Schlagwort-Archive: Weiße

Gewalt an Universitäten in Südafrika

Rugby-Match an der University of the Free State eskaliert. Weiße Studenten attackieren schwarze Protestler

(Autor: Ghassan Abid)

Während der Fußball eher bei der schwarzen Mehrheitsbevölkerung einer großen Beliebtheit unterliegt, erfreut sich der Rugby-Mannschaftssport einer starken Faszination bei den Weißen am Kap. Am gestrigen Montagabend fand auf dem Gelände der University of the Free State (UFS) in Bloemfontein ein Rugby-Match statt, welches durch schwarze Protestler unterbrochen wurde. Daraufhin eskalierte die Situation. Weiße attackierten Schwarze. Das Land ist geschockt. Erinnerungen an die Apartheid werden wach.

UFS

© Südafrikas Universitäten in Pretoria und Bloemfontein sind in den Mittelpunkt politischer Auseinandersetzungen zwischen Weißen und Schwarzen gerückt. An beiden Hochschulen eskalierte der Streit zwischen den Ethnien. Das gestrige Rugby-Match stellt den bisherigen Höhepunkt dar: Weiße attackierten Schwarze. Südafrika befindet sich im Schock. (Screenshot YouTube/ OFM Videos)

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Immer mehr Deutsche zieht es nach Kapstadt

ProSieben widmet sich den in Südafrika lebenden Auswanderern. Nun 100.000 Bundesbürger am Kap

(Autor: Ghassan Abid)

In Südafrika leben schon seit längerer Zeit etliche deutsche Auswanderer, die am Kap der Guten Hoffnung ihre neue und vor allem endgültige Heimat gefunden haben. Allen voran die kosmopolitsche Metropole Kapstadt – beliebt als Drehort für die internationale Film- und Modeindustrie – ist bei den Deutschen besonders stark gefragt. In Green Point, an der Victoria & Alfred Waterfront oder in Camps Bay wird immer öfters die deutsche Sprache gesprochen. Als wäre man schlichtweg nicht mehr im Ausland. Die ProSieben-Sendung „taff“ widmete sich kürzlich den Auswanderern am Kap.

David Stanley

© Es wird geschätzt, dass mittlerweile rund 100.000 deutsche Staatsbürger in Südafrika leben, davon 60.000 Personen allein in Kapstadt. Die restlichen 40.000 Deutschen fallen auf Pretoria und Johannesburg, heißt es vor Ort. Die ProSieben-Sendung „taff“ widmete sich kürzlich den Auswanderern am Kap. (Quelle: flickr/ David Stanley)

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Weiße Südafrikaner wollen Flüchtlingsschutz

Ehepaar darf in Kanada Asylanträge stellen. Bundesgericht erkennt Verfolgung wegen der Rasse

(2010sdafrika-Redaktion)

Menschen, die aus begründeter Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, politischen Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe ins Ausland flüchten, genießen nach geltendem internationalen Recht einen Flüchtlingsstatus. Als Asylberechtigte stehen sie dann unter dem Schutz des Empfängerlandes. Doch trifft diese Sachlage auch auf Südafrika zu? Denn zwei Südafrikaner bejahen diesen Zustand in ihrer Heimat. Ein kanadisches Bundesgericht gibt ihnen Recht, Asylanträge zu stellen.

Arisha Singh

© Das südafrikanische Ehepaar Charl und Naira Nel behauptet, in der eigenen Heimat wegen ihrer weißen Hautfarbe verfolgt zu werden. Deshalb wollen sie als Flüchtlinge in Kanada anerkannt werden. Ein Bundesgericht hat entschieden, dass die Familie entsprechende Asylanträge stellen darf. Somit stuft die Justiz Kanadas die Republik im südlichen Afrika als unsicheren Staat für Weiße ein. Eine diplomatische Krise könnte folgen. (Quelle: flickr/ Arisha Singh)

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„Das ist skandalös.“

Peter Scholl-Latour und seine Kritik am Verschweigen der Farmermorde in Südafrika durch die Medien

(Autor: Ghassan Abid)

Der renommierte Journalist und Publizist Peter Scholl-Latour ist in Rhöndorf am Rhein im Alter von 90 Jahren gestorben. Den jüngeren TV-Zuschauern ist er für seine Analysen zum Nahen Osten in bleibender Erinnerung geblieben. Doch der ehemalige Afrika-Korrespondent äußerte sich in der Vergangenheit auch mehrfach zur „heiligen Kuh“, zum Verschweigen der Realität in Südafrika.

