Schlagwort-Archive: Wirtschaft

Starbucks mit Südafrika-Geschäft unzufrieden

US-amerikanische Kaffee-Kette erwägt Neuaufstellung und Expansion im südlichen Afrika

(2010sdafrika-Redaktion)

Der US-amerikanische Konzern Starbucks mit Sitz in Seattle ist mit seinem bisherigen Südafrika-Geschäft unzufrieden. Nach Brancheninformationen entsprechen die Jahresumsätze in Höhe von umgerechnet 4,5 Millionen Euro nicht den Unternehmenszielen. Dem Management sei daher bewusst geworden, dass der Kaffee-Absatz stärker als bisher an die Verbraucher auszurichten ist.

© Starbucks ist mit seinem Südafrika-Geschäft unzufrieden. Der Umsatz ist nach dem Willen des Managements ausbaufähig. Die US-Kette sieht Anpassungsbedarf bei den Kaffeebohnen, um den Geschmack der Südafrikaner zu treffen. (Quelle: flickr/ tkramer)

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No-Deal-Brexit-Folgen für Südafrika

Volkswagen ist alarmiert. Manager befürchten Verlust von zahlreichen Jobs und Gewinneinbruch

(2010sdafrika-Redaktion)

Während in London bisweilen keine Regelung über den Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union getroffen werden konnte, wächst in Südafrika die Sorge über die verheerenden Folgen eines No-Deal-Brexits für den nationalen Wirtschaftsstandort. Der Wolfsburger Automobilkonzern Volkswagen, der mit einer eigenen Tochterfirma am Kap vertreten ist, warnt nun öffentlich vor den Konsequenzen eines harten Brexits.

© Der Volkswagen-Konzern, der in Südafrika mit einer eigenen Tochterfirma vertreten ist, warnt vor den Folgen eines No-Deal-Brexits für den Kap-Wirtschaftsstandort. Andernfalls sind zahlreiche Arbeitsplätze gefährdet. (Quelle: VW)

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Schwarzes Gold in Gewässern Südafrikas

Ölfund durch Total-Konzern weckt Hoffnungen auf Ankurbelung des Wirtschaftswachstums

(2010sdafrika-Redaktion)

Knapp 175 Kilometer südlich der Küste Südafrikas ist der französische Mineralölkonzern Total nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters auf Erdöl gestoßen. In einer Tiefe von bis zu 3.600 Metern in den Gewässern unweit der Stadt Mossel Bay werden bis zu eine Milliarde Barrel Öl geschätzt. Bei aktuell steigenden Spritpreisen an den weltweiten Tankstellen dürfte der Fund zu deutlicher Euphorie in der Unternehmenszentrale in Courbevoie gesorgt haben. Ebenso erhofft sich die Regierung Südafrikas entsprechende positive Effekte für den heimischen Wirtschaftsstandort.

© Der französische Mineralölkonzern Total hat Erdöl in den Gewässern Südafrikas entdeckt. In einer Tiefe von bis zu 3.600 Metern vor der Stadt Mossel Bay werden bis zu eine Milliarde Barrel Öl geschätzt. (Quelle: flickr/ K.H.Reichert)

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GTAI-Analysepapier zu Südafrika

Außenwirtschaftsexperten ignorieren wichtige Fakten bei der Bewertung des Investitionsstandorts

(2010sdafrika-Redaktion)

Germany Trade & Invest (GTAI), die Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland für Außenwirtschaft und Standortmarketing mit Hauptsitz in Berlin, veröffentlichte am 23. November 2018 ein Analysepapier zum Investitionsstandort Südafrika nach dem Politikwechsel. Der Analyst Fausi Najjar hält im Papier fest, dass Erfolge bei der Mobilisierung in- und ausländischer Investitionen gemacht werden konnten, jedoch Herausforderungen nach wie vor bestehen bleiben. Beim näheren Betrachten der Analyse kommen erhebliche Zweifel auf.

