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Veranstaltungsbericht zu „Thierse trifft … EXTRA“

Makhenkesi A. Stofile, Botschafter von Südafrika, in der Retrospektive: Mit 10 Jahren beim ANC aktiv.

(Autor: Ghassan Abid)

Am 23. Mai 2012 lud die Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin den Botschafter Südafrikas in Deutschland im Rahmen der Veranstaltungsreihe Solidaritäten über Grenzen: 100 Jahre ANC“ zum Interview-GesprächThierse trifft … EXTRAein. In chronologischer Reihenfolge sind die verschiedenen Lebensabschnitte des Botschafters zu Zeiten der Apartheid, der Demokratisierung von 1994 bis hin zur Post-WM-Ära beleuchtet worden. Makhenkesi A. Stofile hatte hierbei stets den Afrikanischen Nationalkongress, welcher im Januar dieses Jahres seinen hundertsten Geburtstag zelebrierte und somit die älteste Bewegung des gesamten afrikanischen Kontinents darstellt, in den Blick genommen. Moderiert wurde die deutsch-südafrikanische Begegnung von Wolfgang Thierse, Bundestagsvizepräsident und SPD-Politiker.

© Makhenkesi A. Stofile, Botschafter von Südafrika in Deutschland, im Gespräch mit Wolfgang Thierse, Bundestagsvizepräsident und SPD-Politiker. (Quelle: Ranem/ SÜDAFRIKA - Land der Kontraste)

© Makhenkesi A. Stofile, Botschafter von Südafrika in Deutschland, im Gespräch mit Wolfgang Thierse, Bundestagsvizepräsident und SPD-Politiker. (Quelle: Ranem/ SÜDAFRIKA – Land der Kontraste)

Aufgewachsen auf einer Farm, mit dem Segen von Gott und der Leidenschaft für Sport
Stofile wuchs auf einer kleinen südafrikanischen Farm in der Provinz KwaZulu-Natal auf. Seine Familie brachte ihm schon früh die christliche Religion nahe. Er spricht isiXhosa, eine Sprache mit Klicklauten, welche von heute rund 6,7 Millionen Südafrikanern gesprochen wird und die zweitgrößte Sprachgruppe ausmacht. Genauso ist er ein großer Fan und Mannschaftssportarten und praktizierte Fußball, Cricket, Rugby und gar Tennis. Er erinnert sich an die Schwierigkeiten beim Schulbesuch – keine Stühle in den Klassenräumen, lange Wege zu den Schulen und äußerst enge Räume. Das beim Sport notwendige Durchhaltevermögen hat er unter anderem den schwierigen Umständen während der Schulzeit zu verdanken. „Wir konnten sogar die Decken anfassen“, führte Stofile an. Nach dem Bestehen des Abiturs ging er gleich arbeiten. In einer Weberei in Port Elizabeth erwirtschaftete er bei einer belgischen Familie ein wenig Geld, welches er für ein angefangenes Medizinstudium an der Universität Fort Hare am Ostkap dringend brauchte. Fort Hare, eine in Südafrika äußerst bekannte Einrichtung, auf welche viele südafrikanische Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur gingen. Zudem begab er sich regelmäßig auf Sponsorensuche, um die Kosten der Hochschulausbildung abdecken zu können.

Hochschulen nach Ethnien untergliedert
Der heutige Botschafter erinnert sich noch gut an die ungerechten Zustände von damals, als die Hochschulen für Schwarze weitgehend verschlossen blieben. Allerdings gab es einige wenige „liberale Universitäten“, die auf Basis von Quoten einigen schwarzen oder farbigen Studenten eine Ausbildung gewährten. Die renommierte Witwatersrand-Universität (Wits) in Johannesburg, an welcher Nelson Mandela sein Jurastudium aufnahm, war einer dieser Einrichtungen. Genauso gab es Hochschulen, die ausschließlich den Schwarzen oder anderen Ethnien vorbestimmt waren. Die Universität Fort Hare, welche Stofile zum Medizinstudium besuchte, war bis in die 1960er Jahre die „einzige und erste Hochschule für Schwarze. Dann folgten landesweit weitere solcher Institutionen“.
Schließlich entschied sich Stofile dann zur Aufnahme eines weiteren Studiengangs im Bereich der Theologie, nachdem er sein Geschichtsstudium aufgrund von Lerninhaltskonflikten mit einem Universitätsprofessor abbrechen musste. Er bedauert nach wie vor diesen Schritt.

