Schlagwort-Archive: Wirtschaftswachstum

Initiative „Compact with Africa“

Südafrikas Präsident Ramaphosa wirbt in Berlin für mehr private Investitionen aus Deutschland

(Autor: Ghassan Abid)

Am 30. Oktober 2018 trafen sich 12 afrikanische Staats- und Regierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin, um im Rahmen der Initiative „Compact with Africa“ die Investitionsbedingungen in ausgewählten Staaten Afrikas zu verbessern. Längerfristiges Ziel ist es, das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, Arbeitsplätze zu schaffen und somit die illegale Migration von Afrika nach Europa einzudämmen. Auch Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa reiste bereits einen Tag zuvor an, um sein Land zu promoten.

© Südafrikas Staatspräsident Cyril Ramaphosa warb Ende Oktober 2018 anlässlich der G20-Initiative „Compact with Africa“ in der deutschen Bundeshauptstadt für mehr Investitionen. Der ANC-Parteivorsitzende kam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zusammen. (Quelle: flickr/ GovermentZA)

Weiterlesen

Advertisements

Die Post-Zuma-Ära

Turbulente Zeiten in Südafrika. Hoffnung und Verunsicherung liegen nahe beieinander

(2010sdafrika-Redaktion)

Am 14. Februar verkündete Jacob Zuma kurz vor Mitternacht in einer Live-Übertragung im südafrikanischen TV, von seinem Amt als Staatspräsident mit sofortiger Wirkung zurückzutreten. Vorausgegangen war die an ihn gerichtete Forderung seiner Partei, innerhalb von 48 Stunden den Rücktritt zu erklären. Andernfalls würde der 75-Jährige über einen Misstrauensvotum abgesetzt werden. Bereits einen Tag später wurde dessen Vize und der neu gewählte ANC-Präsident Cyril Ramaphosa zum neuen Staatschef gewählt. Viele Bürger hoffen auf einen Neuanfang und einige sind zugleich verunsichert.

© Nach dem erzwungenen Rücktritt Jacob Zumas ist nun Cyril Ramaphosa der neue Staatspräsident. Der Personalwechsel hat für eine starke Hoffnungsstimmung bei der Bevölkerung gesorgt. Doch auch Verunsicherung hat sich nach kurzer Zeit breit gemacht, nachdem Ramaphosa die vom ANC beschlossene Landumverteilung angekündigt hat. (Quelle: flickr/ GovermentZA)

Weiterlesen

Zurück ins Mittelalter

Energiekrise in Südafrika bedroht mittelständische Unternehmen des produzierenden Gewerbes

(2010sdafrika-Redaktion)

Mittlerweile haben sich die Menschen in Südafrika an die Auswirkungen der Energiekrise gewöhnt. Für einige Stunden gibt es in ganzen Stadtteilen keinen Strom. Lampen leuchten dann einfach nicht mehr und technische Geräte wie Kühlschränke oder Fernsehen fallen aus. Stattdessen bedient man sich den Kerzen, um zumindest etwas Licht in die Innenräume zu bringen. Spöttisch heißt es, man fühle sich zurück ins Mittelalter befördert. Andere finden dafür ihr Gespür für die Romantik. In einem TV-Beitrag der Deutschen Welle wird deutlich, welche Konsequenzen die Krise tatsächlich mit sich bringt.

MainstreamRP

© Die Energiekrise in Südafrika bedroht zunehmend mittelständische Unternehmen des produzierenden Gewerbes. Viele Menschen am Kap haben das Vertrauen in den staatlichen Energieversorger Eskom längst verloren. Frühestens in zehn Jahren dürfte die Krise behoben zu sein – durch den Bau neuer Kraftwerke. (Quelle: flickr/ MainstreamRP)

Weiterlesen

Licht ins Dunkel bringen

Südafrikas Wirtschaft erleidet durch Energiekrise schweren Schaden. Regierung ignorierte Warnungen

(Autor: Ghassan Abid)

Südafrika hat schon seit längerer Zeit ernste Schwierigkeiten mit der Sicherstellung einer flächendeckenden Energieversorgung. Nun verschärfte sich in den letzten Monaten das Ausmaß der Stromknappheit dermaßen, sodass man mittlerweile von einer nationalen Energiekrise sprechen muss. Auf öffentlichen Druck hin ist Mitte März 2015 der Vorstand des staatlichen Energiekonzerns Eskom suspendiert und eine Untersuchung zu den ungenügenden Produktionskapazitäten eingeleitet worden. Dabei ist schon längst klar, dass die Regierung die Schuld für die Misere trägt.

