Schlagwort-Archive: Wanderer

Top-Destination Drakensberge in Südafrika

Höchste Gebirgskette im südlichen Afrika weiterhin im Blickfeld des internationalen Tourismus

(2010sdafrika-Redaktion)

Die „Drachenberge“, wie die Drakensberge bei deutschsprachigen Touristen auch gerne genannt werden, erfreuen sich wie jedes Jahr einer großen Beliebtheit bei internationalen Touristen, Wissenschaftlern und Wanderern. Die bis zu knapp 3.480 Meter hohe Gebirgskette fasziniert nicht nur mit ihren abwechslungsreichen Schluchten, Höhlen und Überhängen. Denn zusätzlich verleihen Wasserfälle, Blumenprachten und Grünflächen der Landschaft eine besondere Naturvielfalt. Zudem gilt die dortige Luft, fernab von jeder urbanen Zivilisation, als sauber und erfrischend.

Maurits Vermeulen

© Die Drakensberge im südlichen Afrika zählen zu den beliebtesten touristischen Attraktionen Südafrikas. Anthropologische Schätze treffen hier auf die Schönheit der Natur. (Quelle: flickr/ Maurits Vermeulen)

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Wandern in Kapstadt – und dann ein Braai mit Bad‎

Ein Reisebericht zu Kapstadt – Teil 2

(Autorin: Annemarie Köster)

Zwischen meinem Sprachschulaufenthalt 2004 und der anschließenden 4-Tage-Tour ‎entlang der Garden Route lagen zwei Tage, die meine Mitschülerin und ich nicht ‎einfach so „verschenken“ wollten. Dazu kommt man zu selten nach Kapstadt. Das ‎Ausflugsprogramm der Schule war aber so vielseitig, daß es gar nicht so einfach war, ‎noch etwas Spektakuläres zu finden.‎

© Wander-Foto

Wir waren beide begeisterte Wanderer und so machten wir einer Freundin, die einige ‎Zeit in Kapstadt lebte und als Tourguide ausgebildet war den Vorschlag, mit uns zu ‎wandern.‎

Außer auf den Fußweg von Claremont nach Kirstenbosch (wo man im Botanischen ‎Garten herrlich wandern kann) und einen Spaziergang von Rondebosch zum Rhodes ‎Memorial habe ich mich aus Sicherheitsgründen allein oder zu zweit nie ins offene ‎Gelände gewagt. ‎

Ganz anders unser Ausflug in Silvermine mit der Freundin, ihren Söhnen und einem ‎einheimischen jungen Mann. Schon auf der Hinfahrt gab es viel zu sehen. Kleine ‎Echsen, die sich auf Steinen sonnten und ein herrlicher Ausblick bis zum Meer.‎

Das Auto wurde auf einem bewachten Parkplatz abgestellt und dann ging es auf ‎zwar unbefestigten aber doch recht glatten Wegen durch ein Gebiet mit einer ‎wundervollen Vegetation. Jede Menge Blumen, Gräser, Büsche in allen Farben und ‎eine herrliche Sicht auf die Umgebung. Es waren eine ganze Menge Wanderer ‎unterwegs, auch allein. Einige hatten ihre Hunde (oder auch Hündchen) dabei. Der ‎Weg schlängelte sich durchs Gelände – keine großen Steigungen oder Gefälle – um ‎einen Wasserfall herum, zu dem wir aber an diesem Tag nicht hinabgestiegen sind. ‎Es sah so aus, als würde der Weg nur oberhalb des Wasserfalls vorbei führen, so ‎daß man das Wasser gar nicht hätte fallen sehen. Das muß ich beim nächsten Mal ‎unbedingt herausfinden.‎

© Wander-Foto

Irgendwann hatten wir genug und gingen zurück zum Auto. Eine kurze Fahrt über ‎den Ou Kaapse Weg und schon waren wir auf der anderen Seite auf dem nächsten ‎bewachten Parkplatz. Hier wurde nun alles ausgepackt, was man zu einem Braai ‎braucht. Wir beluden uns mit den Kühltaschen, der Kohle und dem Grillrost und ‎stiefelten los. Bereits nach wenigen Metern kamen wir zu einem kleinen See, um den ‎Holzstege herum führten. Und plötzlich waren rechts und links die herrlichsten Braai-‎Plätze aus Natursteinen am Ufer und am Hang verteilt, abgetrennt durch Bäume und ‎Büsche. Wir suchten uns ein lauschiges Plätzchen im Schatten und die Jungs legten ‎los. Es dauerte nicht lange, da waren Steaks und Boerewors, Hühnerbeinchen und ‎gefüllte Baguettes, Weißkrautsalat mit Möhren, Nudelsalat, Tomaten und Zwiebeln ‎auf unseren Tellern und Getränke aus der Kühltasche in den Bechern. ‎

Inzwischen waren auch einige der benachbarten Braai-Plätze besetzt, zumeist von ‎Familien aus mehreren Generationen. Beim Händewaschen im See habe ich es ‎dann gesehen: Der See war nicht nur am gegenüber liegenden kleinen Sandstrand ‎zum Baden geeignet, nein, auch auf unserer Seite planschte man eifrig im Wasser. ‎Besonders den Kindern hat es Spaß gemacht. Wir konnten nur bedauern, keine ‎Badesachen mitgenommen zu haben.‎

Braai in Silvermine – das ist Erholung pur. Ich kann es nur vermuten aber ich glaube, ‎daß meine Mitschülerin und ich die einzigen Touristen dort waren. Wie hieß es schon ‎in der Maggi-Reklame? „Das machen wir bald mal wieder“.‎

Weitere Reiseberichte von Annemarie Köster hier abrufbar.