© Im jungen Alter von 10 Jahren engagierte sich Makhenkesi A. Stofile beim Afrikanischen Nationalkongress gegen die Apartheid. (Quelle: Ranem/ SÜDAFRIKA - Land der Kontraste)© Im jungen Alter von 10 Jahren engagierte sich Makhenkesi A. Stofile beim Afrikanischen Nationalkongress gegen die Apartheid. (Quelle: Ranem/ SÜDAFRIKA - Land der Kontraste)

© Im jungen Alter von 10 Jahren engagierte sich Makhenkesi A. Stofile beim Afrikanischen Nationalkongress gegen die Apartheid. (Quelle: Ranem/ SÜDAFRIKA – Land der Kontraste)

Alle Eltern waren Aktivisten des ANC
Als Antwort auf die Frage von Thierse, wann Stofile zum Afrikanischen Nationalkongress beitrat, erwiderte er: „Alle Eltern waren Aktivisten … das war normal“. Dementsprechend fand er bereits 1954 seine erste politische Betätigung im ANC. Im Alter von 10 Jahren wohlgemerkt! Die Widerstandsbewegung wandte sich zum damaligen Zeitpunkt den Familien zu, welche mit der Verhaftung von Familienmitgliedern konfrontiert waren. Auf diese Weise konnte der ANC stetig seine Gefolgschaft vergrößern. Doch erst als Student begab sich der heutige Botschafter in den sogenannten Untergrund. Er traf mehrere Persönlichkeiten, etwa Thabo Mbeki – der zweite Präsident des demokratischen Südafrikas – oder die „Mutter der Nation“ Winnie Madikizela-Mandela –damalige Ehefrau von Nelson Mandela.

Verhaftung und Anklage wegen Terrorismus und Verrat
So wie unzählige ANC-Aktivisten war auch Stofile von Verhaftungen durch die Polizei nicht verschont geblieben.“Ich weiß nicht, wie oft ich verhaftet wurde“, beklagte der Botschafter das Leben in der Apartheid. Ausgangssperren für Schwarze dienten oft als diesbezügliche Rechtfertigung. „Die Polizei hat uns vor der Weberei aufgelauert. Nach 10 Uhr galt nämlich eine Ausgangssperre. Da einige Arbeiter doch einige Minuten später die Weberei verließen und auf den Bus warteten, wurden wir verhaftet“, so der ANC-Aktivist. Schließlich ist er eines Tages von der Staatsanwaltschaft angeklagt worden. Ihm wurden Terrorismus und Verrat vorgeworfen. „Mir hat man eine Verschwörung vorgeworfen“, sagte Stofile mit lauter Stimme. Das Gericht verurteilte ihn dann zu einer Haftstrafe von 12 ½ Jahren, wovon er 4 Jahre abgesessen hatte.

Die Deutschen waren sehr gute Freunde der Apartheid
Stofile hielt fest, dass die Bundesrepublik sehr gute Beziehungen zum Apartheidsregime pflegte. Sogar der „Vater der Apartheid“, Hendrik Frensch Verwoerd, stattete Deutschland einen Besuch ab. Während die DDR, die Sowjetunion und die Staaten Osteuropas den ANC umfassend beim Widerstand unterstützten, waren die Westdeutschen weniger für die Probleme der schwarzen Mehrheitsbevölkerung sensibilisiert. „Wir sind [im Westen] als Agenten des Kommunismus betitelt worden… In [Ost]Deutschland hatten wir hingegen viele Freunde und 1975 hielt ich mich in Berlin auf“. Der Botschafter untermauerte die damaligen Bestrebungen des ANC, dass die Westdeutschen auf Produkte aus dem Apartheids-Südafrika verzichten sollten, da die Wirtschaft das Rückgrat des Regimes darstellte. „Es war schwer, hier gehört zu werden“, erinnert er sich. Umso entschlossener setzte der ANC seinen Widerstand fort. Sämtliche Entscheidungen der Bewegung sind durch Nelson Mandela abgesegnet gewesen, der auch aus dem Gefängnis heraus einen enormen Einfluss auf die Bewegung – ob im In- oder im Ausland – entfaltete.

