Schlagwort-Archive: Verfahren

Pfarrer Kerkhoff zu sechs Jahren Haft verurteilt

Landgericht Krefeld verurteilt Kinderschänder aus Willich. Taten in Südafrika bleiben ungesühnt

(2010sdafrika-Redaktion)

Am 6. Februar hat die 2. Große Strafkammer des Landgerichts Krefeld einen Pfarrer des Bistums Aachen zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass Georg Kerkhoff in insgesamt 25 Fällen des Kindesmissbrauchs schuldig ist, darunter in vier Fällen von schwerem sexuellen Missbrauch. Seine Opfer, zwei Brüder, waren damals elf und acht Jahre alt. Rund fünf Jahre lang nutzte er das Vertrauen der Eltern aus, um sich an den Schutzbefohlenen aus Nordrhein-Westfalen zu vergehen.

Kelte 001

© Pfarrer Georg Kerkhoff ist für schuldig befunden worden, in 25 Fällen Kindesmissbrauch begangen zu haben. Die 2. Große Strafkammer des Landgerichts Krefeld veurteilte den Kinderschänder zu sechs Jahren Haft. Allerdings bleiben seine mutmaßlichen Straftaten in Südafrika ungesühnt. Noch kann der 56-Jährige die Revision beim Bundesgerichtshof einlegen. (Symbolbild, Quelle: flickr/ Kelte 001)

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Pfarrer Kerkhoff und das Versagen der Kirche

Landgericht Krefeld verhandelt ab 9. Januar Kindesmissbrauchsfall gegen 56-jährigen Geistlichen

(2010sdafrika-Redaktion)

Georg Kerkhoff ist ein schlanker Mann, 56 Jahre alt, trägt eine Brille und ist stets am lächeln. Der Pfarrer des Bistums Aachen muss sich ab dem 9. Januar 2015 vor der 2. Großen Strafkammer am Landgericht Krefeld dafür verantworten, in 26 Fällen Kinder missbraucht zu haben. Vom einstigen Lächeln dürfte nicht mehr viel übrig geblieben sein. Diese Angelegenheit belegt das grundsätzliche Versagen der katholischen Kirche, Missbrauchsvorwürfen in den eigenen Reihen entschlossen nachzugehen. Denn Konsequenzen blieben aus.

trier51

© Über Jahre hinweg ignorierte das Bistum Aachen das auffällige Verhalten eines ihrer Pfarrer. Georg Kerkhoffs merkwürdiger Umgang mit Kindern blieb ohne Konsequenzen. Stattdessen ist er nach Südafrika versetzt worden. Auch dort fiel der Pfarrer auf. Im Januar 2015 wird gegen den Geistlichen in 26 Missbrauchsfällen am Landgericht Krefeld verhandelt. (Quelle: flickr/ trier51)

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„Flitterwochen-Mörder“ erhält Freispruch

Shrien Dewani verlässt Südafrika als freier Mann. Prozessbeobachter sind überrascht. Opfer-Familie ist empört

(2010sdafrika-Redaktion)

Der Mordprozess gegen Shrien Dewani hat ein plötzliches Ende gefunden. Richterin Jeanette Traverso kam am vergangenen Montag zu der Erkenntnis, dass aufgrund der widersprüchlichen Angaben der Anklage und mangels Beweisen das Strafverfahren gegen den „Flitterwochen-Mörder“ eingestellt werden müsse. Prozessbeobachter zeigen sich überrascht. Die Familie des Opfers ist geschockt. Sie fühlen sich von der Justiz am Kap betrogen.

Shrien Dewani

© Shrien Dewani, der als „Flitterwochen-Mörder“ bekannt wurde, ist vom Vorwurf des Auftragsmordes an seine Ehefrau Anni Dewani freigesprochen worden. Prozessbeobachter zeigen sich über das plötzliche Ende des Strafverfahrens überrascht. Die Familie des Opfers fühlt sich von der Justiz am Kap hintergangen.

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Vom Hells Angels-Fall zum Pistorius-Urteil

Im Interview mit Dr. Erik Kraatz, Privatdozent und Anwalt von der Kanzlei Dr. Schulte und Partner

(Autor: Ghassan Abid)

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© Dr. Erik Kraatz, Privatdozent und Anwalt von der Berliner Kanzlei Dr. Schulte und Partner, bewertete für die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ zum Einen das Pistorius-Verfahren und zum Anderen das sogenannte Hells Angels-Urteil. Bei beiden Strafverfahren lassen sich Gemeinsamkeiten erkennen. (Quelle: Privat)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Dr. Erik Kraatz, Privatdozent und Anwalt von der Kanzlei Dr. Schulte und Partner. Als Strafrechtler haben Sie das Verfahren gegen Oscar Pistorius aufmerksam beobachtet. Der Paralympics-Star wurde am 12. September wegen fahrlässiger Tötung schuldig gesprochen. Ab morgen geht es um das Strafmaß. Teilen Sie die Ansicht von Richterin Thokozile Masipa, wonach kein Tötungsvorsatz vorlag?

Antwort: Diese Ansicht teile ich nicht. Dies liegt insbesondere daran, dass die Richterin in ihrer Urteilsbegründung davon sprach, eine „Tötungsabsicht“ hinsichtlich der Tötung von Reeva Steenkamp habe nicht vorgelegen. Für eine Tötung reicht meines Erachtens auch in Südafrika ein einfacher Tötungsvorsatz, der bei Schüssen durch eine geschlossene Badezimmertür ohne Frage, wer dort sei, in Kenntnis der Anwesenheit von Reeva im Apartment – auch wenn Pistorius sie angeblich im Bett wähnte – durchaus bejaht werden kann. Denn angesichts der gesamten Umstände, auch angesichts der Existenz eines Sicherheitsdienstes, an dem man erst einmal vorbei musste und dem Fehlen früherer Einbrüche, kann es kaum zweifelhaft sein, dass er zumindest in Kauf genommen hat, Reeva tödlich zu treffen.

