Schlagwort-Archive: Wirtschaft

BND intensiviert Beobachtung auf Südafrika

Bundesnachrichtendienst sucht Mitarbeiter mit der Spezialisierung auf Subsahara-Afrika

(2010sdafrika-Redaktion)

Jahrzehntelang spielte der afrikanische Kontinent und insbesondere Subsahara-Afrika eine untergeordnete Rolle bei den deutschen Nachrichtendiensten, im Gegensatz zu den Partnerdiensten in Frankreich und Großbritannien. Vielmehr galten Nordafrika, Nahost, Zentral- sowie Südostasien, Fernost und Russland als Hauptschwerpunktregionen. Der Bundesnachrichtendienst baut nun seine regionale Spezialisierung auf Afrika aus. Es werden nämlich Mitarbeiter mit der Spezialisierung auf Subsahara-Afrika gesucht. Südafrika dürfte hierbei von besonderem Interesse für die Entscheidungsträger sein.

© Gegenwärtig sucht der Bundesnachrichtendienst mehrere Referenten mit der Spezialisierung auf die Region Subsahara-Afrika. Südafrika dürfte in diesem Kontext aus verschiedenen Gründen eine besondere Rolle einnehmen. (Quelle: Von Bjs – Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, Wikimedia)

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Die Lage am Kap ist ernst

„Mitternachtsmassaker“ bedroht wirtschaftliche Stabilität Südafrikas. Das Vertrauen ist weg

(2010sdafrika-Redaktion)

Zurzeit überschlagen sich die Ereignisse im politischen Südafrika. Erst der Austausch von neun Ministern  in einer Nacht-und-Nebelaktion – darunter der international geschätzte Finanzminister Pravin Gordhan –, dann der starke Rand-Währungsverfall und nun der öffentlich ausgetragene Machtkampf innerhalb der Regierungspartei ANC. Das Land steuert auf die nächste politische Krise zu. Ebenso schwächelt die Wirtschaft. Der jungen Republik im südlichen Afrika stehen harte Zeiten bevor.

© Südafrika stehen harte Zeiten bevor, nachdem Staatspräsident Jacob Zuma ein Drittel seiner Minister entlassen hatte. Darunter befand sich auch der renommierte Finanzminister Pravin Gordhan. Im Bild sind die am 31. März 2017 neu eingesetzten Minister mit Zuma zu sehen. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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LIDL und ALDI SÜD am Kap?

Deutsche Discounterriesen dementieren Gerüchte über geplante Expansion nach Südafrika

(Autor: Ghassan Abid)

Seit Wochen halten sich in Südafrika hartnäckige Gerüchte, wonach die deutschen Discounterriesen LIDL und ALDI SÜD jeweils eine angebliche Expansion ins südliche Afrika in Erwägung ziehen. Es ist die Rede davon, dass beide Konzerne neue Filialnetze am Kap aufbauen wollen. Daraufhin hakte die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ in beiden Zentralen nach. Demnach wird die nachgesagte Expansion sowohl in Neckarsulm als auch in Mülheim an der Ruhr eindeutig dementiert.

ALDI SÜD und LIDL

© ALDI SÜD und LIDL haben auf Anfrage der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Gerüchte dementiert, wonach beide Discounterriesen jeweils eine Expansion nach Südafrika planen. (QuelleL ALDI SÜD/ LIDL)

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Starbucks erste Filiale in Südafrika

Hunderte Café-Liebhaber drängeln sich in Johannesburg. US-Kette plant insgesamt 15 Niederlassungen

(Autor: Ghassan Abid)

Am 21. April 2016 war es endlich soweit. Südafrikas Café-Liebhaber, meist junge Menschen, erwarteten sehnsüchtig die Eröffnung der ersten Filiale der US-amerikanischen Starbucks-Kette im Land. In einem Einkaufszentrum in Johannesburg harrten hunderte Neugierige aus. Sie wollten unbedingt den Pappbecher in ihren Händen halten, auf dem eine grüne Meerjungfrau abgebildet ist. Starbucks hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, ein komplettes Filialnetz im südlichen Afrika errichten zu wollen. Bislang gibt es Starbucks in Afrika nur noch in Ägypten und in Marokko.