© GTAI veröffentlichte im November 2018 ein Analysepapier zu Südafrika. Hierbei ignorieren die Außenwirtschaftsexperten wichtige Fakten bei der Bewertung des Investitionsstandorts. Die Präsidentschaft von Cyril Ramaphosa, der erst seit Februar 2018 im Amt ist, wird bereits als ´Erfolg´ bezeichnet. (Quelle: flickr/ Paul Saad)

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Zentralbank Südafrikas hebt Zinsen an

Kontinuierliche Verteuerung von Lebensmitteln und Benzin zwingen Preisstabilitätshüter zum Handeln

(2010sdafrika-Redaktion)

Das Leben in Südafrika wird Jahr für Jahr teurer. Die Preise für Benzin, Lebensmittel und Kleidung steigen kontinuierlich, sodass sich etliche Südafrikaner die Frage stellen, wie lange diese Preisspirale überhaupt noch gut gehen kann. Wiederholt ist davon zu hören, dass das Geld beispielsweise für Grundnahrungsmittel wie Mais oder Milch nicht mehr ausreicht. Denn jährlich steigen die Preise für Waren und Dienstleistungen in Südafrika auf knapp 5 Prozent – 2008 sogar auf über 10 Prozent. Zum Vergleich: In Deutschland liegt die gegenwärtige Inflationsrate im Jahr bei knapp 2 Prozent. Aus diesem Grund musste die Zentralbank in Pretoria nun gegensteuern.

© Das Leben in Südafrika wird stetig teurer. Immer mehr Bürger können sich zunehmend weniger Lebensmittel leisten. Die Inflationsrate von rund 5 Prozent pro Jahr setzt weite Teile der Bevölkerung zu. Nun hat die Zentralbank den Leitzins erhöht, um entgegenwirken zu können. (Quelle: flickr/ Steve Crane)

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„Heilsbringer sind in Afrika nicht gewünscht“

Im Interview mit dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten und CDU-Politiker Charles M. Huber

(Autor: Ghassan Abid)

© Der Münchener Afrika-Experte Charles M. Huber war von 2013 bis 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages. Für die CDU trat der Sohn eines senegalesischen Diplomaten für eine gleichberechtigte Wirtschaftskooperation zwischen Deutschland und den Staaten Afrikas ein. Der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ stand Huber für ein Interview zur Verfügung. (Quelle: Privat)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Charles M. Huber, Mitglied des Deutschen Bundestages a.D. und Politiker der CDU. Zuallererst die Frage an Sie, wie Sie den Rückzug Ihrer Parteivorsitzenden Angela Merkel bewerten?

Antwort: Ich werte ihn als positiv und ehrenhaft. Die niedrigen Umfragewerte unserer Partei wurden weitgehend ihrer Entscheidung für eine ungeregelte Flüchtlingspolitik zugeschrieben; auch das Erstarken der ultranationalen AfD. Dieses Argument ist schwer zu entkräften. Sie ist Ihrer Verantwortung gegenüber der Partei gerecht geworden, auch dahingehend, dass diese in der Regierung wieder den vielschichtigen Aufgaben einer Regierungspartei gerecht werden kann und sich nicht permanent und medienwirksam mit der Schuldfrage der abnehmenden Akzeptanz von Volksparteien in Deutschland auseinandersetzen muss. Wir haben als stärkste Industrienation in der EU nicht nur eine deutsche, sondern auch eine europäische Verantwortung. Auch da benutzen einige das Thema Migration, um von eigenen fiskal-strukturellen Fehlleistungen auf nationaler Ebene abzuleisten, wie Herr Salvini in Italien.

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Zentralbank-Chef warnt vor Verstaatlichung

Südafrikas oberster Banker kritisiert Regierungspartei ANC wegen Plänen zu politischer Einflussnahme

(2010sdafrika-Redaktion)

Südafrikas Zentralbank-Chef Lesetja Kganyago hat in einem Interview mit der Financial Times (FT) mit ungewohnt deutlichen Worten vor einer Einflussnahme seiner Institution durch die Regierungspartei ANC gewarnt. Der Ökonom untermauerte, dass das Land eine glaubwürdige Geldpolitik vorweise. Die Zentralbank agiere hierbei von ihrem Mandat her grundsätzlich unabhängig und von der Verfassung geschützt. Jedoch wolle der ANC genau diese Unabhängigkeit nun antasten.

© Südafrikas oberster Banker, der Zentralbank-Chef Lesetja Kganyago, hat in einem Interview mit der Financial Times vor einer politischen Einflussnahme seiner Institution durch die Regierung gewarnt. Sonst drohe der Verlust der Unabhängigkeit, so der Ökonom. (Quelle: flickr/ World Economic Forum)

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