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Magazin „afrikapost“ stellt Betrieb ein

Deutschsprachige Afrika-Medien bedürfen staatlicher Kultur- und Bildungsförderung. Ein Kommentar

(Autor: Ghassan Abid)

Am gestrigen Montag erreichte die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ eine Hiobsbotschaft der Kollegenschaft der „afrikapost“, wonach das im Jahr 1888 gegründete Afrika-Magazin seinen Betrieb zum Ende 2014 einstellen musste. Die Medienkrise, die bei der deutschsprachigen Afrika-Presse schon immer vorherrschte und in den letzten Jahren sogar zugenommen hat, zwang nun das SPIEGEL-Magazin unter den Afrika-Publikationen in die Knie. Diese Angelegenheit sollte als dringender Weckruf verstanden werden.

afrikapost

© Das im Jahr 1888 gegründete Magazin „afrikapost“ stellt seinen Betrieb ein. Unter den deutschsprachigen Afrika-Medien galt die afrikapost als renommierte und hochwertige Presse, vergleichbar mit dem SPIEGEL-Magazin. Ghassan Abid, Chefredakteur von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“, drückt gegenüber seinem Kollegen, dem afrikapost-Chefredakteur Klaus A. Hess [im Bild], sein tiefstes Bedauern aus.

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Südafrika in außenpolitischer Verantwortung

Im Interview mit Klaus A. Hess, Verleger und Chefredakteur des Magazins afrikapost

(Autor: Ghassan Abid)

© Klaus A. Hess, Verleger und Chefredakteur des Magazins afrikapost.

© Klaus A. Hess, Verleger und Chefredakteur des Magazins afrikapost. (Quelle: Klaus A. Hess)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Klaus A. Hess, Verleger und Chefredakteur des Magazins afrikapost. Seit 1972 befassen Sie sich mit dem afrikanischen Kontinent. Wie erleben Sie Afrika, wenn Sie in die 70er-Jahre zurückblicken und gleichzeitig auf die heutige Entwicklung schauen?

Antwort: Vor 40 Jahren war die Apartheid in Südafrika noch ein großes Thema, in Afrika fanden Stellvertreter-Kriege statt zwischen den Weltmächten Sowjetunion und USA im Rahmen des weltweiten „Kalten Krieges“ der beiden westlich-demokratischen und östlich-kommunistischen Blöcke. In den jungen Staaten wurden verschiedene politische und soziale Modelle probiert, die leider oft nicht zur Entwicklung zugunsten der Bevölkerung führten, sondern zu Umstürzen und Bürgerkriegen. In der Weltpolitik und Weltwirtschaft spielte Afrika praktisch keine eigene Rolle.

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