Open Grid Scheduler, Grid Engine

© Seit dem 21. April 2016 gibt es Starbucks nun auch in Südafrika. Die Expansion der US-Kette umfasst insgesamt 15 Filialen am Kap. Bislang ist der Konzern in Afrika nur noch in Ägypten und in Marokko vertreten. (Quelle: flickr/ Open Grid Scheduler/ Grid Engine)

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Aller guten Dinge sind drei

Südafrikas Präsident Jacob Zuma benennt nach Börsen-Talfahrt erneut Posten des Finanzministers

(Autor: Ghassan Abid)

Die aktuellen Entwicklungen in Südafrika stehen im Fokus internationaler Medien und Finanzanalysten. Der Rausschmiss des 57-jährigen Ökonomen Nhlanhla Nene in den Abendstunden des 9. Dezembers hat für Unruhe auf den Märkten gesorgt. Rand-Währung und Aktienkurse stürzten ab. Mit der Ernennung von David van Rooyen zum neuen Finanzminister verschlimmerte sich die Situation. Nun beugt sich Zuma dem Druck der Öffentlichkeit.

The Presidency of the Republic of South Africa

© Südafrikas Staatspräsident Jacob Zuma scheint erneut eine Krise überstanden zu haben. Zuerst hat er Nhlanhla Nene [im Bild rechts] von seinem Amt als Finanzminister entlassen. Dann ernannte er den Abgeordneten David van Rooyen. Und wenige Tage später verpflichtete er Pravin Gordhan [links] für das Amt des obersten Sparers. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

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Der krisenfeste Präsident Südafrikas

Jacob Zuma bleibt trotz unzähliger Skandale und negativer Berichterstattung der Staatschef

(2010sdafrika-Redaktion)

Wenn Politiker tief in einem Skandal stecken, eine Krise zu spät erkannt haben oder eine Lösung nicht zeitnah angestoßen wurde, dann müssen diese in den meisten Fällen gehen. Sie treten aus Rücksicht auf ihre Partei, auf ihre Wählerschaft und wegen ihres bereits angekratzten Ansehens zurück. Zumindest in westlichen Demokratien hat sich diese Herangehensweise weitgehend durchgesetzt. Wenn man als politischer Beobachter jedoch nach Südafrika blickt, dann tun sich unvorstellbare Abgründe auf.

GovernmentZA

© Kaum ein demokratisch gewählter Staatschef ist so krisenfest wie Südafrikas Präsident Jacob Zuma. Der 73-jährige ANC-Politiker hat unzählige Skandale überstanden – sei es die Nkandla-Affäre, die Gupta-Hochzeitsaffäre oder das Marikana-Massaker. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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Absetzung von Südafrikas Finanzminister

Staatspräsident Zuma entfernt Kritiker aus Kabinett. Rand-Währung auf Talfahrt und Aktien stürzen ab

(2010sdafrika-Redaktion)

Am Mittwochabend informierte das Präsidialamt Südafrikas in einer kurzen Stellungnahme, dass der hochgeschätzte Finanzminister Nhlanhla Nene ohne Angaben von Gründen mit sofortiger Wirkung abgesetzt wurde. Ersetzen wird ihn der unerfahrene und unbekannte ANC-Abgeordnete David van Rooyen. In der Konsequenz verliert die Rand-Währung an Wert und Aktien stürzen ab.

Karen Levent

© Der 57-jährige Ökonom Nhlanhla Nene wurde seines Amtes als Finanzminister enthoben. Südafrikas Präsident Jacob Zuma entfernte den bei der Wirtschaft geschätzten Politiker, nachdem dieser sein Veto gegen mehrere Großprojekte einlegte. Nene verfolgte das Ziel einer soliden Haushaltspolitik. (Quelle: flickr/ Karen Levent)

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