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Entsetzen in Bredasdorp

Neu-Delhi-Déjà-vu: Siebzehnjährige Frau am Westkap brutal vergewaltigt und getötet. Eine Nation im Schock

(Autor: Ghassan Abid)

Südafrikas Öffentlichkeit kennt unzählige Fälle, bei denen Mädchen und Frauen sexuell missbraucht und vergewaltigt wurden. In einigen Statistiken führt das beliebte Tourismusland im südlichen Afrika die höchste Vergewaltigungsrate weltweit an. Und dennoch ereignete sich am Westkap eine abscheuliche Tat, die ein gesellschaftliches Umdenken notwendig macht.

© Eine ganze Nation ist entsetzt: Am 2. Februar 2013 ist in Bredasdorp am Westkap eine siebzehnjährige Frau von vier Männern brutal vergewaltigt und verstümmelt worden. Kurze Zeit später starb sie im Krankenhaus. Die Regierung ist über die Brutalität der Tat geschockt. Ein gesellschaftliches Umdenken, ähnlich den Vorgängen in Indien, wird vor allem von Frauenrechtlerinnen gefordert. (Quelle: flickr/ Proteus250245(

© Eine ganze Nation ist entsetzt: Am 2. Februar 2013 ist in Bredasdorp am Westkap eine siebzehnjährige Frau von vier Männern brutal vergewaltigt und verstümmelt worden. Kurze Zeit später starb sie im Krankenhaus. Die Regierung ist über die Brutalität der Tat geschockt. Ein gesellschaftliches Umdenken, ähnlich den Vorgängen in Indien, wird vor allem von Frauenrechtlerinnen gefordert. (Quelle: flickr/ Proteus250245)

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Kurzfilme aus Südafrika

Ein Bericht zum 28. Internationalen Kurzfilmfestival Berlin (interfilm)

(Autorin: Anne Schroeter)

Am 17. November 2012 sind im Rahmen des 28. Kurzfilmfestivals „interfilm“ im Berliner Kino Passage fünf Kurzfilme aus Südafrika präsentiert worden. Leider war die Publikumsresonanz nicht so groß, wie die Kurzfilme es verdient hätten – das Kino war nicht einmal halb voll.

© Cover zum Film "Protect the Nation".

© Cover zum Film „Protect the Nation“.

Der erste Film, „Protect the Nation“ (2010, Regisseur: Candice Reisser), behandelt die Geschichte eines Jungen namens Sizwe, der in Alexandra lebt. Um die Familie unterstützen zu können, geht er tagsüber kleineren Arbeiten nach und nicht zur Schule. Er belügt seine Tante, die sich um ihn sorgt. Aus dem Off klingen seine Gedanken: „When somebody is good to you, it makes you want to do good. It’s a circle, it goes round and round“. Eines Tages holt er im Auftrag eines Verwandten eine Schallplatte in einem Club ab. Ein Mitarbeiter des Clubs erkennt offensichtlich, dass etwas nicht stimmt mit Sizwe. Er zeigt auf ein Foto Mandelas und fragt den Jungen, ob er Liebe in seinem Herzen trage. Nach der Übergabe der Schallplatte, auf dem Weg nach Hause, wird Sizwe von anderen Jungen angegriffen. Dabei stürzt er und bleibt ohne Regung am Boden liegen.

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Minderheitenschutz in Südafrika

Wenn Lesben, Schwule, Trans- und Bisexuelle um ihr Leben fürchten müssen: „Corrective Rape“

(Autor: Ghassan Abid)

Die Gewalt gegen homo-, bi- und transsexuelle Südafrikaner – vor allem gegen Lesben – stellt im konservativen Südafrika eine immense Problematik dar. Regelmäßig ist von „corrective rape„, der korrigierenden Vergewaltigung, zu hören. Von Vorfällen mehrheitlich aus den Townships, wo lesbische Frauen von Männern der selben Gemeinschaft vergewaltigt werden. Auf diesem Wege soll die Lesbe „gesund gemacht“ oder „umgedreht“ werden. Tatsächlich jedoch bleiben eingeschüchterte, verängstigte und traumatisierte Opfer zurück. Keine Heilung ist eingetreten, sondern vielmehr eine nachhaltige seelische Schädigung mit möglicher HIV-Infektion.

Einige der Opfer geben sich selbst die Schuld, die anderen hingegen kämpfen umso verbissener für die Wahrung ihrer eigenen sexuellen Identität. Wie viele Fälle von „corrective rape“ in Südafrika auftreten, ist unbekannt. Laut Angaben des britischen Al Jazeera-Journalisten Jonah Hull werden jedes Jahr rund 500 Lesben vergewaltigt und weitere 30 Opfer gezielt getötet.

© Millicent Gaika aus dem Township Gugulethu. Ihr Bild ging um die Welt. Aufgrund ihrer lesbischen Einstellung wurde sie brutal geschlagen und vergewaltigt. 2010 wurde sie von einem Mann und 2002 von gleich vier Männern zum brutalen Sex gezwungen. In beiden Fällen erzählten ihr die Täter die Absicht, sie "gesund machen" zu wollen. (Quelle: Facebook)

© Millicent Gaika aus dem Township Gugulethu. Ihr Bild ging um die Welt. Aufgrund ihrer lesbischen Einstellung wurde sie brutal geschlagen und vergewaltigt. 2010 wurde sie von einem Mann und 2002 von gleich vier Männern zum brutalen Sex gezwungen. In beiden Fällen erzählten ihr die Täter die Absicht, sie „gesund machen“ zu wollen. (Quelle: Facebook)

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