Schlagwort-Archive: Verkehr

„taff“ berichtet über Schattenseite Kapstadts

Südafrikas Vorzeigemetropole unter dem Einfluss illegaler Autorennen. Zweiter Teil von drei Folgen

(2010sdafrika-Redaktion)

Kapstadt ist mit Abstand eines der beliebtesten Urlaubsziele weltweit. Südafrikas kosmopolitische Vorzeigemetropole ist als Drehort für die internationale Film- und Modeindustrie stark gefragt. Insbesondere deutsche Bundesbürger – rund 60.000 Auswanderer – leben mittlerweile am Tafelberg. Der deutsche TV-Sender ProSieben lobte erst im Juli 2015 den hohen Lebensstandard am südlichsten Zipfel Afrikas. Nun hingegen, etwa vier Monate später, wird Kapstadt als Problemort kategorisiert.

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© Die ProSieben-Sendung „taff“ widmet sich im Rahmen von drei Folgen der dunklen Seite Kapstadts. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ wird alle drei Teile nacheinander zeigen. (Quelle: flickr/ jbdodane)

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Kap-Kolumne: Vom „Tollhaus“ in den Boxring

Das kontroverse Mautsystem auf Gautengs Autobahnen entwickelt sich zum Wahlkampfthema 2014

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger Westberliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.)

© Das von der Regierung vorbereitete Mautsystem für Pkw-Fahrer bringt die Partei ANC unter Druck. Der Gewerkschaftsdachverband COSATU, die zivilgesellschaftliche Organisation OUTA und die Oppositionspartei DA laufen Sturm. Auch Unternehmer und Kirchen schließen sich dem Protest an. Die Maut entwickelt sich zum Wahlkampfthema. (Quelle: flickr/ Siyabonga Africa)

© Das von der Regierung vorbereitete Mautsystem für Pkw-Fahrer bringt die Partei ANC unter Druck. Der Gewerkschaftsdachverband COSATU, die zivilgesellschaftliche Organisation OUTA und die Oppositionspartei DA laufen Sturm. Auch Unternehmer und Kirchen schließen sich dem Protest an. Die Maut entwickelt sich zum Wahlkampfthema. (Quelle: flickr/ Siyabonga Africa)

Der Streit um das e-Tolling, die elektronische Maut auf den Autobahnen von Gauteng, ist nun vollends in den politischen Boxring des Vorwahlkampfes 2014 geraten. Am vergangenen Freitag gab die liberale Partei „Democratic Alliance“ (DA) bekannt, dass sie eine Million Rand an OUTA spendet. OUTA (Opposition to Urban Tolling Alliance) ist ein zivilgesellschaftlicher Zusammenschluss bürgerlicher Gegner des e-Tolling. Doch nicht nur Teile der Geschäftswelt treten gegen das Mautsystem an. Der Gewerkschaftsverband COSATU hat sich lautstark und militant zu Wort gemeldet. Seine letzte Aktion, ein Autokorso auf der Autobahn, wurde jedoch auf Antrag der städtischen Behörden sowie der Metro-Polizei gerichtlich untersagt. Auch verschiedene kirchliche Gruppen, wie die Synode der NG Kerk, sprachen sich gegen das e-Tolling aus. Alles in Allem eine ziemlich bunt gemischte Front.

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Polizeigewalt im Township Daveyton

Tod eines Mosambikaners ruft Empörung hervor. Ermittlungen der Polizeiaufsicht laufen an

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Polizei am Kap steht erneut in der öffentlichen Kritik. Seit wenigen Stunden kursiert ein Video im Internet und in den Medien, das die Verhaftung eines 27-jährigen Mannes im Township Daveyton bei Johannesburg durch Polizeibeamte zeigt.

 © Die SAPS-Flagge: Südafrikas Polizei wird erneut von einem Skandal heimgesucht. Mehrere Beamte sollen für den Tod eines Mosambikaners im Township Daveyton bei Johannesburg verantwortlich sein. Ein Video belastet die Beamten. Erste Ermittlungen wurden bereits aufgenommen.

© Die SAPS-Flagge: Südafrikas Polizei wird erneut von einem Skandal heimgesucht. Mehrere Beamte sollen für den Tod eines Mosambikaners im Township Daveyton bei Johannesburg verantwortlich sein. Ein Video belastet die Beamten. Erste Ermittlungen wurden bereits aufgenommen.

Auf der Videoaufnahme ist folgendes zu sehen: Der Festgenommene wird an der Rückseite eines Polizeifahrzeugs mit Handschellen fixiert. Während Passanten mit Bestürzung auf die brutale Maßnahme der Polizisten reagieren, fährt plötzlich der Streifenwagen los. Der Mosambikaner, der als Taxifahrer arbeitete, stirbt wenig später in einer Polizeizelle an schweren Kopfverletzungen und inneren Blutungen.

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Kap-Kolumne: Straßen des Todes

Verkehrsunfälle in Südafrika: Rund 1.280 Tote in 5 Wochen. Debatte über Verkehrssicherheit entbrannt

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger Westberliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.)

Die Sommerferienzeit in Südafrika ist auch die Zeit massenhafter Unfälle auf den Straßen des Landes. Die hiesigen Medien verwenden dafür den dramatischen Begriff „road carnage“ – dem Straßenmassaker. Leider ein zutreffendes Wort: Seit Anfang Dezember 2012 bis Ende vergangener Woche starben auf Südafrikas Straßen 1.279 Menschen. Eine exorbitante Zahl trotz landesweit verstärkter Polizeikontrollen und omnipräsenter medialer Kampagnen zur Verkehrssicherheit  wie „Arrive Alive“.

