Schlagwort-Archive: Weltgemeinschaft

In Gedenken an Miriam Makeba

Heute vor 4 Jahren erlitt Mama Africa einen tödlichen Herzinfarkt. Ihre Enkelin fordert Rechte ein

(Autor: Ghassan Abid)

Zenzile Makeba Qgwashu Nguvama Yiketheli Nxgowa Bantana Balomzi Xa Ufun Ubajabulisa Ubaphekeli Mbiza Yotshwala Sithi Xa Saku Qgiba Ukutja Sithathe Izitsha Sizi Khabe Singama Lawu Singama Qgwashu Singama Nqamla Nqgithi ist der vollständige Name von Miriam Makeba, der bekanntesten Sängerin Südafrikas aller Zeiten. Die Komplexität des Namens ist ein Abbild dessen, wie umfangreich und vielfältig das Leben von Makeba alias Mama Africa war. Vor vier Jahren, am 10. November 2008, verstarb die Musiklegende außerhalb Südafrikas. Die nationale sowie internationale Öffentlichkeit hält inne und gedenkt Makeba – so wie sie es wollte – mit Freude, Fröhlichkeit und der Musik.

© Miriam Makeba erlitt heute vor genau 4 Jahren auf einem Benefizkonzert für den von der italienischen Mafia auf die Todesliste gesetzten Schriftsteller Roberto Saviano einen Herzinfarkt. Einen Tag später, in den Morgenstunden des 10. Novembers 2008, starb Mama Africa im Krankenhaus. Makeba ist eine bemerkenswerte Frau, die einen hohen Preis für die Freiheit Südafrikas zahlen musste. Sie ist die erfolgreichste südafrikanische Musikerin aller Zeiten. (Quelle: flickr/ Dedica Festival)

© Miriam Makeba erlitt heute vor genau 4 Jahren auf einem Benefizkonzert für den von der italienischen Mafia auf die Todesliste gesetzten Schriftsteller Roberto Saviano einen Herzinfarkt. Einen Tag später, in den Morgenstunden des 10. Novembers 2008, starb Mama Africa im Krankenhaus. Makeba ist eine bemerkenswerte Frau, die einen hohen Preis für die Freiheit Südafrikas zahlen musste. Sie ist die erfolgreichste südafrikanische Musikerin aller Zeiten. (Quelle: flickr/ Dedica Festival)

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Kommentar zum Klimagipfel-Ergebnis in Durban

„Für falsches Tun werden unsere Nachkommen teuer bezahlen…“

Ein Gastbeitrag von Sebastian Frankenberger, Bundesvorsitzender der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP)

© Sebastian Frankenberger, Bundesvorsitzender der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) und Initiator des Volksbegehrens „Für echten Nichtraucherschutz!“ in Bayern

Das erneute Scheitern einer Welt-Klimakonferenz zeigt überdeutlich: Die Regierungen sind am Anfang des 21. Jahrhunderts nicht wirklich gewillt, jene heutigen Probleme zu lösen oder wenigstens zu entschärfen, deren Auswirkungen die Menschen in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts existenziell bedrohen werden. Sind nur die Regierungen nicht gewillt?

Ich befürchte, dass es sich um einen Systemfehler der Menschheit handeln könnte: Die kurzfristigen materiellen Interessen der jetzt lebenden Menschen dominieren und verdrängen alles andere. Die Interessen der künftigen Generationen haben kaum eine Chance: Es ist das intensiv betriebene Interesse der wohlstandsorientierten Bewohner des Nordens, ihren objektiv irrsinnigen Ressourcenverbrauch fortsetzen zu können. Auf ganz anderer moralischer Ebene liegt das Interesse der aufstrebenden Länder, ihren Zugriff auf die Rohstoffe zu intensivieren. Ganz und gar unstrittig ist das Recht der von extremer Armut geprägten Länder, endlich den nötigen Anteil an den Gütern des Planeten zu erhalten. Die sog. „Weltgemeinschaft“ wäre aufgerufen, diese drei Interessen in einen fairen Ausgleich zu bringen; schon damit war sie in den letzten drei Entwicklungsdekaden wenig erfolgreich. Zusätzlich müssten jetzt die Interessen aller künftig auf diesem Planeten lebenden Menschen berücksichtigt werden – das scheint die heutige Menschheit und ihre Verantwortungsträger heillos zu überfordern.

Was ist zu tun? Wer die zugespitzte Sachlage erkannt hat, muss seine politische und private Kurskorrektur noch konsequenter vorantreiben: Das materialistische Wohlstandsmodell ist die Ursache der Probleme. Jedes politisch-ökonomische Projekt, das mit weniger materiellem Aufwand mehr Lebensqualität bringt, muss unterstützt werden. Jede blinde Vermehrung des Verbrauchs ohne echten Glücks-Mehrwert muss verhindert werden. Ein Musterbeispiel im Positiven wie im Negativen zeigt uns der Vorschlag des Staatspräsidenten von Ekuador, das Öl im Yasuni-Nationalpark nicht auszubeuten: Da sich das relativ arme Land diesen Verzicht eigentlich nicht leisten kann, schlägt Ekuador vor, die „Kosten“ der Nichtausbeutung welt-solidarisch zu tragen. Die deutsche Bundesregierung lehnt dieses Projekt ab. Minister Niebel sagt dazu: „Für´s Nichtstun zahlen wir nicht.“ Für falsches Tun werden unsere Nachkommen teuer bezahlen…

2010sdafrika-Artikel zum Klimagipfel in Durban:

https://2010sdafrika.wordpress.com/2011/12/10/kopenhagen-cancun-und-nun-durban/