Der Apartheids-Geheimdienstchef als Parlamentskollege
Als Nelson Mandela 1990 vom Apartheidsregime und der ihr vorstehenden National Party (NP) aus der Haftanstalt entlassen wurde, schickte der erste schwarze Präsident Südafrikas zwei Männer zu Stofile, die ihn für eine Tätigkeit im Parlament gewannen: „Sie haben mir 2 Jahre angeboten. Dann sagten sie mir, dass ich länger bleiben kann.“. Als besonderen Umstand empfand der gewählte Parlamentarier die Zusammenarbeit mit Abgeordneten, die während der Apartheid hohe Ämter inne hatten und am Unrechtssystem beteiligt waren. Vor allem die Zusammenarbeit mit dem Geheimdienstchef, der bis 1999 Mitglied der Nationalversammlung war und heute als Geschäftsmann tätig ist, sorge bei ihm bisweilen für besondere Eindrücke.

Vom  Ministerpräsidentenamt des Ostkaps ins Sportministerium
Nachdem Raymond Mhlaba mit dem Amt des Ministerpräsidenten am Ostkap – bedingt durch die 35 jährige Haftzeit auf Robben Islands – überfordert war, wurde Makhenkesi A. Stofile zum neuen Regierungschef der Provinz ernannt. Gleichzeitig ist er auch nach erfolgter Abstimmung mit Mandela in die ANC-Spitze gewählt worden. Da Stofile ein großer Sportfan ist und auch selber regelmäßig sportlich aktiv war, erhielt er kurz vor der WM 2010 das Angebot, der nächste Sportminister Südafrikas zu werden. „Nach der WM war ich so erschöpft“, untermauert er die  immense Arbeit der Südafrikaner im Hinblick auf die Durchführung der ersten Fußball-Weltmeisterschaft in Afrika. Mit lächelndem Blick in Richtung Thierse unterstrich der Botschafter seine Freude über den Sieg gegen Frankreich: „Wir haben das erste Tor der WM überhaupt geschossen und dazu Frankreich besiegt!“.

© Botschafter Stofile erinnert sich an die großen Anstrengungen im Hinblick auf die Vorbereitung der ersten Fußball-WM in Afrika.  „Nach der WM war ich so erschöpft“, sagte er. (Quelle: Ranem/ SÜDAFRIKA - Land der Kontraste)

© Botschafter Stofile erinnert sich an die großen Anstrengungen im Hinblick auf die Vorbereitung der ersten Fußball-WM in Afrika. „Nach der WM war ich so erschöpft“, sagte er. (Quelle: Ranem/ SÜDAFRIKA – Land der Kontraste)

Der Islam gehört ganz klar zu Südafrika
Nach dem sportlichen Großspektakel ist Stofile ein Botschaftsposten in Finnland angeboten wurden, welches er gerne angenommen hätte. Doch die Entscheidung ist von den zuständigen Personen revidiert worden und Berlin wurde ihm nun vorgeschlagen. Seit 2011 ist er nun der höchste Repräsentant Südafrikas in Deutschland. Thierse fragte nach den Unterschieden von Südafrikanern und Deutschen. Der Botschafter machte deutlich, dass in Südafrika die Einwanderung ein großes Thema darstelle, während hierzulande über die Einwanderung UND Religion debattiert werde. „Der Islam gehört ganz klar zu Südafrika.“ Stofile spielt die kontrovers geführte Auseinandersetzung im Hinblick auf den Umgang mit Muslimen und dem Islam in Deutschland an.

© Südafrikas höchster Repräsentant in Deutschland sprach die deutsche Islamdebatte an. Mit ein wenig Verwunderung erläuterte Botschafter Stofile den Standpunkt seines Landes, dass der Umgang mit dem Islam und den Muslimen am Kap völlig normal ist und keineswegs kontroverse Debatten auslöst. (Quelle: Ranem/ SÜDAFRIKA – Land der Kontraste)

© Südafrikas höchster Repräsentant in Deutschland sprach die deutsche Islamdebatte an. Mit ein wenig Verwunderung erläuterte Botschafter Stofile den Standpunkt seines Landes, dass der Umgang mit dem Islam und den Muslimen am Kap völlig normal ist und keineswegs kontroverse Debatten auslöst. (Quelle: Ranem/ SÜDAFRIKA – Land der Kontraste)

