Schlagwort-Archive: Versöhnung

Vergebung statt Vergeltung

Wahrheitskommission legte heute vor 20 Jahren Abschlussbericht zur Vergangenheitsbewältigung vor

(2010sdafrika-Redaktion)

Vor genau 20 Jahren, am 29. Oktober 1998, wurde der damalige anglikanische Erzbischof Desmond Tutu von Südafrikas Staatspräsidenten Nelson Mandela persönlich empfangen. Tutu, der den Vorsitz der Wahrheits- und Versöhnungskommission (TRC) innehatte, legte fünf dicke Bände mit über 4.500 Seiten vor. Jede einzelne Seite befasst sich mit den Verbrechen des Apartheidregimes ab dem 1. März 1960 – eingeschlossen das Massaker von Sharpeville vom selben Monat. Drei Jahre Vergangenheitsbewältigung mündeten in knapp 1.000 Seiten mit den Namen der Opfer.

© Desmond Tutu leitete den Vorsitz der Wahrheits- und Versöhnungskommission (TRC), die die Verbrechen des Apartheidregimes aufarbeitete. Am 29. Oktober 1998, heute vor 20 Jahren, präsentierte der südafrikanische Friedensnobelpreisträger den Abschlussbericht mit seinen rund 4.500 Seiten. (Quelle: flickr/ Skoll Foundation)

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Mandela-Trauergottesdienst im Berliner Dom

1.000 Bürger nehmen persönlich Abschied von Südafrikas Ikone Madiba. Ein Erlebnisbericht

(Autor: Ghassan Abid)

– MANDELA-Spezial –

Es ist Mittwoch, der 11. Dezember 2013 gegen 18.00 Uhr, als rund 1.000 Menschen sich im Berliner Dom einfinden, um Nelson Mandela vom irdischen Leben zu verabschieden. Sie wollen ihm Lebewohl und Dankeschön sagen. Innerhalb des Gotteshauses ist es kühl. Trotzdem ist der Dom bis in die letzte Reihe gefüllt, mit jungen und alten Gästen. Kalter Wind zieht teilweise durch die Gänge. Die Stimmung ist gedrückt. Viele Berliner sind in sich gekehrt; auch ich.

© Am 11. Dezember 2013 verabschiedeten sich rund 1.000 Berliner von Nelson Mandela. Im Berliner Dom fand ein Trauergottesdienst anlässlich der südafrikanischen Ikone statt, an welcher auch Ghassan Abid - Chefredakteur von "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" - teilnahm.

© Am 11. Dezember 2013 verabschiedeten sich rund 1.000 Berliner von Nelson Mandela. Im Berliner Dom fand ein Trauergottesdienst anlässlich der südafrikanischen Ikone statt, an welcher auch Ghassan Abid – Chefredakteur von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ – teilnahm.

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Das Erbe von Nelson Mandela

„Der Speer ist gefallen, wir müssen ihn aufnehmen“

(Autor: Detlev Reichel)

– MANDELA-Spezial –

Ein Tsunami von Nachrufen, Zitaten, Rückblicken, Anekdoten, Einschätzungen, Bildern, Aufzeichnungen und Interviews stürzt derzeit auf uns ein. Es ist als habe jemand mit der Todesnachricht Nelson Mandelas irgendwo im Meer der Medien einen Stöpsel gezogen. Es gibt kaum eine Ecke auf dem Planeten, in die der Name Nelson Mandela noch nicht gedrungen ist.

    © Mandela ist der Nationalheld Südafrikas. Überall im Lande ist er präsent. Straßennamen, Denkmäler und Geldscheine sind dem Idol gewidmet. Doch was bleibt wirklich zurück? (Quelle: flickr/ chaouki)

© Mandela ist der Nationalheld Südafrikas. Überall im Lande ist er präsent. Straßennamen, Denkmäler und Geldscheine sind dem Idol gewidmet. Doch was bleibt wirklich zurück? (Quelle: flickr/ chaouki)

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Long Live Nelson Mandela!

