Schlagwort-Archive: WM

Im Ungewissen

Springboks bei Rugby-WM 2015: Zwischen politischer Ablehnung und sportlicher Schwäche

(Autor: Johannes Woywodt)

Das Objekt der Begierde ist 38 Zentimeter hoch, wiegt 4,5 Kilogramm, besteht aus vergoldetem Silber und hört auf den Spitznamen Bill. Gemeint ist der William-Webb-Ellis-Pokal, der alle vier Jahre an die weltbeste Rugbynationalmannschaft vergeben wird. Dieser lässt die Herzen der Spieler, Funktionäre und Fans schneller und höher schlagen. In England wird die 8. Rugby-Union-Weltmeisterschaft von heute an bis zum 31. Oktober ausgetragen – Südafrikas Auswahl ist auch dabei.

Martin Dobey

© Vom 18. September bis zum 31. Oktober 2015 findet zum nun achten Mal die Rugby-WM in England statt. Neuseeland verteidigt seit 2011 den begehrten William-Webb-Ellis-Pokal. Südafrikas Rugby-Auswahl – die Springboks – nehmen an diesem wichtigen Sportspektakel teil. (Quelle: flickr/ Martin Dobey)

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Vor großen Herausforderungen

Südafrika in der „Todesgruppe“ des Afrika-Cups 2015: Algerien, Ghana und Senegal sind die Gegner

(Autor: Johannes Woywodt)

Die südafrikanische Fußballnationalmannschaft wird bei der 30. Austragung des Afrika-Cups vom 17. Januar bis 8. Februar 2015 in Äquatorialguinea vor großen Herausforderungen stehen. In Gruppe C trifft das Team von Coach Ephraim „Shakes“ Mashaba auf die WM-Teilnehmer Algerien und Ghana, die schon der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der diesjährigen Weltmeisterschaft in Brasilien größere Probleme bereitete.

Axel Bührmann

© Vom 17. Januar bis 8. Februar 2015 wird zum 30. Mal der Afrika-Cup in Äquatorialguinea ausgetragen. Südafrikas Nationalelf trifft in der „Todesgruppe“ – der Gruppe C – auf Algerien, Ghana und Senegal. (Quelle: flickr/ Axel Bührmann)

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Unüberhörbare Wut auf Weltfußballverband FIFA

Bevölkerung Brasiliens läuft Sturm. Viele Südafrikaner zeigen im Netz ihre Solidarität mit WM-Nachfolger

(Autoren: 2010sdafrika-Redaktion, Ghassan Abid)

Als die Welt vor rund vier Jahren noch zu Gast in Südafrika war, legte sich ein dunkler Schleier über das Ausrichterland der Fußball-Weltmeisterschaft 2010. Straßenhändler durften nicht in der Nähe der Stadien Essen und Souvenirs verkaufen, Dienstleistungen verteuerten sich drastisch und der Staat verbuchte im Enddefekt ein fiskalisches Minusgeschäft. Anders als zur Situation am Kap machen die Brasilianer ihren Unmut Luft. Die FIFA befindet sich in der größten Glaubwürdigkeitskrise seit ihrem Bestehen vor 110 Jahren.

Paulo Ito

© Von Südafrika nach Brasilien, dem Ausrichter der Fußball-WM 2014: Während vor vier Jahren der Protest am Kap eher verbal ausgetragen wurde, entlädt sich in Lateinamerika die Wut gegen die Regierung in physische Gewalt. Große Teile beider Bevölkerungen fühlen sich von der FIFA verarscht. (Quelle: Paulo Ito)

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Wiedergutmachung verpasst

Freundschaftsspiel gegen Brasilien: Südafrika erleidet höchste Niederlage seiner Fußballgeschichte

(Autor: Johannes Woywodt)

Es sollte eine fußballerische Wiedergutmachung werden für die enttäuschenden Auftritte der letzten Monate. Noch einmal ein fußballerisches Wunder vollbringen, wie beim 1:0-Sieg gegen den amtierenden Fußballweltmeister aus Spanien im vergangenen November. Doch solche Spiele lassen sich bekanntlich nicht wiederholen und nach den 90 Minuten am vergangenen Mittwoch wurden die knapp 67.000 Zuschauer im FNB-Stadion mit der harten Realität konfrontiert.

© Im letzten Freundschaftsspiel verlor Südafrika mit einem 0:5-Ergebnis gegen die Auswahl Brasiliens, die höchste Niederlage in der Fußballgeschichte von Bafana Bafana. (Quelle: flickr/ Gruppo Loccioni)

© Im letzten Freundschaftsspiel verlor Südafrika mit einem 0:5-Ergebnis gegen die Auswahl Brasiliens, die höchste Niederlage in der Fußballgeschichte von Bafana Bafana. (Quelle: flickr/ Gruppo Loccioni)

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Goodbye Bafana Bafana?

