Schlagwort-Archive: West Rand

Gefährlicher Rocker-Boom in Südafrika

Exklusiv: Hells Angels und Red Devils erleben starken Zulauf. Große Unruhe in Kölner Parkhaus

(Autor: Ghassan Abid)

Es ist seit der Flüchtlingskrise still um die Rocker geworden. Ferner ist der Konflikt zwischen den türkischen Hells Angels und den deutschen Old-School-Rockern längst beigelegt. Der Nomads-Turkey-Präsident Neco Arabaci konnte sich durchsetzen, wie es die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ von Dr. Sabine Vogt – Leiterin der Abteilung für Organisierte Kriminalität beim Bundeskriminalamt – nun offiziell in Erfahrung bringen konnte. Jedoch trügt der Schein, wonach die Szene kaum mehr tätig wäre. Denn in Südafrika erleben die Rocker einen regelrechten Boom. Und auch in Deutschland sorgten die harten Kerle für Unruhe.

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© In Südafrika erlebt der Hells Angels MC einen regelrechten Mitgliederboom. Auch der Unterstützerklub Red Devils konnte die Zahl seiner Klubhäuser innerhalb eines Jahres verdoppeln. Deutsche Ermittler sind alarmiert, zumal die Sicherheitsbehörden in Südafrika bisweilen passiv bleiben und die Gefahr unterschätzen. Im Bild sind mehrere Höllenengel in Kapstadt zu sehen. (Quelle: Privat)

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Rocker planen Namibia-Expansion

Exklusiv: Hells Angels MC und Supporter-Club Red Devils werden in Südafrika immer mächtiger

(2010sdafrika-Redaktion)

Der Hells Angels MC in Südafrika ist so stark aufgestellt wie noch nie zuvor. Während in Deutschland die ersten Charters des Rockerklubs bereits schließen mussten bzw. verboten wurden, wachsen die Rocker am Kap unvermindert fort und nehmen, wie exklusiv erfahren, nun auch das Nachbarland Namibia ins Visier. Denn dort soll demnächst das erste Hells Angels Charter im Land überhaupt entstehen. Erschreckender ist die Tatsache, dass diese Entwicklung  weder den Staat noch die Presse im südlichen Afrika interessiert.

© Der Hells Angels MC und dessen Supporter-Club Red Devils werden in Südafrika zunehmend mächtiger und sind bald womöglich unkontrollierbar. Nun planen die Höllenengel die Expansion nach Namibia, wie die Redaktion von "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" von einem Insider exklusiv erfahren hat. (Quelle: flickr/ Daniel Hartwig)

© Der Hells Angels MC und dessen Supporter-Club Red Devils werden in Südafrika zunehmend mächtiger und sind bald womöglich unkontrollierbar. Nun planen die Höllenengel die Expansion nach Namibia, wie die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ von einem Insider exklusiv erfahren hat. (Quelle: flickr/ Daniel Hartwig)

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Militärs und Hells Angels in Südafrika

Rocker marschieren gemeinsam mit Veteranen vor Militärbasis auf, um den Kriegstoten zu gedenken

(2010sdafrika-Redaktion)

Infolge der intensiven Berichterstattung über die südafrikanischen Hells Angels ist die Erlangung von Informationen – zu den internen Abläufen und Konflikten der Rocker – nur noch unter erhöhtem Aufwand möglich. Die Hells Angels am Kap haben mehrfach ihren Unmut über die redaktionelle Arbeit von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ zum Ausdruck gebracht. Einzelne Rocker schweigen nun und öffentliche Informationen haben deutlich abgenommen. Ungeachtet dessen konnte die Redaktion eine neue Zusammenarbeit in Erfahrung bringen, die zwischen Militärs und Höllenengeln gepflegt wird.

© Am 10. November 2013 veranstalten die südafrikanischen Hells Angels [im Bild zu sehen] der drei Chapters Witbank, West Rand und Johannesburg - in Zusammenarbeit mit Veteranenverbänden - eine Gedenkveranstaltung vor der Militärbasis in Brakpan. Die Rocker wollen ihren Einfluss bei Armeeangehörigen ausbauen. (Quelle: Privat)

© Am 10. November 2013 veranstalten die südafrikanischen Hells Angels [im Bild zu sehen] der drei Charter Witbank, West Rand und Johannesburg – in Zusammenarbeit mit Veteranenverbänden – eine Gedenkveranstaltung vor der Militärbasis in Brakpan. Die Rocker wollen ihren Einfluss bei Armeeangehörigen ausbauen. (Quelle: Privat)

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Hells Angels in Südafrika untergetaucht?

Flucht vor den deutschen Strafverfolgungsbehörden: Die Suche nach Rocker Rudolf K.

