Schlagwort-Archive: Zivilgesellschaft

Der Jahresrückblick

Südafrika 2015 – eine wehrhafte Zivilgesellschaft und international scharf kritisierte Regierung

(Autor: Ghassan Abid)

Ob die Niederlage Bafana Bafanas beim Afrika-Cup in Äquatorialguinea, die fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Johannesburg bzw. Durban und die Staatsaffäre um den Rausschmiss des Finanzministers Nhlanhla Nene. Nicht zu vergessen die Fluchthilfe für den Sudan-Präsidenten Omar al-Baschir. Südafrika sorgte für erhebliche Negativschlagzeilen. Internationale Medien und ausländische Regierungen kritisierten Pretoria scharf. Zudem reagierten die Börsen verunsichert. Insofern war 2015 kein einfaches, jedoch ein bedeutsames Jahr für Südafrika. Ein Rückblick an Silvester.

Felix Montino

© Wieder geht ein Jahr zu Ende. 2015 war ein erlebnisreiches und gleichzeitig besorgniserregendes Jahr für Südafrika. Jedoch wurde zum ersten Mal deutlich, dass die Bevölkerung am Kap wehrhaft ist. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ wünscht einen guten Rutsch ins neue Jahr! (Quelle: flickr/ Felix Montino)

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Wechsel an Botschaft Südafrikas in Berlin

Eher Politiker als Diplomat: Amtszeit von 70-jährigem Makhenkesi A. Stofile endet im Dezember 2015

(Autor: Ghassan Abid)

Makhenkesi A. Stofile ist bereits seit dem Jahr 2011 als Botschafter Südafrikas in Deutschland im Einsatz. Der ehemalige Premierminister der Ostkap-Provinz und spätere Sportminister gilt als eine engagierte, aufrichtige und direkte Person, die Missstände offen anspricht, auch wenn er somit für Verstimmung sorgen könnte. Kurz vor seinem 71. Geburtstag ist nun bekannt geworden, dass Stofile vom Außenministerium zurückgeholt wird.

South African Embassy

© Südafrikas amtierender Botschafter in Deutschland, der Theologe Makhenkesi A. Stofile [links im Bild], wird im Dezember 2015 ans Kap zurückkehren. In seiner rund 5-jährigen Amtszeit hat Stofile viel geleistet. Ghassan Abid, Chefredakteur von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ [rechts im Bild], erlebte eine interessante Persönlichkeit der klaren Worte. (Quelle: South African Embassy)

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Hitzige Debatten bei heißem Wetter

KENAKO Afrika Festival 2015 in Berlin lockte erneut zehntausende Gäste zu Musik, Tanz und Dialog an

(2010sdafrika-Redaktion)

Vom 11. bis 14. Juni 2015 fand zum nun 4. Mal das KENAKO Afrika Festival unter dem Motto „AFRICA BEYOND 2015!“ auf dem Berliner Alexanderplatz statt, veranstaltet vom Afrika Medien Zentrum unter der Leitung des Geschäftsführers Hervé Tcheumeleu. Bei sommerlichen Temperaturen wurde miteinander gelacht, diskutiert und gestritten. Verpflegung gab es bei den zahlreichen Imbissständen, die mit diversen Spezialitäten aus den unterschiedlichsten Winkeln Afrikas den Appetit anregten. Die Panels waren besonders gut gefüllt. Ferner zelebrieten etliche Diplomaten den Africa Day als Veranstaltung der afrikanischen Botschaften in der Bundesrepublik, der erstmals im Rahmen des größten Afrika-Festivals in Berlin begangen wurde. 

