Schlagwort-Archive: Walter Sisulu

Kap-Kolumne: OR Tambo begrüßt Reisende

Ehemaliger ANC-Präsident in Ankunftshalle des Flughafens Johannesburg aufgestellt

(Autor: Detlev Reichel, Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals)

Donnerstag, 19.10.2017 – In der großen runden Ankunftshalle des Johannesburger Flughafens begrüßt seit heute ein lebensgroßes Standbild des Oliver Reginald Tambo die Reisenden. Er ist seit 2005 der Namensgeber des größten Flughafens Südafrikas – „OR Tambo“ International Airport – das Tor zum afrikanischen Kontinent und der Welt.

© Der langjährige ANC-Präsident Oliver Reginald Tambo ist am Donnerstag, den 19.10.2017, in der Ankunftshalle des gleichnamigen Flughafens Johannesburg als Statue aufgestellt worden. Am 27. Oktober 1917 wird dem 100. Geburtstag des Freiheitskämpfers gedacht. (Quelle: Privat)

Weiterlesen

CIA gab Tipp zur Verhaftung Nelson Mandelas?

Zum 3. Mal wird US-Geheimdienst vorgeworfen, Südafrikas Ikone ins Gefängnis gebracht zu haben

(2010sdafrika-Redaktion)

Das Gerücht, wonach der US-Auslandsgeheimdienst „Central Intelligence Agency“ (CIA) für die Verhaftung der südafrikanischen Widerstandsikone Nelson Mandela verantwortlich sein soll, hält sich seit Jahren hartnäckig. Schon seit 2000 wird öffentlich darüber spekuliert, ob die CIA den Partnerdiensten des Apartheidsregimes den entscheidenden Tipp gegeben hatte, der die populäre ANC-Führungspersönlichkeit für 28 Jahre in den Knast brachte. Nun wird die Debatte durch neue Hinweise entfacht – zum dritten Mal. Dennoch gibt die CIA die Akten immer noch nicht frei.

Matt Brown

© Nelson Mandela saß 28 Jahre seines Lebens im Gefängnis, nachdem die CIA den entsprechenden Tipp an die südafrikanischen Geheimdienste gegeben haben soll. Dieses Gerücht wird zum nun dritten Mal öffentlich thematisiert. (Quelle: flickr/ Matt Brown)

Weiterlesen

Die Person Mandela

Zwischen Tradition und Moderne: Im Kampf für die Gleichbehandlung von Schwarzen und Weißen

(Autor: Ghassan Abid)

– MANDELA-Spezial –

Am 18. Juli 1918 erblickte in der südafrikanischen Gemeinde Mvezo in der Provinz Ostkap Nelson Rolihlahla Mandela das Licht der Welt. Sein Vater, ein Mitglied des Königshauses Thembu und Ehemann von vier Frauen, entschied sich für den Namen Rolihlahla, was soviel wie „Am Ast eines Baumes ziehen“ bedeutet. Sinngemäß ist dieser Name mit „Unruhestifter“ zu verstehen. Da jedoch die weißen Südafrikaner der Schulverwaltung – etwa Lehrer – diesen traditionellen Namen der Ethnie Xhosa nicht aussprechen konnten, wurde er fortan mit Mandela angesprochen.      

© Am 18. Juli 1918 erblickte in der südafrikanischen Gemeinde Mvezo in der Provinz Ostkap Nelson Rolihlahla Mandela das Licht der Welt. Anfänglich sehr traditionell aufgewachsen, entwickelte er mit fortschreitendem Alter ein Interesse für die westliche Kultur. Während seiner Zeit als Student begann er sich für die Gleichberechtigung aller Südafrikaner einzusetzen. (Quelle: Wikimedia)

© Am 18. Juli 1918 erblickte in der südafrikanischen Gemeinde Mvezo in der Provinz Ostkap Nelson Rolihlahla Mandela das Licht der Welt. Anfänglich sehr traditionell aufgewachsen, entwickelte er mit fortschreitendem Alter ein Interesse für die westliche Kultur. Während seiner Zeit als Student begann er sich für die Gleichberechtigung aller Südafrikaner einzusetzen. (Quelle: Wikimedia)

