Schlagwort-Archive: WM 2010

FIFA-Korruptionsskandal

Südafrikas Sportministerium verzichtet auf Untersuchung zum Bestechungsvorwurf bei WM 2010

(2010sdafrika-Redaktion)

Der Weltfußballverband FIFA hatte schon seit längerer Zeit den Ruf, nicht immer ganz aufrichtig und transparent zu sein. Der aktuelle FIFA-Korruptionsskandal hat nun die endgültige Gewissheit geliefert, dass es in der instutionalisierten Fußballwelt durchaus dubios zugeht. Die WM 2006 und 2010 stehen im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte. Den Austragungen sollen jeweils Bestechungsgelder vorausgegangen sein. Dennoch verzichtet Südafrikas Sportministerium auf eine interne Untersuchung. Man sei von einer ordnungsgemäßen Abwicklung des Mega-Events überzeugt.

Blatter Zuma

© Südafrikas Sportministerium lehnt die Einleitung einer internen Untersuchung zum Bestechungsvorwurf bei der WM 2010 ab, heißt es aus parlamentarischen Kreisen auf Anfrage der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste. Stattdessen setzt die Regierung in Pretoria auf den Informationsaustausch mit den USA. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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„Südafrika ist in meinem Herzen“

Im Interview mit Ulli Neuhoff, Fernsehjournalist und Leiter des ARD-Studios Johannesburg

(Autor: Ghassan Abid)

SWRAlexander Kluge

© Ulli Neuhoff wurde 1965 in Stuttgart geboren. Er studierte Germanistik und Politikwissenschaften in Tübingen und Newcastle. Seit 2011 ist Neuhoff Leiter des ARD-Studios Johannesburg und Korrespondent des Südwestrundfunks. Er versorgt die ARD mit Beiträgen aus dem südlichen Afrika. (Quelle: SWR/ Alexander Kluge)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Ulli Neuhoff, Leiter des ARD-Studios Johannesburg. Erstmal die Frage, wie Sie zum Fernsehjournalismus gekommen sind?

Antwort: Das war in meinem Fall eine ziemlich geradlinige Sache. Neben Lokomotivführer und Daktari war Journalismus immer mein Ziel. Während des Studiums habe ich dann Praktika gemacht und so einen Einstieg zum Südwestfunk bekommen, wie der SWR damals noch hieß. Zuerst Radio, dann Fernsehen; da bin ich dann hängen geblieben – mit Freude.

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Alles nur gekauft?

CONCACAF-Verbandschef und Ex-FIFA-Vizepräsident Jack Warner und die 10 Mio. Dollar aus Südafrika

(Autor: Johannes Woywodt)

Alles nur gekauft? Das dürfte sich in diesen Tagen die Mehrheit der fußballbegeisterten Südafrikaner fragen. In der Aufarbeitung des jüngsten Bestechungs- und Manipulationsskandals beim internationalen Weltfußballverband und dem angekündigten und wieder zurückgezogenen Rücktritt Sepp Blatters, steht erneut die Vergabe der Fußballweltmeisterschaft nach Südafrika im Jahr 2004 im Fokus der untersuchenden Behörden.

BBC World Service

© CONCACAF-Verbandschef und Ex-FIFA-Vizepräsident Jack Warner [im Bild] steht im dringenden Verdacht, die von Südafrika gezahlten 10 Millionen US-Dollar für das African Diaspora Programme veruntreut zu haben. Ob die Mbeki-Regierung den Funktionär schmieren wollte oder das Geld tatsächlich zweckentfremdet wurde, ist noch unklar. (Quelle: flickr/ BBC World Service)

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Entwicklungshilfe im Fußballsport?

FIFA-Vergabe der Fußball-WM 2010 an Südafrika unter dem Eindruck von Korruption, Habgier und Lügen

(Autor: Johannes Woywodt)

Der 15. Mai 2004 sollte einer der wichtigsten Tage der südafrikanischen Sportgeschichte werden. Genauso wie der Gewinn der Rugby-Weltmeisterschaft 1995 oder des Afrika-Cups 1996. Die Anspannung war allen Beteiligten anzumerken. Schließlich handelte es sich um die erstmalige Vergabe einer Fußballweltmeisterschaft an den afrikanischen Kontinent.