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Leipziger Jens L. am Kap inhaftiert

Im Interview mit Rechtsanwalt Dr. Mario Müller: „Südafrikas Justiz verstößt gegen geltendes Recht“

(Autor: Ghassan Abid)

    © Rechtsanwalt Dr. Mario Müller vertritt den Leipziger Jens L. Sein Mandant sitzt seit zwei Jahren im südafrikanischen St.-Albans-Gefängnis. Dem Kap-Auswanderer wird der Mord an den Deutschen Klaus S. vorgeworfen. Zudem darf die Freundin von Jens L. das Land nicht verlassen.

© Rechtsanwalt Dr. Mario Müller vertritt den Leipziger Jens L. Sein Mandant sitzt seit zwei Jahren im südafrikanischen St.-Albans-Gefängnis. Dem Kap-Auswanderer wird der Mord an den Deutschen Klaus S. vorgeworfen. Zudem darf die Freundin von Jens L. das Land nicht verlassen.

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Rechtsanwalt Dr. Mario Müller. Die BILD-Zeitung berichtete erstmals über Ihren Mandanten Jens L. aus Leipzig. 2006 wanderte er mit seiner Freundin nach Jeffreys Bay in Südafrika aus. Er soll aus Deutschland geflüchtet sein?

Antwort: Der Mandant hatte sich entschlossen aus Deutschland auszuwandern. Eine Entscheidung, die allein im Jahr 2012 über 700.000 Personen in Deutschland getroffen haben. Es handelt sich hierbei um Auswanderer. Insoweit kann hier von Flüchtlingen nicht die Rede sein.

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Rocker schaffte Vermögen nach Südafrika

Exklusiv: Thomas Möller, einstiger Präsident der Hells Angels in Schweden, „verarscht“ die Behörden

(2010sdafrika-Redaktion)

Thomas Möller ist im Grunde genommen das schwedische Gegenstück zu Frank Hanebuth, dem damaligen Charter-Chef von Hannover und gleichzeitigem Präsidenten der Hells Angels in Deutschland. Möller leitete von 1990 bis 2003 das Hells Angels-Charter in Malmö, den ersten Klub in Schweden. Er schaffte es, sich weltweit als Präsident der schwedischen Höllenengeln zu etablieren. Doch während Hanebuth sich nach Mallorca absetzte und nun in U-Haft sitzt, flüchtete Möller nach Südafrika und lebt bisweilen als freier Mann. Schwedische und südafrikanische Ermittler versuchen seit rund einem Jahrzehnt, den Rocker dingfest zu machen. Bislang ohne Erfolg. Erstmals in der deutschsprachigen Presselandschaft beleuchtet „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ diesen Fall.

© Thomas Möller, einstiger Präsident der Hells Angels in Schweden, trickst seit Jahren den schwedischen Staat aus. Der mittlerweile 49-jährige Rocker hat sein Vermögen in Südafrika längst in Sicherheit gebracht, während dieser dem schwedischen Staat rund 105 Millionen Euro schuldet. Die Ermittler kommen an sein Reichtum am Kap nicht ran. Ebenso fehlen handfeste Beweise für ein Anklageverfahren.

© Thomas Möller, einstiger Präsident der Hells Angels in Schweden, trickst seit Jahren den schwedischen Staat aus. Der mittlerweile 49-jährige Rocker hat sein Vermögen in Südafrika längst in Sicherheit gebracht, während dieser dem schwedischen Staat rund 105 Millionen Euro schuldet. Die Ermittler kommen an sein Reichtum am Kap nicht ran. Ebenso fehlen handfeste Beweise für ein Anklageverfahren.

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Pistorius-Prozess vertagt

Staatsanwaltschaft bemüht sich bei ihren Ermittlungen um stichhaltige Beweise gegen den Sportler

(2010sdafrika-Redaktion)

Am vergangenen Dienstag hielt sich Oscar Pistorius im Saal C des zuständigen Gerichts in Pretoria auf, um nach kurzer Zeit wieder gehen zu können. Der Vorsitzende Richter gab dem Antrag der Staatsanwaltschaft statt, wonach die nächste Sitzung im Anklageverfahren wegen Mordes auf den 19. August 2013 verschoben wurde – dem 30. Geburtstag des Opfers Reeva Steenkamp.

© Das Strafverfahren gegen Oscar Pistorius ist auf den 19. August 2013, dem 30. Geburtstag von Reeva Steenkamp, vertagt worden. Der Vorsitzende Richter gab dem Antrag der Staatsanwaltschaft statt, die noch mehr Zeit bei ihren Ermittlungen gegen den Sportler benötigt. (Quelle: flickr/ Jonny Ross)

© Das Strafverfahren gegen Oscar Pistorius ist auf den 19. August 2013, dem 30. Geburtstag von Reeva Steenkamp, vertagt worden. Der Vorsitzende Richter gab dem Antrag der Staatsanwaltschaft statt, die noch mehr Zeit bei ihren Ermittlungen gegen den Sportler benötigt. (Quelle: flickr/ Jonny Ross)

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