Weiterlesen

Nelson Mandela: Accused #1

Britische Doku sorgte für Aufregung: „Die CIA ist für die Verhaftung von Nelson Mandela verantwortlich“

(2010sdafrika-Redaktion)

In der britischen Dokumentation „Nelson Mandela: Accused #1“ wird der Rivonia-Prozess – in dessen Folge mehrere namhafte ANC-Größen wie Nelson Mandela, Walter Sisulu und Govan Mbeki zu langen Haftstrafen verurteilt wurden – mit teilweise neuen Erkenntnissen beleuchtet. Demnach sind die CIA und ihre Verbündeten für die Verhaftung von Nelson Mandela verantwortlich. Mit der Weitergabe von Informationen an den südafrikanischen Geheimdienst ist die Festnahme erst möglich geworden. Gestützt wird diese These auf eine Aussage von Gerard Ludi, ehemaliger Geheimdienstagent des Apartheidsregime. Das Publikum zeigte sich bei der Deutschlandpremiere dieser Doku entsetzt.

© Am 29. September 2013 sorgte ein O-Ton bei der Deutschlandpremiere der britischen Doku "Nelson Mandela: Accused #1" im Kino in den Hackeschen Höfen für Aufregung. Gerard Ludi, ehemaliger Geheimdienstagent des Apartheidsregime, beschuldigte die CIA und ihre Verbündeten, die Verhaftung Nelson Mandelas mit der Weiterleitung von Informationen erst möglich gemacht zu haben. Die Doku ist im deutschsprachigen Raum bislang nicht erhältlich.

© Am 29. September 2013 sorgte ein O-Ton bei der Deutschlandpremiere der britischen Doku „Nelson Mandela: Accused #1“ im Kino in den Hackeschen Höfen für Aufregung. Gerard Ludi, ehemaliger Geheimdienstagent des Apartheidsregime, beschuldigte die CIA und ihre Verbündeten, die Verhaftung Nelson Mandelas mit der Weiterleitung von Informationen erst möglich gemacht zu haben. Die Doku ist im deutschsprachigen Raum bislang nicht erhältlich. (Quelle: Wikimedia)

Weiterlesen

Herzlichen Glückwunsch Madiba!

Südafrika feiert Mandelas 94. Geburtstag: Freude und Melancholie als zwei Seiten einer Medaille

(Autor: Ghassan Abid)

Am heutigen 18. Juli 2012, also einen Tag nach dem Ehrentag von Bundeskanzlerin Angela Merkel, feiert Südafrikas Nationheld Nelson Mandela seinen 94. Geburtstag.  Ganz still und mit wenig Lärm in seinem Haus in Qunu. Doch tatsächlich feiert vielmehr Südafrika den Geburtstag seiner Ikone. Bereits am 11. Juli 2012 besuchte Präsident Jacob Zuma das personifizierte Symbol des demokratischen Südafrikas im Eastern Cape. Gegenüber der Presse machte Zuma deutlich, dass Mandela in guter gesundheitlicher Verfassung sei. Jedoch schaut eine gesamte Nation mit gemischten Gefühlen in die Zukunft des Landes. Freude und Melancholie erweisen sich vor allem in diesem Jahr als zwei Seiten einer Medaille.

© Nelson Mandela ist Südafrikas Nationalheld schlechthin. Er gilt als bescheiden, gemeinwohlorientiert und ehrlich. Der Afrikanische Nationalkongress ist - so die mehrheitliche Auffassung der südafrikanischen Presse - seinem Idol im Großen und Ganzen nicht gefolgt. Nach dem Tod Mandelas erwartet das Land eine seelische Belastung und somit die Auflösung der letzten Hoffnung. Die großen Medienhäuser und die Regierung haben bereits Mandela-Abschiedspläne entworfen. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