Ich wünsche mir …
Botschafter Stofile hielt zum Ende der Veranstaltung fest, dass er sich einen Ausbau des Zugangs der Bevölkerung zu Wasser und Strom wünsche. Vor allem die „rural areas“, die ländlichen Gegenden Südafrikas, weisen weiterhin große Entwicklungsdefizite auf – gesteht er ein. „Alles außerhalb von Kapstadt braucht weitere Unterstützung. Südafrika ist ein armes Land.“ Aus diesem Grund verfolgt der Botschafter das Bestreben, dass die südafrikanischen Minister für ländliche Entwicklung nach Deutschland kommen. Außerdem bewertet Stofile den Landwirtschaftssektor, welcher im Vergleich zu anderen Sektoren wie den Minen an ökonomischer Bedeutung abgenommen hat, als wichtig. Die Landwirtschaft trägt zur Wohlstandsentwicklung der Nation bei. Diese schaffe viele Arbeitsplätze und produziere Nahrungsmittel, lautet seine Begründung. „Beides brauchen wir“, so Stofile. Ferner muss das Land noch große Anstrengungen im Bildungsbereich und beim Klima- bzw. Umweltschutz unternehmen. Die gegenwärtigen Machtkämpfe innerhalb des ANC bewertet das langjährige Parteimitglied als „sehr, sehr, sehr traurig“.

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From styling to singing

Lindiwe Suttle – singer, songwriter and model – in interview

(Autor/ Editor: Ghassan Abid)

Deutsche Interview-Zusammenfassung:

© Lindiwe Suttle, model and singer

Lindiwe Suttle ist eine US-amerikanische und südafrikanische Bürgerin, die einen äußerst bunten Werdegang vorzeigen kann. Die  Stylistin arbeitete anfänglich mit mehreren Superstars wie Beyoncé and Ciara zusammen. Ihre Arbeit war durchaus herausfordernd – sagt sie – da nicht viele VIPs ihre Person in punkto Make-up und Haare verändern woll(t)en. Denn Styling kann letztendlich als Kritik zum eigenen Stil aufgefasst werden. Und dennoch verspürte die Tochter einer südafrikanischen Mutter den Drang nach  kreativer Selbstverwirklichung. Sie arbeitete einige Jahre im US-Modemarketing, kündigte ihren Job und wanderte nach Kapstadt aus, wo sie den Modeeinkauf ausübte. Im Anschluss lebte sie im Rahmen einer Beziehung in Hamburg, welche zerbrach. Diesen Schmerz verarbeitete sie in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Benni Dernhoff auf künstlerischer Weise – beginnend als Leadsängerin der Jazz-Hip-Hop-Band „The Collective Imagination“, dann mit Unterstützung des Düsseldorfer Rockmusikers Marius Müller-Westernhagen als Solokünstlerin.

Mittlerweile konnte sich Lindiwe Suttle – eine Powerfrau mit afrikanischen Werten und amerikanischer Prägung – als Sängerin, Songwriterin, Artistin und Model etablieren. Vor allem die Musik, welche sie seit 2007 professionell betreibt, bedeutet ihr sehr viel. Diese bezeichnet sie als „Kern für alles“. In bekannten Magazinen wie Elle, Vogue, Cosmopolitan oder GQ wurde Suttle abgebildet. Genauso warb sie für die Marke Frazer Parfum, worüber sie sehr glücklich ist. Lindiwe Suttle betont, dass sie eine große Bindung zu ihrer südafrikanischen Heimat hat. Dementsprechend kooperiert sie bewusst mit südafrikanischen Designern wie Lara Klawikowski, Kutloano Molokomme und Cleo Droomer. Auf diesem Wege trägt sie zur Internationalisierung der südafrikanischen Fashionszene bei. Auf die Frage hin, wie man die gesellschaftspolitischen Probleme Südafrikas angehen sollte, beantwortet die Sängerin diese mit einem Angebot an guter Bildung. Für 2012 steckt sich Lindiwe Suttle große Ziele, nämlich die weltweite Aufführung von mindestens 40 Shows zu ihrem Debütalbum Kamikaze Art.

Lindiwe Suttle’s „MAN MADE MOON“ (debut single)

2010sdafrika-editorial staff: We welcome on „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ – the German Gateway to South Africa – Ms. Lindiwe Suttle, model and singer. May you please inform the readers where you come from and where you are based at the moment?

Answer: I was born and raised in USA to a South African Mother and an American Father. I was raised with traditional African values in a very American surrounding. I lived a very different lifestyle than my American friends. My mother taught me the values she learned from her grandparents.

I have lived in Cape Town in South Africa for the past nine years. Cape Town is an important city to me and I consider it my home. It is dear to my heart because this is where I launched my music career, which is significant in my life.