Südafrika empfängt WM 2014-Gastgeber Brasilien im FNB-Stadion in Soweto

(Autor: Johannes Woywodt)

Ein gut gefülltes Stadion, das bienensummenartige Dröhnen der Vuvuzelas, ein international hochkarätiger Gegner und am Ende vielleicht ein Überraschungserfolg. Morgen Abend wird mit aller Wahrscheinlichkeit Gordon Igesunds letzter großer Auftritt als Nationaltrainer der südafrikanischen Fußballnationalmannschaft sein. Um 19.00 Uhr Ortszeit wird die südafrikanische Elf den fünffachen Fußballweltmeister und diesjährigen WM-Gastgeber Brasilien zu einem Freundschaftsspiel im FNB-Stadion in Soweto empfangen.

    © Im morgigen Freundschaftsspiel tritt Südafrika gegen die Auswahl Brasiliens an. Von einem Sieg Bafana Bafanas geht im Grunde genommen keiner aus. Vielmehr schaut die Fußballwelt auf die Spieler des WM 2014-Gastgebers, allen voran auf den Stürmer Neymar [Bildmitte] vom spanischen Profiklub FC Barcelona. (Quelle: flickr/ JOSHUAbrk)

© Im morgigen Freundschaftsspiel tritt Südafrika gegen die Auswahl Brasiliens an. Von einem Sieg Bafana Bafanas geht im Grunde genommen keiner aus. Vielmehr schaut die Fußballwelt auf die Spieler des WM 2014-Gastgebers, allen voran auf den Stürmer Neymar [Bildmitte] vom spanischen Profiklub FC Barcelona. (Quelle: flickr/ JOSHUAbrk)

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African Nations Championship 2014 – 1. Spieltag

Südafrika siegt mit einem 3:1 gegen Mosambik. Bernard Parker schoss Bafana Bafana an Tabellenspitze

(Autor: Johannes Woywodt)

Manchmal sind es nur Bruchteile von Sekunden, die den Fußball attraktiv und unberechenbar machen. Die die Zuschauer in Ekstase versetzen. Ein überraschender Pass mit der Hacke, ein verschossener Elfmeter, ein blitzschneller Reflex oder nur ein Moment des Sehens. Ähnlich dürfte es dem südafrikanischen Fußballprofi Hlompho Kekana beim Eröffnungsspiel der diesjährigen African Nations Championship in Kapstadt ergangen sein.

© Der beim südafrikanischen Erstligisten Kaizer Chiefs unter Vertrag stehende Bernard Parker schoss zwei der drei Tore gegen die Auswahl von Mosambik. Bafana Bafana führt somit gegenwärtig die Gruppe A des African Nations Championships 2014 an.

© Der beim südafrikanischen Erstligisten Kaizer Chiefs unter Vertrag stehende Bernard Parker schoss zwei der drei Tore gegen die Auswahl von Mosambik. Bafana Bafana führt somit gegenwärtig die Gruppe A des African Nations Championships 2014 an.

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Long Live Nelson Mandela!

Ein Gastbeitrag von Dieter W. Haller, deutscher Botschafter in der Republik Südafrika von 2007-2011

(Ein Exklusiv-Artikel des Diplomaten Dieter W. Haller)

– MANDELA-Spezial –

© Dieter W. Haller befindet sich zurzeit in Johannesburg und nahm als Privatperson an den Trauerfeierlichkeiten von Nelson Mandela teil. Der Diplomat war von 2007 bis 2011 Deutschlands Botschafter in der Republik Südafrika. Für die Redaktion von "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" verfasste Haller einen Exklusiv-Gastbeitrag zu Madiba. (Quelle: Auswärtiges Amt)

© Dieter W. Haller befindet sich zurzeit in Johannesburg und nahm als Privatperson an den Trauerfeierlichkeiten von Nelson Mandela teil. Der Diplomat war von 2007 bis 2011 Deutschlands Botschafter in der Republik Südafrika. Für die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ verfasste Haller einen Exklusiv-Gastbeitrag zu Madiba. (Quelle: Auswärtiges Amt)

Südafrika trauert und die ganze Welt trauert mit. Wir alle spüren: Hier geht ein einmaliger Mensch, ein ganz „Großer“ des 20. und 21. Jahrhunderts.

Überwältigende Beischeidenheit, feste Hartnäckigkeit, visonärer Pragmatismus, vor allem aber sein unbändiger Sinn für Gerechtigkeit und Versöhnung werden unauslöschlich mit Mandela verbunden bleiben. Mit dieser Haltung hat er dem so lange gespaltenen und zerrissenen Land am Kap Einheit und Freiheit gebracht. Er hat damit auch den Weg für eine gedeihliche Entwicklung auf dem ganzen afrikanischen Kontinent geebnet.

Mandelas Humanismus werden für immer Vermächtnis und Auftrag an die Nachgeborenen bleiben.

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