© Nelson Mandela ist Südafrikas Nationalheld schlechthin. Er gilt als bescheiden, gemeinwohlorientiert und ehrlich. Der Afrikanische Nationalkongress ist – so die mehrheitliche Auffassung der südafrikanischen Presse – seinem Idol im Großen und Ganzen nicht gefolgt. Nach dem Tod Mandelas erwartet das Land eine seelische Belastung und somit die Auflösung der letzten Hoffnung. Die großen Medienhäuser und die Regierung haben bereits Mandela-Abschiedspläne entworfen. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

Letztendlich war Mandela ganze 27 Jahre in Gefangenschaft. Sein Kampf gegen die Apartheid bescherte dem zielstriebigen Juristen bei der schwarzen Mehrheitsgesellschaft einen enormen Popularitätsbonus, während er durch das Rassentrennungsregime zum Staatsfeind-Nummer 1 erklärt wurde. Im Westen erhielt Mandela den Status eines Terroristen; in den USA sogar bis ins Jahr 2008 hinein. Mit Walter Sisulu, Oliver Tambo und anderen Persönlichkeiten formierte Mandela die ANC-Jugendliga, die für einen militanten Kampf gegen das Unrechtsregime einstanden.

1961 leitete er schließlich den bewaffneten Arm des ANC, die “Umkhonto We Sizwe”. Im Rivonia-Prozesses von 1964 wurde Mandela mit Walter Sisulu, Denis Goldberg, Govan Mbeki, Ahmed Kathrada, Raymond Mhlaba, Elias Motsoaledi und Andrew Mlangeni wegen terroristischen Aktivitäten zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Diese sitzte er hauptsächlich auf der Gefangenen-Insel Robben Island vor Kapstadt ab. Am 11. Februar 1990 ist Nelson Mandela schließlich aus der Haft entlassen worden. Am 10. Mai 1994 wurde er schließlich das erste schwarze Staatsoberhaupt Südafrikas. In seiner rund fünfjährigen Amtszeit setzte er sich für die nationale Versöhnung zwischen Weißen, Schwarzen, Coloureds sowie Asiaten ein. Die Rugby-Weltmeisterschaft von 1995 nutzte er medienwirksam für diesen Dialogprozess. Bereits 1993, also vor Beginn seiner Präsidentschaft, ist Mandela gemeinsam mit Frederik Willem de Klerk mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.

Mehrere interviewte Persönlichkeiten der deutsch-südafrikanischen Beziehungen haben gegenüber „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ ihre persönliche Begegnung mit Mandela erläutert. Während Priester Stefan Hippler dieses Erlebnis als einprägsamen Moment beschrieb, hat Fotograf Jürgen Schadeberg den charismatischen Südafrikaner in eindrucksvollen Bildern verewigt.

Eine gesamte Republik schaut am heutigen Tag mit gemischen Gefühlen nach Qunu. Politiker wie Nelson Mandela sind im gegenwärtigen ANC-Gespann die absolute Rarität. Bescheidenheit, Ehrlichkeit und das Einstehen für gemeinwohlorientierte Ideale sind in Anbetracht des von Korruption gebeuteten Südafrikas kaum mehr in Partei & Staat anzutreffen. Vor allem der ANC stolpert von einem in den nächsten Skandal hinein. Die Presse des Landes befürchtet durch die geplanten ANC-Regulierungsvorhaben eine Einschränkung der Pressefreiheit, während im Ausland die Euphorie aus den frühen 90er Jahren nun sichtlich verflogen ist.

Nelson Mandela traf Bundeskanzler Gerhard Schröder in Baden-Baden im Jahr 2001. 6 Jahre später besuchte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Ikone am Kap. International wird Madiba für das Einstehen für Ideale geschätzt.