(2010sdafrika-Redaktion)

Am ersten August diesen Jahres starb im jungen Alter von 27 Jahren das südafrikanische Hells Angels-Mitglied Franco. In Deutschland dauerte es nicht lange, dass sich der Tod des „südafrikanischen Bruders“ umfassend verbreitete. Die Bestürzung des Verlustes war hierzulande genauso groß wie bei den Rockern am Kap. Dies stellt keine Überraschung dar, wenn man bedenkt, dass Südafrika seit den 90er Jahren von mehreren deutschen Hells Angels regelmäßig aufgesucht wird. Hinzu lässt sich eine Entwicklung beobachten, die eine fortwährende Wachsamkeit der Behörden erforderlich macht.

    © Die Hells Angels sehen sich durch Klubauflösungen und Klubverbote in mehreren Bundesländern durch den deutschen Staat unter Druck gesetzt. Mehrere deutsche Rocker sollen bereits in Südafrika untergetaucht sein bzw. vom Kap aus ihre Geschäfte betreiben. Die Hells Angels in Südafrika erfahren durch den Zuzug eine personelle und stukturelle Verstärkung, heißt es. (Quelle: Privat)

© Die Hells Angels sehen sich durch Klubauflösungen und Klubverbote in mehreren Bundesländern durch den deutschen Staat unter Druck gesetzt. Mehrere deutsche Rocker sollen bereits in Südafrika untergetaucht sein bzw. vom Kap aus ihre Geschäfte betreiben. Die Hells Angels in Südafrika erfahren durch den Zuzug aus Deutschland eine personelle und stukturelle Verstärkung, heißt es. (Quelle: Privat)

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Deutsch-südafrikanische Hells Angels Bruderschaft

Organisierte Kriminalität im Globalisierungsprozess

© Deutsch-südafrikanische Hells Angels (Collage: 2010sdafrika-Redaktion/ Bildquellen: Wikimedia)

(2010sdafrika-Redaktion)

Die 2010sdafrika-Redaktion konnte interessante Erkenntnisse in Erfahrung bringen, die bisweilen weder durch die Presse noch offiziell durch die Behörden aufgegriffen worden sind. Demnach sind die Hells Angels Südafrika mit den „Brüdern“ Deutschlands vernetzt, welche untereinander gute Beziehungen pflegen.

So wurde das Charter (= lokaler Motorclub) Kapstadt maßgeblich durch Deutsche aufgebaut. Der Kapstädter Hells Angel „Batschi“ pflegt bis zum heutigen Tage sehr gute Verbindungen zu den Höllenengeln der Charters Hannover, Hamburg, Saarbrücken, Heilbronn, Offenbach und Mannheim. Das im April 2008 veranstaltete „World Run“ in Kapstadt, eine Party nur für registrierte und angehende Höllenengel, soll ferner durch zahlreiche Mitglieder aus Deutschland aufgesucht worden sein. Insbesondere die Kontakte zwischen Kapstadt und Hannover sind aufgrund personeller Verflechtungen sehr intensiv, sodass das Charter Cape Town die Hannoveraner auf ihrer Website verlinkt hat.

Kritisch sind die oben aufgeführten Kontakte deshalb, weil die Hells Angels einerseits mit kriminellen Handlungen und andererseits mit Revierkämpfen gegen die Bandidos von sich reden machen konnten. Inwieweit die kriminelle Energie der Rocker infolge zwischenstaatlicher Verflechtungen beeinflusst wurde und wird, konnte die 2010sdafrika-Redaktion nicht ermitteln. Es bleibt zu hoffen, dass die Sicherheitsbehörden und insbesondere das Wiesbadener Bundeskriminalamt als zuständige Behörde der Bundesrepublik in Kooperation mit den südafrikanischen Kollegen & Interpol – zumindest hinsichtlich der bilateralen Entwicklungen der Hells Angels – auf dem Laufenden sind.

Hintergrund für diese Befürchtung sind Pläne, wonach die Höllenengel Südafrikas neben ihren bereits drei bestehenden Charters in Durban, Johannesburg und Kapstadt, noch zwei weitere (West Rand, Nomads) errichten wollen und eine Unterstützung aus Deutschland dementsprechend willkommener wäre als denn je. Fest steht nur, dass die Bandidos noch nicht in Südafrika präsent sind und die Kriminalität in Südafrika sich gegenwärtig auf andere soziale Gruppen konzentriert – so zynisch es auch klingen mag.

NACHTRAG vom 02. April 2010:

Die 2010sdafrika-Redaktion erhielt auf diesen Artikel hin eine anonyme Reaktion aus Kreisen der Hells Angels, wonach folgende Erkenntnisse richtig zu stellen seien:

– Das Charter Kapstadt wurde 1998 gegründet, jedoch sei das Hells Angels-Mitglied „Batschi“ zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Südafrika gewesen.

Bereits seit dem Jahr 2004 bestehen in Südafrika alle fünf oben genannten Charters, sodass keine in Planung sei.

– Es soll sogar ein sechstes Charter gegeben haben, welches mittlerweile aufgelöst wurde.

Hells Angels South Africa:

http://www.hells-angels.co.za/index1.htm