GovernmentZA

© Die FIFA-Vergabe der Fußball-WM 2010 lief dubios ab. Danny Jordaan, zum damaligen Zeitpunkt der Chef des südafrikanischen Bewerbungskomitees, bestätigte die (Schmiergeld-)Zahlung von 10 Millionen US-Dollar an FIFA-Funktionäre. Der kürzlich zurückgetretene FIFA-Präsident Joseph S. Blatter soll hiervon gewusst haben. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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Bestechung bei WM 2010 in Südafrika?

Kap-Funktionäre zahlten für Vergabe über 10 Millionen US-Dollar an Bestechungsgeldern an FIFA-Spitze

(Autor: Ghassan Abid)

Dass die FIFA einer umfassenden Reform und einem Generationswechsel bedarf, dürfte keiner mehr bestreiten. Doch die jüngsten Vorwürfe gegen den in der Schweiz ansässigen Weltfußballverband sprengen jegliche Vorstellungskraft über das zwielichtige Agieren der FIFA-Führungsriege. Ins Visier der Ermittlungen von US-Justizministerium, New Yorker Staatsanwaltschaft und FBI rückt auch die WM-Vergabe an Südafrika – ein ranghoher Funktionär am Kap steht im Fokus der US-Behörden.

SOCCER CITY STADIUM - JOHANNESBURG

© Hat Südafrika die WM 2010 nur deshalb ausrichten dürfen, weil Funktionäre des Landes hohe Bestechungsgelder an die FIFA gezahlt hatten? Diesen Verdacht haben zumindest die US-Behörden, die umfangreiche Ermittlungen gegen den Weltfußballverband einleiteten. (Quelle: flickr/ Steve Evans)

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14 Trainer in 22 Jahren – who‘s next?

Auf der Suche nach einem neuen Trainer für Südafrikas Fußball-Nationalmannschaft Bafana Bafana

(Autor: Johannes Woywodt)

Ein Schleudersitz ist dieser Arbeitsplatz. Interessenten – momentan nur Wenige. Während momentan in Brasilien ein neuer Fußballweltmeister gesucht wird, muss sich der südafrikanische Fußballverband mit einer dringenderen Frage beschäftigen, die einer noch schnelleren Antwort bedarf: Wer wird neuer Nationaltrainer? Kein Posten im südafrikanischen Fußball verfügt über eine solche Halbwertszeit. 

topshare

© Südafrika ist zurzeit auf der Suche nach einem neuen Trainer für die Fußball-Nationalmannschaft Bafana Bafana. Allerdings erweist sich dieser Prozess als eine ernstzunehmende Herausforderung. Denn die Zahl der Interessenten ist äußerst übersichtlich. (Quelle: flickr/ topshare)

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Uli Hoeneß zu 3,6 Jahren Haft verurteilt

Nach Verurteilung des Präsidenten des FC Bayern München droht die Schadenfreude in Südafrika

(2010sdafrika-Redaktion)

 ### UPDATE vom 14.03.2014: Hoeneß verzichtet auf die Revision. ###

Das Strafverfahren gegen den Noch-Präsidenten des FC Bayern München wurde im Schnelltempo verhandelt. Im Ergebnis muss Uli Hoeneß, so entschied heute das Landgericht München II, wegen des besonders schweren Falls von Steuerhinterziehung für 3,6 Jahre in den Knast. Insgesamt 27,2 Millionen Euro sind vor dem deutschen Fiskus in der Schweiz hinterzogen worden. Die Selbstanzeige und das Geständis der Fußballikone blieben wirkungslos. Unterdessen dürfte in Südafrika das Urteil auf Schadenfreude stoßen.

© Das heutige Urteil gegen den Präsidenten des FC Bayern München dürfte vor allem in Südafrika zur Schadenfreude führen. Denn Uli Hoeneß machte sich vor vier Jahren mit seinen Aussagen zum WM 2010-Austragungsland keine Freunde am Kap. (Quelle: flickr/ Radio Arabella)

© Das heutige Urteil gegen den Präsidenten des FC Bayern München dürfte vor allem in Südafrika zur Schadenfreude führen. Denn Uli Hoeneß machte sich vor vier Jahren mit seinen Aussagen zum WM 2010-Austragungsland keine Freunde am Kap. (Quelle: flickr/ Radio Arabella)

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