Mandelas Geist scheint sich wie ein schützender Schleier über sein Volk zu legen. Doch wenn die größte Hiobsbotschaft der Nation, der Tod Madibas, durch die Eilticker der Presseagenturen durchsickern wird, verliert der einfache Bürger auf den Straßen seine womöglich letzte Hoffnung in die Politik. Mehrere Journalisten haben gegenüber „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ bestätigt, dass sämtliche großen Medienhäuser und auch die Regierung über Mandela-Abschiedspläne verfügen. Großes Programm erwartet dann den TV-Zuschauer, den Bürger … und die Welt. Bereits im Vorfeld ehrt man diese Ikone. Öffentliche Plätze, Brücken und Straßen erhalten den Mandela-Namenszusatz. Ebenso werden die südafrikanischen Geldscheine mit dem Abbild Mandelas verziert. Die letzten Anzeichen eines Lichtblicks in die eigene Staatsführung könnte sich in der Post-Mandela-Ära komplett in Luft auflösen. Nun ja, sie – die Hoffnung – ist die schöne Erinnerung an die Zukunft, wie es der französische Philosoph Gabriel Marcel mal zum Ausdruck brachte. Das südafrikanische Volk wird neue Vorbilder brauchen. Ob es diese bekommt, hängt in erster Linie von ihr selbst ab.

Fotograf Jürgen Schadeberg im Interview

Die Interpretation von Fotos liegt im Auge des Betrachters

(Autor/ Editor: Ghassan Abid)

Deutsche Interview-Zusammenfassung:

Jürgen Schadeberg ist der deutsche Top-Fotograf bei südafrikanischen Motiven schlechthin. Der Berliner wird nicht ohne Grund als „The Father of South African Photography” bezeichnet. Schon 1950 emigrierte er nach Südafrika, um den Kampf gegen die Apartheid künstlerisch zu begleiten. Er hatte bereits beeindruckende Ikonen wie Nelson Mandela, Walter Sisulu oder Miriam Makeba vor seiner Linse.  Vor allem die Vereidigung Mandela´s zum ersten schwarzen Präsidenten in Südafrika verbindet Schadeberg mit seinem eindrucksvollsten Erlebnis am Kap. Das Land verfüge mittlerweile über eine starke Werbefotografie, allerdings ist das Dokumentationsspektrum dessen weiterhin schwach aufgestellt. Mit seinen Fotowerken, etwa mit der Township-Fotoserie „Soweto in colour“, schnappt er gerne jene Momente ein, die alltägliche Begebenheiten darstellen. Die Interpretation seiner Bilder, so Schadeberg, überlässt er dem jeweiligen Betrachter. Die gegenwärtige Rückwärtsentwicklung Südafrikas erwidert der Fotograf mit dem Willen, niemals aufgeben zu dürfen. „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ dankt Jürgen Schadeberg für die Bereitstellung von Fotos, insbesondere aus der Kollektion „Tales from Jozi“.

Redaktioneller Hinweis: Es wird vorsorglich darauf hingewiesen, dass eine Verwendung des abgebildeten Bildmaterials ohne entsprechende Genehmigung der Rechteinhaber nicht gestattet ist!

© Jürgen Schadeberg is known as “The Father of South African Photography”

© Jürgen Schadeberg is known as “The Father of South African Photography”

2010sdafrika-editorial staff: We would like to welcome on „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“, the German Gateway to South Africa, Mr. Jürgen Schadeberg, photographer and film director from Berlin.

Answer: Mr. Schadeberg, you are known as a very famous photographer, who left Germany for South Africa in 1950. Which reasons had motivated you to emigrate?

I wanted to leave war-torn Germany and find some adventure in the new world.

2010sdafrika-editorial staff: You accompanied with your arts the struggle against Apartheid. Would you have ever imagined that apartheid will be someday over?

Answer: I believed that such an inhuman system as Apartheid could not have lasted.

2010sdafrika-editorial staff: You captured with your camera several South African personalities like Nelson Mandela, Walter Sisulu or Miriam Makeba. Which has been your most impressive moment in South Africa?

Answer: When Nelson Mandela was elected President and for a time the country was united.

© Mandela's return to his Cell on Robben Island 1994/ series: Mandela (Picture Source: www.jurgenschadeberg.com)

© Mandela's return to his Cell on Robben Island 1994/ series: Mandela (Picture Source: http://www.jurgenschadeberg.com)

2010sdafrika-editorial staff: Why did you used monochrome pictures in regard to Mandela & Co.?