© Seit Anfang Dezember 2012 bis Ende vergangener Woche starben auf Südafrikas Straßen 1.279 Menschen. Eine exorbitante Zahl trotz landesweit verstärkter Polizeikontrollen und omnipräsenter medialer Kampagnen zur Verkehrssicherheit. (Quelle: flickr/ ER24 EMS (Pty) Ltd.)

© Seit Anfang Dezember 2012 bis Ende vergangener Woche starben auf Südafrikas Straßen 1.279 Menschen. Eine exorbitante Zahl trotz landesweit verstärkter Polizeikontrollen und omnipräsenter medialer Kampagnen zur Verkehrssicherheit. (Quelle: flickr/ ER24 EMS (Pty) Ltd.)

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Kap-Kolumne: Die Tücken des Nahverkehrs

Des einen Leid ist des anderen Freud. Südafrika als Land nur für Frühaufsteher?

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger Westberliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.)

Heute mal eine kleine Geschichte aus dem „Erste-Welt-Land“ Südafrika. Öffentlicher Nahverkehr in Südafrika – das ist `ne Sache für sich. Heute Morgen fahre ich also mit dem Öffentlichen von Pretoria-Nord nach Rivonia (Johannesburg). Klar, der Gautrain ist ein wunderbares Verkehrsmittel: Modern, schnell und bequem – wenn auch viel zu teuer. Aber über Preise will ich jetzt nicht schreiben. Zunächst muß ich vom Vorort Daspoort in die Stadt gelangen. Die Bushaltestelle ist eine Straße weiter. Tatsächlich kommt der Bus heute, um Punkt halb sieben morgens. An der selben Stelle hatte ich vor zwei Wochen, allerdings um halb acht. Eine ganze Stunde gewartet und kein Bus kam. Des Rätsels Lösung: Nach halb sieben morgens fährt hier kein Bus mehr in die Stadt, weil es sich offenbar nicht lohnt.

    © Der Gautrain verbindet Pretoria und Johannesburg miteinander. Als Prestigeprojekt der Regierung wird er von der einheimischen Bevölkerung nicht voll ausgelastet. Die Strecke ist für normale südafrikanische ÖPNV-Fahrgäste zu teuer. Kap-Kolumnist Detlev Reichel erläutert sein Erlebnis mit dem Gautrain. (Quelle: MedicaClubSouthAfrica.com)

© Der Gautrain verbindet Pretoria und Johannesburg miteinander. Als Prestigeprojekt der Regierung wird er von der einheimischen Bevölkerung nicht voll ausgelastet. Die Strecke ist für normale südafrikanische ÖPNV-Fahrgäste zu teuer. Kap-Kolumnist Detlev Reichel erläutert sein Erlebnis mit dem Gautrain. (Quelle: MedicaClubSouthAfrica.com)

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Weihnachten im südafrikanischen Sommer

Badehose anziehen, Grill anschmeißen und mit Nicht-Christen gemeinsam feiern

(2010sdafrika-Redaktion)

Ein Bilderbuch-Weihnachten braucht Schnee, heiße Getränke zwecks Aufwärmen und den Weihnachtsmarkt. Der heutige 1. Advent regt die Phantasien der Deutschen in Bezug auf winterliche Assoziationen an. Nicht so in Südafrika. Denn die vorweihnachtliche Zeit fällt in der südlichen Hemisphäre auf den Sommer. Recht befremdlich wirkt es daher für deutsche Verhältnisse, wenn in den Malls – den Einkaufszentren in Pretoria, Johannesburg, Durban oder Kapstadt – Tannenbäume aus Plastik stehen, die ein westliches Bild von Weihnachten zu vermitteln versuchen.

© Das südafrikanische Weihnachten und die vorweihnachtliche Zeit werden am Kap deutlich anders gefeiert als im kalten Deutschland. Sonne statt Schnee, Safari statt Weihnachtsmarkt, Badehose statt Winterklamotten. (Quelle: flickr/ Erin Turowski)

© Das südafrikanische Weihnachten und die vorweihnachtliche Zeit werden am Kap deutlich anders gefeiert als im kalten Deutschland: Sonne statt Schnee, Safari statt Weihnachtsmarkt, Badehose statt Winterklamotten. (Quelle: flickr/ Erin Turowski)

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5. Südafrika-EU-Gipfel

Strategische Partnerschaft: Wirtschaftsabkommen EPA bleibt ungelöstes Streitthema.

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

In der vergangenen Woche tagte der 5. Südafrika-EU-Gipfel im belgischen Brüssel, an welchem für die Europäische Union (EU) Herman Van Rompuy, Präsident des Europäischen Rates, und José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission, teilnahmen. Ebenso beteiligten sich an den bilateralen Gesprächen neben dem belgischen EU-Handelskommissar Karel de Gucht, auch der lettische EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs und die irische EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft, Máire Geoghegan-Quinn.

© Herman Van Rompuy, Präsident des Europäischen Rates, Südafrikas Präsident Jacob Zuma und José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission, beim 5. Südafrika-EU-Gipfel in Brüssel. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

© Herman Van Rompuy, Präsident des Europäischen Rates, Südafrikas Präsident Jacob Zuma und José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission, beim 5. Südafrika-EU-Gipfel in Brüssel. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

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