Schlagwort-Archive: Zuma

Kap-Kolumne: Quo vadis ANC?

Die 54. Nationale Konferenz des African National Congress: Zwischen Patronage und Rivalität

(Autor: Detlev Reichel, Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals)

Am Wochenende beginnt die 54. Nationale Konferenz (Parteitag) des African National Congress (ANC) in Südafrika. In den NASREC-Messehallen bei Soweto werden über 4.700 Delegierte die neue Führung der Organisation wählen. Erstmalig in der 105-jährigen Geschichte des ANC stellen sich sieben Kandidatinnen und Kandidaten für das ANC-Präsidentenamt zur Wahl.

© Wer tritt die Nachfolge von Jacob Zuma als Staatspräsidenten Südafrikas an – Nkosazana Dlamini-Zuma [im Bild zweite Person von links]. Cyril Ramaphosa [rechts außen] oder ein anderer Kandidat? 4.700 Delegierte werden hierfür in Soweto zusammenkommen. (Quelle: flickr/ GovermentZA)

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Bongo stürzt Südafrikas Regierung in Krise

Geheimdienstminister steht wenige Wochen nach seiner Ernennung unter Korruptionsverdacht

(2010sdafrika-Redaktion)

Bongani Thomas Bongo gilt in Südafrika als unbekannte politische Größe, die erst am 17. Oktober 2017 ins öffentliche Bewusstsein rückte. Denn an diesem Tag wurde der studierte Jurist zum neuen Geheimdienstminister ernannt, nachdem Staatspräsident Jacob Zuma sein Kabinett nach nur 7 Monaten erneut umbildete (seine 11. Kabinettsumbildung seit 2009). Der ANC-Abgeordnete ersetzte seinen Vorgänger David Mahlobo, der wiederum ins Energieressort wechselte. Jedoch steht der Zuma-Vertraute wegen Korruptionsvorwürfen unter massivem Beschuss. Die Zuma-Regierung stürzt in die nächste Krise.

© Jacob Zuma hat sich mit seiner mittlerweile 11. Kabinettsumbildung eine erneute Krise reingeholt. Denn gegen den am 17. Oktober 2017 ernannten Geheimdienstminister Bongani Bongo [im Bild rechts] wird wegen Korruption, Betruges und Bestechung ermittelt. (Quelle: flickr/ GovermentZA)

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Disziplinarmaßnahmen gegen Abweichler

ANC-Parlamentarier Gungubele, Khoza und Gordhan stimmten bei Misstrauensvotum gegen Zuma

(2010sdafrika-Redaktion)

Am 8. August 2017 kamen die 400 Parlamentsabgeordneten in Kapstadt zusammen, um über den Misstrauensantrag der Opposition gegen Südafrikas Staatspräsidenten Jacob Zuma abzustimmen. Obwohl die Opposition insgesamt 151 Parlamentssitze stellt, votierten nach geheimer Abstimmung 177 Parlamentarier gegen den 75-jährigen ANC-Parteivorsitzenden. Demnach schlossen sich mindestens 26 ANC-Abgeordnete dem Antrag der Opposition an. Einer dieser Abweichler ist Mondli Gungubele, der es zudem wagte, sich kurz vor dem Termin öffentlich von Zuma abzuwenden.

© Beim Misstrauensvotum am 8. August 2017 stimmten mindestens 26 ANC-Abgeordnete gegen ihren eigenen Parteivorsitzenden Jacob Zuma. 3 Abweichler sind bekannt, nachdem sich diese öffentlich gegen Zuma positionierten, darunter der ehemalige Bürgermeister Mondli Gungubele [im Bild]. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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Der Schock nach den Kommunalwahlen

Gekränktes Ego und fehlende Selbstreflektion. ANC-Führung führt ihre Politik der Arroganz fort

(2010sdafrika-Redaktion)

Am 3. August wurden rund 24 Millionen registrierte Wähler zu den Kommunalwahlen Südafrikas aufgerufen. Alle 5 Jahre wiederholt sich die Bestimmung der Zusammensetzung von Stadt- und Gemeinderäten, damit verbunden auch die Wahl der Bürgermeister. Zwar gelang der Regierungspartei von Jacob Zuma, dem ANC, landesweit erneut die absolute Mehrheit von 57 Prozent. Allerdings musste diese signifikante Verluste einstecken. Der ANC befindet sich bisweilen im Schockzustand.