Preston Faide

© Peter Scholl-Latour starb im Alter von 90 Jahren. Zu Lebzeiten kritisierte er den Umgang der deutschen Medien mit den Farmermorden in Südafrika. Die Presse habe die Realität ausgeblendet, so der Publizist und Journalist. (Quelle: flickr/ Preston Faide)

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„Es mangelt an qualifiziertem Schulpersonal“

Im Interview mit Bernadette Gräfin von Hardenberg, Bildungsforscherin zum Land Südafrika

(Autor: Ghassan Abid)

bernadeta sw-1

© Die Bildungsforscherin Bernadette Gräfin von Hardenberg befasst sich seit Jahren mit dem Bildungssystem in Südafrika. Sie hält fest, dass die Qualitätsunterschiede zwischen den Schulen gravierend sind. Es fehlt an guten Schulleitern und Lehrern. In der Konsequenz gehen viele junge Menschen von den Schulen ab, die weder richtig lesen noch schreiben können. Die Abgänger haben es dann auf dem Arbeitsmarkt schwer, eine entsprechende Anstellung zu bekommen.

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Frau Bernadette Gräfin von Hardenberg, Bildungsforscherin zu Südafrika. Wie kam Ihr Interesse für das Land überhaupt zustande?

Antwort: Für Afrika interessiere ich mich schon seit meiner Kindheit. Aufgewachsen in einem kleinen polnischen Dorf nahe der deutschen Grenze erschien mir Afrika immer wie ein großes faszinierendes Abenteuer. Später habe ich Afrika dann selber durch Reisen kennengelernt und meine Anziehung zu dem Kontinent hat sich verstärkt. Als sich dann vor ca. drei Jahren die Möglichkeit ergab nach Südafrika umzuziehen, habe ich diese Gelegenheit sofort ergriffen. Als Bildungswissenschaftlerin ist dieses Land für mich so interessant, weil das Bildungssystem eines der Hauptursachen für die wirtschaftlichen und sozialen Probleme des Landes ist. Es gibt kaum andere Bereiche, in denen man einen so wichtigen Beitrag zur weiteren Entwicklung Südafrikas leisten kann wie im Bildungsbereich.

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Lindiwe Mazibuko wirft das Handtuch

DA-Fraktionschefin zieht sich wegen großen Differenzen zu Südafrikas Gleichstellungspolitik zurück

(Autor: Ghassan Abid)

Am gestrigen Sonntag verkündete die bisherige Fraktionschefin der Demokratischen Allianz, Lindiwe Mazibuko, dass sie ihr Parlamentsmandat niederlegt und sich stattdessen für ein Studium an die Harvard Universität in den USA begibt. Jedoch ist aus gut informierten Kreisen der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ bekannt, dass sich Mazibuko aus Frust zurückzieht. Streitthema ist die Position der DA zur bisherigen Gleichstellungspolitik. Mit Helen Zille soll sie sich im Streit befinden.

The Democratic Alliance

© Lindiwe Mazibuko [im Bild ganz rechts] hat bekannt gegeben, sich aus der Politik zurückzuziehen. Das schwarze Aushängeschild der weißen Oppositionspartei DA will sich weiterentwickeln. Doch laut internen Quellen gilt Mazibuko als frustriert. Sie soll zudem im Streit mit Helen Zille sein. (Quelle: flickr/ The Democratic Alliance)

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Henke Pistorius im Rassismuswahn

Exklusiv: Vater von Oscar Pistorius warnte innerhalb seiner Familie vor einem Genozid gegen Weiße

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ steht seit geraumer Zeit mit einigen Familienmitgliedern des südafrikanischen Sportlers Oscar Pistorius im regelmäßigen Austausch. Mit diesem Artikel dürfte der Kontakt nun abbrechen, doch die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf, über eine skurrile Ansicht informiert zu werden. Henke Pistorius, der Vater des angeklagten „Blade Runners“, steht im Mittelpunkt des aktuellen Skandals.

© Henke Pistorius, der Vater des bekannten Sportlers Oscar Pistorius, hat im Januar 2013 die eigenen Familienmitglieder dazu aufgerufen, eine Petition zur Verhinderung des staatlich geduldeten Genozids gegen die weiße Minderheit in Südafrika zu unterzeichnen, so eine exklusive Information gegenüber der Redaktion von "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste". (Quelle: Privat)

© Henke Pistorius, der Vater des bekannten Sportlers Oscar Pistorius, hat im Januar 2013 die eigenen Familienmitglieder dazu aufgerufen, eine Petition zur Verhinderung des staatlich geduldeten Genozids gegen die weiße Minderheit in Südafrika zu unterzeichnen, so eine exklusive Information gegenüber der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“. (Quelle: Privat)

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