Kendal1

© Südafrikas Energiekrise wäre vermeidbar gewesen, hätte die Politik bereits 1998 rechtzeitig gehandelt und nachhaltig geplant. Nun muss die Wirtschaft massive Verluste in Kauf nehmen. Das Wirtschaftswachstum in Südafrika ist durch die Energieknappheit erheblich gebremst worden. Im Bild ist das Kendal-Kraftwerk in der Mpumalanga-Provinz zu sehen. (Quelle: Graeme Williams/ MediaClubSouthAfrica.org)

Weiterlesen

Südafrika beim Weltwirtschaftsforum in Davos

Präsident Jacob Zuma warb in der Schweiz eindringlich um neue Investitionen im Energiesektor

(Autor: Ghassan Abid)

Am heutigen Samstag kehrte Südafrikas Präsident Jacob Zuma mit sieben seiner Minister aus der Schweiz zurück, nachdem er beim Weltwirtschaftsforum in Davos für neue ausländische Investitionen am Kap warb. Das Land brauche dringend neue Wirtschaftspartner, allen voran im Energiesektor. Gemeint sind jedoch in erster Linie nicht die Europäer und Amerikaner. Zuma selbst vergraulte in der Vergangenheit seine westlichen Verbündeten.

World Economic Forum

© Südafrikas Präsident Jacob Zuma nutzte seine Teilnahme am diesjährigen Weltwirtschaftsforum in Davos, um neue Investoren für den Energiesektor am Kap zu gewinnen. Denn Stromausfälle schaden der Wirtschaft enorm. Allerdings fühlen sich europäische und amerikanische Partner längst nicht mehr primär angesprochen. (Quelle: flickr/ World Economic Forum)

Weiterlesen

Nigeria ist Afrikas neue Wirtschaftsmacht

Südafrika rutscht aufgrund einer statistischen Neuberechnung auf 2. Platz ab. Pretoria gratuliert Abuja 

(2010sdafrika-Redaktion)

Der deutsche Automobilmanager und einstige Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, Carl Hahn, wusste wovon er sprach, als er sagte, dass Statistiken mit Vorsicht zu genießen und mit Verstand einzusetzen sind. Diese Sichtweise lässt sich analog auch auf Afrika anwenden. Denn das Statistikamt im nigerianischen Abuja hatte es seit 1990 versäumt, die Wirtschaftsdaten an das tatsächliche Wirtschaftsleben anzupassen. Genaue Zahlen zum BIP liegen bisweilen nicht vor. Dafür hingegen eine bedeutende Hochschätzung.

GovernmentZA

© Südafrika ist nicht mehr die führende Wirtschaftsnation Afrikas. Gemessen am BIP ersetzt nun Nigeria aufgrund einer statistischen Neuberechnung das Kapland. Pretoria gratulierte Abuja für den Rollentausch. Im Bild sind Südafrikas Präsident Jacob Zuma und sein Amtskollege, der nigerianische Präsident Goodluck Jonathan, zu sehen. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

Weiterlesen

Schlechte Kap-Wirtschaftsnachrichten dauern an

Südafrika könnte durch Nigeria als neue Wirtschaftsmacht Afrikas abgelöst werden, so tagesschau.de

(Autor: Ghassan Abid)

Das südlichste Land Afrikas befindet sich gegenwärtig im heißen Wahlkampf, der vor allem in den Medien ausgetragen wird. Journalisten sind sich ihrer Macht der Meinungsbeeinflussung bewusst und konzentrieren sich vor allem auf solche Themen, die bei der fünften Parlamentswahl im Post-Apartheids-Südafrika eine Bedeutung spielen. Die Wirtschaftslage nimmt aktuell eine Schlüsselrolle ein. Nun geht tagesschau.de von einer möglichen Verdrängung Südafrikas durch Nigeria als neue Wirtschaftsmacht Afrikas aus.

© tagesschau.de berichtete gestern über die Wirtschaftslage in Südafrika und warnt zugleich, dass Nigeria die neue führende Wirtschaftsmacht Afrikas werden könnte. Unrecht hat der zuständige Journalist Jan-Philippe Schlüter vom ARD-Hörfunkstudio Johannesburg mit dieser These nicht. (Quelle: Screenshot)

© tagesschau.de berichtete gestern über die Wirtschaftslage in Südafrika und warnt zugleich, dass Nigeria die neue führende Wirtschaftsmacht Afrikas werden könnte. Unrecht hat der zuständige Journalist Jan-Philippe Schlüter vom ARD-Hörfunkstudio Johannesburg mit dieser These nicht. (Quelle: Screenshot)

Weiterlesen