Answer: During the fifties in SA there was very little work done in colour because the technology was not advanced enough.

2010sdafrika-editorial staff: In some media, you are called as “The Father of South African Photography”. Is South Africa having at all a photography industry?

Answer: Yes, there is a thriving primarily commercial photography world but documentary photography is developing well.

2010sdafrika-editorial staff: Your photo series „Soweto in colour“ is catching day-to-day situations of the township population. Which message would you communicate to the viewers?

Answer: The message is in the eye of the beholder.

© SOWETO TODAY/ series: Soweto in colour (Picture Source: www.jurgenschadeberg.com)

© SOWETO TODAY/ series: Soweto in colour (Picture Source: http://www.jurgenschadeberg.com)

2010sdafrika-editorial staff: South Africa is making, today, some setbacks in democracy. With corruption cases, the Secrecy Bill or hate speech by famous figures like Julius Malema, is the rainbow nation coming under pressure. Are you still following the developments in South Africa and if yes, what is your mind in this issue?

Answer: Yes, it’somewhat disappointing but one doesn’t give up hope.

2010sdafrika-editorial staff: Which further dreams would you like to realize?

Answer: To leave in peace and harmony and continue my work.

© Kids on staircase/ series: Tales from Jozi (Picture Source: www.jurgenschadeberg.com)

© Kids on staircase/ series: Tales from Jozi (Picture Source: http://www.jurgenschadeberg.com)

© Malako Club/ series: Tales from Jozi (Picture Source: www.jurgenschadeberg.com)

© Malako Club/ series: Tales from Jozi (Picture Source: http://www.jurgenschadeberg.com)

© Joyce Nzama & Baby/ series: Tales from Jozi (Picture Source: www.jurgenschadeberg.com)

© Joyce Nzama & Baby/ series: Tales from Jozi (Picture Source: http://www.jurgenschadeberg.com)

© Chalsea Hotel/ series: Tales from Jozi (Picture Source: www.jurgenschadeberg.com)

© Chalsea Hotel/ series: Tales from Jozi (Picture Source: http://www.jurgenschadeberg.com)

© Rose Boys/ series: Tales from Jozi (Picture Source: www.jurgenschadeberg.com)

© Rose Boys/ series: Tales from Jozi (Picture Source: http://www.jurgenschadeberg.com)

2010sdafrika-editorial staff: Jürgen Schadeberg, photographer and film director, thank you very much for this interview!

2010sdafrika-Interview mit der Fotografin Zanele Muholi:

https://2010sdafrika.wordpress.com/2010/05/31/exklusive-interview-with-zanele-muholi/

2010sdafrika-Interview mit dem Fotografen Louis Vorster:

https://2010sdafrika.wordpress.com/2011/11/16/multimedia-projects-by-louis-vorster/

2010sdafrika-Interview mit dem Fotografen Roger Ballen:

https://2010sdafrika.wordpress.com/2011/03/20/photos-with-reflection-on-the-psyche-roger-ballen-in-interview/

„I am a proud member of the ANC“

A guest article by Sibusiso Buthelezi, blogger on www.thesbu.com

– ANC-SPEZIAL: 100 JAHRE –

© Sibusiso Buthelezi - proudly ANC member, former head in Gauteng Department of Public Transport, Roads and Work AND blogger on http://www.thesbu.com

Deutsche Zusammenfassung:

Mit 15 Jahren widmete sich Sibusiso Buthelezi dem Afrikanischen Nationalkongress, einer Organisation zur Vertretung der Rechte von Schwarzen. Frustiert musste er die Bevorzugung von Weißen bei Toiletten, Banken, Menschenschlangen oder Geschäften ertragen. Schilder, die mit „Whites only“ versehen waren, dominierten das Leben im Südafrika der Apartheid. Buthelezi kann sich erinnern, dass Weiße innerhalb der Geschäfte kaufen durften, während Schwarze ihren Einkauf vom Außenfenster aus abwickeln mussten. Der ANC bot ihm deshalb die Hoffnung, sich dieser Benachteiligung zu befreien. Buthelezi betrachtete den Kampf des ANC nicht als einer gegen die Weißen gerichtet, sondern vielmehr gegen ein „System des instrumentalisierten Rassismus“. Seine ANC-Mitgliedschaft verbindet er mit Eigenschaften wie Stolz und Ehre, betont Buthelezi. Der ANC ermöglichte ihm eine Beschäftigung in der Kommunal- und Länderverwaltung, wurde jedoch später durch die selbe Partei „schlecht behandelt“. Der ANC müsse noch lernen, die Fähigkeit einer führenden Partei anzunehmen, so die selbstkritische Ansicht des Parteimitglieds. Doch auf der heutigen Jahrhundertfeier besinnt sich der ANC in erster Linie auf glorreiche und vor allem auf die gefallenen Genossen. Dieser Tag widmet sich dem alten ANC-Kader wie Oliver Tambo, Walter Sisulu, Solomon Mahlangu, Bathandwa Ndondo und allen voran Nelson Mandela.

© ANC is remembering today freedom fighters like Oliver Tambo, Walter Sisulu, Solomon Mahlangu, Bathandwa Ndondo and above all Nelson Mandela.

Guest article in English:

I am a member of the African National Congress – and I am proud to be associated with this glorious revolutionary movement. I was 15 years old (1982), my late father advised that I go find the ANC as it was the only true representative of the aspirations of the people of South Africa. I had been frustrated by the „Whites only“ signs in toilets, bank queues and some shops – blacks had to buy from the window outside the shops. Schools for whites were much better than the schools I went to.

I joined the ANC with the hope of liberation. I had anger and hatred towards whites and the police. The ANC comrades that I met, way back in 1983, moved quickly to remove all racial and ethnic thoughts that lingered in my mind. By 1984 I had been exposed to the most advanced thinking about the world we live in. From the various reading materials that we brought to my house by the ANC cadres, I understood the primacy of democracy, that the struggle against apartheid was not a gripe against whites as a racial group. That ours was a principled struggle against a system of institutionalized racism. This became very clear in 1985 when Oliver Tambo commanded that the youth render the country ungovernable, thus making apartheid unworkable.

This is the ANC I joined, this is the ANC I am proud and honoured to be associated with. The ANC that taught me the principles of non-racialism and non-sexism. This is the ANC of Oliver Tambo, Walter Sisulu and Nelson Mandela. This is the ANC that produced Thabo Mbeki. The ANC of Solomon Mahlangu and Bathandwa Ndondo. The ANC that taught us never to betray the masses of our people, the thousands of ordinary people, the overwhelming majority of whom are working class Africans, who through their daily experiences, struggle and battle against adversities, together as comrades, in pursuance of the vision of a South Africa that would be a better place for all its people.

At university I got to understand the Strategies and Tactics of the ANC, the strategic content of which is the total emancipation of the black people in general, and the Africans in particular. I learned the skills of organizing communities around their basic needs. The ANC gave me the privilege of participating in the transformation of government, from municipalities to provincial administration. Two years ago, the very same ANC treated me badly (see my blog http://www.thesbu.com) – that notwithstanding, I have been long in this organization to know that it has the capacity for introspection, self-criticism and corrective action.

I know and understand that the ANC was not well prepared to adapt to being a ruling party with control over state machinery and resources potentially for patronage. This ANC is now grappling with challenges it never prepared for, the competition for elected positions and government posts, the reality of being an open organization, that draws within its ranks even the most unscrupulous in society. It is such deviant characters that have occupied the driving seat at all levels of the organization. But this organization has survived for 100 years. I have no doubt it will cleanse itself – drawing from its capacity to introspect, self-criticise and take corrective action.

I am a proud member of the ANC. The ANC has a proud history of struggle; my generation will live to reclaim the proud character of this organization.

As we reach the critical milestone of the ANC Centenary – we owe it to the fallen hero’s to bring integrity and sacrifice back to this glorious movement of the people of South African.