Kenako

© Vom 11. bis zum 14. Juni 2015 fand zum 4. Mal das KENAKO Afrika Festival auf dem Berliner Alexanderplatz statt. Musik, Tanz und politische Dialoge standen dem Publikum unter sommerlichen Wetterbedingungen zur Verfügung. Auf dem Bild sind die Botschafter Afrikas in Deutschland, der Afrikabeauftragte der Bundeskanzlerin und das Team des KENAKO Afrika Festivals zu sehen. (Quelle: Simon Inou)

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Kenako-Afrika-Festival in Berlin

Hauptstadt erstrahlt vier Tage lang im Sinne der Vielfalt und Schönheit Afrikas. 20.000 Besucher erwartet

(2010sdafrika-Redaktion)

Es ist wieder einmal an der Zeit für Afrika und Deutschland. Das Kenako-Afrika-Festival bringt den afrikanischen Kontinent direkt in die Hauptstadt – mit Musik, Tanz und politischen Dialogen. Vom 11. bis zum 14. Juni erwartet das deutsche Publikum ein vielfältiges Programm, bei welchem auch schwierige Themen angesprochen werden. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ ist genauso wie die taz als Medienpartner mit im Boot. Über 20.000 Besucher werden erwartet. Der Veranstalter, das Afrika Medien Zentrum, lädt die Öffentlichkeit bei freiem Eintritt herzlichst ein.

Kenako-Afrika-Festival

© Vom 11. bis zum 14. Juni 2015 findet das Kenako-Afrika-Festival auf dem Berliner Alexanderplatz statt. Über 20.000 Besucher werden erwartet. Ein vielfältiges Programm aus Musik, Tanz und politischen Dialogen steht dem Publikum unter sommerlichen Wetterbedingungen zur Verfügung.

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Kap-Kolumne: Tshwane gegen Rassismus

We are Africa – Stop Xenophobia

(Autor: Detlev Reichel, Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals)

Unter dem Motto „We are Africa – Stop Xenophobia“ nahmen am Freitag, den 24. April 2015, tausende Menschen in der Hauptstadt Tshwane/Pretoria an einer ANC-Kundgebung und Demo gegen Fremdenfeindlichkeit teil. Ein Aufgebot an prominenten Politikern, Kirchenführern, Künstlern und Intellektuellen unterstützten diese Aktionen mit ihrer Teilnahme.

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© Unter dem Motto „We are Africa – Stop Xenophobia“ nahmen am 24. April tausende Menschen in der Hauptstadt Tshwane/ Pretoria an der dortigen Demo teil. Kap-Kolumnist Detlev Reichel begleitete den Aufzug, an welchem sich mehrere Promis beteiligten.

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Kap-Kolumne: „NEIN!“ zu Rassismus

Südafrika sagt „NEIN!“ zu Ausländerfeindlichkeit und Gewalt gegen Migranten. Eine Fotoserie

(Autor: Detlev Reichel, Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals)

Es begann am vergangenen Donnerstag mit dem Friedensmarsch in Durban, zu dem spontan tausende Menschen aus dem ganzen Land angereist waren. Es folgten Demonstrationen in Kapstadt, Johannesburg und Pretoria.

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© Im Verlauf der vergangenen Woche demonstrierten tausende Südafrikaner gegen die xenophoben Ausschreitungen in ihrem Land. Kap-Kolumnist Detlev Reichel beobachtete das Geschehen in Johannesburg.

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„Spy Cables“: Greenpeace als Spionageziel

Südafrikas Geheimdienst sollte auf Bitte ausländischer Behörden NGOs und Oppositionelle observieren

(2010sdafrika-Redaktion)

Zivilgesellschaftliche Akteure wie Amnesty International, Human Rights Watch, Transparency International oder Greenpeace sind gemeinnützige Organisationen, die gesellschaftspolitische Ziele verfolgen. Entweder sie schaffen es, die Regierungen im Dialog von ihren Absichten zu überzeugen. Oder sie formieren Widerstand gegen Politik oder Wirtschaft. Nun belegen dem arabischen TV-Sender Al Jazeera zugespielte Geheimdienst-Dokumente, dass Greenpeace und Oppositionelle ins Visier der Nachrichtendienste gerieten.

Kumi Naidoo

© Kumi Naidoo, der aus Durban stammende Direktor der internationalen Umweltschutzorganisation Greenpeace, sollte nach dem Willen Südkoreas durch den südafrikanischen Geheimdienst State Security Agency (SSA) observiert werden. Auch andere Regierungen fragten Südafrika an, am Kap lebende Oppositionelle auszuspionieren – belegen dem TV-Sender Al Jazeera zugespielte SSA-Dokumente. (Quelle: flickr/ World Economic Forum)

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