Schlagwort-Archive: Wladimir Putin

Südafrika verzichtet auf AKW aus Russland

Energieministerium in Pretoria legt milliardenschwere Pläne zum Bau von Atomkraftwerken auf Eis

(2010sdafrika-Redaktion)

Noch beim letzten im Juli 2018 stattfindenden BRICS-Treffen in Johannesburg, dem die Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika angehören, betonte der russische Staatspräsident Wladimir Putin die nukleare Zusammenarbeit mit der Regierung in Pretoria. Russland könne Südafrika bei der Sicherstellung einer stabilen Energieversorgung helfen, hieß es. Allerdings kam es nur einen Monat später zu einem eindeutigen Rückzieher durch Südafrika. Denn das milliardenschwere Atomprogramm wurde zur Enttäuschung Moskaus bis zum Jahr 2030 auf Eis gelegt.

© Südafrika verzichtet auf den Bau von russischen Atomkraftwerken am Kap. Dies stellte das Energieministerium zum Ende August 2018 im Rahmen der Vorstellung des „Integrated Resource Plan (IRP)“ unmissverständlich klar. Moskau zeigt sich enttäuscht, da die Gelder aus Südafrika dringend benötigt wurden. (Quelle: flickr/ The Presidency of South Africa)

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Geheimsache Nuklearenergie in Südafrika

Bauauftrag neuer Atomkraftwerke im Wert von 71,5 Milliarden Euro geht höchstwahrscheinlich an Russland

(Autor: Ghassan Abid)

Südafrikas Behörden sind dafür bekannt, Anfragen der Presse schlichtweg zu ignorieren. Journalisten müssen immer wieder geduldig nachfragen, meist über Telefon oder auf einer Pressekonferenz, warum etwas wie beschlossen worden ist. In der Atompolitik jedoch schweigen die zuständigen Stellen gänzlich. Wichtige Fragen bleiben unbeantwortet. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ versucht seit über einem Jahr Informationen zum geplanten Ausbau der Nuklearenergie zu bekommen – bisher vergeblich.

Koeberg 05 - Photo by Bjorn Rudner (2)

© Bisher unterhält Südafrika das Atomkraftwerk Koeberg bei Kapstadt, das einzige AKW in Afrika überhaupt. Doch in den nächsten Jahren könnten weitere Kraftwerke folgen. Alles deutet darauf hin, dass Russland mehrere Atomkraftwerke am Kap bauen wird. Die Regierung in Pretoria schweigt zum Milliardendeal beharrlich. (Quelle: Eskom)

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Die Welt nimmt Abschied von Mandela

Bundespräsident Joachim Gauck in Südafrika erwartet. Internationale Madiba-Würdigungen im Zitat

(Autor: Ghassan Abid)

– MANDELA-Spezial –

Am morgigen Dienstag verabschiedet sich die Welt von Nelson Mandela, der größten Ikone Südafrikas. 91 amtierende und 10 ehemalige Staats- und Regierungschefs werden an der Trauerfeier im Johannesburger Soccer City-Stadium persönlich teilnehmen, darunter Bundespräsident Joachim Gauck. Rund 90.000 Menschen passen in das Stadion, in welchem bei der WM 2010 die deutsche Fußballnationalmannschaft auf die Auswahl Ghanas traf. Im Vorfeld des offiziellen Abschieds übersandten mehrere ausländische Politiker dem südafrikanischen Staatspräsidenten Jacob Zuma ihr Beileid. „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ schaute sich mehrere Stellungnahmen an und veröffentlicht eine Auswahl dessen mit den entsprechenden Zitaten.

© Joachim Gauck, Bundespräsident von Deutschland: „Nelson Mandela hat – als Mensch wie auch als Politiker – in bewundernswerter Weise vorgelebt, wie Hass, Gewalt und Rassismus überwunden werden können.“ (Quelle: flickr/  ALDEADLE Alliance of Liberals and Democrats for EU)

© Joachim Gauck, Bundespräsident von Deutschland: „Nelson Mandela hat – als Mensch wie auch als Politiker – in bewundernswerter Weise vorgelebt, wie Hass, Gewalt und Rassismus überwunden werden können.“ (Quelle: flickr/ ALDEADLE Alliance of Liberals and Democrats for EU)

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500.000 Vergewaltigungen pro Jahr in Südafrika

Gudrun Kopp, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesentwicklungsminister

(Autor: Ghassan Abid)

    © Gudrun Kopp (FDP), Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. (Quelle: Ingrid Lestrade)

© Gudrun Kopp (FDP), Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. (Quelle: Ingrid Lestrade)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Frau Gudrun Kopp, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Fünf Tage hielten Sie sich in Südafrika auf. Mit welchen Partnern wurden welche Sachverhalte thematisiert?

Antwort: Schwerpunktthemen meiner Reise waren Energie und Klimaschutz, die in Südafrika weit verbreitete Gewalt gegen Frauen und Mädchen sowie die aktuelle Situation im Bergbausektor. Ich habe unter anderem Gespräche mit meinen Amtskolleginnen und -kollegen aus dem Finanzministerium und Energieministerium und mit der Premierministerin der Provinz Western Cape, Helen Zille, geführt. Bei diesen Gesprächen habe ich neben unserer laufenden Kooperation die südafrikanische Regierung dazu ermuntert, der Rohstoff-Transparenzinitiative EITI [Anmerkung der Redaktion: Extractive Industries Transparency Initiative] beizutreten. Als größte Wirtschaftsmacht in Afrika und fünftstärkstes Bergbauland weltweit sollte Südafrika mit einem Beitritt zu EITI ein Zeichen für Transparenz und gute Regierungsführung setzen.

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Putin in Südafrika

Russland intensiviert bilaterale Beziehungen: Atomenergie, Militärtechnik und Raumfahrt

(2010sdafrika-Redaktion)

In der russischen Gesellschaft sind Geschäfte, ganz dem kaufmännischen Grundgedanken, zuallererst oft mit einem Handschlag besiegelt. Was mündlich abgesprochen wurde, darf nicht mehr rückgängig gemacht werden. Seither hat sich das Sprichwort „Eine Abmachung ist teurer als Geld“ bis heute in Russland durchgesetzt. Nicht alle Absprachen werden unverzüglich schriftlich niedergeschrieben. Vertrauen spielt in diesem Kontext eine außerordentlich wichtige Rolle. In Südafrika war diese russische Geschäftspraxis zu beobachten.

© Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Rande des 5. BRICS-Gipfels in Durban mehrere bilaterale Abkommen unterzeichnet und darüber hinaus diverse mündliche Abmachungen mit Südafrikas Präsidenten Jacob Zuma getroffen. Kooperationen sind in den Bereichen Atomenergie, Militärtechnik und Raumfahrt vorgesehen. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

© Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Rande des 5. BRICS-Gipfels in Durban mehrere bilaterale Abkommen unterzeichnet und darüber hinaus diverse mündliche Abmachungen mit Südafrikas Präsidenten Jacob Zuma getroffen. Kooperationen sind in den Bereichen Atomenergie, Militärtechnik und Raumfahrt vorgesehen. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

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