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Die große Verliererin

Leichtathletik-WM in Moskau ohne Südafrikas Laufstar Caster Semenya

(Autor: Ghassan Abid)

Lange hatte sich die im südafrikanischen Pietersburg geborene Caster Semenya auf die heute beginnende Leichtathletik-WM in Moskau vorbereitet. Sie wollte unbedingt am sportlichen Großevent in Russland teilnehmen, scheiterte jedoch bereits in der Qualifikation daran. Stattdessen muss sie die Weltmeisterschaft vom TV-Gerät aus verfolgen. Eine Demütigung, die fremdverschuldet ist.

    © Die südafrikanische Mittelstreckenläuferin Caster Semenya hatte die Qualifikation zur heute beginnenden Leichtathletik-WM in Moskau verpasst. Die Debatte um ihr Geschlecht hat der Sportlerin zugesetzt. An ihre sportliche Leistung kommt sie seit der damaligen Sperre durch den Weltverband nicht mehr heran. (Quelle: flickr/ John Brown)

© Die südafrikanische Mittelstreckenläuferin Caster Semenya hatte die Qualifikation zur heute beginnenden Leichtathletik-WM in Moskau verpasst. Die Debatte um ihr Geschlecht hat der Sportlerin zugesetzt. An ihre sportliche Leistung kommt sie seit der damaligen Sperre durch den Weltverband nicht mehr heran. (Quelle: flickr/ John Brown)

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1. Olympia-Medaille für Südafrika erschwommen

Cameron van der Burgh und sein deutscher Trainer Dirk Lange siegen bei 100 Meter Brust

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

Südafrika hat bereits am 2. Tag der Olympischen Spiele 2012 in London seine erste Medaille und auf Anhieb gleich die heiß begehrte Goldmedaille in der Sportdisziplin 100 Meter Brust erschwommen. Der aus Pretoria stammende Cameron van der Burgh hat mit einer Zeit von 58,46 Sekunden sogar den Weltrekord gebrochen. Südafrika teilt nun gemeinsam mit Georgien gegenwärtig den 13. Platz beim Medaillenspiegel. Ein Jahr vor Beginn dieses internationalen Wettkampfes äußerte sich der Südafrikaner zu den Spielen wie folgt: „We’re all very excited here in South Africa, and eager to participate“ (zu Deutsch: Wir sind hier in Südafrika alle sehr begeistert und begierig [an Olympia] teilzunehmen).

© Cameron van der Burgh ist der 1. Medaillenträger Südafrikas bei den London 2012 Olympic Games. Trainiert wird er vom Deutschen Dirk Lange. (Quelle: Facebook)

© Cameron van der Burgh ist der 1. Medaillenträger Südafrikas bei den London 2012 Olympic Games. Trainiert wird er vom Deutschen Dirk Lange. (Quelle: Facebook)

Während die deutsche Olympia-Auswahl bisher noch keine Medaille erkämpft hat, ist der Sieg van der Burghs auch ein Verdienst seines Trainers Dirk Lange. Der Deutsche trainierte in der Vergangenheit die bundesdeutsche Schwimmerauswahl. Hinsichtlich der aktuellen Niederlage deutscher Schwimmer in London äußerte sich Lange äußerst kritisch bei der Einschätzung der Leistungsstärke dieser Sportler. Bereits Anfang Juni 2012 prophezeite der Ex-Bundestrainer ein Desaster deutscher Schwimmer; begründet durch unzureichende Trainingseinheiten und einer kaum ausreichenden Förderung der Spitzensportler durch den Deutschen Schwimm-Verband (DSV).

Der 24-jährige van der Burgh hat mehrfach in seinen Paradedisziplinen 50 und 100 Meter Brustschwimmen überzeugen können, so etwa beim World Championships in Rom von 2009 bei 50 Meter Brust oder beim World Championships Short Course in Dubai von 2010 bei 100 Meter Brust. Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking hat es der Hobby-Fotograf nicht übers Halbfinale hinaus geschafft.