Paul Saad

© Die Kommunalwahlen 2016 in Südafrika beschäftigen den ANC weiterhin. Die Regierungspartei unter der Führung von Präsident Jacob Zuma verlor im Vergleich zu den Wahlen 2011 rund 8 Prozentpunkte. Städte wie Johannesburg, Pretoria und Port Elizabeth gingen an die Opposition. (Quelle: flickr/ Paul Saad)

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Tausende bei Zuma-Must-Fall-Demos

In Pretoria, Johannesburg und Kapstadt wurde der Rücktritt von Präsident Jacob Zuma gefordert

(2010sdafrika-Redaktion)

Der heutige 16. Dezember ist in Südafrika ein gesetzlicher Feiertag. Als Tag der Versöhnung erinnert dieser an die einstigen Rivalitäten zwischen Weißen und Schwarzen bzw. an das Ende der Apartheid. Bewusst ist dieser wichtige Termin ausgewählt worden, um gegen Staatspräsident Jacob Zuma zu demonstrieren. Tausende Südafrikaner gingen auf die Straßen der Städte Pretoria, Johannesburg und Kapstadt, um seinen Rücktritt lautstark zu fordern.

ZumaMustFall

© Tausende Menschen kamen unter dem Slogan „Zuma Must Fall“ in Pretoria, Johannesburg und Kapstadt zusammen, um den Rücktritt von Staatspräsident Jacob Zuma zu fordern. Er sei korrupt, habgierig und handele nicht im Interesse der Bevölkerung Südafrikas, hieß es von den Demonstranten. (Quelle: James van der Hoven)

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Aller guten Dinge sind drei

Südafrikas Präsident Jacob Zuma benennt nach Börsen-Talfahrt erneut Posten des Finanzministers

(Autor: Ghassan Abid)

Die aktuellen Entwicklungen in Südafrika stehen im Fokus internationaler Medien und Finanzanalysten. Der Rausschmiss des 57-jährigen Ökonomen Nhlanhla Nene in den Abendstunden des 9. Dezembers hat für Unruhe auf den Märkten gesorgt. Rand-Währung und Aktienkurse stürzten ab. Mit der Ernennung von David van Rooyen zum neuen Finanzminister verschlimmerte sich die Situation. Nun beugt sich Zuma dem Druck der Öffentlichkeit.

The Presidency of the Republic of South Africa

© Südafrikas Staatspräsident Jacob Zuma scheint erneut eine Krise überstanden zu haben. Zuerst hat er Nhlanhla Nene [im Bild rechts] von seinem Amt als Finanzminister entlassen. Dann ernannte er den Abgeordneten David van Rooyen. Und wenige Tage später verpflichtete er Pravin Gordhan [links] für das Amt des obersten Sparers. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

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Der krisenfeste Präsident Südafrikas

Jacob Zuma bleibt trotz unzähliger Skandale und negativer Berichterstattung der Staatschef

(2010sdafrika-Redaktion)

Wenn Politiker tief in einem Skandal stecken, eine Krise zu spät erkannt haben oder eine Lösung nicht zeitnah angestoßen wurde, dann müssen diese in den meisten Fällen gehen. Sie treten aus Rücksicht auf ihre Partei, auf ihre Wählerschaft und wegen ihres bereits angekratzten Ansehens zurück. Zumindest in westlichen Demokratien hat sich diese Herangehensweise weitgehend durchgesetzt. Wenn man als politischer Beobachter jedoch nach Südafrika blickt, dann tun sich unvorstellbare Abgründe auf.

GovernmentZA

© Kaum ein demokratisch gewählter Staatschef ist so krisenfest wie Südafrikas Präsident Jacob Zuma. Der 73-jährige ANC-Politiker hat unzählige Skandale überstanden – sei es die Nkandla-Affäre, die Gupta-Hochzeitsaffäre oder das Marikana-Massaker. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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