2010sdafrika-editorial staff: You worked in the fashion industry with superstars like Beyoncé and Ciara. Which moment has changed your mind to switch over into self-expression? 

Answer: Being a stylist is a hard job. At the time many films were coming to Atlanta, my hometown. I was lucky singer Beyonce was the first big star I worked with, she was kind and humble to me even with all my beginner mistakes. I worked with other celebrities after her that were a little less forgiving.

The job of a stylist is challenging because everyone thinks they have great style. A makeup artist or hair stylist is seen to have a professional skill but style goes deeper it touches ones character. Not many people are open to changing their personal style like they would a hairstyle or wearing a different shade of lipstick.  Style suggestions are more personal, almost like a criticism to their character. In the end, I realized I excelled best at expressing my own personal style. I use fashion on stage in my theatrical shows, elaborately styled music videos and photo shoots. I love playing with fashion, it’s an expression of all my characters. The music is the core of everything and everything else is just extra to make it more visual.

2010sdafrika-editorial staff: You are known as model, especially in South Africa. Magazines like Elle, Vogue, Cosmopolitan or GQ have reported about you. What does the South African fashion style represent?

Answer: I have been lucky to model for brands like face of Frazer Parfum and I was the face of the Woolworths beauty campaign. I never took the job as a model serious till I was in front of the camera. I give respect to models, it’s a tough job knowing the right angels for your face.

There is an abundance of talent in South Africa. The challenge now is getting the designers international exposure. I have been a big supporter of local talent since I have lived here. I credit them for getting my into Vogue Italy and helping me win style awards like Glamour Magazine’s Women of the Year – Style Icon and the 2010 SA Style Award. I have a great relationship with many South African designers, Lara Klawikowski, Kutloano Molokomme, Cleo Droomer all create costumes for my shows.

© Lindiwe Suttle as part of the Frazer Parfum campaign „Ambassador for Nature“

2010sdafrika-editorial staff: Additionally to your model job, you are performing as singer. Isn´t it an unusually combination? How could you combine both professions?

Answer: I have been a singer, songwriter and performance artist since I began my music career in 2007. I started out in business and after my MBA I worked in the fashion industry in fashion marketing, merchandising and eventually styling celebrities. I moved out of the entertainment business and moved to SA wanting to focus on my own goals. I worked in fashion buying in Cape Town for a couple of years and I learned a lot about the retail but felt too restricted in the corporate environment. I quit my job and that was when I found music again.

2010sdafrika-editorial staff: We took notice, that are you in contact with Germans in artistic matters. Which impression do you have of Germany?

Answer: After I quit my corporate job I moved to Hamburg Germany for a relationship that eventually went bad. This relationship was a catalyst for me to starting writing lyrics all inspired by this love gone wrong. I worked in studio for the first time with Hamburg producer Benni Dernhoff. We created me first demo that I took to SA.  I auditioned as lead singer of The Collective Imagination, a jazz-hip-hop band and performed for one and half year with them. I launched my solo career end of 2009. I was discovered by German legend, Marius Mueller-Westernhagen and his wife Romney. They have been my big support in my music career. One year later, Marius connected me with Tim Renner and Motor Music, my management company. Motor Music introduced me to producer, Ivan Georgiev. Ivan and I worked on my debut album, Kamikaze Art all of 2011.

Lindiwe Suttle and the jazz-hip-hop band „The Collective Imagination“

2010sdafrika-editorial staff: South Africa is in German media mostly in context with negative headlines. Which are the biggest problems of this young democracy and what should politics and society do?

Answer: I think it is important to redesigning the current educational system to better prepare our youth for a prosperous future in the global market. I would love to  build a free skills training school in each community for all ages. There would be a variety of free classes offered like leadership classes for adults, arts for children, cooking, and sports. I think a good education is the first step to a better South Africa.

© Lindiwe Suttle: „My music comes from the heart and I feel it is the most open and honest I have been about the experiences in my life.“

2010sdafrika-editorial staff: Which dreams in private and professional view would you like to realize?

Answer: My biggest goal in my life is to stay healthy and happy without these two things nothing else can happen in your life. In music, I want to perform worldwide and tour my debut album, Kamikaze Art. My goal is perform at least 40 shows in 2012. I want  to take Kamikaze Art to audiences around the world and have them experience my live shows with me. My music comes from the heart and I feel it is the most open and honest I have been about the experiences in my life.

2010sdafrika-editorial staff: Lindiwe Suttle, model and singer, thank you very much for this interview.