georg Kerkhoff ist ein schlanker Mann, 56 Jahre alt, trägt eine Brille und ist stets am lächeln. Der Pfarrer des Bistums Aachen muss sich ab dem 9. Januar 2015 vor der 2. Großen Strafkammer am Landgericht Krefeld dafür verantworten, in 26 Fällen Kinder missbraucht zu haben. Vom einstigen Lächeln dürfte nicht mehr viel übrig geblieben sein. Diese Angelegenheit belegt das grundsätzliche Versagen der katholischen Kirche, Missbrauchsvorwürfen in den eigenen Reihen entschlossen nachzugehen. Denn Konsequenzen blieben aus.

trier51

© Über Jahre hinweg ignorierte das Bistum Aachen das auffällige Verhalten eines ihrer Pfarrer. Georg Kerkhoffs merkwürdiger Umgang mit Kindern blieb ohne Konsequenzen. Stattdessen ist er nach Südafrika versetzt worden. Auch dort fiel der Pfarrer auf. Im Januar 2015 wird gegen den Geistlichen in 26 Missbrauchsfällen am Landgericht Krefeld verhandelt. (Quelle: flickr/ trier51)

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„Ich vermisse ihn, mein Bruda“

Mutmaßlicher Hells Angels-Tippgeber Dennis W. provoziert kurz vor Wettbüro-Mordprozess mit Foto

(2010sdafrika-Redaktion)

Der Deutsch-Türke Dennis W. soll den Wettbüro-Mord an Tahir Özbek ermöglicht haben, indem er den Aufenthaltsort seines ehemaligen Freundes an den Berliner Hells Angels-Boss Kadir Padir verraten hatte. Kollegen von SPIEGEL.TV berichteten am 16. März 2014 über die Hintergründe. Wenige Wochen vor Beginn des Wettbüro-Prozesses scheint der mutmaßliche Tippgeber bewusst provozieren zu wollen. Denn an Geschmacklosigkeit ist seine Aktion kaum zu überbieten. Einzelne Freunde des Getöteten sind schockiert.

Tahir Özbek und Dennis W.

© Es ist eine Provokation und Verhöhnung des Mordopfers Tahir Özbek: Dennis W., der den Aufenthaltsort von Özbek an die Hells Angels verraten haben soll, postete vor wenigen Wochen ein Foto. Zu sehen ist der mutmaßliche Tippgeber [in der Mitte] und Tahir Özbek [links im Bild]. Mit dem Satz „Ich vermisse ihn, mein Bruda“ wird dieses kommentiert. Einzelne Freunde Özbeks kochen vor Wut. (Quelle: Facebook)

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Berliner Justiz macht Hells Angels den Prozess

Ein Kronzeuge und vierzehn angeklagte Rocker: Landgericht verhandelt zwei Mordverfahren

(2010sdafrika-Redaktion)

Berlin bereitet sich auf die größten Rockerprozesse Deutschlands vor. Die Pressestelle des Landgerichts Berlin hat angekündigt, den Mord an dem Soda Club-Türsteher Sebastian „Locke“ K. ab dem 24. September zu verhandeln. Drei Personen aus dem Umfeld der Hells Angels sind angeklagt worden. Am 17. Oktober schließt sich dann der zweite Prozess gegen elf weitere Rocker an, die im Wettbüro-Mord für den Tod von Tahir Özbek verantwortlich sein sollen.

Marc Fray

© Am Landgericht Berlin werden in Kürze zwei bedeutende Rockerverfahren verhandelt: Der Mord an dem Soda Club-Türsteher Sebastian „Locke“ K. und der Wettbüro-Mord an Tahir Özbek. Insgesamt befinden sich vierzehn Personen aus dem Hells Angels-Umfeld auf der Anklagebank. (Quelle: flickr/ Marc Fray)

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„Dennis W. und Tahir Özbek waren Freunde“

Spurensuche im Wedding: Der mutmaßliche Hells Angels-Tippgeber und seine Kontakte zur Unterwelt

(2010sdafrika-Redaktion)

– Hells Angels-Spezial –

Es ist ein frischer Juni-Tag im Bezirksteil Wedding, dem Arbeiterviertel mit einem hohen Migrantenanteil im Norden Berlins. In der Müllerstraße sind dutzende Internet-Cafés, Shisha-Bars und Döner-Läden zu finden. Die türkische und arabische Sprache hört man hier im Kiez ganz selbstverständlich. Unter der multikulturellen Menschenmenge befindet sich auch Dennis W., der mutmaßliche Tippgeber der Hells Angels.

Dennis W.

© Dennis W. [im Bild] war genauso wie Kadir Padir Mitglied der Bandidos. Beide saßen im Jahr 2008 auf der Anklagebank des Schöffengerichts in Berlin-Moabit. Sechs Jahre später nimmt Dennis W. eine bedeutende Rolle im Berliner Rockerverfahren gegen zehn Höllenengel ein. Er soll den Tipp zum Aufenthaltsort seines ehemaligen Freundes an die Hells Angels gegeben haben. (Quelle: Privat)

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Hells Angels-Boss „Neco“ beansprucht Macht

Exklusiv: Rund 80 Rocker feierten im Izmir-Charter ihren „Ehrenmann“. Deutsche Brüder waren unerwünscht

(2010sdafrika-Redaktion)

Am 15. Mai lud Necati Arabaci alias „Neco“, der Präsident des Hells Angels MC Nomads Turkey, seine Anhänger zum Klubhaus in Izmir ein. Die Repräsentanz der Höllenengel an der Ägäisküste gilt, so ein Informant gegenüber der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“, als das beliebteste Charter in der gesamten Türkei. Mit riesigem Pool, gepflegtem Rasen und luxuriösem Mobiliar wird das dortige Verweilen zum absoluten Genuss. Der Redaktion liegt nun exklusives Bildmaterial zur abgeschottenen Rockerwelt in Izmir vor.

Neco

© Am 15. Mai lud der Präsident der Hells Angels in Izmir, Necati Arabaci alias „Neco“, seine Anhänger in den Klub ein. Der ehemalige Kölner Türsteher und Zuhälter wurde gefeiert. Deutsche Rocker ohne türkische Wurzeln wurden erst gar nicht eingeladen. (Quelle: Privat)

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