Ein Gastbeitrag von Dieter W. Haller, deutscher Botschafter in der Republik Südafrika von 2007-2011

(Ein Exklusiv-Artikel des Diplomaten Dieter W. Haller)

– MANDELA-Spezial –

© Dieter W. Haller befindet sich zurzeit in Johannesburg und nahm als Privatperson an den Trauerfeierlichkeiten von Nelson Mandela teil. Der Diplomat war von 2007 bis 2011 Deutschlands Botschafter in der Republik Südafrika. Für die Redaktion von "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" verfasste Haller einen Exklusiv-Gastbeitrag zu Madiba. (Quelle: Auswärtiges Amt)

© Dieter W. Haller befindet sich zurzeit in Johannesburg und nahm als Privatperson an den Trauerfeierlichkeiten von Nelson Mandela teil. Der Diplomat war von 2007 bis 2011 Deutschlands Botschafter in der Republik Südafrika. Für die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ verfasste Haller einen Exklusiv-Gastbeitrag zu Madiba. (Quelle: Auswärtiges Amt)

Südafrika trauert und die ganze Welt trauert mit. Wir alle spüren: Hier geht ein einmaliger Mensch, ein ganz „Großer“ des 20. und 21. Jahrhunderts.

Überwältigende Beischeidenheit, feste Hartnäckigkeit, visonärer Pragmatismus, vor allem aber sein unbändiger Sinn für Gerechtigkeit und Versöhnung werden unauslöschlich mit Mandela verbunden bleiben. Mit dieser Haltung hat er dem so lange gespaltenen und zerrissenen Land am Kap Einheit und Freiheit gebracht. Er hat damit auch den Weg für eine gedeihliche Entwicklung auf dem ganzen afrikanischen Kontinent geebnet.

Mandelas Humanismus werden für immer Vermächtnis und Auftrag an die Nachgeborenen bleiben.

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Mandelas Wahrnehmung durch Weiße

„Wir bemühen uns nach Kräften, auf die Ängste der Weißen einzugehen.“ Südafrika gehört allen Bewohnern

(Autor: Martin Hiebsch)

– MANDELA-Spezial –

Bei der Beantwortung der Frage wie Nelson Mandela durch „weiße“ Südafrikaner wahrgenommen wurde, muss zunächst analysiert werden, wie sich der Wandel vom Apartheid-Regime zum „neuen“ Südafrika unter seiner Präsidentschaft vollzog.

© Nelson Mandela war der festen Überzeugung, dass die weiße Minderheit keine Nachteile im neuen Südafrika erleiden darf. Sonst funktioniere der Versöhnungsprozess nicht. (Quelle: flickr/ World Economic Forum)

© Nelson Mandela war der festen Überzeugung, dass die weiße Minderheit keine Nachteile im neuen Südafrika erleiden darf. Sonst funktioniere der Versöhnungsprozess nicht. (Quelle: flickr/ World Economic Forum)

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Mandelas Errungenschaften

Madibas Beitrag auf politischer Ebene ist zugleich ein Vorbild für viele auf persönlicher Ebene

(Autor: Simon Domke)

– MANDELA-Spezial –

Präsident, Vater der Nation, Friedensnobelpreisträger. Die wohl meistgenannten Begriffe beim Versuch, die öffentliche Person Nelson Mandela zu beschreiben. Aber wie sehr werden diese Begriffe seinem Lebenswerk gerecht?

    © Mandelas Lebenswerk basierte auf die Vision, die soziale, politische und wirtschaftliche Ungleichheit in Südafrika zu bekämpfen. (Quelle: flickr/ Paraíba)

© Mandelas Lebenswerk basierte auf die Vision, die soziale, politische und wirtschaftliche Ungleichheit in Südafrika zu bekämpfen. (Quelle: flickr/ Paraíba)

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Mandela ist Präsident

Als Vater der Nation sich für die Versöhnung der Ethnien eingesetzt

(Autorin: Nadja Krupke)

– MANDELA-Spezial –

„Never, never and never again shall it be that this beautiful land will again experience the oppression of one by another and suffer the indignity of being the skunk of the world.Nelson Mandela

Nach seiner Wahl am 10. Mai 1994 stellte Nelson Mandela sich zum ersten Mal vor dem Volk und plädierte, dass Südafrika nie wieder unter den menschenunwürdigen Verhältnissen leiden solle, wie es in der Apartheid der Fall war. Er war der erste Präsident der Südafrika die Demokratie und den Frieden brachte und der den Menschen wieder Hoffnung schenkte. Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Eine Zukunft ohne Rassenhass und Rassentrennung. Eine Zukunft mit politischer, sozialer und wirtschaftlicher Gleichberechtigung.

© Nelson Mandela war der erste schwarze Präsident Südafrikas. Während seiner Amtszeit von 1994 bis 1999 setzte er sich für eine friedliche Transformation des Landes ein (Quelle: flickr/ Geoff's Trains)

© Nelson Mandela war der erste schwarze Präsident Südafrikas. Während seiner Amtszeit von 1994 bis 1999 setzte er sich für eine friedliche Transformation des Landes ein. (Quelle: flickr/ Geoff’s Trains)

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