Schlagwort-Archive: Volksgruppe

Jacob Zuma wird 7. Frau heiraten

Südafrikas Ex-Präsident plant Hochzeit mit 24-jähriger Conco. Altersunterschied bei 52 Jahren

(2010sdafrika-Redaktion)

Der ehemalige Staatspräsident Jacob Zuma, der nach massivem Druck durch seine Partei ANC am 14. Februar vom Amt zurücktreten musste, wird zum nun 7. Mal in den Bund der Ehe eingehen. Der 76-jährige Polygamist plant die 24-jährige Nonkanyiso Conco in naher Zukunft zu heiraten. Der Altersunterschied liegt somit bei 52 Jahren. Zudem sollen Zuma und Conco bereits ein gemeinsames Kind haben – das 23. bekannte Kind des ehemaligen Staatsoberhaupts von insgesamt 11 verschiedenen Frauen.

© Die 24-jähriger Nonkanyiso Conco [im Bild] hat gegenüber mehreren Medien bereits bestätigt, dass sie den früheren Staatspräsidenten Jacob Zuma heiraten wird. Somit wäre der Ex-Staatschef Südafrikas gleichzeitg mit 5 Frauen verheiratet. (Quelle: Facebook)

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Berlinale 2013 – Filmkritik „Elelwani“

Ist Liebe stärker als Tradition? Ein außergewöhnliches Drama mit sozialkritischem Anspruch

(2010sdafrika-Redaktion)

© Sequenz aus dem Film "Elelwani". (Quelle: Berlinale/ Shadowy Meadows Productions)

© Sequenz aus dem Film „Elelwani“. (Quelle: Berlinale/ Shadowy Meadows Productions)

Offizielle Handlung:

Es beginnt mit einer Autofahrt, die sich für Elelwani und Vele anfühlt wie der Aufbruch in die Sommerfrische des Lebens. Elelwani hat gerade ihr Studium abgeschlossen, ist verliebt in Vele, der neben ihr sitzt. Sie fahren durch die immer grüner werdende Landschaft in Elelwanis Heimatdorf, wo sie ihren Eltern ihre Pläne von ihrer Heirat und Zukunft erzählen wollen. Sie werden mit einem dramatischen Tanz empfangen – zu Ehren der ersten Frau aus dem Dorf, die es zu akademischen Würden gebracht hat. So vermutet Elelwani.

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2 Nationalhymnen, 2 Geschichten, 1 Vision

Zusammengehörigkeitsgefühl verwurzelt im „Deutschlandlied“ und „Nkosi Sikelel‘ iAfrika“

(Autor: Ghassan Abid)

Hymnen, abgeleitet vom griechischen Wort hymnos und mit ´Tongefüge´ zu übersetzen, verfolgen in allen Ländern zwei Ziele. Zum Einen soll mit der Hymne die Einigkeit einer ganzen Nation symbolisiert und zum Andern die Identifikation des Volkes mit ihrer Heimat gestärkt werden. Insbesondere bei sportlichen Anlässen, wie der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland und der WM 2010 in Südafrika, wurden Nationalhymnen verstärkt mit viel Euphorie von allen Bevölkerungsgruppen gesungen.


© Joseph Haydn (Quelle: Wikimedia)

Die dritte Strophe des „Deutschlandliedes“ vom Wolfsburger Dichter August Heinrich Hoffmann von Fallersleben besteht seit 1991 als Hymne des vereinten Deutschlands. Die Melodie jedoch entspringt vom in Österreich geborenen Komponisten Joseph Haydn aus dem Jahr 1797, einem Vertreter der renommierten Stilrichtung Wiener Klassik, der auch Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven angehörten. Das Deutschlandlied hatte schon immer den Zweck verfolgt, den innerdeutschen Zusammenhalt zu stärken, verfiel im 20. Jahrhundert jedoch mit der Verschmelzung des Horst-Wessel-Liedes den Propagandazwecken des Nationalsozialismus. Dementsprechend sind nach dem Ende des zweiten Weltkrieges die erste und zweite Strophe des Deutschlandliedes seither verboten worden.

© Enoch Mankayi Sontonga (Quelle: Wikimedia)

Ebenfalls erlebte Südafrika hinsichtlich seiner Nationalhymne eine besondere Geschichte. Seit 1996 ist „Nkosi Sikelel‘ iAfrika“ die offizielle Nationalhymne Südafrikas, bestehend aus den 5 Sprachen Xhosa, Zulu, Sesotho, Afrikaans und Englisch. Die Hymne wurde aus Teilen des vor allem unter der schwarzen Bevölkerung verbreiteten und vom in Uitenhage geborenen sowie der Volksgruppe Xhosa zugehörigen Komponisten Enoch Mankayi Sontonga verfasst.

Nkosi Sikelel’ iAfrika (zu Deutsch: Gott segne Afrika) galt bereits vor Apartheidszeiten als Lied der Widerstandsbewegung und heutigen Regierungspartei „African National Congress (ANC)“ von Nelson Mandela, später auch als Kirchengesang der Zulus. Während die ersten beiden Strophen der Nationalhymne Südafrikas auf Nkosi Sikelel’ iAfrika zurückgehen, basieren die anderen letzten beiden Strophen dem Nationalgesang des Apartheid-Südafrikas „Die Stem van Suid-Afrika“, welches von Cornelis Jacobus Langenhoven gedichtet wurde. Dementsprechend fand hierbei eine Verschmelzung zwischen Schwarz und Weiß statt – zwischen Apartheid und ANC.

Was Deutschland jedoch von Südafrika unterscheidet ist der Umstand, dass man keine einzige Zeile der DDR-Hymne „Auferstanden aus Ruinen“ in das Deutschlandlied übernommen hat. Lothar de Maizière, Ministerpräsident der DDR, konnte diesen Vorschlag bei der Bundesregierung unter Kanzler Helmut Kohl nicht durchsetzen, welches wirklich in Anbetracht des innerdeutschen Zusammengehörigkeitsgefühls und der damit verbundenen Symbolik sehr zu bedauern ist. Südafrika hat es auf jeden Fall richtig gemacht!

Südafrikanische Regierung mit Informationen zur Nationalhymne:

http://www.info.gov.za/aboutgovt/symbols/anthem.htm

2010sdafrika-Artikel mit Rezension zum Nation Building-Film „Invictus“:

https://2010sdafrika.wordpress.com/2010/02/07/rezension-des-films-„invictus-unbezwungen“/